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Trek BBS > Neue Star Trek Serie kommt!
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Vollansicht: Neue Star Trek Serie kommt!
Trek BBS > Brücke > Allgemeine Diskussionen
Seiten: 1, 2, 3, 4, 5
Voivod
Boooooom! Yup, scheint kein Scherz zu sein. It's the real thing! mrgreen.gif

kiff.gif

Der RvD
Hab's hier auch gerade gesehen:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/star-trek-...-a-1060767.html

Kurtzman ist - vorsichtig gesagt - nicht gerade meine erste Wahl, was eine neue Serie angeht. Aber verflucht, ich gebe jedem erst mal eine Chance.
Aran
Meine Vorfreude hält sich solange in Grenze, bis ich genaueres weiss. Es ist ja noch ne ganze Weile hin. Ich rechne mal mit einem Abrahams-Trek Ableger.
logan3333
ZITAT
Kurtzman ist - vorsichtig gesagt - nicht gerade meine erste Wahl, was eine neue Serie angeht. Aber verflucht, ich gebe jedem erst mal eine Chance.


Ich fang einfach einmal an zu tippen wie die Serie aussieht:

STAR TREK: Wesley Crusher

Plot: In der Abrams Zeitlinie reist Wesley mit Hilfe des Reisenden von Planet zu Planet, jede Woche ein neues Problem und ein neues Deus Ex Machina vom Crusher. Limitless im Weltall.

STAR TREK: Admiral

Plot: In der originalen Zeitline ist ein Bürgerkrieg ausgebrochen, die Föderation (Loyalisten) wird von Admiral Riker angeführt und einer Militärjunta, nach dem der Rat der Föderation samt President in die Luft gesprengt wurden. Auf der anderen Seite Admiral Worf und der Marquis, die angebliche Täter.

STAR TREK: Enterprise the Dog Age

Plot: Neuauflage der abgesetzten Serie, allerdings statt mit Schauspielern, mit Hunden inszeniert. Alles Beagles. Wuff Wuff Captain Porthos.

STAR TREK: DS9 NINE NINE

Plot: Zeigt das Leben von den Constables der Raumstation DS9, die jede Woche ein neues Abenteuer erleben, einmal wird was gestohlen, geklaut, oder jemand verhaut.

STAR TREK: Former Voyagers Cook Trek

Plot: Wir verfolgen die Abenteuer von Neelix dem Koch der Voyager, der mit einer illegalen Kopie vom Doctor jede Woche eine neue Aliene Rasse mit "Schmanckerln" von der Erde vergiftet. Der Doctor muß das dann wieder gerade biegen.

STAR TREK: Troy

Plot: UUUUUUUhhhhhh, Ohhhhhhhhhhhhh, Uhhhh AHhhhhhhHHHHHhhhhhh ....

mrgreen.gif
Voivod
Meine Erwartungen sind jetzt nicht so gewaltig gross, ich freue mich einfach, dass Trek ins TV zurückkehrt. Viel Infos gibt es ja noch nicht. Es wäre schön, wenn die Serie die neue Zeitlinie links liegen lässt und im 25. Jahrhundert spielt. Aber da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens und NuTrek wird weiter verwurstet. Klar ist, dass die neue Serie nicht einfach die alte Trek-Formel aufwärmen kann. Das Niveau von Serien ist gewaltig gestiegen. Ich bin echt gespannt, was sich die Macher da einfallen lassen. Für CBS scheint es ja ein sehr wichtiges Projekt zu sein, um ihren Bezahlkanal zu etablieren.
logan3333
Ich hoffe das sie wenigstens vom Schiffskonzept (DS9 ist im Prinzip auch ein Schiff, nur es bewegt sich eben nirgendwo hin.) weg gehen, wenn wir eine Figur oder ein Team durch das Universum begleiten könnten gibt es automatisch mehr Plotmöglichkeiten und weniger Technobabble. Hoffentlich gibt es bei dem Bezahlkanal mehr künstlerische Freiheit, als beim Network TV.
logan3333
Sieh so aus, als würde die neue Serie so etwas werden wie: "Star Trek: Seal Team Six", da können die Actionknaben sich wieder freuen. mrgreen.gif
Aran
ZITAT(logan3333 @ 22. Nov 2015, 03:21) *


Wieso? In dem verlinkten Beitrag gehts doch um die nächsten Filme. Paramount hat doch mit den Serien nichts mehr zu tun.
penumbra
Ich poste mal in diesen Thread, in anderen Themen wäre es etwas gekapert. Es gibt ein paar neue Aussagen von CBS-Chef Les Moonves in Bezug auf die neue "Star Trek"-Serie. Nichts weltbewegendes, aber ein paar interessante Blicke hinter die Kulissen der neuen Show.

Interessant finde ich zunächst die Bestätigung, dass sich mehrere Streaming-Dienste in den vergangenen Jahren um "Star Trek" beworben haben und wohl auch recht hohe Summen geboten haben, um eine Serie produzieren zu dürfen. Die Meldung gab es in der Form schon vor ein paar Monaten, aber dieses Mal wird sie direkt von der CBS-Chefetage bestätigt.

Außerdem gibt es Les Moonves zu folge wohl eine Art 'gentlemen's agreement' zwischen CBS und Paramount, nachdem eine neue Serie erst sechs Monate nach dem Kinostart von "Star Trek Beyond" ausgestrahlt werden darf. Das ist dann wohl auch der Grund dafür, dass es nicht direkt zum 50-Jährigen Jubiläum dieses Jahr eine neue Serie gibt. Das spricht IMHO übrigens auch dafür, dass die neue Serie nicht im JJ-Verse angesiedelt ist - ob nun aber im Prime-Universum oder einer neuen Kontinuität ist noch offen.

Und dann gibt es noch den Hinweis, dass wohl 60% der Serien-Kosten bereits jetzt durch den internationalen Vertrieb der neuen Serie gedeckt werden. Die restlichen 40% erhofft sich CBS durch die All-Access-Gebühren und weitere Vermarktungen. Eine ganz beachtliche Summe, wie ich finde. Und wohl ein Zeichen dafür, dass die Serie finanziell durchaus gut aufgestellt sein dürfte. "Star Trek"-Episoden waren ja bekanntlich nie wirklich billig.
logan3333
Star Trek Teaser, von CBS.
Der RvD
Nicht viel Inhalt wink.gif, aber der "new crews"-Teil lässt mich zumindest grübeln, ob an dem Gerücht mit den staffellangen Einzelgeschichten ("anthology"-Format nennt sich sowas wohl) nicht doch was dran sein könnte...
logan3333
Was interessant dabei wäre, man kann auch fast jede bereits vorhandene Crew nehmen (mit neuen Schauspielern) und auf bekannte Serien/Zeitabschnitte zurückgreifen. Eine neue Staffel ENT oder TNG, oder eine Staffel mit TOS Leuten, oder unter Hikaru Sulu. Oder doch etwas neues. Ich bin gespannt.
Der RvD
Da gäbe es in der Tat der Möglichkeiten viele. Bisher habe ich das immer der enorm hohen Kosten wegen für unwahrscheinlich gehalten. Man würde da ja jedes Jahr komplett neue Kulissen / CGI u.ä. brauchen. (Oder zumindest die alten Kulissen notdürftig umfunktionieren, wie zwischen den alten Filmen und TNG gerne geschehen. Aber ob das heute noch zeitgemäß wäre?)
logan3333
Nun wenn es sich in jeder Staffel um eine neue Crew handelt, dann haben wir wenigstens keine steigenden Kosten bei Schauspielerverträgen. Siehe Picard 7 Staffel sind teuer, 1 Staffel Picard nicht. Liegt aber auch nicht an Patrick Steward sondern an den Vertragsmodellen der FAG. (Film Actors Guild....) Da kann man das Geld leichter in neue Kulissen und Effekte stecken. tongue2.gif
Voivod
Es wird wie Game of Thrones in Space, angesiedelt nach dem Dominionkrieg, verschiedene Fraktionen prügeln sich um die Vorherrschaft innerhalb der Föderation. Denke ich mal... unsure.gif

(Hauptsache kein Prequelkram! ph34r.gif )

Edit: Ok, ernsthaft, egal was herauskommt und welche Richtung die Serie wählt, Trek muss erwachsen werden. Die Fans sind älter geworden, sind nicht mehr Kids und Jugendliche und "Nerds" im abwertenden Sinne. Bei vielen ist die Liebe zu Trek wohl erkaltet über die Jahre. NuTrek richtet sich an Kids, das ist ok, aber eine Serie muss die gealterten Fans wieder abholen. Nochmals, ein Aufguss bzw. Nostalgieveranstaltung ("Diese Woche behandeln das moralische Dilemma x und das gegenwärtige gesellschaftliche Problem y anhand von Story z! Lernt was, Kinder!") wird grandios scheitern. Arcs und Charakterentwicklung sind ein Muss. Aber ich vermute mal, dass sich die Macher ja gewisse Dinge auch überlegen, geht ja auch um viel Geld. Viel Glück, wird schwierig! wink.gif

