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Voivod
Da sich die Experten und Politiker in Kopenhagen nicht gerade kompromissfreudig zeigen, will ich mal eure Meinung hören. Siehe Umfrage.

Ich finde die Sache ziemlich problematisch, weil ich als Laie kaum eine Chance habe, herauszufinden, was nun wirklich stimmt. Ich habe mal gelesen, dass die Mehrheit der Forscher den Klimawandel für Menschenwerk hält. Andere Forscher sagen, da seien andere Sachen dafür verantwortlich, wie die Aktivität der Sonne, Meeresströmungen, etc. Wieder andere Klimaforscher denken, es sei eine Kombination dieser zwei Dinge.

Ich tendiere schon dazu, dass der Mensch mit seinem CO2-Ausstoss wesentlich dazu beiträgt, dass die Durchschnittstemperaturen auf der Erde steigen. Aber wie gesagt, als Laie kann man nur auf die Experten hören und aus den Fakten kaum selbst schlau werden. These folgt Gegenthese, etc...

Was meint ihr? Und bringen solche pompösen Konferenzen überhaupt etwas, wenn's um Klimaziele geht? Am Schluss bleibts wohl bei einer sinnlosen Absichtserklärung, wie immer... dry.gif
tabby
Es gab immer ein Auf und Ab in der Erdtemperatur. Das wird mehr oder minder auch dieses Mal der Fall sein, aber dazu kommt das Eingreifen des Menschen. Wir beschleunigen denke ich den Prozess, so dass Dinge die sonst evt mehrere Jahrhunderte dauern, nun nur noch wenige Jahrzehnte dauern.

So richtig sicher bin ich mir dabei allerdings nicht. Tatsache ist das sich zur Zeit das Klima auf der Erde ändert.. zu leugnen ist das nicht.
Solche Änderungen haben immer Folgen was die Lebensräume betrifft. So wirds auch dieses Mal passieren.

Ich habe also die Mischung aus 2 und 3 gewählt in der Umfrage.
VirtualSelf
Mir ist Banane; ich wohne schließlich auf einem kleinen Berg, in einer Klimazone, die immer angenehm oder wenigstens erträglich bleiben wird.
Dieses im Hinterkopf betrachte ich das Ganze mit einem gewissen voyeuristischen Interesse: säuft Holland ab (oder Bangladesh); wird die Sahara wieder grün, etc. ?
Blaidd_Drwg
Sicher ändert sich das Klima. Als Laie kann ich jedoch nicht beurteilen, wie viel der Mensch das Klima wirklich mit beeinflusst. Es ist ja nicht bestreitbar, dass wir Menschen uns schon immer gerne im Mittelpunkt gesehen haben.
Was mich vor allem stört, sind jene die Verzicht predigen müssen und selbst bei Preissteigerungen nie auf etwas verzichten müssen. Und nur weil etwas aus ökologischen Anbau ist, muss die Qualität nicht zwingend besser sein.
Equinox
ZITAT(tabby @ 17. Dec 2009, 19:26) *
Es gab immer ein Auf und Ab in der Erdtemperatur. Das wird mehr oder minder auch dieses Mal der Fall sein ... blabla ...


Die Erde wechselt alle xyz-tausend Jahre zwischen kreisrunder und eliptischer Umlaufbahn um die Sonne. Den letzteren Fall nennen wir Eiszeit. Das sich eine Klimaänderung jemals zuvor ohne diese Änderung der Umlaufbahn und vor allem in so kurzer Zeit ereignet hat ist nicht belegt. Viele Prozesse, die dem Laien wie natürliche Zufälle vorkommen mögen sind zudem eindeutig auf einen Dominoeffekt zurückzuführen. Nachdem der Mensch den ersten Stein angestoßen hat heizt sich die Erde tatsächlich von alleine auf. Beispiele sind das Abschmelzen der Arktis in Wechselwirkung mit dem Albedo-Effekt und das Freiwerden von Gasen in Sibirien (Die Taiga und Tundra entwickelt zur zeit ein potential auf das kim Jong Ill neidisch sein kann).

Die Antarktis (Südpol) schmilzt übrigens nur sehr langsam ab. Da es sich um einen Kontinent handelt, der nicht gerade flach ist. Dadurch ist es dort wesentlich kälter als in der Arktis. die kälte dort erhält sich selbst, das hat etwas mit globalen Luftströmen zu tun, die ich jetzt keine Lust habe zu erläutern, weil das länger dauern kann.

Ich hoffe als Geographie-Leistungskursler konnte ich euch die Sache näher bringen. Vielleicht erkläre ich euch Morgen warum der Golfstrom eventuell versiegen könnte (wenn man das so hört klingt das ja schon so als ob die Wissenschaftler keine Ahnung hätten, aber es ist so) und warum das seehhhhr schlecht wäre. und was der Albedo Effekt ist. ich geht jetzt schlafen.
Blaidd_Drwg
Es ist kein besonders schlauer Zug, die Äußerung von jemand anderen als "blabla" abzutun. Vielleicht sollte man das auch als Abiturient schon mal gehört haben.
Vor einigen Monaten konnte man nachlesen, dass möglicherweise der Agulhasstrom einen Ausgleich zum möglicherweise versiegenden Golfstrom bringen könnte.

Anders als es mein Vorposter in seinem Zitat andeuten will bestreitet tabby nicht den Einfluss des Menschen auf das Klima.
Was Prognosen von Forschern angeht kann man skeptisch sein. Vor kurzem konnte man noch in einem Katastrophenszenario der 70er Jahre sehen, wie sich die Produzenten das Katastrophenjahr 2009 vorstellten (Dauersmog, Überbevölkerung, Europa zur Wüste verkommen etc.)
Adm. Ges
Richtig, und in einigen Teilen der Welt ist der Dauersmog und die Überbevölkerung Realität. Auch die Ausbreitung der Wüste gibts - nur nicht in Europa, denn hier hat man gegengesteuert.
Equinox
ZITAT(Neral_Jourian @ 18. Dec 2009, 11:48) *
Es ist kein besonders schlauer Zug, die Äußerung von jemand anderen als "blabla" abzutun. Vielleicht sollte man das auch als Abiturient schon mal gehört haben.
Vor einigen Monaten konnte man nachlesen, dass möglicherweise der Agulhasstrom einen Ausgleich zum möglicherweise versiegenden Golfstrom bringen könnte.

Anders als es mein Vorposter in seinem Zitat andeuten will bestreitet tabby nicht den Einfluss des Menschen auf das Klima.
Was Prognosen von Forschern angeht kann man skeptisch sein. Vor kurzem konnte man noch in einem Katastrophenszenario der 70er Jahre sehen, wie sich die Produzenten das Katastrophenjahr 2009 vorstellten (Dauersmog, Überbevölkerung, Europa zur Wüste verkommen etc.)


