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TZN

incoming message

"Ich denke nicht, dass 'Star Trek' selbst große Änderungen bewirken kann."

 − Gene Roddenberry
 − 1986 in einem Interview mit Allen Asherman

Dezember 2006

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 50 (#103)

 features

 

Das Jahr 1986

Interview

Gene Roddenberrys Gedanken

Das Jahr 2006

Setbericht

Die Erben des "Star Trek"

Das Jahr 2056

Zukunftsvision

Traum einer Menschheit

 

Vorwort

Abschied


Liebe Leserinnen und Leser,

in "Children of Men" gibt es eine Szene, die mich zum Lachen brachte. Sie ist ganz und gar nicht lustig, eher sehr ernst. Aber ich meine eine recht makabre Analogie entdeckt zu haben: eine Dinosaurier-Skulptur vor einer verlassenen Schule.

Sie müssen wissen, der Film zeigt eine düstere Zukunft, in der keine Kinder mehr geboren werden. Keine Frau wird schwanger. Das menschliche Leben steht still, wartend vor dem Abgrund. Und in dieser Welt fliehen unsere Hauptdarsteller aus dem Polizeistaat England. Sie kommen in einer verlassenen Schule unter. Und vor dem Eingang der Schule steht diese Dinosaurier-Skulptur, ist plötzlich und unverhofft im Bild. Ich lachte auf. Schon seltsam, was wir als komisch empfinden können. Und sei es eine traurige Metapher.

Das Einstiegszitat dieser Ausgabe stammt von Gene Roddenberry: "Ich denke nicht, dass 'Star Trek' selbst große Änderungen bewirken kann." Denn "Star Trek" sei nur Transportmittel von Ideen. Ideen an sich bewirken nichts. Da müssen wir schon selbst anpacken.

Vermutlich, weil dies meine letzte "Incoming Message" ist, weil dies einen Abschied darstellt, bin ich ein wenig mies gelaunt. Denn anstatt nun optimistische Prognosen zu geben, was alles möglich ist, wenn wir nur wollen, drängt sich mir eine unangenehme Erinnerung auf. Die Erinnerung an einen schlechten Eindruck. Einen schlechten Eindruck vom "Star Trek"-Fandom. Zumindest von einem Teil des Fandoms.

Erinnern Sie sich an die Absetzung der jüngsten "Enterprise"-Serie? An die Rettungsaktionen mancher Fans? In kürzester Zeit spendeten unzählige Trekkies hunderttausende von Dollars, manche berichteten von ganzen drei Millionen! Was für eine Verschwendung! Was für einen neuen Eindruck hätten wir hinterlassen, was für einen Anstoß hätten wir geben können, wäre all das Geld einem guten Zweck zugute gekommen.

Jedoch, wenn ich es noch einmal durchdenke, empfinde ich es als weitaus erschreckender, dass ich selbst Symptom eines vermutlich größeren Problems bin: Das Fandom ist voller Pessimisten, Miesmuscheln. Das hat sich Roddenberry so doch gewiss nicht gedacht.

Liebe Leserinnen und Leser, sagen Sie mir doch bitte mal die Meinung.

Marianne Jaffke
Auslauf-Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

"Star Trek": Transport von Ideen

Allen Ashermans Interview mit Gene Roddenberry.

"Star Trek: Of Gods and Men"

Setbericht von der neuen Serie.

Wie oft werden Träume schon wahr?

Ein Ausblick auf das Jahr 2056.

Die Ereignisse des Monats

"Star Trek"-Zeichentrickserie auf DVD & das Spiel "Legacy" auf dem Markt.

"Harry Potter": Dumbledore kehrt nicht zurück

Joanne K. Rowling stellte sich den Fans.

"The Prestige": Magie versus Show

Interview mit Christopher Nolan und Christian Bale.

Kino-Guide Dezember

Fantasy mit "Eragon", Action mit "Der Pakt" und Spaß mit "Nachts im Museum".

Best of DVD

Drei Kino-Kassen-Knüller: "Die Chroniken von Narnia", "Fluch der Karibik 2" & "Superman Returns".

DVD-Guide Dezember

Fünf Mal "Superman", Staffel 2.1 von "Lost" und weitere Neuerscheinungen im letzten Jahresmonat.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... die im Pilotfilm der jüngsten "Enterprise"-Serie eingeführten Charaktere Commander Williams, Admiral Leonard und Admiral Forrest nach den drei berühmten "Star Trek"-Schauspielern William Shatner, Leonard Nimoy und DeForest Kelley benannt wurden?