Nochmals Edit: Ich will Abenteuer und Spannung und wenig Sozialkommentar. Sozialkommentar im TV langweilt mich inzwischen grandios, bin fast schon allergisch drauf. Klar, das war in Trek immer wichtig, aber ich will nichts "lernen" beim TV glotzen, will nicht erzogen werden oder mit SJW-Blödsinn bombardiert werden. Letzteres wäre ein Albtraum. Ich will eine gute Geschichte! Ist mir gerade in der Badewanne eingefallen im Bezug auf die neue Serie. Einfach ein intelligente, vielschichtige Stories mit glaubwürdigen Charakteren! Mal gucken... wink.gif
Der RvD
Das Gerücht, das sich gerne hält, ist ja eine Ansiedelung im Zeitrahmen zwischen Star Trek 6 und TNG. Das wäre je nach Standpunkt schon ein Prequel. Oder ein Sequel. Vierdimensional denken! laugh.gif

Inhaltlich hätt' ich schon gerne eine Besinnung auf das, was ST immer ausgemacht hat. Erforschung des Weltalls, gerne wieder etwas mehr Fokus auf die liebe science in der SF und ja, auch haufenweise Gutmenschen-/SJW-/was-auch-immer-das-bekloppte-Pegida-Buzzword-der-Woche-sein-mag-"Social commentary". Letzteres muss man ja nicht unbedingt mittels überheblicher Captain-Kirk-Ansprachen präsentieren, aber wenn man's denn ganz weglässt, kriegt man halt...na ja, JJ-Trek. Und das haben wir schon.
penumbra
Bryan Fuller hat übrigens getweetet, dass da Easter Eggs im Trailer sind. Aber so recht mag ich da nichts entdecken und habe auch online noch nicht viele Spekulationen gesehen. Die gezeigten Weltraum-Szenen könnten Hinweise sein (z.B. erinnert der zerstörte blaue Planet an Praxis oder Romulus), aber sonst ist da eher nichts. Das "New Crews" fällt natürlich auf, aber wer weiß, wie viel wir darauf geben müssen.

Das Logo an sich finde ich nicht ganz so schick, ich hätte mir da vielleicht etwas schlichteres gewünscht - da war "Star Trek: Enterprise" logo-technisch durchaus ansprechender. Aber vielleicht ändert sich das auch noch, DS9 und "Voyager" hatten ja auch irrwitzige Teaser-Logos in den 90ern. Und Variety hat wohl schon berichtet, dass die Serie auf jeden Fall noch einen Untertitel bekommt.

So richtig viel Neues verrät der Teaser irgendwie nicht. Ein bisschen Gänsehaut hab ich am Anfang (wunderschöne Weltraumansicht der Erde und "Trek"-Fanfare") und am Ende ("Trek"-Melodie) schon bekommen. Ich bin so gespannt darauf, was sie mit der Serie machen!
logan3333
ZITAT
Das Logo an sich finde ich nicht ganz so schick, ich hätte mir da vielleicht etwas schlichteres gewünscht - da war "Star Trek: Enterprise" logo-technisch durchaus ansprechender. Aber vielleicht ändert sich das auch noch, DS9 und "Voyager" hatten ja auch irrwitzige Teaser-Logos in den 90ern. Und Variety hat wohl schon berichtet, dass die Serie auf jeden Fall noch einen Untertitel bekommt.

Nun das Logo, oder Sternenflottenabzeichen ist neu, kam in keiner Serie und/oder Paralleldimension so vor. Also doch ein neues Jahrhundert? 25. , 26. , 27., 541. ????

Edit: Da die Serie wieder auf dem "Network TV" , auf CBS, laufen wird erhoffe ich mir nicht zuviel. Da leider im Vergleich zu VOD Diensten wie Netflix usw.... oder Kabel TV Shows weniger Gestaltungsfreiheit gibt.
Voivod
@Logan: Hhhmm, ich dachte, die Serie wird auf so einem seltsamen Bezahlkanal von CBS laufen, und nicht im normalen TV...?

@RvD: Es ist einfach nicht sehr spannend zu wissen, wie es am Ende rauskommt, darum bitte kein Prequel irgendwelcher Art. Ausser es gibt eine bizarre Sache und alles wird über den Haufen geworfen. Zeitlinienchaos usw! laugh.gif Von wegen "social commentary": Ich will einfach nicht mit den first world problems von 17-jährigen amerikanischen Studenten belästigt werden, davon ist das Web jetzt schon zugespamt. Wenn sich die neue Serie den Themen annimmt, welche die vermeintliche amerikanische Öffentlichkeit im Moment als unglaublich wichtig erachtet, schalte ich ab. Trek verdient Besseres.
Der RvD
^Gut, dann reden wir wahrscheinlich einfach aneinander vorbei: Star Trek 90210 will ich natürlich auch nicht. (Hätte es in der Vergangenheit aber IMO auch nie gegeben.)

edit: außer vielleicht Wesley? wink.gif
logan3333
@Voivod Ja, allerdings ist das "CBS All Access", da landen alle CBS Serien nach dem sie im TV gelaufen sind. Vielleicht bin ich zu pessimistisch. Aber einen Lichtblick gibt es, das neue Star Trek kann nicht so schlimm werden wie das hier. mrgreen.gif

@RvD Ich hoffe auch das sie die Holzhammermoral auch weg lassen.
Der RvD
Es ist ja mittlerweile in Moralfragen im TV eh angesagter, ein Dilemma zu präsentieren und dann den Zuschauer seine eigene Meinung bilden zu lassen. Das hat weiland B5 schon gerne gemacht, heute sieht man das irgendwo zwischen "Die Tribute von Panem" bis "The Walking Dead" eigentlich für alle möglichen Zielgruppen.

Will sagen: auf den Holzhammer kann ich verzichten, auf den Inhalt eher nicht.
Voivod
ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 00:22) *
Es ist ja mittlerweile in Moralfragen im TV eh angesagter, ein Dilemma zu präsentieren und dann den Zuschauer seine eigene Meinung bilden zu lassen. Das hat weiland B5 schon gerne gemacht, heute sieht man das irgendwo zwischen "Die Tribute von Panem" bis "The Walking Dead" eigentlich für alle möglichen Zielgruppen.

Will sagen: auf den Holzhammer kann ich verzichten, auf den Inhalt eher nicht.


Da stimme ich zu. The Walking Dead macht das gut, die Serie kümmert sich um Grundsätzliches. Unwichtiges, völlig Normales wird einfach kurz angetönt, und gut ist. Z B. der Genderkram. In TWD und FTWD sind manche Leute halt schwul oder lesbisch. Es ist einfach so, kümmert kein Schwein, so sieht es halt aus, es wird dem Zuschauer nicht eingeprügelt, sondern als völlig banal präsentiert. Keine Botschaft oder Moral, nix. So muss das umgesetzt werden!
penumbra
Ich finde die Diskussion um Moral und "Star Trek" ja sehr spannend. Ich persönlich möchte eigentlich nicht, dass "Star Trek" unpolitisch oder sozial-unkritisch daher kommt. Für mich war es gerade immer einer der Kerngrundsätze von "Trek", dass dort moralische, liberale Themen hochgehalten werden. Bei der Originalserie mag das manchmal zwischen 60er-Jahre-Kitsch, Action und Miniröcken in Vergessenheit geraten, aber schon die Besetzung der Serie war hochpolitisch und hat damals sofort klar gemacht, dass die Serie ein bestimmte Einstellung hat: Das eine Afro-Amerikanerin, ein Russe und ein Japaner auf der Brücke der Enterprise saßen, war alles andere als subtil. Das ist doch gerade, was diese Serie und diese Figuren so besonders macht, auch wenn sie sonst nicht unbedingt die größte Tiefe haben. In den 90er Jahren waren die Themen dann oft etwas abstrakter (Kolonialismus, Todesstrafe, Krieg, Religion,...), aber eben genauso präsent.