Manchmal habe ich den Eindruck, du bist nur hier um unser aller Posting-Verhalten zu kritisieren. dry.gif Davon abgesehen hast du recht mit dem blabla (obwohl ich das nicht böse gemeint habe und durchaus nichts andeuten will.)

Ähem: der Agulhasstrom kommt leider nicht bei Europa vorbei (sic?!). Wenn mir das einer erklären könnte, wie der dann den Golfstrom ersetzen kann...

ich habe hier einen Artikel gefunden, der mir die Arbeit abnimmt euch die sogenannte Salzwasserpumpe zu erklären.Das "Vielleicht" steht beim Golfstrom nunmal, weil nicht klar ist, in wie weit er durch diesen Sogeffekt angetrieben wird. (andere Kräfte sind Corioliskraft und Windströmungen).

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0...,387715,00.html
Blaidd_Drwg
ZITAT
„Es klingt ein wenig abenteuerlich, dass Strömungen um Südafrika einen Einfluss auf unsere Breiten haben sollen“, sagt der Hauptautor der Studie, Arne Biastoch. „Es ist aber seit Langem bekannt, dass der Agulhasstrom eine Schlüsselrolle für den Nachschub salzreichen Wassers in den Atlantik darstellt.“ Durch die Analyse von Beobachtungsdaten und Computermodellen konnten die Wissenschaftler zeigen, dass sich dieser Prozess als Folge des Klimawandels im südlichen Ozean verstärkt hat.


Quelle des Zitates ist ein Focus Artikel Golfstrom Salzlieferung aus Südafrika

Ich schreib auch nicht von einem Ersatz sondern von einem Ausgleich.

Übrigens in dem Katastrophenszenario aus den siebzigern ging man noch davon aus, man könne das Eis vom Nordpol als Trinkwasser nutzen weil es die einzigst saubere Quelle sei.
Nur wird dort leider auch der gleiche Dreck zu finden sein, wie überall auch auf der Welt.
Equinox
Den Teil, dass das salzhaltige Wasser dann in den Nordatlantik aufsteigt verstehe ich als Leie nicht ganz. Ich habe da doch so meine Zweifel.

Heute Morgen steht es nu fest: Climate shame of Copenhagen wird in die Geschichtsbücher eingehen.

ZITAT
Als der ohnehin umstrittene sudanesische Chef-Unterhändler und Sprecher der Entwicklungsländer (G77), Lumumba Stanislaus Di-Aping, erklärte, das Abkommen bedeute den Tod vieler Afrikaner und es mit dem Holocaust verglich, ging ein Raunen durch den Saal. Der britische Delegierte sprach von einem „ekelhaften“ Vergleich. Er sprach angesichts der Proteste im Plenum von einer ernsten Krise. Die Delegierten hätten nun die Wahl, ein nicht ganz perfektes Abkommen zu unterstützen oder nach dem Willen des Sudan die Konferenz zugrunde gehen zu lassen. Seine Rede wurde mit langem Applaus bedacht.


Ich finde den Vergleich sehr angebracht. Millionen unnötige Opfer und die Politiker müssen dazu lächeln. Das hat schon Ähnlichkeit mit dem Holocaust.

Quelle:http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~ED52C5F1BA4D7438881E7C2555EAE5A53~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Voivod
ZITAT(Equinox @ 19. Dec 2009, 11:42) *
Heute Morgen steht es nu fest: Climate shame of Copenhagen wird in die Geschichtsbücher eingehen.


Naja, den Holocaustvergleich finde ich nicht ganz passend, doch ich vermute, dass sehr, sehr viele Menschen unter dem Klimawandel leiden werden. Die Menschheit muss es immer auf die harte Tour lernen.

Auch viele Politiker sagen, dass der Klimawandel nicht nur zu Naturkatastrophen, sondern auch zu vermehrter politischer Instabilität führen wird.

Dass die Konferenz ein Flop wird, da haben wohl selbst die Beteiligten nicht daran gezweifelt. Mich würde mal interessieren, wie teuer das Spektakel war und wieviel Geld für edlen Frass und teuren Wein da verschwendet wurde. Aber Hauptsache, die Mächtigen haben wieder mal miteinander geredet. dry.gif

Edit: Ich muss aber anerkennen: Merkel hat sich gut geschlagen bisher! Sie ist halt Naturwissenschaftlerin und ahnt wohl, was da auf den Planeten zukommt. Was ich bisher von ihr gehört habe, war ok. Obama sind die Hände gebunden, der kann wie immer nur Reden schwingen und nichts machen. Palin ist ja jetzt die neue Galionsfigur der "Klimaskeptiker". Stand gestern in der Zeitung. Sie plant wohl schon ihre Kandidatur für 2012. (Ehrlich gesagt, die Amis sollen sie ruhig wählen, immerhin wäre dann für Amusement gesorgt.)
Blaidd_Drwg
ZITAT
Den Teil, dass das salzhaltige Wasser dann in den Nordatlantik aufsteigt verstehe ich als Leie nicht ganz. Ich habe da doch so meine Zweifel.



Nur weil man etwas als Laie nicht versteht, muss es deswegen nicht gleich falsch sein.

ZITAT
Dass die Konferenz ein Flop wird, da haben wohl selbst die Beteiligten nicht daran gezweifelt. Mich würde mal interessieren, wie teuer das Spektakel war und wieviel Geld für edlen Frass und teuren Wein da verschwendet wurde. Aber Hauptsache, die Mächtigen haben wieder mal miteinander geredet. dry.gif


Es überrascht auch wirklich niemanden. Allein wenn man schon überlegt wie viel Kerosin verbrannt wurde um alle Politiker einzufliegen.
Wenn man dann die Sendungen zu dem Thema sieht kann man auch nur den Kopf schütteln, allein schon diese Umfrage in der Innenstadt von "Hart aber fair". Hässliche LED Leuchten vs herkömmliche Beleuchtung. So kann man auch Umfragen beeinflussen.
Equinox
ZITAT(Neral_Jourian @ 19. Dec 2009, 13:01) *
ZITAT
Den Teil, dass das salzhaltige Wasser dann in den Nordatlantik aufsteigt verstehe ich als Laie nicht ganz. Ich habe da doch so meine Zweifel.



Nur weil man etwas als Laie nicht versteht, muss es deswegen nicht gleich falsch sein.


Habe ich das etwa behauptet!? Begehst du jetzt schon den Fehler mich zu interpretieren!? mad.gif laugh.gif
Darüber beschwerst du dich doch selbst ständig.
Voivod
^Also ich habe das Gefühl, dass es v.a. die "Laien" sind, die vermehrt auf der Seite der "Klimaskeptiker" sind. Bei den Experten gehen die Meinungen zwar auseinander, aber die Mehrheit der seriösen Forscher sieht sehr wohl ein Problem. Habe zumindest mal so eine Statistik der Klimaforscher gesehen. Interessant finde ich, dass von Skeptikern der Klimawandel als "religiöser Glaube" dargestellt wird. Z.B. von Palin... "Klimawandelverschwörung", etc...

