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Trek BBS > Sind Ostdeutsche eine eigene ethnische Gruppe?
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Vollansicht: Sind Ostdeutsche eine eigene ethnische Gruppe?
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tabby
ZITAT
Vor dem Arbeitsgericht Stuttgart liegt am Donnerstag eine Job-Absage mit dem handschriftlichen Vermerk „Ossi“. Das Arbeitsgericht wird bundesweit erstmals prüfen, ob Ostdeutsche eine eigene ethnische Gruppe bilden und deshalb bei der Arbeitssuche diskriminiert werden können.
Was ist ein „Ossi?“ Mit dieser Frage muss sich am Donnerstag das Arbeitsgericht Stuttgart befassen. Das Gericht prüft dann im Fall einer wegen ihrer ostdeutschen Herkunft abgelehnten Job-Bewerberin bundesweit erstmals, ob ehemalige DDR-Bürger aufgrund ihrer Sprache, Herkunft, Kultur und Geschichte eine eigene ethnische Gruppe bilden und deshalb bei der Arbeitssuche diskriminiert werden können.
Der Fall ist kurios: Gabriele S., die bereits vor der Wende aus Ost-Berlin in den Westen übergesiedelt war, hatte sich bei einem Stuttgarter Betrieb um eine Stelle als Buchhalterin beworben. Ihre Bewerbungsmappe bekam sie jedoch mit dem handschriftlichen Vermerk „(-) Ossi“ und „DDR“ zurück. Für die 49-Jährige und ihren Anwalt, den Kirchheimer Arbeitsrechtler Wolfgang Nau, ist das ein klarer Fall von Diskriminierung. Er fordert von der Firma ein Schmerzensgeld in Höhe von drei Monatsgehältern zu je 1600 Euro und zog vor Gericht. [...]


So spricht der Focus

haha!! laugh.gif laugh.gif
Zuerst hielt ich es für einen Aprilscherz.. Dann fiel mir ein: Hey! Der erste April ist schon vorbei.. Füs Sommerloch ist es eigentlich auch noch zu früh..
lol

Tja, das der gemeine Ossi sich unberechtigter Weise naturgemäß benachteiligt fühlt ist nun wirklich kein Geheimnis, aber das man sich selbst (!!) zu einer eigenen ethnischen Gruppe macht ist neu. biggrin.gif
Vermutlich will der Bewerber um diese Arbeitsselle über die eigene mangelnde Qualifikation hinwegtäuschen und nebenbei den Betrieb noch um Geld prellen. smile.gif
Adm. Ges
Das komplette zitieren von (Zeitungs)Artikeln ohne Genehmigung ist nicht zulässig!

Hmm, dein Kommentar passt irgendwie nicht zum zitierten Artikel. Insbesondere im Süden unserer Bundesrepublik ist es leider durchaus üblich Leute allein deswegen abzulehnen, weil sie "ausm Osten" kommen. Wenn eine Firma dann auch noch so dämlich ist und die entsprechenden Vermerke dran lässt, dann ist das seltendämlich. Dass sich nun auch noch ein Anwalt gefunden hat, der das Ganze vor Gericht bringt, ist spannend, denn die Grundsatzfrage, ob ehemalige DDR-Bürger eine eigene Ethnie bilden, ist nunmal juristisch ungeklärt.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du dich bei einer Firma in der "verbotenen Stadt" bewirbst und deine zurückgesendeten Unterlagen ein dickes Minus und "Braunschweig" enthält?

Ich finde es jedenfalls verdammt traurig, dass 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer solche Vorurteile halten.
VirtualSelf
Hätte ich einen Laden, würde ich auch keinen Ossi wollen.
Ossis ziehen die Stimmung in der Belegschaft durch ihre bloße Anwesenheit runter ... kennt jemand den film "The Cooler"? ... könnte auch "The Ossi" heißen ^^
Voivod
ZITAT(Adm. Ges @ 15. Apr 2010, 11:32) *
Hmm, dein Kommentar passt irgendwie nicht zum zitierten Artikel.


Bingo.

Anscheinend ist es für manche Leute in den Personalbüros immer noch relevant, ob jemand aus dem Osten stammt. Obwohl die Frau ja schon vor der Wende nach "drüben" gegangen ist.