Ich wünsche mir schon, dass die neue Serie an den moralischen Grundsätzen ihrer Vorgänger festhält und auch das utopische des Franchises nicht auslässt. Und ja, dazu zählen auch Themen, die heute mit "Gutmensch" oder "SJW" ins Lächerliche gezogen werden. Das "Star Trek" der 60er Jahre war (auch) durch seine soziale und moralische Grundhaltung in der Lage, viele Menschen zu inspirieren. Wenn da z.B. ein kleines Mädchen vor dem Fernseher saß und gesehen hat, dass Uhura ein Mitglied des Kommandostabes sein kann und keine Magd oder Sklavin war, dann halte ich das für eine der größten Errungenschaften des Franchises. Und sowas wünsche ich mir heute durchaus auch. Dass das alles mit modernem Storytelling und Character Development transportiert werden kann und sollte, dabei kann ich natürlich nur zustimmen.
Der RvD
Ich seh' das in Sachen "Genderkram" mit dem "Es ist einfach so, kümmert kein Schwein" leider auch längst nicht so optimistisch wie Voivod (gerade in den USA, wo die Show ja wieder produziert wird), aber mit dem Fazit sind wir uns da völlig einig. Außer vielleicht: "Keine Botschaft oder Moral, nix." Diese Darstellung als völlig normal IST dann die Moral.
logan3333
Nun die Schwächen bei den alten Serien war das man es den Leuten auf der einen Seite zu einfach gemacht hat. Und auf der anderen Seite hat man sich immer etwas waghalsig verhalten, in manchen Handlungen haben sich Crewmitglieder wider besseres Wissen in Gefahr gebracht obwohl sie die Bedrohung und ähnliche Szenarien bereits kannten. Star Trek hatten die Charaktäre immer schon zuviel Plotpanzerung. Wesley Ex Machina, diverse Captains die immer wieder in Gefangenschaft geraten, Situationen nur mit Glück überlebt anstatt sich sein eigenes Glück zu machen, Niederträchtigkeiten der Gegenspieler unterschätzt, komplette taktische Schwäche von Redshirts, einfach die "nettesten" Leute im Quadranten zu sein genügt nicht um die Föderation zu schützen..... und noch viele mehr. Und was auch nerfte, waren die vorhersehbaren Plots und das Syndrom das die Sternenflotte immer alle Probleme nahezu perfekt lösen kann.
penumbra
ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 13:42) *
Ich seh' das in Sachen "Genderkram" mit dem "Es ist einfach so, kümmert kein Schwein" leider auch längst nicht so optimistisch wie Voivod (gerade in den USA, wo die Show ja wieder produziert wird), aber mit dem Fazit sind wir uns da völlig einig. Außer vielleicht: "Keine Botschaft oder Moral, nix." Diese Darstellung als völlig normal IST dann die Moral.


Was ist denn die Angst dahinter, dass sich die Serie mit "Genderkram" beschäftigen könnte? unsure.gif

Wenn ich schon die Formulierung hier so lese, dann ist es vielleicht gar nicht verkehrt, wenn die neue Serie auch eine Haltung (und ergo auch eine Moral) zu dem Thema hat. tongue2.gif
logan3333
ZITAT(penumbra @ 21. May 2016, 14:32) *
ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 13:42) *
Ich seh' das in Sachen "Genderkram" mit dem "Es ist einfach so, kümmert kein Schwein" leider auch längst nicht so optimistisch wie Voivod (gerade in den USA, wo die Show ja wieder produziert wird), aber mit dem Fazit sind wir uns da völlig einig. Außer vielleicht: "Keine Botschaft oder Moral, nix." Diese Darstellung als völlig normal IST dann die Moral.


Was ist denn die Angst dahinter, dass sich die Serie mit "Genderkram" beschäftigen könnte? unsure.gif

Wenn ich schon die Formulierung hier so lese, dann ist es vielleicht gar nicht verkehrt, wenn die neue Serie auch eine Haltung (und ergo auch eine Moral) zu dem Thema hat. tongue2.gif

Sagen wir einmal wir haben ein komplett richtig durchgegendertes Raumschiff, so wie sich das die gutmenschendeln, politisch korrekten SJWs sich das so vorstellen. Und wir haben ein Raumschiff voll mit grünen Orionsklavenmädchen, so wie sich das der Voivod und der Logan sich das so vorstellen. Dann kommt eine riesige geschlechtslose Weltraumamöbe durch ein interdimensionales Portal und frist beide Schiffe auf, niemand überlebt. Es ist völlig egal wie politisch korrekt du bist penumbra, oder wie politisch unkorrekt. Keines von beiden schützt dich davor vom Universum verschlungen zu werden, denn dem Universum ist das egal. Die Frage ist nur, und die sollte in der Serie zählen, wie entkomme ich der Amöbe. Und daher wollen wir das die Holzhammermoral weggelassen wird, das soetwas triviales weggelassen wird, denn die schützt nicht vor der Amöbe.
penumbra
ZITAT(logan3333 @ 21. May 2016, 14:50) *
Sagen wir einmal wir haben ein komplett richtig durchgegendertes Raumschiff, so wie sich das die gutmenschendeln, politisch korrekten SJWs sich das so vorstellen. Und wir haben ein Raumschiff voll mit grünen Orionsklavenmädchen, so wie sich das der Voivod und der Logan sich das so vorstellen. Dann kommt eine riesige geschlechtslose Weltraumamöbe durch ein interdimensionales Portal und frist beide Schiffe auf, niemand überlebt. Es ist völlig egal wie politisch korrekt du bist penumbra, oder wie politisch unkorrekt. Keines von beiden schützt dich davor vom Universum verschlungen zu werden, denn dem Universum ist das egal. Die Frage ist nur, und die sollte in der Serie zählen, wie entkomme ich der Amöbe. Und daher wollen wir das die Holzhammermoral weggelassen wird, das soetwas triviales weggelassen wird, denn die schützt nicht vor der Amöbe.


Stimmt, ich erinnere mich auch mit Schrecken an die Folgen von früher... als die Enterprise entkommen ist, weil Uhura schwarz war. Und die Voyager, weil Janeway eine Frau war. Und die Enterprise-D, weil Picard gegen die Todesstrafe war. rolleyes.gif Sorry, aber der Vergleich ist hanebüchen. Was du da beschreibst, ist Storytelling. Da wünsche ich mir auch, dass die neue "Trek"-Serie moderner arbeitet, als die alten Shows. Nur hat das wenig bis nichts mit Repräsentation oder moralischer Grundhaltung der Serie zu tun.

Und was die Vorstellungen von "gutmenschelnden" SJWs angeht: Es geht doch nicht darum, was irgendwer von oben diktiert - sondern darum, wirkliche Vielfalt in einer Gesellschaft aufzugreifen und Menschen, die sich normalerweise vielleicht nicht in fiktiven Charakteren und Settings wiederfinden, Vorbilder und Rollenfiguren zu geben. Wenn ich selbst weiß, hetero und männlich bin, mag das für mich keine große Rolle spielen - aber frag z.B. Whoopi Goldberg, wie sehr solch eine Repräsentation Wege öffnen und Menschen inspirieren kann.

Ich frage mich halt, wo "Holzhammermoral" anfängt... Schon die Wortwahl klingt an manchen Stellen wenig empathisch.
Der RvD
Für mich fängt die "Holzhammermoral" in der Regel dort an, wo der Captain am Ende der Folge eine weise Rede mit der Moral von der Geschicht' hält. mrgreen.gif Konnte ich bei Kirk und Picard in der Regel noch mit leben, wird aber in heutigen Serien in der Regel subtiler formuliert (und war schon bei Archer und Janeway völlig heuchlerisch, da die sich immer zwei Episoden später selber nicht an ihre heren Grundsätze gehalten haben. biggrin.gif ).
logan3333
@penumbra Bevor ich Whoopi Goldberg frage wen sie inspiriert, würde ich sie eher fragen warum sie in "The View" mit einer Impfgegnerin wie der McCarthy auftritt, und was sie damit wohl auf die Welt losläst. Wo da die Verantwortung bleibt? Ich bin eine schwarze Frau die mit Skeletor zusammen war, deshalb bin ich unfehlbar?
Der RvD
WTF? confused4.gif

Hat das irgendjemand behauptet? Hat das irgendwas mit Star Trek zu tun?
penumbra
ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 15:27) *
Für mich fängt die "Holzhammermoral" in der Regel dort an, wo der Captain am Ende der Folge eine weise Rede mit der Moral von der Geschicht' hält. mrgreen.gif Konnte ich bei Kirk und Picard in der Regel noch mit leben, wird aber in heutigen Serien in der Regel subtiler formuliert (und war schon bei Archer und Janeway völlig heuchlerisch, da die sich immer zwei Episoden später selber nicht an ihre heren Grundsätze gehalten haben. biggrin.gif ).


Da bin ich ja durchaus bei dir. laugh.gif

Aber auch das ist letztlich Storytelling. Dass "Voyager" unter inkonsistentem Writing gelitten hat, bedeutet nicht gleich, dass alle Botschaften falsch sind.