Link dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0...,599990,00.html

Naja, vielleicht google ich mal ein wenig, um Licht ins Dunkle zu bringen.

Edit: Haha, beim Googeln komme ich auf die erwarteten Resultate: Während eher linke Publikationen die Klimaskeptiker kritisieren, zitieren die rechten Publikationen (z.B. "Die Welt") gerne die skeptischen Forscher. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing...
Blaidd_Drwg
ZITAT
Habe zumindest mal so eine Statistik der Klimaforscher gesehen. Interessant finde ich, dass von Skeptikern der Klimawandel als "religiöser Glaube"


Ich bin nicht wirklich ein Skeptiker, nur hat es teilweise schon religiöse Tendenzen. Es gibt Gebote und Verbote und eine "Klimasünderhölle" wird uns auch angekündigt wenn wir uns nicht an diese Regeln halten.
Es muss etwas getan werden, aber mehr als nur Aktionen die eher kosmetischer Natur sind. Auf den ersten Blick mag es sich schön anhören wenn man in Deutschland weniger Wasser verbraucht. Andererseits steigen dann die Kosten weil in Städten wie Gelsenkirchen regelmäßig Leute in die Kanalisation steigen müssen um die Rohre frei zu machen.
Und so leit es mir tut, es kommt nichts von dem gesparten Wasser in Ländern wie Spanien an.
Vor Ort müsste man eher durchsetzen, dass der Verbrauch gesenkt wird. Aber an dem hohen Verbrauch bin ich jetzt neuerdings auch Schuld wenn ich es wage eine Tomate zu kaufen.

Es gibt auch Forscher die als Skeptiker auftreten, nur sind diese in der öffentlichen Wahrnehmung in der Minorität. Ob dies nun daran liegt, dass es so wenige sind oder ob diese tatsächlich "mundtot" gemacht werden kann ich nicht beurteilen.
Voivod
^Eben. Wir Laien können gar nichts beurteilen. Wir können nicht abschätzen, wer die Wahrheit sagt. Es verdienen gewisse Forscher gewiss ganz gut am Klimawandel, und Naturschützer haben ein Steckenpferd. Aber auch die Skeptiker machen mit ihren Büchern viel Geld. Ich persönlich glaube z.B. den Forschern der ETH Zürich, weil ich diese Institution für von Lobbyisten ziemlich unbeinflusst halte. Bei einer Studie von Forschern, die von der Ölindustrie finanziert wurde, bin ich genauso skeptisch wie bei einer Studie von Greenpeace. Jeder hat eine Agenda....

Es kommt wie bei vielen Themen einfach drauf an, welcher pol. Gesinnung man ist und welche Blätter man liest. Und man liest ja meistens am liebsten die Blätter, die einem das eigene Weltbild bestätigen, und nicht die Medien der pol. Widersacher.

Grundsätzlich wage ich zu behaupten, dass der Klimawandel stattfindet, mal abgesehen ob hauptsächlich, teilweise oder gar nicht vom Menschen verursacht. Allein darum muss was getan werden. Ich frage mich allerdings, ob's eh nicht schon zu spät ist. Man kann nur noch die Folgen irgendwie abfedern.

Du sprichst von "Regeln", die dich stören. Hey, Umweltschutz ist nun mal nicht gratis. Ich finde es besser, im Bezug auf den Klimawandel auf unsicheren Ergebnissen aufbauend auch regionale Massnahmen zu ergreifen und zumindest "etwas" zu tun, als gar nichts zu tun. Im Sinne von: "Mir tut was weh, ich gehe besser zum Arzt, auch wenn es sich im Nachhinein als harmlos rausstellt". Klar ist es im Grunde sinnlos, wenn wir Europäer Massnahmen einleiten und unseren CO2-Aussstoss begrenzen und auch für die Bevölkerung Kosten verursachen, und z.B. die Chinesen weiterhin alles Gift in die Umwelt lassen, wo sie nur können. (Die Chinesen sind Profis in der Umweltverschmutzung.) Aber eben... Think global, act local. Was anderes kann man ja gar nicht machen. *shrug*
Blaidd_Drwg
ZITAT
Du sprichst von "Regeln", die dich stören.


Es stört mich viel mehr, dass jene die diese Regeln "predigen" sich nicht selbst daran halten. Als Beispiel habe ich schon das Kerosin genannt, dass bei den Flügen zu solchen Tagungen verbraten wird.
Und wenn ich es mir finanziell leisten kann, kann ich leicht höhere Preise für Lebensmittel fordern.
Equinox
Zum Thema Wassersparen kann ich nur sagen, dass es zur Zeit in Deutschland total unötig ist.

Ich schlage vor den Klimawandel in Tunguska Effekt umzubenennen. Das klingt besser und wird der Sache gerecht. *Fanatiker spricht*
Voivod
ZITAT(Neral_Jourian @ 19. Dec 2009, 16:58) *
Und wenn ich es mir finanziell leisten kann, kann ich leicht höhere Preise für Lebensmittel fordern.


OT: Stimmt schon, es gibt Heuchler. Aber viele Lebensmittel SIND zu billig. Z.B. Fleisch. Wenn man die Energiekosten und die ökologischen Kosten für ein Kilo Fleisch betrachtet, ist es lächerlich, wie wenig es kostet. Es wird alles getan, um die Kosten zu drücken, mieses Futter, miese Haltung, Hormone etc... Nur, damit wir verfressenen Westler es uns erlauben können, drei mal am Tag Fleisch zu essen. Am Morgen Aufschnitt, am Mittag Schnitzel, am Abend Steak, dazwischen mal Fastfood... Es ist einfach absurd, wie billig Fleisch angeboten wird und wieviel wir davon fressen. Da bin ich lieber bereit, für Fleisch mehr zu bezahlen, wenn es von einem lokalen Bauernhof kommt. Und wie gesagt, wir verwöhnten Westler haben uns an die Dauerverfügbarkeit von gewissen Lebensmitteln gewöhnt, obwohl diese eigentlich viel zu wertvoll sind, um jeden Tag verspeist zu werden. (Ausserdem ist es ungesund, soviel davon zu konsumieren!) Öko-OT Ende! wink.gif
Equinox
Ich esse ja gar kein Fleisch mrgreen.gif
Adm. Ges
@Voiv: Viel schlimmer ist ja, dass wir das Billgzeug dann auch noch im Überschuss produzieren und als "Entwicklungshilfe" an arme Länder exportieren, wodurch die einheimischen Bauern zugrunde gehen, da sie mit den Dumpingpreisen nicht mithalten können. Anstatt also die lokale Wirtschaft anzukurbeln, lassen wir sie zusammenbrechen und schaffen Abhängigkeiten.
Voivod
ZITAT(Adm. Ges @ 20. Dec 2009, 11:53) *
@Voiv: Viel schlimmer ist ja, dass wir das Billgzeug dann auch noch im Überschuss produzieren und als "Entwicklungshilfe" an arme Länder exportieren, wodurch die einheimischen Bauern zugrunde gehen, da sie mit den Dumpingpreisen nicht mithalten können. Anstatt also die lokale Wirtschaft anzukurbeln, lassen wir sie zusammenbrechen und schaffen Abhängigkeiten.


