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Martin Weinrich (wc), Thomas Götz (tg)17.06.12

"Der Leitstern des Verirrten"

David R. George III

Inhalt

Als James T. Kirk in "Star Trek: Treffen der Generationen" von Soran umgebracht worden ist, dachten alle, sein Leben wäre damit beendet. Doch in Wirklichkeit fängt es da gerade erst an! Denn da er in sich bestimmte temporale Partikel trägt, und er sich nun zwei Mal zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten befindet, aber er dazwischen verschwunden ist, reagieren diese so, dass die Zeitlinie dazwischen völlig zerstört wird.

Als er von Soran getötet wird, gerät Kirk wieder in den Nexus. Dort braucht er eine Weile, um die Zerstörung, die er angerichtet hat, zu realisieren. Er muss nun seinen Rückstand im Nexus davon überzeugen, dass es notwendig ist, sowohl zu verhindern, dass er in den Nexus gerät, als auch dafür zu sorgen, dass er zur rechten Zeit Picard hilft ...

Kritik

1. Martin Weinrich

Diese Kritik bezieht sich auf die englische Originalausgabe.

Feuertaufe: Kirk - Kirk hat mit Edith Keeler seine wahre große Liebe verloren. Jetzt muss er damit fertig werden und darüber hinaus Überzeugungsarbeit bei Kirk im Nexus leisten...
Dieses "Crucible"-Buch ist deutlich dünner als der geniale Roman über McCoy. Dennoch ist er nicht viel schlechter als das McCoy-Buch.

Das Buch ist vor allem mehr als verwirrend. Es spielt auf den verschiedensten Zeitebenen. Häufig ist nicht ganz klar, welcher Kirk die Ereignisse nun erlebt, wer sie beobachtet und ob sie sich im Nexus oder woanders ereignen. Zu allem Überfluss muss Kirk auch noch dafür sorgen, dass der Wächter der Ewigkeit nicht von Klingonen zerstört wird sondern erhalten bleibt, damit Kirk rechtzeitig nach Veridian III kommen kann, ohne dabei aus dem Nexus zu kommen.

Die Zerstörung des Wächters ist dabei lediglich aus dem McCoy-Roman bekannt. Auf jeden Fall ist es sehr interessant zu lesen, wie Kirk den Wächter warnt und dann auch davon überzeugt, dass er sich gegen eine Attacke wehren muss.

Interessant ist zudem auch, dass Edith Keeler, die Frau aus dem Jahr 1930, die er liebte und hat sterben lassen müssen, scheinbar seine einzige wirkliche Liebe war. Antonia, von der man eigentlich nicht viel mitbekommen hat, die aber die Person war, der er im Nexus in "Star Trek: Treffen der Generationen" Frühstück brachte, hat er wohl nie richtig geliebt.

So wird "The Star To Every Wanderig" auch zu einem Buch, das von der verlorenen Liebe Kirks berichtet. Auf vielen Seiten sind die Einsamkeit und die innere Leere Kirks geradezu spürbar. Offensichtlich war es ihm nach dem Verlassen der Sternenflotte auch nicht mehr richtig möglich, die Freundschaft mit Spock und McCoy aufrechtzuerhalten. Wieder einmal zeigt sich also, dass die Enterprise die einzig große Liebe war, die ihm übrig blieb.

Fazit: Ein kurzes, dafür aber ungemein vielschichtiges Buch, das vor allem von den verschiedenen Erzählebenen lebt. Ganz nebenbei wird der Charakter Kirk extrem gut dargestellt. Würde "Star Trek" doch nur immer durch solche Charaktermomente glänzen ... Insgesamt kommt es nicht ganz an den epischen Stil des McCoy-Romans heran, hat aber dennoch die Höchstwertung verdient.

2. Thomas Götz

Diese Rezension bezieht sich auf die deutsche Übersetzung des Romans.

Der dritte Band der "Feuertaufe"-Trilogie schließt den begonnenen Handlungsbogen ab - wobei es ja genau genommen drei Einzelgeschichten sind, die eher etwas lose zusammenhängen.

Diesmal geht es um Kirk und vor allem im Vergleich mit den Vorgängern fällt auf: Der Roman ist schon etwas dünn. Aber wie der Autor im Vorwort erwähnt: Dies ist auch beabsichtigt. Und man kommt auch endlich von der Fixierung um Edith Keeler aus der ersten TOS-Staffel hinweg. Zwar gibt es diesen Bezug immer noch, er gerät aber im Laufe des Buches etwas ins Hintertreffen.

Die Story an sich ist, wie schon die beiden Bände zuvor, eine Charakterstory per se, die zwar etwas mehr, aber verglichen mit anderen Romanen immer noch nicht genug, Action hat. Dennoch, im Gegensatz zu den beiden Vorgängern klappt die Charakterisierung von Kirk hier besonders gut, und das trotz des etwas merkwürdigem (und für einige Fans sicher haarsträubendem) Anfangs und Endes.

Dies sieht nämlich so aus, dass Kirk nach seinem Tod in den Nexus gezogen wird, weil die Dinge doch ein bisschen komplexer sind als zunächst angenommen. Nun muss er eine Kausalitätsschleife verhindern und dazu einige andere Zeitreisen, alle gruppiert um seinen Tod, vornehmen. Dabei wird vor allem die Beziehung mit Antonia etwas näher beleuchtet, was Kirk weitere schöne Facetten verleiht. Natürlich ist er aber ganz klar der Mittelpunkt, andere Charaktere geraten etwas ins Hintertreffen.

Nichtsdestotrotz fügt sich der Roman recht gut ins Gesamtbild der Serien ein und auch an Rückblicken und Nacherzählungen ganzer Episoden hat der Autor diesmal glücklicherweise gespart und konzentriert sich ganz auf die Handlung um Kirks Verschwinden. Wie bereits erwähnt, gibt es am Ende nochmals einen kleineren Kniff, der es Kirk quasi ermöglicht, Veridian III doch zu überleben - Leser des Shatnerverse werden aufstöhnen, aber im Gegensatz zu diesem ist es hier doch recht pfiffig gelöst - wenn auch, wie erwähnt, nicht ganz unkontrovers.

Im Großen und Ganzen kann man also nicht meckern und der Roman ist gut gelungen.

Fazit: Trotz etwas kontroversem Anfang (und Ende) ein schöner Charakterroman um Kirk, der auch erfolgreich die ersten beiden Bände ergänzt.

"Der Leitstern des Verirrten" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Martin Weinrich
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Feuertaufe Kirk: Der Leitstern des Verirrten"

Originaltitel "Crucible: The Star To Every Wandering"

Buchreihe Classic

Autor David R. George III

Übersetzer Sabine Elbers

Preis 12,80 Euro

Umfang 268 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 3942649535

(wc, tg - 18.06.12)


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