Uh, Nephi meldet sich auch wieder mal - und bleibt sich treu! mrgreen.gif

Blaidd_Drwg
Meiner Ansicht nach sind Ostdeutsche auch "Ossis" genannt keine eigene ethnische Gruppe.
Hier war nur jemand so "dumm" den wirklichen Grund für die Ablehnung zu vermerken, statt beispielsweise die Ablehnung mit "fehlenden Qualifikationen" zu begründen. Solche Ablehnungen aufgrund der Herkunft/des Wohnortes gab es wohl mit Sicherheit schon vor der deutschen Einheit. Es reicht doch schon aus, wenn man aus dem falschen Stadtteil kommt.
Adm. Ges
Das Urteil ist zu Ungunsten der Klägerin gefallen. Ich vermute aber mal, dass das jetzt die Instanzen hochwandert. Wenn die Richter klever sind, dann lassen sie die Sprungrevision direkt zum Bundesgericht zu.
Voivod
ZITAT(Adm. Ges @ 15. Apr 2010, 18:27) *
Das Urteil ist zu Ungunsten der Klägerin gefallen. Ich vermute aber mal, dass das jetzt die Instanzen hochwandert. Wenn die Richter klever sind, dann lassen sie die Sprungrevision direkt zum Bundesgericht zu.


Der Imageschaden für die Firma ist jedenfalls bereits gewaltig, sogar Aufträge bleiben aus, laut spon...

Es ist wahrscheinlich gang und gäbe, Leute aus den dämlichsten Gründen nicht anzustellen, aber wie NJ sagt, man sollte es einfach nicht an die grosse Glocke hängen...

Die Frau hat richtig gehandelt, egal wie die Sache rauskommt. Das gibt nämlich wieder Knatsch und Diskussionen um die Ossi/Wessi-Frage... Und diese Diskussionen sind wohl immer noch nötig, wie Herr Nephi demonstriert... wink.gif
Blaidd_Drwg
Also wenn ich an die "Ossis" zurückdenke die ich in einem RPG kennenlernte in dem ich war, kann ich die Äußerung von Virtualself schon verstehen. Dort hörte man regelmäßig wie schlimm es den Ostdeutschen nach der Einheit doch ginge und alles Moppelkotze sei. Allerdings muss ich auch dabei einschränken, dass man von diesen paar Leuten nicht auf alle Ostdeutsche schließen kann.
Mad Hatter
Ich hab mit "Jein" gestimmt. "Anders" als der Rest der Republik sind se auf jeden Fall, das bleibt ja iwie auch nicht aus. Jetzt mal völlig ohne Wertung, kann man ja schließlich von beiden Seiten aus betrachten. Dauert halt bis sich die 40 Jahre "auswachsen". wink.gif
Die Geschichte der Ossis und Wessis ist eine Geschichte voller Missverständnisse... biggrin.gif
Adm. Ges
Richtig Morri, aus selbigem Grund habe ich auch mit "Jein" gestimmt. Es gibt die sowohl & als auch Aspekte...

@Jou: Korrekt. Und auf der anderen Seite gibts die Leute, die ständig rumjammern, dass "ihr" Soli versickern würde, obwohl der von allen gezahlt wird. Und das nach der Wende westdeutsche Firmen ihre potentiellen Konkurrenten im Ostteil aufgekauft haben, um sie zu schließen, ist leider Fakt und hat mit zur bis heute hohen Arbeitslosenquote beigetragen. Die Probleme der Deindustrialisierung gibts hingegen im Osten wie im Westen.