Stimmt! sad.gif Und in den armen Ländern produzieren die Bauern für den Weltmarkt, anstatt Lebensmittel für die eigene Bevölkerung! Das bringt mich zum kotzen. Sehr schön, wenn die reichen Länder Entwicklungshilfe leisten, grundsätzlich. Leider hat noch niemand rausgefunden, wie das funktionieren soll. Zum einen scheitert es z.B. in Afrika an der Kultur (in Dörfern werden Brunnen gebaut, und kommen die Entwicklungshelfer in zwei Jahren zurück, sind die Brunnen kaputt), zum anderen an den absolut korrupten politischen Systemen in den Entwicklungsländern. Das Geld versandet. Die armen Länder können doch im Haifischbecken der Weltwirtschaft gar nicht mithalten, sie ziehen immer den Kürzeren, und die reichen Ländern leisten gerne einen Beitrag dazu, indem sie abzocken, wo es nur geht. Seit ich gesehen habe, wie der Kakao für Schweizer Schokolade "produziert" wird (quasi Sklavenarbeit, Kinder schuften, damit Nestlé günstig Rohstoffe einkaufen kann), ist mir der Appetit vergangen. Es gibt IMO nur eine "Lösung" für die armen Länder: Abgeschottete lokale Märkte. Leider nicht mehr umsetzbar, die Globalisierung ist schon viel zu weit fortgeschritten. Und die Gier regiert. Weder der Westen noch die Diktatoren in Afrika haben ein Interesse daran, dass sich was ändert. Immerhin gibt es in Südamerika positive Ansätze.

Zum Thema Lebensmittel: Da könnte ich mich stundenlang enervieren! Obwohl die Schweiz traditionell bäuerlich geprägt ist, verschwinden immer mehr traditionelle Bauernhöfe, die noch tier- und naturgerecht produzieren. Es ist einfach zu teuer geworden. Und trotzdem haben wir einen gewaltigen Milchsee und einen Butterberg, trotz einem erbärmlichen Selbstversorgungsgrad von 30 Prozent! Ich blicke da nicht durch. Die Bauern lassen sich lieber subventionieren und produzieren anscheinend am Markt vorbei, dabei können Schweizer Bauern können doch auf keine Weise mit den Massenproduzenten im EU-Raum mithalten. Darum wehren sie sich auch so verzweifelt gegen Agrarabkommen mit der EU. Aber warzn gibt's bei uns Äpfel aus Südafrika? Fleisch aus Südamerika? Warum wird Getreide importiert aus aller Herren Länder? Warum werden in der EU hirnlos Lebensmittel hin- und her gekarrt, anstatt das jedes Land seine eigene Bevölkerung versorgt? Warum fressen die Leute nicht das, was in ihrer Gegend produziert wird, und zahlen dafür angemessene Preise, die den lokalen Produzenten ein Auskommen ermöglichen? Es ist einfach nur krank. Hey, ich esse ab und zu auch gerne eine Banane, bin ja auch nicht ein leuchtendes Vorbild. Aber mir wäre es scheissegal, wenn es im Supermarkt keine Bananen aus Südamerika oder chinesisches Hühnchen geben würde. Wozu verdammt nochmal brauchen wir chinesischen Frass in der Schweiz??? Die Leute müssen IMO einfach schnallen, dass Nahrungsmittel etwas Wertvolles, nicht Selbstverständliches sind und darum auch ihren Preis haben sollten. Klar regt sich jetzt evtl. der Neral auf, aber hey, man kann auch lokale, sauber produzierte Nahrungsmittel kaufen und muss trotzdem nicht pleite gehen. Im Warenkorb eines Schweizer Haushalts machen die Kosten für Lebensmittel nur noch wenige Prozent aus. Fürs Auto wird ein Mehrfaches an Kohle ausgegeben! Ich weiss nicht, wie die deutschen Verhältnisse sind, aber hierzulande würde eine Erhöhung der Lebensmittelpreise um 20 Prozent nur wenigen Leuten weh tun. Auch mir nicht, der für Schweizer Verhältnisse arm ist. Halt nicht völlig überteuerte Fertigprodukte kaufen, sondern Fleisch und Gemüse vom Markt. Für 20 Franken kann ich am Marktplatz problemlos Frass kaufen, der für mehrere Tage reicht. Ein grosser Sack Kartoffeln für 7 Stutz reicht ewig!

(Ok, ich rege mich schon ab... Weiss ja auch nicht, wie es anders laufen soll)

Edit: @Equinox: Finde ich gut, solange du genug Hülsenfrüchte, Eier und Milch zu dir nimmst. smile.gif Als Vegetarier muss man sich schon ziemlich überlegt ernähren, für einen Veganer gilt das noch in viel verstärkterem Masse. Meine Schwester ist seit 15 Jahren Vegetarierin und ist Mutter und gesund. Sie hatte aber mal böse Mangelerscheinungen. Ich war auch mal ein halbes Jahr Vegetarier, und dann kam die Grillsaison...sad.gif wink.gif
Adm. Ges
@Voiv: Hierzulande hat der Bio-Wahn dafür gesorgt, dass wieder mehr aus einheimischer (Bio-)Produktion konsumiert wird. Die Supermarktketten sind darauf längst angesprungen, sodass es vermutlich aber inzwischen wieder durch ganz Deutschland gekarrt wird, anstatt es beim lokalen Bio-Bauern einzukaufen. Das bekommt man wirklich nur in den - zumindest in Berlin zahlreichen - Bioläden.

Wenn ich aber bei mir hier im Laden mal auf die Apfel-Etiketten gucke, dann gibts zwar jede Menge verschiedene Sorten mit klangvollen Namen, aber keine davon wird in Deutschland produziert. Niederlande, Italien, Spanien sind da noch die Länder, die am nächsten dran sind. Aber gerade bei der Milch sieht mal ja, wie die einheimische Milchwirtschaft zerstört wird, wobei da ganz klar Überkapazitäten bestehen. Viele Bauern sind auch schon auf Bio umgestiegen, um so den Lebensunterhalt zu sorgen.

