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Markus Rackow (ra)14.08.13

After Darkness: Wie geht es mit "Star Trek" weiter?

"Star Trek Into Darkness" hat nach heutigem Stand etwa 452 Millionen Dollar weltweit eingespielt. Obwohl die Einnahmen in Nordamerika hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, kann der Film insgesamt als Erfolg für Paramount Pictures verbucht werden - wenngleich nur als bescheidener. Wenn auch weniger lukrativ als angesichts der großen Werbekampagne erhofft, ist der Film jedoch bei weitem kein Misserfolg. Das wirft die Frage auf, wie es nun mit dem mit dem "Star Trek"-Franchise weitergehen wird?

Ein "bescheidener Erfolg"?
Wie aber kann ein Film mit einer halben Milliarde Einspielergebnis allein an den Kinokassen ein nur "bescheidener Erfolg" sein?

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen verschlang die Produktion des Films an die 190 Millionen Dollar; ferner steckte Paramount viel Geld in die Werbekampagne (schätzungsweise bis zu 50 Millionen Dollar). Zum zweiten geht nur ein Teil des Einspielergebnisses an das Filmstudio selbst - ein hoher Prozentsatz, nämlich zwischen einem Drittel bis zur Hälfte (je nach Laufzeit und Verträgen) bekommen die Kinobetreiber. Zu guter Letzt liegen zwar die internationalen Einspielergebnisse deutlich über denen des Vorgängers, aber anders als Konkurrenten wie etwa "Iron Man 3" hat "Star Trek Into Darkness" nicht zwei Drittel seiner Einnahmen im Ausland erzielt, sondern nur die Hälfte. Allerdings gibt es noch immer einige Länder, in denen der Film nicht angelaufen ist. In Japan beispielsweise kommt "Star Trek Into Darkness" diese Woche in die Lichtspielhäuser.

Auch die Besucherstatistik zeigt, dass nach 35 Prozent beim Vorgängerfilm nur ein Viertel der Zuschauer 25 Jahre oder jünger war - eine aus kommerzieller Sicht ungünstige Verteilung, sind doch jüngere Zuschauer bereit, mehr Geld in Unterhaltungsprodukte zu investieren. Ferner lagen die Besucherzahlen auch unter denen des 2009er Films, so dass "Into Darkness" nur durch den 3D-Zuschlag auf die Ticketpreise hinsichtlich des Einspielergebnisses nah an den Vorgänger herankommt.

Der 50. Geburtstag

Brauchen wir einen neuen Regisseur?
2016 markiert den 50. Jahrestag des Franchise, und einen neuen "Star Trek"-Film in dem Jahr zu veröffentlichen, sollte ausgemachte Sache sein - "Skyfall" hat letztes Jahr gezeigt, wie sehr ein Film von einem Jahrestag profitieren kann. Nach kurzem Zögern hat das Studio mittlerweile grünes Licht für einen dritten Film gegeben. Aufgrund von Terminkollisionen mit den "Star Wars"-Filmen ab 2015 wird J. J. Abrams wohl kaum wieder Regie führen. Paramount sucht daher nach einem neuen Regisseur. Viele Namen kursieren im Internet - darunter auch einige eher Unbekannte: Joe Cornish ("Attack the Block"), Matt Reaves ("Cloverfield"). Joseph Kosinski ("Tron: Legacy") und Alfonso Cuarón ("Children of Men"). Neill Blomkamp, der Regisseur von "District 9", stand auch auf einer Liste, hat aber bereits eine Absage erteilt, einen Franchise-Film zu drehen (das TZN berichtete).

Neuen Gerüchten zufolge hat der Regisseur von Popcorn-Filmen wie "GI Joe: Retaliation", "StepUp" oder der "Justin Bieber: Never Say Never", Jon M. Chu, ein Angebot erhalten. Andere Quellen vermuten, dies sei nur ein taktischer Versuch des Studios, um Rupert Wyatt zu gewinnen, der sich mit dem Prequel zu "Planet der Affen" einen Namen gemacht hat.