ZITAT(logan3333 @ 21. May 2016, 15:30) *
@penumbra Bevor ich Whoopi Goldberg frage wen sie inspiriert, würde ich sie eher fragen warum sie in "The View" mit einer Impfgegnerin wie der McCarthy auftritt, und was sie damit wohl auf die Welt losläst. Wo da die Verantwortung bleibt? Ich bin eine schwarze Frau die mit Skeletor zusammen war, deshalb bin ich unfehlbar?


Kannst du natürlich fragen. Aber, mit Verlaub, dieser Einwurf trägt nichts zur Diskussion bei.
logan3333
Worauf ich hinaus will, ist doch klar. Political Correctness ist nicht die Antwort auf alles.

ZITAT
Kannst du natürlich fragen. Aber, mit Verlaub, dieser Einwurf trägt nichts zur Diskussion bei.

Ich habe die Goldberg nicht ins Spiel gebracht.
Der RvD
ZITAT(penumbra @ 21. May 2016, 15:44) *
ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 15:27) *
Für mich fängt die "Holzhammermoral" in der Regel dort an, wo der Captain am Ende der Folge eine weise Rede mit der Moral von der Geschicht' hält. mrgreen.gif Konnte ich bei Kirk und Picard in der Regel noch mit leben, wird aber in heutigen Serien in der Regel subtiler formuliert (und war schon bei Archer und Janeway völlig heuchlerisch, da die sich immer zwei Episoden später selber nicht an ihre heren Grundsätze gehalten haben. biggrin.gif ).


Da bin ich ja durchaus bei dir. laugh.gif

Aber auch das ist letztlich Storytelling. Dass "Voyager" unter inkonsistentem Writing gelitten hat, bedeutet nicht gleich, dass alle Botschaften falsch sind.


Hab' ich auch nirgendwo behauptet, oder? Ich bin der erste, der für mehr Inhalte bei ST plädiert (siehe ungefähr alle Threads zum Thema JJ-Trek, lol...biggrin.gif).




Zum Goldberg-Thema: Die Dame hat in der Tat x-mal betont, wie wichtig die Originalserie und insb. die Rolle von Uhura für sie als Kind gewesen sei. Deswegen hat sie nun in jeder Lebenslage moralische Perfektion zu zeigen, oder...was?
penumbra
ZITAT(logan3333 @ 21. May 2016, 15:45) *
Worauf ich hinaus will, ist doch klar. Political Correctness ist nicht die Antwort auf alles.


Aber dann erkläre doch bitte, was "Political Correctness" ist. Der Begriff ist fast genauso inhaltsleer und reißerisch wie "Moralhammer". Wahrscheinlich dreht sich die Diskussion jetzt aber im Kreis.

Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn der Writing Staff aus tiefster Überzeugung heraus entscheidet, dass der Captain eine lesbische Frau ist. Oder das Themen wie Transidentität und Intergeschlechtlichkeit wichtig genug sind, um sich damit zu beschäftigen. Um die Brücke zur Originalserie zu schlagen: Uhura, Sulu und Chekov waren alles andere als politisch korrekt, sondern wurden aus tiefster Überzeugung auf die Brücke gesetzt. Genau so viel Herzblut wünsche ich mir auch von einer neuen Serie, modernes Gewand hin oder her.

ZITAT(logan3333 @ 21. May 2016, 15:45) *
Ich habe die Goldberg nicht ins Spiel gebracht.


Nein, aber das Beispiel total aus dem Kontext heraus gerissen kommentiert. Whoopi Goldberg ist eine erfolgreiche Schauspielerin und Moderatorin, die sehr von Uhura inspiriert wurde. So sehr, dass sie ihren Weg vielleicht gar nicht eingeschlagen hätte, wenn es die Serie nicht gegeben hätte. Dafür gibt es sicher viele weitere (auch nicht so prominente) Beispiele. Natürlich heißt das nicht, dass sie unfehlbar ist.


ZITAT(Der RvD @ 21. May 2016, 15:57) *
Hab' ich auch nirgendwo behauptet, oder? Ich bin der erste, der für mehr Inhalte bei ST plädiert (siehe ungefähr alle Threads zum Thema JJ-Trek, lol...biggrin.gif).


Nein, nein, nicht falsch verstehen. Ich fand es nur nochmal wichtig zu betonen, dass eine moralische Haltung und gutes Storytelling sich nicht ausschließen. "Star Trek" hat in der Vergangenheit mehr unter dem Mangel an letzterem gelitten, als unter einem Überfluss von ersterem. smile.gif
Voivod
^Ja, stimmt schon, der letzte Satz.

Die "moralische Haltung" von Trek war ja immer nett, ihr Einfluss wird aber gewaltig überschätzt unter ein paar Fans. Ein erzwungener Filmkuss zwischen einem schwarzen Offizier und einem weißen Alien macht noch keinen Sommer! wink.gif Klar könnte die neue Serie jetzt alle Trends aufnehmen, die Crew durchgendern, schwule und Transcharaktere einbauen, etc... Problem ist nur, wer will das sehen ausser das winzige, aber laute Grüppchen der SJW? Trek hat ja keine soziale Verantwortung. Es ist echt nicht so, dass eine TV-Serie "Identifikation" bieten muss für alle Gruppen, damit sich alle wohlfühlen können vor der Glotze. Im Gegenteil, ich wäre eher dafür, mal auch miese Charaktereigenschaften bei den menschlichen Sternenflottenangehörigen einzubauen, und nicht immer alles den Aliens anzuhängen. Keimfreie Starfleetmusterknaben hatten wir jetzt seit TNG. DAS wäre mal mutig und ein Schritt nach vorne. Wenn dabei noch eine dicke samoanische Lesbe als Captain rausschaut, umso besser! laugh.gif Einfach Charaktere mit Ecken und Kanten, please.

Edit: Als Beispiel für uninteressante Charaktere diene mir mal VOY. Da haben wir einen wilden Mix aus gescheiterten, teilweise kriminellen Maquisleuten und Starfleetstrebern. Da hätte es doch knallen müssen! Was für eine geniale Steilvorlage für tolle Stories. Aber nein, nach ein paar Folgen haben sich alle lieb. Paris und Chakotay brave Musterknaben, Torres bis auf ein paar Wutausbrüche schön angepasst, alles heile Welt. Was für verschenktes Potenzial! VOY hätte grossartig werden können in Sachen Charakterentwicklung und Konflikten! Aber am Schluss halt nur Plüschtrek vom feinsten ohne Risiko.

Ich gebe zu, mein hauptsäches Beef mit Trek ist seit langer Zeit die moralische Vollkommenheit der Hauptcharaktere. Ecken und Kanten findet man nicht mal mit der Lupe oder schiebt sie den Aliens zu. Wenn's mit Moral nicht mehr geht, kommt Garak und jagt die Romulaner in die Luft! laugh.gif Mir ist aber schon bewusst, dass viele Trekkies genau diese heile Welt an der Serie mögen, und das ist auch legitim. Es ist nur nicht (mehr) meins. Und am stärksten war Trek, wenn diese moralische Überlegenheit angesichts der Realitäten nix mehr wert ist. Die letzten Staffeln von DS9 oder auch Picard in ST8. In ST8 war Picard mal Mensch, nicht Überirdischer! Das war stark, und am Ende hat dann doch die Vernunft gesiegt, grins.
penumbra
Muss die neue Serie Identifikationsfiguren schaffen? Nein, sicher nicht. Aber "Star Trek" hat das in der Vergangenheit oft getan und ich fände es schade, wenn die neue Serie damit komplett brechen würde. Ein vielfältiges Ensemble an Figuren ist doch allemal spannender als der Einheitsbrei, den z.B. "Enterprise" serviert hat. Natürlich spielt auch hier das Writing und Storytelling eine tragende Rolle - aber Figuren mit unterschiedlichen Hintergründen sind sicher eine gute Grundlage für gute Geschichten. Und übrigens dürfen auch Identifikationsfiguren gerne Ecken und Kanten haben - die Mary-Sue-Anleihen von Janeway (v.a. in den ersten zwei-drei Jahren) fand ich auch nicht gut. laugh.gif

ZITAT
Klar könnte die neue Serie jetzt alle Trends aufnehmen, die Crew durchgendern, schwule und Transcharaktere einbauen, etc... Problem ist nur, wer will das sehen ausser das winzige, aber laute Grüppchen der SJW?


