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StartLiteraturFantasyRezension: "Die Powder-Mage-Chroniken 2: Schicksalswende"

Rezension: “Die Powder-Mage-Chroniken 2: Schicksalswende”

In unserer Review klären wir, was wirklich in dem zweiten megadicken Band der Reihe steckt.

Inhalt (Klappentext):

Feldmarschall Tamas’ Invasion endete in einer Katastrophe. Gestrandet hinter feindlichen Linien und gnadenlos gejagt, muss Tamas seine verbliebenen Männer auf einem waghalsigen Rückzug durch das nördliche Kez führen. In Adro will Inspektor Adamat nur seine Frau retten. Um das zu erreichen, muss er den rätselhaften Lord Vetus aufspüren – doch die Wahrheit, die er erfährt, ist düsterer als alles, was er sich hat vorstellen können. Der Gott Kresimir will den Kopf von Tamas’ Sohn Taniel – jenes Mannes, der ihm ins Auge schoss. Da Tamas und seine Pulvermagier für tot gehalten werden, kann allein Taniel den Angriff des rachsüchtigen Gottes und seiner eindringenden Armee abwehren.

Die Powder-Mage-Chroniken 2 (CrossCult)
Die Powder-Mage-Chroniken 2

Kritik

Der zweite Powder-Mage-Roman erweist sich erneut als großer “Backstein” und ist mit über 800 Seiten wieder eines der dickeren Bücher im CrossCult-Angebot. Erwies sich bereits Band Eins als Toptitel, so steht auch der zweite Band dem in nichts nach.

Dabei braucht der diesmal einen Ticken länger, um in die Gänge zu kommen. Erst nach etwa 200 Seiten nimmt die Handlung so richtig Fahrt auf, bis dahin ist es eher ein etwas langweiligeres Armeegerangel, das dazu führt, dass eine Armee hinter feindlichen Linien eingeschlossen ist und sich nach Hause kämpfen muss. Das mag vom Grundgedanken her nun auch nicht unbedingt neu sein, lebt aber vor allem in Folge von der sehr lebendigen Welt, die McClellan hier erschafft.

Während die Handlung voranschreitet, erfahren wir immer mal wieder von der Politik in anderen Ländern oder Entwicklungen in der Welt. Die sind mal mehr, mal weniger wichtig für die Haupthandlung, sind aber so geschickt eingewoben, dass sich die erschaffene Welt sehr lebendig und harmonisch anfühlt. Schlachtszenen werden zudem, wie bereits im Vorgänger, eher kurz abgehandelt, was ihnen aber nichts an der Intensität nimmt. Dies liegt manchen Autoren eben mehr, anderen weniger und der Autor nutzt hier geschickt seine Stärken.

Und die sind nunmal die verschiedenen Charaktere und ihre Entwicklungen, die in diesem Buch vollzogen werden. Natürlich sind alle aus dem ersten Band wieder mit dabei und dürfen glänzen, hinzu kommen ein paar Neue. Und ebenso selbstverständlich ist es, dass nicht alle Charaktere das Ende des Romans erleben – wobei die Todesrate in dieser Geschichte dann doch nicht so hoch ist, wie man vielleicht erwartet hätte. Daneben gibt es wieder Verschwörungen, politische Intrigen, Ermittlungsarbeit und selbstredend die titelgebende Magie.

Anhand der vielen Schauplätze, die hier aufgefahren werden, kann man fast schon den Überblick verlieren, trotzdem ist man bei einem Szenenwechsel wieder schnell in der Geschichte des jeweiligen Helden. Zwar haben die Plots am Rande miteinander zu tun, ansonsten erlebt aber fast jeder für sich sein eigenes Abenteuer. Schlecht ist das nicht, sondern sorgt eher für einen positiven Perspektivwechsel.

Schade an dieser Geschichte ist höchstens, dass man von den Göttern an dieser Stelle nur wenig mitbekommt und vor allem das, nennen wir es mal Verschwinden, von einem von ihnen etwas nebenher abgehandelt wird. Auch der Auftritt des im ersten Bandes eingeführten Gottes ist eher etwas spärlich, obwohl auch hier Potential gewesen wäre, das weiter auszubauen. Das alles ist aber Jammern auf sehr sehr hohem Niveau und tut dem Band auch ein bisschen unrecht.

Wie ihr sicher gemerkt habt, wird an dieser Stelle auch nicht groß viel mehr zur Handlung verraten, denn dieses großartige Stück Buch sollte einfach jeder für sich selbst erleben und genießen.

Am Ende gibt es allerdings doch noch etwas, das schade ist, nämlich, dass man vier Monate auf den dritten Band warten muss! Aber immerhin soll es noch eine zweite Trilogie in dem Universum geben, das mildert das Ganze etwas (auch wenn es vermutlich noch länger dauert, bis diese auf Deutsch erschienen ist).

Fazit

Nach einem ruhigen Start gibt auch dieser Band wieder Gas und vermag es, hauptsächlich durch exzellente Charakterarbeit, nahezu bis zum Ende sein Spannungsniveau zu halten. Damit ist auch der zweite Powder-Mage-Band eines der Bücher, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, weil sie einfach unglaublich gut sind. Und das auf über 800 Seiten. Wer noch nicht zugegriffen hat und Fantasy-Fan ist, sollte das jetzt dringend nachholen.

[usr 4.5]
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Brian McClellan
Originaltitel: The Powder Mage Trilogy 2 – The Crimson Campaign
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2014
Übersetzer: Johannes Neubert
Seitenanzahl: 825
Preis: 16.- Euro
ISBN: 978-3-95981-726-4
Verlag: Cross Cult

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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