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Christiane Gref (gr)23.10.08

Bericht zum BuchmesseCon 2008

"Was für ein Programm!"

Am 18. Oktober fand im hessischen Dreieich bereits zum 23. Mal der jährliche BuchmesseCon statt. Zur im Fandom sehr populären Messe für das phantastische Genre, auf der auch der Deutsche Phantastik Preis verliehen wird, kamen in diesem Jahr um die 300 Besucher - darunter auch TZN-Redakteurin Christiane Gref, die im Folgenden von ihren Eindrücken berichtet.

"Was für ein Programm!", ging mir durch den Kopf, als ich es nochmals Schwarz auf Weiß vor mir sah. Beim Stöbern im Internet dachte ich, das alles schon irgendwie auf die Reihe zu kriegen. Letztlich war ich nur in zwei Lesungen und einer Podiumsdiskussion. Die hatten es allerdings in sich.

Blick in die - noch fast leere - Halle

Zuerst einmal besuchte ich die Lesung von Bernhard Hennen, der aus seinem Buch "Die Albenmark" lesen wollte, das den zweiten Teil von "Elfenritter" bildet. Leider war der Autor so erkältet, dass Jennifer Schreiner für ihn in die Bresche sprang und den Text vortrug, was sie mit viel Hingabe und Sensibilität - immerhin war es ein fremder Text und keiner aus ihrer Feder - tat.

Bernhard Hennen stand im Anschluss der Lesung für Publikumsfragen zur Verfügung. Zu meiner Verwunderung gab es kaum spezifische Fragen zu den Inhalten seiner Bücher. Vielmehr interessierte das Publikum - und der Verdacht liegt nahe, dass sehr viele Autoren in den Reihen der Zuhörer saßen - wie denn die Technik des Schreibens aussähe und wie man sich mit seinem fertigen Werk an einen Verlag wende. Bernhard Hennen beantwortete alle Fragen ausführlich und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen. Ein Zitat von ihm möchte ich den Lesern nicht vorenthalten: "Ein Buch zu schreiben, ist wie Lotto spielen." Er bezog sich auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Werk von einem Publikumsverlag genommen würde.

Die "Vampirschlampen"

Die nächste Lesung war zweifelsohne die witzigste des Tages und zudem sehr gut besucht: "Star Trek in Deutschland". Die Stühle im Raum reichten nicht aus und die Besucher, die leer ausgingen, reihten sich an der Wand entlang auf. Leider war Thomas Höhl nicht anwesend, das Panel wurde von Mike Hillenbrand allein bestritten.

Zuerst einmal erwähnte er, dass sich das Cover von "Star Trek in Deutschland", das bereits als ganzseitige Anzeige auf der Rückseite der "Spaceview" angekündigt wurde, noch etwas ändere. Erscheinen werde das Buch voraussichtlich Anfang Dezember, siehe Ankündigung bei Amazon. Der Umfang läge bei 484 Seiten.

Stolz erzählte Mike Hillenbrand, dass es zwei Vorworte gebe. Das erste schrieb Professor Hubert Zitt, der Vorlesungen über die Physik von "Star Trek" abhält. Mehr Infos zu den Vorlesungen gibt es hier.

"Star Trek in Deutschland"-Autor Mike Hillenbrand auf dem BuchmesseCon 2008
Das zweite Vorwort stamme von Gene Roddenberry jr., der große Stücke auf die Fans hält. Warum sich das Buch um "Star Trek" in Deutschland drehe? Deutschland sei der zweitgrößte Markt weltweit. Für ihr Buch sichteten Thomas Höhl und Mike Hillenbrand Artikel von 1972 bis 2008 und kommentierten diese.

Ein kritisches Kapitel sei das, welches sich mit den Fans beschäftige. Vor einiger Zeit erging ein Aufruf an alle "Star Trek"-Foren und Publikationen, sich mit einer Meinung zu beteiligen. Daraufhin erreichten die Autoren kurze und lange Einsendungen - zum Teil mit bis zu 19 Seiten. Kein Wunder, dass die beiden die Schere ansetzen mussten und rigide kürzten. Manche Beiträge konnten auch, aufgrund des Umfangs des Buches, nicht berücksichtigt werden.