Nuja, irgendwann bricht das System dann mal total zusammen, denn irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht.
Equinox
Das tolle ist ja, dass die EU diese ganze Großproduktion mit all ihren Nachteilen fördert. Das jüngste Beispiel sind die Milchbauern. Niemand braucht so viel Milch! Darum können wir die ja ruhig mal subventionieren. Und wenn man alle Fischernetze per Gesetz engmaschig macht, dann aber per Gesetz alle kleinen Fische wieder ins Wasser werfen lässt (die natürlich schon längst tot sind)... da wundere ich mich nicht über Überfischung.
Adm. Ges
Richtig, was von EU-Seite da als "Liberalisierung" teilweise auf den Weg gebracht wird... - die Milchbauern haben schon einen mehr Kosten als Einnahmen und es gibt einen Produktionsüberschuss, aber seitens der EU wird die beschränkende Milchquote aufgehoben. Was da teilweise abläuft erinnert an den Manchester-Kapitalismus.
Blaidd_Drwg
In Sachen Nahverkehr müsste noch so einiges getan werden.
Was nutzt mir eine Buslinie die zwar eine Haltestelle in der Nähe hat, aber an Wochenenden nicht angefahren wird (außer vom Nachtexpress). Es muss bessere Verbindungen geben und weniger Verspätungen. So lockt man niemanden aus dem Auto.
Adm. Ges
ZITAT(Neral_Jourian @ 21. Dec 2009, 13:48) *
In Sachen Nahverkehr müsste noch so einiges getan werden.
Was nutzt mir eine Buslinie die zwar eine Haltestelle in der Nähe hat, aber an Wochenenden nicht angefahren wird (außer vom Nachtexpress). Es muss bessere Verbindungen geben und weniger Verspätungen. So lockt man niemanden aus dem Auto.


In der Hinsicht herrscht bei mir bereits Resignation. Der Post des Bundesverkehrsministers ist ja normalerweise der, der zuletzt in der Klüngelrunde vergeben wird. Vorausstzung: Keine Sach-Kompetenz

Dem Öffentlichen Verkehr fehlt einfach die Lobby, im Gegenzug steht ja der große mächtige ADAC ud hat schon so manch sinnvolles Vorhaben verhindert. Hauptsache die Autobahn ist auch im letzten Quadratmeter Deutschlands weniger als 30 km entfernt...
Brühn
QUOTE (Adm. Ges @ 21. Dec 2009, 22:35) *
QUOTE (Neral_Jourian @ 21. Dec 2009, 13:48) *
In Sachen Nahverkehr müsste noch so einiges getan werden.
Was nutzt mir eine Buslinie die zwar eine Haltestelle in der Nähe hat, aber an Wochenenden nicht angefahren wird (außer vom Nachtexpress). Es muss bessere Verbindungen geben und weniger Verspätungen. So lockt man niemanden aus dem Auto.


In der Hinsicht herrscht bei mir bereits Resignation. Der Post des Bundesverkehrsministers ist ja normalerweise der, der zuletzt in der Klüngelrunde vergeben wird. Vorausstzung: Keine Sach-Kompetenz

Dem Öffentlichen Verkehr fehlt einfach die Lobby, im Gegenzug steht ja der große mächtige ADAC ud hat schon so manch sinnvolles Vorhaben verhindert. Hauptsache die Autobahn ist auch im letzten Quadratmeter Deutschlands weniger als 30 km entfernt...

Der ÖPNV ist immer ein Zuschussprojekt. Außerdem wird er das eigene PKW nie ersetzen. Nie.
Adm. Ges
Falsch, es gibt durchaus rentable ÖPNV-Linien. Der ÖPNV als ganzes ist natürlich ein Zuschussgeschäft, denn er ist verpflichtet die Dasiensvorsorge zu gewährleisten. Dass er den MIV ersetzen könne wurde nie behauptet, aber einen eigenen PKW hat nicht jedermann. Der wird auch garnicht überall gebraucht. In den Ballungsräumen gibts es durchaus Leute, die aufgrund des gut ausgebauten ÖPNVs freiwillig auf einen eigenen PKW verzichten, obwohl sie ihn sich leisten könnten.
Brühn
QUOTE (Adm. Ges @ 22. Dec 2009, 03:23) *
Falsch, es gibt durchaus rentable ÖPNV-Linien. Der ÖPNV als ganzes ist natürlich ein Zuschussgeschäft, denn er ist verpflichtet die Dasiensvorsorge zu gewährleisten. Dass er den MIV ersetzen könne wurde nie behauptet, aber einen eigenen PKW hat nicht jedermann. Der wird auch garnicht überall gebraucht. In den Ballungsräumen gibts es durchaus Leute, die aufgrund des gut ausgebauten ÖPNVs freiwillig auf einen eigenen PKW verzichten, obwohl sie ihn sich leisten könnten.

Ich weiß von den rentablen Linien. Aber, wie gesagt, in toto (also zB 'der' RMV oder 'der' MVG) ist der ÖPNV ein reines Zuschussgeschäft. Außerdem wird er nie so günstig (allgemeiner Kosten/individueller Nutzen) wie ein Auto.

Es ist doch schön, sich beim diskutieren die Grenzen und großen Kosten im Kosten-Nutzen Kalkül vor Augen zu führen. Grenzen und Kosten die gerade bei diesem Thema, der Klimareligion, gerne mal aus den Augen verloren gehen.

Nicht sauer sein... wink3.gif
Voivod
ZITAT(Brühn @ 22. Dec 2009, 22:23) *
Es ist doch schön, sich beim diskutieren die Grenzen und großen Kosten im Kosten-Nutzen Kalkül vor Augen zu führen. Grenzen und Kosten die gerade bei diesem Thema, der Klimareligion, gerne mal aus den Augen verloren gehen.


Das ist der alte Brühn, stramm Kosten/Nutzen-orientiert und die Welt durch die Augen eines Buchhalters betrachtend. Habe schon gedacht, du hättest nachgelassen in deiner Vergötterung des freien Marktes. BTW: Adam Smith ist gescheitert mit seiner Erlösungslehre... Nur soviel zum Thema "Religion", lol...
Brühn
QUOTE (Voivod @ 28. Dec 2009, 21:00) *
QUOTE (Brühn @ 22. Dec 2009, 22:23) *
Es ist doch schön, sich beim diskutieren die Grenzen und großen Kosten im Kosten-Nutzen Kalkül vor Augen zu führen. Grenzen und Kosten die gerade bei diesem Thema, der Klimareligion, gerne mal aus den Augen verloren gehen.