Du kannst die Frage auch durch viele andere Faktoren ersetzen, die Minderheiten betreffen: Muss der Captain schwarz sein? Muss der Captain eine Frau sein? Brauchen wir einen arabischen Arzt? Nee, brauchen wir nicht. Wir können auch immer wieder die gleichen Figuren vorsetzen vom Typ "James T. Kirk": Männlich, weiß, jung, unangefochten hetero. Aber auch das wird irgendwann öde. Ich sehe es immer noch als große Errungenschaft, dass "Star Trek" über viele Serien hinweg in der Lage war, Vielfalt in seinem Ensembles abzubilden. Dass darunter bisher wenige/keine LGBT-Charaktere waren, war eine sehr bewusste Entscheidung der Showrunner der 90er Jahre.

Nun kann ein potentieller schwuler oder trans-Charakter natürlich als "SJW-Trend" abgetan werden. Dahinter kann aber auch ein echter Ansporn stecken, Themen und Darstellungen aufzugreifen, die "Trek" in der Vergangenheit nicht gezeigt hat und zeigen durfte (!). Dass das Franchise da anderen Geschichten hinterherhinkt, brauchen wir wahrscheinlich nicht zu diskutieren. Ich mag aber trotzdem ein Plädoyer halten, für einen Funken soziale Verantwortung, die "Trek" hat bzw. haben kann. Und vielleicht anregen, auch ein bisschen empathischer über den eigenen Tellerrand zu schauen, was für eine Wirkung solch eine Entscheidung für betroffene Menschen haben kann - und da ist es vielleicht auch egal, ob ich tausend oder hundertausend Menschen damit direkt anspreche - denn insgesamt erreiche ich ja doch alle Zuschauerinnen und Zuschauer und gebe ihnen diesen Einblick mit.

Ich diskutier dieses Thema sehr gerne und sehr leidenschaftlich. Und vielleicht ist das auch irgendwann nervig. Ich glaube aber einfach, dass fiktive Geschichten und Welten Menschen prägen können. Ein "Star Trek", dass Gesicht und moralisches Bewusstsein zeigt ist mir persönlich allemal lieber, als ein "Trek" dass all dies für kurzweilige Abenteuer über Bord wirft. Denn dann haben wir wieder so etwas wie das Reboot-Franchise: Beeindruckend, unterhaltsam, aber im großen und ganzen seelenlos und getrost zu vergessen.
Voivod
ZITAT(penumbra @ 23. May 2016, 13:19) *
Muss die neue Serie Identifikationsfiguren schaffen? Nein, sicher nicht. Aber "Star Trek" hat das in der Vergangenheit oft getan und ich fände es schade, wenn die neue Serie damit komplett brechen würde. Ein vielfältiges Ensemble an Figuren ist doch allemal spannender als der Einheitsbrei, den z.B. "Enterprise" serviert hat. Natürlich spielt auch hier das Writing und Storytelling eine tragende Rolle - aber Figuren mit unterschiedlichen Hintergründen sind sicher eine gute Grundlage für gute Geschichten. Und übrigens dürfen auch Identifikationsfiguren gerne Ecken und Kanten haben - die Mary-Sue-Anleihen von Janeway (v.a. in den ersten zwei-drei Jahren) fand ich auch nicht gut. laugh.gif

ZITAT
Klar könnte die neue Serie jetzt alle Trends aufnehmen, die Crew durchgendern, schwule und Transcharaktere einbauen, etc... Problem ist nur, wer will das sehen ausser das winzige, aber laute Grüppchen der SJW?


Du kannst die Frage auch durch viele andere Faktoren ersetzen, die Minderheiten betreffen: Muss der Captain schwarz sein? Muss der Captain eine Frau sein? Brauchen wir einen arabischen Arzt? Nee, brauchen wir nicht. Wir können auch immer wieder die gleichen Figuren vorsetzen vom Typ "James T. Kirk": Männlich, weiß, jung, unangefochten hetero. Aber auch das wird irgendwann öde. Ich sehe es immer noch als große Errungenschaft, dass "Star Trek" über viele Serien hinweg in der Lage war, Vielfalt in seinem Ensembles abzubilden. Dass darunter bisher wenige/keine LGBT-Charaktere waren, war eine sehr bewusste Entscheidung der Showrunner der 90er Jahre.

Nun kann ein potentieller schwuler oder trans-Charakter natürlich als "SJW-Trend" abgetan werden. Dahinter kann aber auch ein echter Ansporn stecken, Themen und Darstellungen aufzugreifen, die "Trek" in der Vergangenheit nicht gezeigt hat und zeigen durfte (!). Dass das Franchise da anderen Geschichten hinterherhinkt, brauchen wir wahrscheinlich nicht zu diskutieren. Ich mag aber trotzdem ein Plädoyer halten, für einen Funken soziale Verantwortung, die "Trek" hat bzw. haben kann. Und vielleicht anregen, auch ein bisschen empathischer über den eigenen Tellerrand zu schauen, was für eine Wirkung solch eine Entscheidung für betroffene Menschen haben kann - und da ist es vielleicht auch egal, ob ich tausend oder hundertausend Menschen damit direkt anspreche - denn insgesamt erreiche ich ja doch alle Zuschauerinnen und Zuschauer und gebe ihnen diesen Einblick mit.

Ich diskutier dieses Thema sehr gerne und sehr leidenschaftlich. Und vielleicht ist das auch irgendwann nervig. Ich glaube aber einfach, dass fiktive Geschichten und Welten Menschen prägen können. Ein "Star Trek", dass Gesicht und moralisches Bewusstsein zeigt ist mir persönlich allemal lieber, als ein "Trek" dass all dies für kurzweilige Abenteuer über Bord wirft. Denn dann haben wir wieder so etwas wie das Reboot-Franchise: Beeindruckend, unterhaltsam, aber im großen und ganzen seelenlos und getrost zu vergessen.


Ja, man registriert deine Leidenschaft! smile.gif

Beim "arabischen Arzt" musste ich echt überlegen, bevor mir Bashir in den Sinn kam. Was ist arabisch an Bashir ausser sein Nachname? wink.gif

Mit SJW bezeichne ich Leute, die Einfluss auf Kunst und Kultur nehmen wollen und FORDERN, dass in Kultur und Kunst ihre Weltsicht Platz haben MUSS. Die überall Rassismus und Sexismus wittern und jeden Lebensbereich durch diese Brille sehen. Eigentlich wie religiöse Fanatiker. Ich zähle nicht jeden, der sich für Pluralismus und Toleranz einsetzt zu den SJW, btw. Nur die Extremisten. Und die sind halt wie schon gesagt laut. Ihre Gegner allerdings auch! mrgreen.gif
Der RvD
War Bashir nicht indischer Abstammung? (Sein Vater ist zumindest derselbe Schauspieler wie der Vater von Rajesh in "The Big Bang Theory"...biggrin.gif)

(Ach ja, und Kirk ist auch kein "weißes Alien". Er kommt aus Iowa, arbeitet nur im Weltraum.)

"SJW" ist genau wie "Gutmensch" ein Begriff, der (unironisch verwendet) noch keiner Diskussion gutgetan hat. Er kanzelt den Diskussionspartner von vornherein als weltfremden Trottel ab und positioniert den Verwender (meist?) unfreiwillig in unangenehmer Gesellschaft. Bei Star Trek haben angebliche "Extremisten", wer auch immer die konkret sein sollen, eh noch nie eine Rolle gespielt, weswegen es IMO auch wenig Sinn machen würde, die in einer Art Beißreflex im Vorfeld schon mal anzuprangern. Aber die Ideen, die in der Regel mit derartig abfälligen Begriffen gestraft werden sollen - in der Tat Ideen von "social justice" aller Art - die sind bei Star Trek nun mal mehr als bei den meisten Serien überhaupt seit der allerersten Serie mit Stolz mit an Bord der Enterprise gewesen. Und daran sollte sich IMO auch nix ändern.

Das heißt natürlich nicht, dass ich deswegen unbedingt auf eine Friede-Freude-Eierkuchen-Crew wie bei TNG plädieren würde (auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn es ähnlich gut gemacht wäre wie bei TNG). Aber mit Sisko&Co. hast Du ja schon das perfekte Gegenbeispiel genannt. Garak hat ja die Romulaner nicht aus eigener Bosheit in die Luft gejagt, sondern mehr oder weniger auf Siskos Auftrag. Dessen Schuld war doch das Thema dieser Folge. (Und bei den Versäumnissen von Voyager & Enterprise diesbezüglich gibt's ja kaum noch zwei Meinungen...)
Voivod
Was heisst "vorauseilender Beissreflex"? Ok, gefällt mir, der Begriff, touché! mrgreen.gif Ich habe nur die Befürchtung, dass die neue Serie von den SJW gekapert wird, denn die machen schon Lärm. Dass halt jetzt eine durchgegenderte, politisch korrekte Crew ran muss. "Her mit dem schwulen Charakter, es ist Zeit!" Hört man jedenfalls. "SJW" oder "politisch korrekt" kann man natürlich als Kampfbegriffe abtun. Genau wie "besorgter Bürger" oder so. Es trifft halt trotzdem häufig den Nagel auf den Kopf.