Einfach gestrickte Geister gibts auf beiden Seiten und es gibt genug Leute, die die Polemik hochhalten. Allen voran der Springer-Verlag, der in seinen Regionalausgaben auch gerne mal völlig entgegengesetzte Dinge behauptet.
Bir'kher
ich hab noch keine sinnvolle Antwort für mich gefunden... Einerseits verstehe ich den Arbeitgeber, denn mancher thüringische/sächsische Dialekt ist (für mich) nicht auszuhalten, andererseits kann das nur die Entscheidung sein zwischen zwei gleichguten Kandidaten. Und dann würde ich den Mitarbeiter auf jeden Fall zum Vorstellungsgespräch einladen. Man kann ja nicht wissen, wie sehr derjenige des hochdeutschen mächtig ist (mal davon abgesehen, dass ich es sowieso nicht so übermäßig toll finde, wenn jemand (bei der Arbeit, mit Kunden und Kollegen) Dialekt spricht, egal ob jetzt fränkisch, sächsisch oder plattdeutsch).
Voivod
ZITAT(Neral_Jourian @ 15. Apr 2010, 20:16) *
Also wenn ich an die "Ossis" zurückdenke die ich in einem RPG kennenlernte in dem ich war, kann ich die Äußerung von Virtualself schon verstehen.


Ist es auch politisch korrekt, wenn ich "Ossis" mit "Balkanesen" ersetze, oder gar "Türken", oder folgt da gleich ein Sturm der Entrüstung? Oder ist alles in etwa gleich doof und verallgemeinernd?
gaius
Hm. Ethische Gruppe halte ich für Schwachsinn. Dennoch finde ich, dass die Firma eine Klatsche erhalten sollte, wenn sie so dämlich ist die Bewerbung mit dem Vermerk "- Ossi" zurückzuschicken.
Adm. Ges
@gaius: Ethisch sind wir doch alle, oder? wink.gif Ethnisch sehe ich aber auch schwierig, denn da haben wir ja schon verschiedene Untergruppen.

@Voiv: Eindeutig deine letzte Frage - alles gleich doof und verallgemeinernd. Und Nephis Post müsste ich eigentlich verschwinden lassen. wink.gif
Voivod
ZITAT(Adm. Ges @ 16. Apr 2010, 01:26) *
@Voiv: Eindeutig deine letzte Frage - alles gleich doof und verallgemeinernd.


Interessant... Das eine scheint aber in der öffentlichen Wahrnehmung akzeptabler zu sein als das andere... wink.gif
VirtualSelf
ZITAT(Voivod @ 16. Apr 2010, 00:06) *
ZITAT(Neral_Jourian @ 15. Apr 2010, 20:16) *
Also wenn ich an die "Ossis" zurückdenke die ich in einem RPG kennenlernte in dem ich war, kann ich die Äußerung von Virtualself schon verstehen.


Ist es auch politisch korrekt, wenn ich "Ossis" mit "Balkanesen" ersetze, oder gar "Türken", oder folgt da gleich ein Sturm der Entrüstung? Oder ist alles in etwa gleich doof und verallgemeinernd?


Das wäre keine Frage der politischen Korrektheit, sondern der Realitätsleugnung.
"Schlimmer" als Ossi geht nicht. Lieber einen Albaner, der Blutrache schwört, als ein Ossi, der unentwegt jammert.
Blaidd_Drwg
Der Gesetzgeber wird auch schwer etwas dagegen unternehmen können, wenn Unternehmen Bewerber aus den neuen Ländern nicht einstellen. Es sei denn, man wolle eine "Ossi"-Quote einführen. Und selbst dann gäbe es wohl noch Unternehmen, die es in Kauf nehmen würden Strafen zu zahlen und/oder weniger öffentliche Aufträge zu erhalten.

Wie sieht es eigentlich mit Firmen aus den "neuen" Ländern aus? Nehmen dort alle vorbehaltlos auch einen Bewerber aus den alten Bundesländern?
Adm. Ges
Da gibts dann den Vermerk "Besserwessi", weil der "gemeine Wessi" alles besser weiß. Soviel zu den Vorurteilen aus Nephis Post. wink.gif

Ich gehe mal davon aus, dass es solche Unternehmen auf beiden Seiten gibt, so wie es eben auch die Vorurteile auf beiden Seiten gibt. Da viele Firmen aber "westliche" Chefs oder Aufsichtsräte haben, stellt sich die Frage weniger.
Blaidd_Drwg
Das es nicht nur Unternehmen mit Aufsichtsräten gibt, sollte klar sein. wink.gif
Der sogenannte "Mittelstand" existiert auch noch. Und der wird nicht allein von "Wessis" besetzt.
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