Bad Robot

Wieder im Boot: Abrams' Produktionsfirma Bad Robot
Abrams' Produktionsfirma, Bad Robot, wird wohl auch den dritten Film produzieren. Auch die Drehbuchautoren, Roberto Orci und Alex Kurtzman (u.a. "Transformers"), rekrutieren sich aus demselben Umfeld wie bisher. Allerdings soll Damon Lindelof, der unter anderem "Prometheus" geschrieben hat, nicht mehr an Bord sein, dafür aber ein oder zwei neue Autoren hinzugeholt werden. Als Hauptgegenspieler wollen die Autoren wohl die Klingonen zurückbringen, die in "Into Darkness" bereits einen kurzen Auftritt samt neuen Masken, Raumschiffen und musikalischem Thema hatten. Abrams selbst dürfte wohl noch seine Finger als Produzent im Spiel haben und auch auf Handlung und andere kreative Weichenstellungen Einfluss nehmen - ungeachtet seiner Verpflichtungen bei "Star Wars: Episode VII".

Orci kontrolliert auch die Entwicklung der "Star Trek"-Comics, die im alternativen Universum angesiedelt sind und die Geschichte nach "Into Darkness" erzählen, indem sie klassische Episoden adaptieren. Die Comics haben bereits Hinweise enthalten oder auf die Handlung von "Into Darkness" hingeführt und dürften daher von Interesse sein, um eine Ahnung von kommenden dritten Film zu bekommen.

Ein günstigerer Nachfolger?

Als Konsequenz aus dem eher nüchternen Einspielergebnis könnte Paramount eventuell das Budget des Films kappen. Was zunächst nicht gut klingt, könnte sich aber als Vorteil herausstellen, wenn dadurch mehr auf die Geschichte und Charaktermomente Wert gelegt wird als auf teure Spezialeffekte. Schon früher, etwa bei "Der Zorn des Khan", setzte Paramount den Rotstift an, ohne dass die Qualität darunter gelitten hätte. Not macht bekanntlich erfinderisch.

Rückkehr ins Fernsehen?

Gibt es bald eine neue Zeichentrickserie?
"Star Trek" begann (freilich nach Anfangsschwierigkeiten) seinen Siegeszug im Fernsehen. Nicht wenige Fans und Insider, wie etwa Ronald D. Moore, meinen, dass das episodische Format besser zu "Star Trek" passt als Kinofilme alle paar Jahre. Der Drehbuchautor und Produzent Bryan Fuller, der gerade an der Serie "Hannibal" arbeitet, hat ins selbe Horn geblasen und Interesse an der Produktion einer neuen Serie bekundet. Steht eine neue Serie ins Haus? Vielleicht, aber die Chancen stehen nicht gut.

Dank der Aufspaltung von Viacom im Jahr 2005 besitzen nun zwei unterschiedliche Firmen das "Star Trek"-Franchise: Den CBS Studios gehören die Fernseh-, Paramount Pictures die Filmrechte. Natürlich sind die Lizenzen nicht eindeutig einer Seite zuzuordnen, etwa hinsichtlich des Namens "Star Trek" sowie die Charaktere. Um eine neue Serie zu schaffen, müssten beide Firmen kooperieren. Das wäre angesichts hoher anfänglicher Investitionen in Sets und Spezialeffekte schon vor Drehbeginn ein gewagtes Unterfangen.

Auch wird über eine Zeichentrick- beziehungsweise animierte Serie gemunkelt, zumal eine solche bedeutend günstiger in der Herstellung wäre, aber andere Probleme mit sich brächte: Was wäre die Zielgruppe? Wäre die Serie eine anspruchslosere Version für jüngere Zuschauer? Oder eine inhaltlich dichtere, wie die jüngste Serie "Star Wars: Clone Wars"? Wann würde sie angesiedelt sein, und würde sie versuchen bekannte Synchronsprecher (wie etwa Patrick Stewart) zu gewinnen, um Fans anzusprechen?

Merchandising und Videoveröffentlichungen

Unendliche Möglichkeiten zum Geldausgeben
Zahlreiche Firmen produzieren "Star Trek"-Merchandise: Diamond Select, Simon and Schuster, Round 2 Models, Her Universe und andere. Neue Spiele, Poster, Sammlerstücke und Kostüme werden produziert werden, um Fans ihr hart verdientes Latinum (beziehungsweise Geld) abzuluchsen. CBS,remastert derzeit "Star Trek: The Next Generation" und hat mit der Veröffentlichung von "Enterprise" auf Blu-ray begonnen. Vielleicht wird auch "Deep Space Nine" optisch aufgewertet, wenn sich die Blu-ray-Versionen von "The Next Generation" und "Enterprise" gut verkaufen.

