Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Martin Weinrich (wc)10.04.16

"The Latter Fire"

James Swallow

Inhalt

Einst retteten Captain Kirk und die Besatzung der Enterprise ein havariertes Schiff der Syhaari. Zwei Jahre später bitten die Syhaari die Föderation um den Beginn diplomatischer Gespräche. Überraschend haben die Syhaari ihre technischen Fertigkeiten weiterentwickelt. Anstatt wie einst nur mit Mühe Warp 1 aufrecht zu erhalten, können ihre Schiffe nun über längere Zeiträume Warp 3 erreichen. Das diplomatische Korps der Föderation vermutet umgehend, dass Captain Kirk oder andere Besatzungsmitglieder der Enterprise technische Geheimnisse an die Syhaari verraten und damit die Oberste Direktive gebrochen haben.

Die Situation wird noch merkwürdiger als die Enterprise Syhaar Prime erreicht. Die Syhaari legen großen Wert darauf, bei niemandem in der Schuld zu stehen und vor allem möchten sie als gleichwertige Nation angesehen werden. Gleichzeitig machen sie ein großes Geheimnis um ihren Antrieb und ihr Anführer legt einen grobschlächtigen, offen xenophoben Stil an den Tag. Die ersten diplomatischen Kontakte werden jäh unterbrochen als ein mond –großes Raumschiff sich den Planeten der Syhaari nähert und dabei alles, was im Weg steht, vernichtet.

Kritik

Nur zwei Jahre nach der ersten Entwicklung eines Warp-Antriebs haben die Syhaari bereits Warp 3 erreicht – Captain Kirk steht im Verdacht beim Erstkontakt die oberste Direktive gebrochen zu haben.
"The Latter Fire" ist der erste Roman der Originalserie, der zum 50. Jubiläum erscheint. In der ersten Hälfte präsentiert er lediglich solide aufbereitete altbekannte Kost. Ein früheres Ereignis wird aufgegriffen und etwas näher betrachtet. Die Darstellung der Charaktere bleibt weitestgehend oberflächlich, die Erzählung bemüht sich eher ein paar müde Witze zu platzieren, treibt die Handlung aber nur selten voran.

Der Leser merkt natürlich sehr schnell, dass mit der äußerst unsympathisch dargestellten Figur des Ratsführers Tormid etwas nicht stimmt. Zu viele xenophobe Kommentare kommen ihm bereits in den ersten Gesprächsminuten über die Lippen. Seine Reaktion auf das Hilfsangebot der Enterprise nach der überraschenden und übermächtigen Attacke der fremden Lebensform nährt diese Vermutung weiter. Swallow versucht gar nicht erst den Eindruck zu entwickeln, Tomid sei ein ganz gewöhnlicher militärischer Hardliner. Dafür legt er viel zu viele Fährten, dass Tomid ein Geheimnis hat.

Dies wirkt sich leider auf die zweite Romanhälfte aus: Sie ist weitestgehend vorhersehbar. Dabei zeigt dieser Teil idealtypisch, was an Star Trek einzigartig ist. Die Handlung steuert auf einen unlösbaren, von machtgierigen Individuen ausgelösten Konflikt zu. Obwohl sie sich dadurch selbst in Gefahr bringt, lässt die Enterprise-Besatzung nichts unversucht, um zwischen den Konfliktparteien zu schlichten. Dafür stellen sie zuerst den Kontakt zu fremdartigen Wesen her, brechen deren strikte Ablehnung von Verhandlungen durch persönlichen Einsatz und schaffen letztlich tatsächlich Verständigung.

So gut und weitestgehend spannend dies ist, auch diese Handlung leidet unter zwei Schwächen. Zunächst einmal ist sie weitestgehend vorhersehbar. Es überrascht nicht, dass sich Tormid als Schurke herausstellt. Zweitens und das wiegt beinahe gewichtiger, ist der Konflikt trotz aller Bemühungen um differenzierte Blickwiesen relativ deutlich gezeichnet: es ist das Individuum Tormid, das hinter allem steckt und dass bis zum Ende seine Schuld nicht einmal einsehen möchte. Natürlich hätte der Autor sich mit einem moralisierenden Epilog seines Antagonisten ebenfalls keinen Gefallen getan. Die im Roman gewählte Lösung ist jedoch ein Stück zu einfach. Ähnlich verhält es sich mit dem Vertrauensbildungsprozess. Hier arbeitet Swallow einen überzeugenden Höhepunkt heraus, die anschließende Darstellung gerät hingegen weiterhin recht simpel.

Sehr gelungen ist wiederum das Plädoyer für die Verantwortung des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft. Es stellt sich heraus, dass die Angreifer dieses Prinzip schlicht nicht kennen und für einen zugefügten Schaden gleich ganze Gesellschaft in Haftung nehmen. Kirks Diskussion dieses Punktes ist der stärkste Teil des Romans.

Insgesamt gelingt Swallow die Charakterisierung Kirks sehr gut. Etwas daneben greift er hingegen by McCoy: Swallow dichtet dem Autor hier verschiedene Rollen an, die sich gelegentlich widersprechen. Zum Beispiel mahnt der Doktor mal zur Vorsicht, mal zu entschlossenem Handeln angesicht des Feindes. Das beißt sich.

Fazit: "The Latter Fire" braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Dann entwickelt der Roman jedoch eine überzeugende Erzählung, die alles beinhaltet, was "Star Trek" einzigartig macht und präsentiert dies in klarer gut-böse Manier. Dieser Mix führt trotz Schwächen im Handlungsaufbau zu einem insgesamt guten Roman.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "The Latter Fire"

Buchreihe Classic

Autor James Swallow

Preis 7,64

Umfang 400 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476783154

(wc - 10.04.16)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017