Das ist der alte Brühn, stramm Kosten/Nutzen-orientiert und die Welt durch die Augen eines Buchhalters betrachtend. Habe schon gedacht, du hättest nachgelassen in deiner Vergötterung des freien Marktes. BTW: Adam Smith ist gescheitert mit seiner Erlösungslehre... Nur soviel zum Thema "Religion", lol...

Ach Voi, du hast mich überzeugt, wir batiken einfach gegen den Klimawandel und spielen Trommel gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Das bringt zwar nichts, aber es fühlt sich so verdammt gut an. rolleyes.gif


Und ich "vergöttere" den freien Markt nicht.
Voivod
ZITAT(Brühn @ 29. Dec 2009, 13:37) *
Ach Voi, du hast mich überzeugt, wir batiken einfach gegen den Klimawandel und spielen Trommel gegen die Ungerechtigkeit in der Welt. Das bringt zwar nichts, aber es fühlt sich so verdammt gut an. rolleyes.gif


Ok, du reagierst auf meine Übertreibungen mit noch derberen Klischees. Schon verstanden... (Hab gar nicht gewusst, dass Merkel in Kopenhagen am Feuer gesessen und begeistert die Felle gemartert hat. Muss ja ein genialer Anblick gewesen sein, hehe. Alte Hippietante, hätte besser ein paar wirsche Reden geschwungen und konstruktiv nach Lösungen gesucht.)
Brühn
QUOTE (Voivod @ 6. Jan 2010, 22:38) *
Ok, du reagierst auf meine Übertreibungen mit noch derberen Klischees. Schon verstanden... (Hab gar nicht gewusst, dass Merkel in Kopenhagen am Feuer gesessen und begeistert die Felle gemartert hat. Muss ja ein genialer Anblick gewesen sein, hehe. Alte Hippietante, hätte besser ein paar wirsche Reden geschwungen und konstruktiv nach Lösungen gesucht.)

Könnte es sein, dass du Kosten/Nutzen möglicherweise falsch verstehst? Es geht darum, wie man mit möglichst wenig möglichst viel erreicht, nicht darum, grundsätzlich kein Geld gegen den Klimawandel auszugeben. Du nimmst auch nicht den längstmöglichen Weg zum Becker oder gibst jedem Obdachlosen erstmal 100€, also auch du folgst diesem Prinzip.

Es gibt ja zB diesen einen Schweden/Dänen, der sagt, wir könnten mit einem Bruchteil des Geldes, wenn wir es nicht zur CO2 Reduktion verwenden, in anderen Bereichen viel mehr schaffen. Daher sollten wir uns vielleicht überlegen, ob wir das Geld überhaupt zur Bekämpfung des Klimawandels ausgeben. Das ist eben nicht Buchhalterdenken, sondern gesunder Menschenverstand.
VirtualSelf
ZITAT(Brühn @ 9. Jan 2010, 10:33) *
Es geht darum, wie man mit möglichst wenig möglichst viel erreicht, [...]

Ich korrigiere dich ja nur ungern *dabeiwollteich diesesjahrwenigerlügengrmmmmllll*, aber das ein so verstandenes ökonomisches Prinzip zu nichts führt, wundert mich gar nicht.
Es geht entweder darum, ein gesetztes Ziel mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen oder mit gegeben Ressourcen einen möglichst hohen Nutzen zu generieren. wink.gif
Brühn
QUOTE (VirtualSelf @ 9. Jan 2010, 10:49) *
QUOTE (Brühn @ 9. Jan 2010, 10:33) *
Es geht darum, wie man mit möglichst wenig möglichst viel erreicht, [...]

Ich korrigiere dich ja nur ungern *dabeiwollteich diesesjahrwenigerlügengrmmmmllll*, aber das ein so verstandenes ökonomisches Prinzip zu nichts führt, wundert mich gar nicht.
Es geht entweder darum, ein gesetztes Ziel mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen oder mit gegeben Ressourcen einen möglichst hohen Nutzen zu generieren. wink.gif

Das musst du auch gar nicht, ich will kein ökonomisches Prinzip darstellen, sondern nur gesunden Menschenverstand. tongue2.gif Ich werde hier immer in die Ökonomenecke gedrängt, dabei beschränkt sich mein ökonomische "Erfahrung" auf "Einführung in die VWL" und im Rahmen einer Hausarbeit Ausflüge in Keynesianismus und Monetarismus.

Aber die Ergänzung ist echt gut!

Ich bin in dieser Diskussion auf der Position mit gegebenen Ressourcen einen möglichst hohen Nutzen im Bereich Klimawandelfolgendämpfung zu erreichen.
Weil den Klimawandel selber zu verhindern selbst "ab sofort" und selbst "gleich 100%" zu viel kostet. (Sind das jetzt beide Prinzipien vermengt?)
sepia
Brühn:
Sich lediglich auf die Folgen des Klimawandels zu beschränken beinhaltet folgende Gefahr:
Erreicht die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre eine bestimmte Emission, so besteht die Möglichkeit, dass es zu drastischen und nicht leicht rückgängig zu machenden Klimaumschwüngen kommt. In diesem Fall wäre die Folgen jenseits des Dämpfbaren.

Beschränkt man sich lediglich auf Kosten-Nutzen-Kalkül, so dürfte man zu dem Ergebnis kommen, dass man den Klimwandel bis zu einem gewissen grat zu verhüten versucht und sich gleichzeitig auf den Fall einstellt, dass sich das Klima ändern wird.
Allerding möchte ich zu dem Kosten-Nutzen-Kalkül noch folgendes anmerken: Es werden zu diesem Thema seit circa 15 Jahren ernsthafte Studien durchgeführt, allerdings ist es bisher zu keinem Durchbruch auf dem Gebiet gekommen. Dies hat mehrere Ursachen: Die Kosten-Nutzen-Kalkulationen hängen von einer langen Liste an Werturteilen, sowie Annahmen über die Zukunft, die sich nicht wissenschaftlich belegen lassen können, ab und die Messbarkeit/Berechenbarkeit der Folgen ist nur für einen Teil der Folgen gegeben. Mit den Worten meines Profs: "Inwiefern unterscheidet sich die Wissenschaftlichkeit dieser Kosten-Nutzen-Berechnungen von der Astronomie des Mittelalters?"
Equinox
Heißt es nicht ständig, dass die Verhinderung des Klimawandels weniger kosten würde als das Leben mit den vom Klimawandel ausgelösten Katastrophen?
Brühn
QUOTE (sepia @ 13. Jan 2010, 09:47) *
Brühn:
Sich lediglich auf die Folgen des Klimawandels zu beschränken beinhaltet folgende Gefahr:
Erreicht die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre eine bestimmte Emission, so besteht die Möglichkeit, dass es zu drastischen und nicht leicht rückgängig zu machenden Klimaumschwüngen kommt. In diesem Fall wäre die Folgen jenseits des Dämpfbaren.