Dann erzählte Mike von einem Kapitel, in dem zehn bis zwölf Personen aus den USA zu Wort kämen. Es handele sich dabei um Schauspieler, Kameraleute und Stuntmen. Interessant sei daran gewesen, auch die "Gegenseite" zu hören. Was halten die US-Amerikaner von den deutschen Fans? Ferner befasse sich ein Kapitel mit den fünf besten und den fünf schlechtesten Büchern zum Thema.

Mike Hillenbrand erwähnte zwei Interviews, die auch im neuen Werk enthalten seien. Eines mit Andreas Brandhorst, der "Star Trek"-Romane übersetzte und das andere mit Markus Rohde, der "Star Trek" nach Deutschland zurückgebracht habe, nachdem einige Jahre keine deutschsprachigen Romane mehr erschienen.

Ein Kapitel befasse sich mit den Synchronsprechern, als Beispiel wurde Benjamin Völz genannt. Zuletzt folgte ein kurzer Abriss zur Geschichte von "Star Trek" im deutschen Fernsehen. Oder soll ich sagen "Raumschiff Enterprise"? Unglaublich, was Mike Hillenbrand darüber zu erzählen wusste!

Ein Kapitel entstand aus einer Publikumsfrage, nämlich "Star Trek" in der DDR. Da die beiden Autoren im ersten Werk nicht darauf eingingen, holten sie dies im neuen Buch nach. Die genannten Kapitel sind nur ein Bruchteil des Inhalts. Ich bin sicher, dass "Star Trek in Deutschland" einen immensen Unterhaltungswert hat.

Am meisten freute mich die positive Resonanz auf das TrekZone Network. Es sei Mike wohlbekannt und käme im Buch von allen Plattformen am besten weg. Das Lob lief mir natürlich runter wie Öl. Mehrfach erwähnte er uns auch lobend während der Lesung. Einfach schön! Auf der FedCon wird man sich, so hoffe ich, wiedersehen.

Podiumsdiskussion Fantasy: Vorne sitzend von links nach rechts: Tom Finn, Christoph Hardebusch, Daniela Knor, Natalja Schmidt, Markus Heitz (steht), Karl-Heinz Witzko (leider verdeckt durch einen Gast)

Der nächste Programmpunkt auf meiner Liste war die Podiumsdiskussion zum Thema Fantasy, die den lyrischen Titel "Quo vadis, Fantasy-Literatur?" trug. Moderiert wurde das Panel von Natalja Schmidt, Literaturagentin. Die Diskutierenden waren: Tom Finn, Christoph Hardebusch, Daniela Knor, Markus Heitz und Karl-Heinz Witzko.

Für meinen Geschmack waren sich die Autoren zu einig. Es kam keine rechte Diskussion auf, auch wenn gegenseitiges Gefrotzel für so manchen Lacher sorgte. Markus Heitz' Vorschlag, das nächste Mal einen Fantasy-Gegner mit in die Runde zu nehmen, klingt in meinen Ohren gar nicht schlecht. Dennoch bot die Runde interessante Informationen, die man nicht in irgendwelchen Klappentexten findet.

An die Podiumsdiskussion schloss sich die Verleihung des Deutschen-Phantastik-Preises an. Hermann Ritter und Dirk van den Boom moderierten das Event in gewohnt lockerer Atmosphäre, auch hier wurde viel gelacht. Hier kann man die Gewinner der verschiedenen Kategorien nachlesen.

Zwar spielte ab 20.30 Uhr die Band Amber, allerdings war ich zu erledigt und so fuhr ich ab, ohne den Klängen zu lauschen.

(gr - 29.12.09)

Weiterführende Links

  • BuchmesseCon
    Offizielle Website zum BuchmesseCon.
  • dpp
    Website zum Deutschen Phantastik Preis.


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