Vielleicht ist das ja alles nur heisse Luft. Aber ich bin allergisch gegen jegliche Versuche, Kultur politisch zu vereinnahmen, auch wenn es unter dem unverfänglichen Banner der "Toleranz" stattfindet und ja die "Guten" das fordern. Ich bin dagegen, dass Rücksicht genommen werden muss auf Befindlichkeiten, sei es in Musik, TV oder Film. Denn das zieht einen extremen Rattenschwanz nach sich. Am Schluss fordern auch die Christen ein Crewmitglied, nur so als Beispiel... Trek ist da sicher ein Spezialfall, da hast du recht. Trek hat einen bestimmten politischen Background. "Linksliberal" würde man dem wohl sagen, zumindest im Sinne der 70er, Roddenberry war ein "Liberal". Aber es darf nicht zum Vehikel eines derzeit lauten Grüppchens werden, IMO. Dagegen hätte sich auch Roddenberry gewehrt. Heute kommt die Zensur nicht mehr von den konservativen Spiessern, sondern genau von der anderen Seite, den vermeintlich Progressiven. Sie wenden genau dieselben Methoden an und merken es nicht. Tabus und Zensur.

Aber das sprengt wohl den Thread! mrgreen.gif

penumbra
ZITAT
War Bashir nicht indischer Abstammung? (Sein Vater ist zumindest derselbe Schauspieler wie der Vater von Rajesh in "The Big Bang Theory"...biggrin.gif)


Der Charakter hieß bis kurz vor dem Drehstart von "Emissary" Julian Amoros. Wahrscheinlich haben sie sich für die Umbennenung auf Grund von Siddig El-Fadils Herkunft entschieden, der im Sudan geboren wurde und in England aufgewachsen ist. Ich hab kurz mal Google gefragt: Bashirs Vater wurde von Brian George gespielt, der selbst indischer und libanesischer Abstammung ist. Seine Mutter wurde von Fadwa El Guindi gespielt, die in Ägypten geboren ist. Die Abstammung aus dem arabischen Raum war also beabsichtigt und wird auch durch das Casting seiner Eltern bestätigt.

ZITAT
Beim "arabischen Arzt" musste ich echt überlegen, bevor mir Bashir in den Sinn kam. Was ist arabisch an Bashir außer sein Nachname? wink.gif


Was ist afrikanisch an Uhura außer ihrem Namen? Ich glaube, hier kommen wir ja wieder zusammen: Bashir ist ein gutes Beispiel, wie so eine Identifikationsfigur auch funktionieren kann, ohne aufdringlich zu sein. Viele haben vielleicht nicht mal gemerkt, dass da jemand nicht-weißes mitspielt. Menschen, die damit irgendwie einen Bezug haben, werden aber schon aufhorchen.

ZITAT
Was heisst "vorauseilender Beissreflex"? Ok, gefällt mir, der Begriff, touché! mrgreen.gif Ich habe nur die Befürchtung, dass die neue Serie von den SJW gekapert wird, denn die machen schon Lärm. Dass halt jetzt eine durchgegenderte, politisch korrekte Crew ran muss. "Her mit dem schwulen Charakter, es ist Zeit!" Hört man jedenfalls. "SJW" oder "politisch korrekt" kann man natürlich als Kampfbegriffe abtun. Genau wie "besorgter Bürger" oder so. Es trifft halt trotzdem häufig den Nagel auf den Kopf.

Vielleicht ist das ja alles nur heisse Luft. Aber ich bin allergisch gegen jegliche Versuche, Kultur politisch zu vereinnahmen, auch wenn es unter dem unverfänglichen Banner der "Toleranz" stattfindet und ja die "Guten" das fordern. Ich bin dagegen, dass Rücksicht genommen werden muss auf Befindlichkeiten, sei es in Musik, TV oder Film. Denn das zieht einen extremen Rattenschwanz nach sich. Am Schluss fordern auch die Christen ein Crewmitglied, nur so als Beispiel... Trek ist da sicher ein Spezialfall, da hast du recht. Trek hat einen bestimmten politischen Background. "Linksliberal" würde man dem wohl sagen, zumindest im Sinne der 70er, Roddenberry war ein "Liberal". Aber es darf nicht zum Vehikel eines derzeit lauten Grüppchens werden, IMO. Dagegen hätte sich auch Roddenberry gewehrt. Heute kommt die Zensur nicht mehr von den konservativen Spiessern, sondern genau von der anderen Seite, den vermeintlich Progressiven. Sie wenden genau dieselben Methoden an und merken es nicht. Tabus und Zensur.


Was "SJW" angeht, RdV hat gut gegen den Begriff argumentiert. Stell dir einfach vor, ich würde hier ständig von "Nazis" sprechen, weil einigen Geschichten wichtiger sind als Repräsentation. Auch nervig und wenig hilfreich. Aber insgesamt ist die Diskussion hier ja zivil - ich glaube, dass wir uns ganz vernünftig über das Thema unterhalten. smile.gif

Ich mag aber doch eine Lanze brechen, wegen dem lauten Grüppchen und Gene Roddenberry: In welchem Kontext wurde denn Uhura platziert? Das war die Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre, die stark von Schwarzen angeführt wurde. Ebenfalls eine laute Minderheit, mit der sich Roddenberry durchaus solidarisch gezeigt hat - entgegen dem damaligen Mainstream. Und persönlich kann ich "es ist Zeit" in Bezug auf nicht-heterosexuelle Charaktere durchaus verstehen: "Star Trek" hat das Thema in über 700 Episoden und zwölf Filmen doch sehr auffällig und bewusst ausgeklammert. Ich glaube, dass viele LGBT-Fans es ein Stück weit als Wiedergutmachung sehen würden, wenn ein prominenter Charakter platziert werden würde. Ein Anrecht darauf besteht natürlich nicht, aber ich halte es nicht für unrealistisch, dass es auch dem kreativen Team der Serie ein wirkliches Anliegen sein kann. Und übrigens ist die Gruppe an "Betroffenen" da auch gar nicht so klein, wie sie vielleicht manchmal scheint.

Ich frag mich halt ein bisschen, wann "SJW"-Alarmglocken anfangen zu läuten? Wenn der weibliche Captain am Anfang ihre Verlobte verabschiedet? Wenn der männliche Captain in einem Flashback seinen Ehemann verliert? Wenn zwei gleichgeschlechtliche Crew-Mitglieder früher mal eine Beziehung hatten, aber jetzt professionell darüber hinwegsehen? Alles bekannte Geschichten, bei denen in heterosexuellen Konstellationen niemand drüber stolpert. Wenn das aber schwul oder lesbisch erzählt wird, fällt es plötzlich auf... wahrscheinlich geht das einfach auch gar nicht so "unaufdringlich", wie das Beispiel Bashir.
logan3333
ZITAT
Was "SJW" angeht, RdV hat gut gegen den Begriff argumentiert. Stell dir einfach vor, ich würde hier ständig von "Nazis" sprechen, weil einigen Geschichten wichtiger sind als Repräsentation. Auch nervig und wenig hilfreich. Aber insgesamt ist die Diskussion hier ja zivil - ich glaube, dass wir uns ganz vernünftig über das Thema unterhalten.


SJW, Nazis, Gutmenschen, Hipster was haben die miteinander gemeinsam? Alles Ideologen und Fanatiker, alles Leute die gerne ihr Weltbild über Logik und dem Gemeinwohl stellen, mit negativen Folgen für alle anderen. Oder im Fall einer neuen Star Trek Serie haben wir dann das Problem das die LGBT Figur oder Figuren mit extra Plotpanzer ausgestattet wird, was wiederum schlechte Geschichten wenig spannende Plot erzeugt. Frei nach dem Motto, wir wollen nicht das unser Vorzeige LGBT Charakter über den Jordan geht!

ZITAT
Ich mag aber doch eine Lanze brechen, wegen dem lauten Grüppchen und Gene Roddenberry: In welchem Kontext wurde denn Uhura platziert? Das war die Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre, die stark von Schwarzen angeführt wurde. Ebenfalls eine laute Minderheit, mit der sich Roddenberry durchaus solidarisch gezeigt hat - entgegen dem damaligen Mainstream. Und persönlich kann ich "es ist Zeit" in Bezug auf nicht-heterosexuelle Charaktere durchaus verstehen: "Star Trek" hat das Thema in über 700 Episoden und zwölf Filmen doch sehr auffällig und bewusst ausgeklammert. Ich glaube, dass viele LGBT-Fans es ein Stück weit als Wiedergutmachung sehen würden, wenn ein prominenter Charakter platziert werden würde. Ein Anrecht darauf besteht natürlich nicht, aber ich halte es nicht für unrealistisch, dass es auch dem kreativen Team der Serie ein wirkliches Anliegen sein kann. Und übrigens ist die Gruppe an "Betroffenen" da auch gar nicht so klein, wie sie vielleicht manchmal scheint.