Beschränkt man sich lediglich auf Kosten-Nutzen-Kalkül, so dürfte man zu dem Ergebnis kommen, dass man den Klimwandel bis zu einem gewissen grat zu verhüten versucht und sich gleichzeitig auf den Fall einstellt, dass sich das Klima ändern wird.
Allerding möchte ich zu dem Kosten-Nutzen-Kalkül noch folgendes anmerken: Es werden zu diesem Thema seit circa 15 Jahren ernsthafte Studien durchgeführt, allerdings ist es bisher zu keinem Durchbruch auf dem Gebiet gekommen. Dies hat mehrere Ursachen: Die Kosten-Nutzen-Kalkulationen hängen von einer langen Liste an Werturteilen, sowie Annahmen über die Zukunft, die sich nicht wissenschaftlich belegen lassen können, ab und die Messbarkeit/Berechenbarkeit der Folgen ist nur für einen Teil der Folgen gegeben. Mit den Worten meines Profs: "Inwiefern unterscheidet sich die Wissenschaftlichkeit dieser Kosten-Nutzen-Berechnungen von der Astronomie des Mittelalters?"

Ja, mein Szenario funktioniert natürlich nur unter der Hypothese von "Nicht-Armaggeddon". Natürlich ist meine Hypothese über die Zukunft genau so gut oder schlecht wie jede andere. Ich frage mich halt immer, warum ein System (Erde), das die letzten Millionen Jahre mit allem fertig wurde und das schon wesentlich größere Treibhausgasmengen in der Atmosphäre hatte, plötzlich durchdrehen sollte. Das leuchtet mir nicht ein, daher finde finde ich die Argumentation "Es könnte immer noch viel schlimmer kommen..." schon ein 'wenig' zum kotzen. Sie ist äquivavalent zu: zünde bloß kein Streichholz an, du könntest damit die Welt* in Brand setzen. (Was studierst du eigentlich, sepia?)

@Equinox: Selbst die jetzigen bescheidenen Versuche den Klimawandel zu dämpfen würden UNSUMMEN kosten.

*Erst dein Zimmer, dann dein Haus, dann deine Stadt, dann die Region bis hin zur Welt...
Adm. Ges
Mag sein, dass die Erde schon einiges überstanden hat, aber letztendlich waren gerade die größeren Ereignisse auch mit gravierenden Auswirkungen auf die Flora und Fauna behaftet und von denen können wir uns nicht abkoppeln.

Wir blasen ja nicht nur Unmengen an CO2 in die Atmosphäre, wir holzen gleichzeitig die Wälder ab, die CO2 wieder binden. Vergiss auch nicht das Ozonloch, das wir u.a. durch FCKW erzeugt haben und das meines Wissens nach noch immer existiert, aber derzeit überhaupt nicht mehr wahrgenommen wird. Der springende Punkt ist eben der, dass wir nur diese eine Erde und da finde ich es besser, wenn wir den von uns verursachten "Schaden" so gering wie möglich halten, weil wir eben schlichtweg nicht wissen wie belastbar sie ist und ob nicht irgendwann doch der "point of no return" erreicht ist und die Erde sich in eine zweite Venus verwandelt.
felix
Vom Ozonloch hört man wirklich nix mehr, offenbar schließt es sich (langsam?) wieder... War es gar nicht so schlimm? Oder war es so schlimm und die Menschheit hat (FCKW-Verbot etc) gerade noch rechtzeitig reagiert? Kein Plan.
IMO passt es aber gut in einen unschönen Trend, dass nur noch absolut sensationelle Katastrophenmeldungen zu uns durchdringen (Waldsterben, Ozonloch, BSE, SARS, Schweinegrippe) und wenns dann später doch nich so schlimm kommt ist meist schwer zu sagen ob die ganze Geschichte einfach übertrieben wurde oder man eben richtig reagiert hat (oder alles immer noch furchtbar ist, aber halt nicht mehr neu genug um nachrichtentauglich zu sein).
Dieses Beschwören von diesmal-isses-aber-wirklich-verdammt-ernst Weltuntergangsszenarien die dann doch nich eintreten sorgt natürlich dafür, dass man (ich zumindest) die neuen auch nich mehr so ganz ernst nimmt, und so gehts mir ehrlichgesagt auch bei der Erderwärmung. Ich denk zwar, dass die Schlussfolgerungen (Nachhaltigkeit, erneuerbare Energieen, weniger Scheiß in die Luft blasen) sicher nicht schaden können (das haben die Szenarien wohl alle gemeinsam), aber für den Fall, dass uns mal ne wirkliche Katastrophe bevorsteht (die Global Warming durchaus sein könnte), ist diese Desensibilisierung durch kollektive (Medien-?)Kurzzeitpanik sicher nich hilfreich.
Brühn
QUOTE (Adm. Ges @ 13. Jan 2010, 21:40) *
(...) wenn wir den von uns verursachten "Schaden" so gering wie möglich halten, (...)

Damit habe ich kein Problem. Mit allen "common sense" Positionen bei diesem Thema habe ich kein Problem. Es ist mir auch egal, wenn jemand, in dem Glauben es sei besser, sein Geld für Bioprodukte ausgibt. Nur, "wir sollten ein bischen auf die Erde achten", fordert (zB) Greenpeace nicht. Die fordern große Billionenprogramme. Und die Leute von Greenpeace sind noch nicht diejenigen, die die extremen Forderungen stellen. Soll heißen, da fängt es gerade erst an. Und das bei einer Wissenschaft, deren Hauptseller - es wird irgendwann schlimm - nur auf (Computer-)Prognosen beruht.
sepia
QUOTE (Brühn @ 13. Jan 2010, 21:37) *
Ja, mein Szenario funktioniert natürlich nur unter der Hypothese von "Nicht-Armaggeddon". Natürlich ist meine Hypothese über die Zukunft genau so gut oder schlecht wie jede andere. Ich frage mich halt immer, warum ein System (Erde), das die letzten Millionen Jahre mit allem fertig wurde und das schon wesentlich größere Treibhausgasmengen in der Atmosphäre hatte, plötzlich durchdrehen sollte. Das leuchtet mir nicht ein, daher finde finde ich die Argumentation "Es könnte immer noch viel schlimmer kommen..." schon ein 'wenig' zum kotzen. Sie ist äquivavalent zu: zünde bloß kein Streichholz an, du könntest damit die Welt* in Brand setzen. (Was studierst du eigentlich, sepia?)

@Equinox: Selbst die jetzigen bescheidenen Versuche den Klimawandel zu dämpfen würden UNSUMMEN kosten.