Dennoch ist die Lage alles andere als rosig. Das "Star Trek"-Videospiel, das vor "Into Darkness" spielen soll, war ein großer Flop, schlecht verkauft und sehr negativ bewertet. Auch der Verkauf von DVDs geht zurück, da viele Serien in den USA (via Netflix) gestreamt werden können. Immerhin eins ist sicher: Genug "Star Trek"-Fans gibt es, die auch noch so abstruse Konsumartikel erwerben, um ihre Regale und Möbel mit "Star Trek"-Produkten vollzustellen.

Fanproduktionen

"Star Trek Continues"
Offiziell dauert es noch drei Jahre, bis ein neuer "Star Trek"-Film auf die Leinwände gebannt wird – gleichwohl wird am laufenden Band "Star Trek" produziert. Neben "Star Trek: Phase II" wird vor allem "Star Trek Continues" gelobt, das vor kurzem seine Premiere feierte. Trotz mancher Mängel stellen die beiden Fan-Produktionen Gewaltiges mit geringen Mitteln auf die Beine und erzählen unterhaltsame, neue Geschichten, die gar unter Mitarbeit von Beteiligten der Originalserie (D. C. Fontana oder David Gerrold, der die Tribbles erfunden hat) entstanden sind. Ein Blick auf diese [englischsprachigen] Fanproduktionen, die meist bei YouTube online abrufbar sind, lohnt sich allemal.

Star Trek" lebt!

"Star Trek" ist noch immer ein lukratives und lebendiges Franchise, mit Fans um den ganzen Erdball, die ihre Zuneigung zur Serie mit anderen sogenannten Trekkies teilen wollen. Obwohl einige von der inhaltlichen Ausrichtung der letzten Filme enttäuscht waren und auf einer Convention in Las Vegas den jüngsten Film gar als schlechtesten "Star Trek"-Film überhaupt einstuften, genossen viele Zuschauer und neue Fans den Film. Derart heftige Reaktionen rühren aus der innigen Verbundenheit vieler Menschen mit "Star Trek", das in ihren Herzen einen besonderen Platz einnimmt. Und solange das Franchise solche leidenschaftlichen Reaktionen auslöst, wird "Star Trek" nicht sterben.

(ra - 18.08.13 - Quelle: TrekMovie.com - 5 Kommentare)

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Kommentare

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Borg schrieb am 21. August 2013, 15:32 Uhr

vielleicht wäre es ja gut wenn die kriege gezeigt würden zum beispiel föderation gegen klingonen oder klingonen gegen romulaner das könnte mehr zuschauer bei den 25 oder jüngeren bringen.

NCC-1701E schrieb am 22. August 2013, 23:29 Uhr

Ach hört mir mal auf mit "Zorn des Kahn", der Schmalspurkhan nervt nur noch.Hawben wir nur noch 60 jährige Trekkies die dauernd in der Vergangenheit leben?Meine Güte, der Film war in den 80gern Hammer, jetzt nimmer!(Ich bin 35) Abrams machte alles richtig u STID ist mit Abstand der Beste!

NCC-1701E schrieb am 22. August 2013, 23:41 Uhr

Und schaut mal was andere Blockbuster einspielten z.B Lone Ranger 215 mio Produktion, 217 mio weltweites einspielergebnis bis jetzt u der läuft schon lang, also wieso sollte STID ein Flop sein?Oder ein bescheidener Erfolg?Was sind dann viele ander Blockbuster?Ein mega mega flop?

Der RvD schrieb am 23. August 2013, 16:12 Uhr

"Zorn des Kahn"


Eier, wir brauchen Eier! biggrin.gif

Langer Text in kurz: Nix passiert, nix.

Borg schrieb am 29. August 2013, 09:50 Uhr

es wäre nicht schlecht wenn Star Treck etwas militärischer wäre dann könnte sich die Föderation besser gegen Feinde wehren zum beispiel die Borg


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