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Martin Weinrich (wc)05.02.15

"The Collectors"

Christopher L. Bennett

Inhalt

Die Besatzung der U.S.S. Rhea findet einen merkwürdigen Obelisken auf einem von der Vernichtung bedrohten Planeten. Captain Bazel und seine Crew messen temporale Strahlung und informieren pflichtbewusst die Abteilung für temporale Untersuchungen (DTI). Den erfahrenen Agenten Dulmur und Lucsly kommt die Ehre zu, das Artefakt in der Sammlung der Abteilung zu untersuchen. Doch bevor sie überhaupt damit beginnen können, taucht die Zukunftsagentin Jena Noi auf. Sie behauptet, dass in der Zukunft vermerkt ist, dass der Obelisk von der Behörde zeitaufwärts eingesammelt und gesichert wurde. Dementsprechend ist es ihre Aufgabe, den Obelisken einzusammeln. Widerstrebend ob der leichten Arroganz der "erfahreneren" Agentin, stimmen Dulmur und Lucsly zu. Anstatt das Artefakt jedoch für den sicheren Transport in die Zukunft vorzubereiten, löst Noi eine Reaktion des Gerätes aus. Dabei werden Noi, Dulmur und Lucsly viele hundert Jahre in die Zukunft versetzt, nämlich in Nois Zeit. Bald stellen sie jedoch fest, dass wenig so ist, wie Noi es in Erinnerung hat: Die Zeitlinie wurde verändert, die Föderation ist deutlich aggressiver in temporalen Angelegenheiten als sie es sein sollte. Die DTI-Agenten und Noi müssen - gegen die temporale Agentur dieser alternativen Zeitlinie – daran arbeiten, die originale Zeitlinie wiederherzustellen. Dafür müssen sie sich nicht nur mit den alternativen Entwicklungen vertraut machen, sondern auch weit in die Zukunft zu den Produzenten des merkwürdigen Obelisken reisen…

Kritik

Nach der missglückten Sicherstellung eines Artefaktes finden sich die Zeitagenten Dulmur und Lucsly in der fernen Zukunft und in einer agressiven Föderation wieder.
"The Collectors" beginnt mit einer Apokalypse: Ein Planet hat sich so bewegt, dass Leben auf ihm bald unmöglich sein wird. Alle (nicht intelligenten) Spezies auf ihm sind zum Aussterben verdammt. Dieses dramatische Motiv zieht sich durch die gesamte Novelle: Nach dem Planeten ist es die Zukunft der Föderation sowie ihrer Nachbarn und schließlich sogar das gesamten Galaxis in ganz ferner Zukunft, die auf dem Spiel steht. Ursächlich dafür ist, dass die unscheinbaren Agenten Dulmur und Lucsly aus der bekannten Zeitlinie entfernt wurden.

Die Novelle erklärt nicht, warum ausgerechnet diese beiden Agenten den Lauf der Geschichte so stark beeinflussen konnten. Stattdessen erzählt sie eine bewegende und beachtenswerte Geschichte auf äußerst engem Raum. Das temporale Verteidigungsnetz und das Verbot temporaler Interventionen wurden in der alternativen Zeitlinie fallen gelassen. Stattdessen setzt eine deutlich aggressivere Föderation alles daran, die eigenen Mitgliedsstaaten vor temporalen Eingriffen zu schützen. Um das zu garantieren, spielt man auch mal mit ganzen Zivilisationen herum. In der Folge ist die Galaxis keinesfalls ein stabilisierter Ort, sondern von tiefem Misstrauen und ständigen Konflikten geprägt. Bennett gelingt es dabei auf wenigen Seiten, einen rauen und doch faszinierenden Ort zu schildern. Vor allem die Tatsache, dass dieses skrupellose Vorgehen, das auch nicht davor zurückschrickt, Zukunftstechnologien konkret anzuwenden, zum Beispiel im medizinischen Bereich viele Leben gerettet hat, gibt Agent Dulmur zu denken. Die Auseinandersetzung mit den unsichtbaren Folgen der Verweigerung, temporale Technologie zu nutzen, ist sehr gelungen.

Es überrascht jedoch nicht, dass die temporale Agentur dieser alternativen Zeitlinie nicht bereit ist, dabei zu helfen, die Zeitlinie wieder zu korrigieren. Im Gegenteil, man möchte die Erforschung des Obelisk dazu nutzen, noch mächtiger zu werden. Dies führt zu einer von zwei actiongeladenen Sequenzen innerhalb der Novelle. Die erste ist jedoch noch relativ schwach, dem Leser ist rasch bewusst, wer die Agenten unterstützen wird und wo ihre wahren Feinde liegen. Immerhin hat Bennett eine interessante Helferin gewählt, die die Geschichte voranbringt.

Nach geglückter Flucht folgt der Sprung in eine weit entfernte Zukunft, zu den titelgebenden Sammlern. Diese schicken die als Portale funktionierenden Obeliske in die Vergangenheit um ausgestorbene Spezies zu sammeln und zu konservieren. Auf diese Weise haben sie einen gigantischen Zoo mit Dinosauriern, Borg und anderen ausgestorbenen Lebewesen errichtet. Durch die Ankunft zweier Fraktionen aus unterschiedlichen Zeitlinien wird dieser Zoo in große Unruhe gebracht, was dem Leser ein spannendes und vergnügliches Finale dieser durchaus komplexen Novelle beschert. Die ohnehin bereits gelungene Geschichte wird durch Einblicke in die ferne Zukunft der Galaxis und ein augenzwinkerndes und gleichzeitig überzeugendes Ende abgerundet.

Fazit: Für eine kurze E-Book Novelle schildert "The Collectors" eine sehr komplizierte, vielseitige und spannende Geschichte. Viele Ortswechsel, eine gut konstruierte Handlung und knappe aber überzeugende Einblicke in zukünftige Lebensformen machen diese kurze Geschichte zu einem unterhaltsamen Highlight.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "The Collectors"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Christopher L. Bennett

Preis 2,2

Umfang 100 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476782591

(wc - 05.02.15)


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