Meines Wissens haben höhere Treibhausgasmengen in der Vergangenheit tatsächlich dazu geführt, dass früher oder später Prozesse im Ökosystem in Gang gesetzt wurden, die die Konzentration der Treibhausgase wieder gesenkt haben. Sprich, die Erde ist bisher recht gut zurecht gekommen.
Warum hilft uns das heute nur begrenzt weiter? Erstens, geht die Veränderung in in der Treibhausgaskonzentration heute sehr schnell voran. Die natürlichen Prozesse - auch die ausgleichenden - sind hingegen eher träge. Zweitens, geht es eigentlich in erster Linie (leider?) nicht darum, ob die Erde überlebt, sondern darum, was mit uns geschieht. Soweit ich weiss, hält die Erde eine doppelt so CO²-Konzentration gut aus. Das gleiche lässt sich für uns leider nicht unbedingt sagen. Sprich: 'Armaggeddon' ist in diesem Fall unser Armaggeddon, nicht das des Planeten.

Übrigens verstehe ich nicht, wie die zu den Annahmen über die Kosten kommst. Ich habe den Klimawandel aus einer Philosophie und VWL-Perspektive studiert und meine daher mich mit dem Bereich recht gut auszukennen (im Gegensatz zu dem naturwissenschaftlichen Kram). Die Kosten hängen davon ab, wie stark man den Klimawandel dämpfen will. Sprich, eine Pauschalaussage ist hier nicht möglich.
Blaidd_Drwg
Allein das Wort "Unsummen" hat meine BWL/VWL Lehrerin schon verärgert. Ich kann diese Verärgerung nachvollziehen.
Vor kurzem las ich die Kritik, dass es den Klimaschützern allein um den Klimaschutz gehe und nicht um die Menschen die in diesem Klima leben. Wenn ich mir einige dieser "Gutmenschen" (mir fällt gerade keine bessere Bezeichnung dafür ein) die von Verzicht predigen, kann ich dies durchaus nachvollziehen.
Unter anderem sagt der Autor auch, dass wir 2 Billionen Euro ausgeben um zu verhindern, dass 2050 Inseln unter Wasser sein werden. Dank der großen Ausgabe von Geldmitteln wird dies dann erst 2055 geschehen ...
felix
QUOTE (Neral_Jourian @ 22. Jan 2010, 18:36) *
Unter anderem sagt der Autor auch, dass wir 2 Billionen Euro ausgeben um zu verhindern, dass 2050 Inseln unter Wasser sein werden. Dank der großen Ausgabe von Geldmitteln wird dies dann erst 2055 geschehen ...


War das das Ding auf Spiegel Online, wo der Autor auch ausgerechnet haben will, dass die Solarzellennutzung in Deutschland den Klimawandel genau um eine halbe Stunde "verschiebt"? Laecherlich unserioes IMO, bei der unklaren Datenlage und der riesigen Zahl an Variablen so zu tun als koennte man ausrechnen wie viele halbe Stunden man dafuer kriegt, XY Euro im Bereich Z zu investieren.
Brühn
QUOTE (Neral_Jourian @ 22. Jan 2010, 18:36) *
Allein das Wort "Unsummen" hat meine BWL/VWL Lehrerin schon verärgert. Ich kann diese Verärgerung nachvollziehen.
Vor kurzem las ich die Kritik, dass es den Klimaschützern allein um den Klimaschutz gehe und nicht um die Menschen die in diesem Klima leben. Wenn ich mir einige dieser "Gutmenschen" (mir fällt gerade keine bessere Bezeichnung dafür ein) die von Verzicht predigen, kann ich dies durchaus nachvollziehen.
Unter anderem sagt der Autor auch, dass wir 2 Billionen Euro ausgeben um zu verhindern, dass 2050 Inseln unter Wasser sein werden. Dank der großen Ausgabe von Geldmitteln wird dies dann erst 2055 geschehen ...

Selbst wenn Kopenhagen zustande gekommen wäre, hätte es die Temperaturen um 0.02 Grad C° "gesenkt". Leider wäre dieser Effekt nicht nachweisbar gewesen, denn er wäre nicht vom Zufall zu unterscheiden gewesen.

Mein Gott so viele Konjunktive....

Edit: Bevor Felix meckert: Aufgrund der angegebenen Temperaturerhöhungen des IPCC durch CO2heute/CO2"morgen"
sepia
Ich weiß jetzt nicht genau was für eine hypothetische Kopenhagen-Vereinbarung der Aussage zugrunde liegt, aber meines Wissens war in letzter Zeit viel vom 2° Ziel die Rede. Vergleicht man dieses Ziel man verschiedensten Business-as-Usual-Szenarien (BAU) kann man kaum zu einem 0.02°-Unterschied kommen. Eigentlich geht das nur, wenn man annimmt, dass BAU bedeutet ohne internationale Klimavereinbarung zu dem 2° Ziel kommen.
Ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren, aber im Moment bin ich beim besten Willen nicht in der Lage dieser Aussage wirklich Sinn abzugewinnen.
Equinox
ZITAT(Equinox @ 13. Jan 2010, 16:30) *
Heißt es nicht ständig, dass die Verhinderung des Klimawandels weniger kosten würde als das Leben mit den vom Klimawandel ausgelösten Katastrophen?


Seid ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass es nicht nur um Geld, sondern um lebende Menschen geht? Ein Menschenleben ist dem modernen BWL Student jedoch keine 5 Cent wert. Das ist mir schon klar. sad.gif
Blaidd_Drwg
ZITAT(Equinox @ 23. Jan 2010, 14:15) *
ZITAT(Equinox @ 13. Jan 2010, 16:30) *
Heißt es nicht ständig, dass die Verhinderung des Klimawandels weniger kosten würde als das Leben mit den vom Klimawandel ausgelösten Katastrophen?


Seid ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass es nicht nur um Geld, sondern um lebende Menschen geht? Ein Menschenleben ist dem modernen BWL Student jedoch keine 5 Cent wert. Das ist mir schon klar. sad.gif



Und du hast diese Erkenntnis weil du dich so viel mit BWL beschäftigt hast?
Equinox
ZITAT(Neral_Jourian @ 23. Jan 2010, 15:28) *
ZITAT(Equinox @ 23. Jan 2010, 14:15) *
ZITAT(Equinox @ 13. Jan 2010, 16:30) *
Heißt es nicht ständig, dass die Verhinderung des Klimawandels weniger kosten würde als das Leben mit den vom Klimawandel ausgelösten Katastrophen?


Seid ihr schon mal auf die Idee gekommen, dass es nicht nur um Geld, sondern um lebende Menschen geht? Ein Menschenleben ist dem modernen BWL Student jedoch keine 5 Cent wert. Das ist mir schon klar. sad.gif



Und du hast diese Erkenntnis weil du dich so viel mit BWL beschäftigt hast?


Nein, sondern weil ihr mich an Konzernchefs und Politiker erinnert.
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