Das Plazieren von LGBT Charaktären wäre aus heutiger Sicht kaum ein "Feature" das für Star Trek alleine ein Alleinstellungsmerkmal wäre, es gibt neue Franchises bei denen das der Fall ist, schwule oder lesbische Charaktäre zu haben ist normal. Star Trek wäre aus meiner Sicht damit viel zu spät dran. Obendrein glaube ich nicht das bei einer CBS Produktion ein prominenter Charakter schwul oder lesbisch sein wird, wenn man sich die anderen laufenden Produktionen ansieht, dann haben wir da nicht viele die man als LGBT ansehen kann, bestenfalls agedeutete Nebencharaktäre. CBS ist leider ein sehr biederer Verein. Und da kann es leider durch aus sein das irgentwelche SJW's darauf einschlagen, mit ihren Twitter Hashtags und ihre Tumblr Sturmtruppen. Völlig egal was die Serie richtig oder falsch macht.

ZITAT
Ich frag mich halt ein bisschen, wann "SJW"-Alarmglocken anfangen zu läuten? Wenn der weibliche Captain am Anfang ihre Verlobte verabschiedet? Wenn der männliche Captain in einem Flashback seinen Ehemann verliert? Wenn zwei gleichgeschlechtliche Crew-Mitglieder früher mal eine Beziehung hatten, aber jetzt professionell darüber hinwegsehen? Alles bekannte Geschichten, bei denen in heterosexuellen Konstellationen niemand drüber stolpert. Wenn das aber schwul oder lesbisch erzählt wird, fällt es plötzlich auf... wahrscheinlich geht das einfach auch gar nicht so "unaufdringlich", wie das Beispiel Bashir.


Ich habe kein Problem damit wenn LGBT Charaktäre eingebaut werden, nur das man Geschichten, Spannung und alles andere dem opfert. Oder einfach mit der Holzhammermoral wieder zuschlägt.

Wenn du die letzte Staffel "South Park" gesehen hast, weißt du was ich meine. Trey Parker und Matt Stone haben die SJW's und diese falsche, oberflächliche und faule Toleranz schön entlarvt.

Wisecrack über das aktuelle South Park.
Der RvD
ZITAT(Voivod @ 25. May 2016, 11:00) *
Was heisst "vorauseilender Beissreflex"? Ok, gefällt mir, der Begriff, touché! mrgreen.gif Ich habe nur die Befürchtung, dass die neue Serie von den SJW gekapert wird, denn die machen schon Lärm. Dass halt jetzt eine durchgegenderte, politisch korrekte Crew ran muss. "Her mit dem schwulen Charakter, es ist Zeit!" Hört man jedenfalls. "SJW" oder "politisch korrekt" kann man natürlich als Kampfbegriffe abtun. Genau wie "besorgter Bürger" oder so. Es trifft halt trotzdem häufig den Nagel auf den Kopf.


Ja, den Ruf nach dem schwulen Charakter habe ich auch schon gehört. Als seinerzeit TNG lief, sprich vor fast 30 Jahren. Damals wäre das vielleicht noch so ein bißchen mit dem Charakter von Uhura vergleichbar gewesen (es war ja gerade noch so die Zeit, wo Ron & Nancy im Weißen Haus meinten, sich über schwule Aids-Opfer lustig machen zu können), heute wäre es schlicht und ergreifend trivial. Du erwähnst ja selber The Walking Dead plus Spinoff, wo ich leider längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand bin, was die Charaktere angeht. Aber wieso sollte das dort problemlos möglich sein und hier bööööser SJW-Political Correctness-Wahn? (Und ja, natürlich sind das Kampf- oder zumindest Spottbegriffe, was sonst? Große Bewunderung für Leute, die nach social justice streben, wollen die Verwender dieser Begriffe kaum damit ausdrücken.)

In der Tat: Wieviele Folgen gab es, in denen Siskos schwarze Haut ein Thema war? Die einzige, die mir einfiele, wäre "Far beyond the Stars", und in dieser spielte Brooks nicht einmal Sisko in dem Sinne (im 24. Jahrhundert ist Rassismus offenbar eben kein Thema), sondern einen SF-Autoren in den 1950ern. Sie wird im allgemeinen als ewiger Klassiker angesehen.

Wie oft war die Tatsache, dass Janeway als Frau das Kommando inne hatte, wirklich wichtig? Und warum sollte ein schwuler Charakter zwangsläufig anders als das präsentiert werden?

ZITAT
Vielleicht ist das ja alles nur heisse Luft. Aber ich bin allergisch gegen jegliche Versuche, Kultur politisch zu vereinnahmen, auch wenn es unter dem unverfänglichen Banner der "Toleranz" stattfindet und ja die "Guten" das fordern. Ich bin dagegen, dass Rücksicht genommen werden muss auf Befindlichkeiten, sei es in Musik, TV oder Film. Denn das zieht einen extremen Rattenschwanz nach sich. Am Schluss fordern auch die Christen ein Crewmitglied, nur so als Beispiel...


Als weiland Enterprise lief, hätte ich beispielsweise ein muslimisches Crewmitglied (anstelle einer der vielen gesichtslosen Gestalten auf der Enterprise), um ein Zeichen gegen den ärgerlichen Rassismus zu setzen, der auf die 9/11-Anschläge folgte, nicht schlecht gefunden. Habe ich glaube ich damals auch in 'nen Thread geschrieben. Die Serie folgte leider dem Zeitgeist in eine völlig planlose "War on terror"-Geschichte. (Und war schon ein Jahr später selber...Geschichte. wink.gif)

Aber hey: wenn eine neue Serie denn gerne Religionen erkunden möchte und dafür ein christliches Mitglied der Crew erforderlich wäre...why the hell not?

(Und gänzlich politikfreie Unterhaltung zu finden, wird...schwer sein. Auf einem "Anti-SJW-Kreuzzug" allemal. mrgreen.gif )

ZITAT
Trek ist da sicher ein Spezialfall, da hast du recht. Trek hat einen bestimmten politischen Background. "Linksliberal" würde man dem wohl sagen, zumindest im Sinne der 70er, Roddenberry war ein "Liberal". Aber es darf nicht zum Vehikel eines derzeit lauten Grüppchens werden, IMO. Dagegen hätte sich auch Roddenberry gewehrt. Heute kommt die Zensur nicht mehr von den konservativen Spiessern, sondern genau von der anderen Seite, den vermeintlich Progressiven. Sie wenden genau dieselben Methoden an und merken es nicht. Tabus und Zensur.

Aber das sprengt wohl den Thread! mrgreen.gif


Viel zu lange ist's her, dass hier mal ein Thread richtig gesprengt wurde! mrgreen.gif

Ich würde den Trek-Background eher in humanistischer Tradition sehen als einer gewissen politischen Richtung zuzuordnen. Immerhin sehen manche die Föderation als beinahe kommunistisch, überzeugte Ami-Hurra-Patrioten können der Serie aber auch was abgewinnen.

Zensur? Das sehe ich nun wirklich nicht. Wer zensiert hier wen und mit welchen Mitteln überhaupt? confused4.gif
Voivod
^Ich glaube, du verstehst nicht so ganz, wovon Logan und ich die ganze Zeit reden. Unser Blick geht geht in die USA und was da im Moment so läuft an den Universitäten, auch an Eliteunis. Selbstzensur und Hysterie. Trek kommt immer noch aus den USA. Es herrscht ein vergiftetes Klima, fast schon ein Kulturkampf.

Ein gläubiger Muslim in ST? ST spielt in der Zukunft, da gibt's keine Muslims mehr. tongue2.gif Auch Christen und Scientologen, Satanisten, ja warum nicht? Gleiches Recht für alle. Da rotiert Roddenberry ja echt im Grab. Er HASSTE Religion. Er war nicht nur Atheist, sondern Antitheist. Das wäre eine totale Kapitulation. Das wäre nicht mehr Star Trek. Kann man machen, aber Star Trek muss man so eine Serie dann nicht mehr nennen. Will ich jetzt gar nicht mehr gross begründen, ist hoffentlich auch nicht nötig. "Sekulärer Humanismus" ist das, was Roddenberry vertreten hat, mit Betonung auf sekulär. Alle anderen Trekserien auch. Und ja, das ist eine politische Einstellung, aber eine vernünftige, gemäßigte. SJW sind nicht gemäßigt, sanft ausgedrückt. Sie haben faschistoide Tendenzen.

Wenn Schwule und Lesben wie in TWD vorkommen, hat ja niemand ein Problem. Die Charaktere werden ja nicht über ihre sexuellem Neigungen definiert, sie sind einfach so. Keine Botschaft, keine Moral. Du hast ja selbst bemerkt, dass genau dies die "Moral" ist...


Der RvD
Ich sehe mich eigentlich selbst als säkulären Humanisten, hätte aber kein Problem damit, in einer ST-Serie (gerade in einer, die wie ENT lange vor dem originalen ST angesiedelt war und so auch prima hätte zeigen können, wie sich die Sicht auf Religion bis zu der Zeit entwickelt hat, in der ein Picard die Religion mehr oder weniger als Relikt einer vergangenen Zeit ansieht.) religiöse Themen zu betrachten. Dass damit keine Bekehrungsreden des betreffenden Charakters gemeint waren, sollte iegentlich klar sein.

ST kommt aus den USA, ja. Ich habe keinen Schimmer, was irgendwelche Debatten an Elite-Unis damit zu tun haben sollen - die produzieren nicht die Serie. Von daher wird es mir in der Tat mit jedem Post unklarer, wie zur Hölle ein bitterböser SJW-Zirkel den Unterhaltungszirkus vergiften sollte. Es liest sich für mich (insb. Logans letzter Post) wie das hysterische Aufbauen eines Feindbildes (Tumblr Sturmtruppen? Seriously, WTF?). Und das ist das allerletzte, was ich bei ST brauchen könnte.

Nebenbei: Zu 95% der Zeit lese ich das Unwort SJW nie in irgendeinem Uni-Kontext, sondern stets dann, wenn wieder ein hysterischer Videospiele-Fanatiker Angst bekommt, die böse Feministin wolle ihm seine Tittenbilder wegnehmen. Kulturkampf FTW. mrgreen.gif

ZITAT
Wenn Schwule und Lesben wie in TWD vorkommen, hat ja niemand ein Problem. Die Charaktere werden ja nicht über ihre sexuellem Neigungen definiert, sie sind einfach so. Keine Botschaft, keine Moral. Du hast ja selbst bemerkt, dass genau dies die "Moral" ist...


Na eben. Und warum sollte das bei ST anders sein?
logan3333
@RvD es geht um solche Heulsusen hier: Der unterdrückte Millionärssohn. Die Kommunikationsexpertin und Pressesprecherin die keine Reporter bei einer öffentlichen Demo haben will, Pegida läst grüßen. Und noch vieles mehr....

ZITAT
Nebenbei: Zu 95% der Zeit lese ich das Unwort SJW nie in irgendeinem Uni-Kontext, sondern stets dann, wenn wieder ein hysterischer Videospiele-Fanatiker Angst bekommt, die böse Feministin wolle ihm seine Tittenbilder wegnehmen. Kulturkampf FTW.

Na, RvD hast du heute schon gespendet an die Heilige Sarkeesian? Wenn nicht darf ich dich dann einen Frauenhasser nennen? Bei der Sarkeesian geht es nicht um darum Videospiele oder deren Inhalte zu kritisieren, sondern nur um Selbstdarstellung und damit verbundenen Geldsegen. Dieses Video verursacht Ärger. Weder Sarkeesian Befürworter noch Gegner haben Recht. Die liegen beide falsch, da sie den Erkennungsgrad der Sarkeesian steigern soll, ein Rekrutieren in zwei oberflächlich gegensätzliche Kreuzzüge die aber den selben Zweck dienen. Diese "Heiliger als Du!" Routine ist leicht durchschaubar.

Im übrigen ist meiner Meinung nach die Vermutung, das der Ganze Rummel um SJW's & Co mit Ende des US Wahlkampfes auch ein Ende finden wird berechtigt, also kaum ein Kulturkampf. Man muß sich allerdings vor Augen führen das die Medien von den Superpacs mit Geld zugebuttert werden. Die ganzen komischen Aktionen an den US Unis könnten sich, zusammen mit der Sarkeesian als PR Aktion herausstellen. Einfache Strohpuppen auf die man draufhauen kann. Quasi vom Anti Clinton Lager finanziert.
Voivod
ZITAT(Der RvD @ 25. May 2016, 21:13) *
Ich sehe mich eigentlich selbst als säkulären Humanisten, hätte aber kein Problem damit, in einer ST-Serie (gerade in einer, die wie ENT lange vor dem originalen ST angesiedelt war und so auch prima hätte zeigen können, wie sich die Sicht auf Religion bis zu der Zeit entwickelt hat, in der ein Picard die Religion mehr oder weniger als Relikt einer vergangenen Zeit ansieht.) religiöse Themen zu betrachten. Dass damit keine Bekehrungsreden des betreffenden Charakters gemeint war, sollte iegentlich klar sein.

ST kommt aus den USA, ja. Ich habe keinen Schimmer, was irgendwelche Debatten an Elite-Unis damit zu tun haben sollen - die produzieren nicht die Serie. Von daher wird es mir in der Tat mit jedem Post unklarer, wie zur Hölle ein bitterböser SJW-Zirkel den Unterhaltungszirkus vergiften sollte. Es liest sich für mich (insb. Logans letzter Post) wie das hysterische Aufbauen eines Feindbildes (Tumblr Sturmtruppen? Seriously, WTF?). Und das ist das allerletzte, was ich bei ST brauchen könnte.

Nebenbei: Zu 95% der Zeit lese ich das Unwort SJW nie in irgendeinem Uni-Kontext, sondern stets dann, wenn wieder ein hysterischer Videospiele-Fanatiker Angst bekommt, die böse Feministin wolle ihm seine Tittenbilder wegnehmen. Kulturkampf FTW. mrgreen.gif

ZITAT
Wenn Schwule und Lesben wie in TWD vorkommen, hat ja niemand ein Problem. Die Charaktere werden ja nicht über ihre sexuellem Neigungen definiert, sie sind einfach so. Keine Botschaft, keine Moral. Du hast ja selbst bemerkt, dass genau dies die "Moral" ist...


Na eben. Und warum sollte das bei ST anders sein?


In ENT wäre es noch gegangen, aber jetzt wieder die terrestrischen Religionen in Trek einführen? Das wäre völlig hirnverbrannt. Mehr als absurd.

Das meine ich mit "Thread sprengen". Jetzt geht es um Politik! mrgreen.gif Political Correctness mag dir harmlos erscheinen, ein plumpes Schlagwort. Du sprichst die Gamer an und machst sie gleich lächerlich. Das Problem ist, dass jetzt Spielentwickler plötzlich Rücksicht darauf nehmen müssen, wie sie zum Beispiel weibliche Charakter darstellen. Im aktuellen Addon on von BG2 wurden die weiblichen Charaktere umgeschrieben, weil sie vorher "abwertend" programmiert wurden. Sexismus! In den USA werden Weisse angegriffen, weil sie Rastas tragen, das ist kulturell insensitiv, denn Rastas gehören den Schwarzen. Der Islam darf an den Universitäten nicht kritisiert werden. Es darf nicht mehr geklatscht werden, nur noch geschnippt, denn klatschen "triggert". Es gibt jetzt nicht mehr zwei Geschlechter, sondern 20 oder so. Die Sprache muss den diversen Sensibilitäten angepasst werden. Tausend Sachen, auf die man aufpassen muss, um niemandem zu nahe zu treten.

Was hat das jetzt mit Trek zu tun? Wenn ein SJW die neue Serie macht, wird sie komplette Scheisse. Potenzielle schwule Charaktere wären geschützt, denn einen Schwulen negativ darzustellen, wäre schon Diskriminierung. Shitstorm ahoi! Nur so als Beispiel. Es wäre Plüschtrek, der sogar mit den übelsten Reden von Archer konkurrieren könnte! laugh.gif Es geht um die Freiheit der Kunst, die ist bedroht. Das kannst du jetzt hysterische Panikmache nennen, aber ich bin da nicht so optimistisch. Und ja, ich bin dafür, dass in Games soviele Tittenbilder und Nutten gezeigt werden dürfen, wie der Entwickler halt will. Oder krasse Musik, Gore, rauchende Menschen in Serien... Totale Freiheit, wer es nicht sehen will, soll nicht hingucken. Das sieht eine größer werdende Gruppe aber nicht so. Wie gesagt, früher kam die Zensur von den Konservativen, und heute wollen die "Progressiven" überall reinquatschen und meinen, sie hätten die Deutungshoheit, was erlaubt ist und was nicht. Gedankenpolizei ist das, oder eben faschistoid. Und das pure Gegenteil von Pluralismus.


logan3333
John Cleese über Political Correctness.
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