... der Film "Kill Bill" mit einem Zitat aus dem zweiten "Star Trek"-Film beginnt? Auch im "Zorn des Khan" hieß es: "Revenge is a dish best served cold." Denn so lautet ein altes klingonisches Sprichwort.

... die drei hellsten Sterne im Emblem der Vereinten Föderation der Planeten eigentlich die Welten Vulkan, Qo'noS und unsere Erde repräsentieren sollten? So war es im Original zumindest angedacht.


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"Star Trek": Transport von Ideen

Allen Ashermans Interview mit Gene Roddenberry

Für das "Star Trek Interview Book" interviewte Allen Asherman in den Achtzigern 38 "Star Trek"-wichtige Leute. Natürlich befand sich Initiator Gene Roddenberry unter ihnen. Die letzten Wochen ließen zwei unserer Redakteure ihre Köpfe rauchen und schrieben an einer deutschen Übersetzung. Los gehts…

Frage: Mr. Roddenberry, Sie erfanden "Star Trek" und Ihr Name ist auf der ganzen Welt bekannt. Wie fühlt sich das an?

Gene Roddenberry: Ich fühle mich, als würde ich jeden Morgen mit dem Gedanken aufwachen: "Hoffentlich kommen Sie mir heute nicht auf die Schliche." Ich habe nicht das Gefühl, es geschafft zu haben. Mein Leben ist, wie ich glaube, ein Leben der Bildung und des Wachstums. Und ich hoffe inständig, dass ich nie an den Punkt gelange, an dem ich sage: "Ok, jetzt habe ich alles erreicht", weil das zu Stillstand führen würde! Ich lese immer noch Folgen, studiere sie. Ich veröffentliche 16 oder 17 Publikationen pro Monat. Somit tut es mir Leid [dass ich es verneinen muss], wenn die Leute sagen, ich hätte es geschafft. Ich sehe das anders.

Frage: Als ich über Ihren Hintergrund recherchierte, erfuhr ich, dass Ihnen möglicherweise sogar der Posten des Polizeichefs von Los Angeles angeboten wurde, aber Sie es ablehnten.

Roddenberry: Als ich Polizist war, wollte [William] Parker, der damals Polizeichef war und mit dem ich sehr eng und persönlich zusammengearbeitet hatte, dass ich bleibe. Aber der Job wurde mir nicht angeboten. Eine Menge Entscheidungsträger hatten ihr Auge auf bestimmte junge Menschen geworfen und wollten sie zu Rang und Namen bringen, aber was ich sein wollte, war das, was aus mir wurde.

Frage: "Star Trek" ist allgemein bekannt in der ganzen Welt und nun wurde es sogar in der Sowjetunion gezeigt.

Roddenberry: Ja, ich denke, das ist ein Spaß.

Frage: Hoffen Sie, dass "Star Trek" das bewirken wird, was es für die Zukunft vorzeichnet, dass es die Menschheit zusammenbringen könnte?

 
 

"Ich fordere nicht, dass jede Sendung realistisch sein muss."


Roddenberry: Zuerst einmal glaube ich nicht, dass "Star Trek" die Zukunft schildert. Es beschreibt uns jetzt Dinge, die wir verstehen müssen. Aber ich hoffe, dass "Star Trek" andere Künstler und Autoren ermutigen wird, auf diesem Gebiet zu arbeiten. Ich denke, diese Geschichte ist eine mächtige Kraft, die wir immer noch nicht gut genug nutzen, insbesondere im Fernsehen. Ich kann natürlich nachvollziehen, dass wir Sendungen haben werden, die schaumig und witzig sind. Ich mochte "The Beverly Hillbillies" [deutscher Titel: "Die Beverly Hillbillies sind los"]. Ich denke, die alten amerikanischen Geschichten von den Landeiern, die die Städter austricksen, sind ein großer Spaß. Mark Twain mochte sie auch.

Ich fordere nicht, dass jede Sendung realistisch sein muss, aber ich würde es begrüßen, wenn andere Shows mehr tun würden, darüber erzählen, was wir sind, wo wir hinsteuern sollten und was uns fehlt. Es ärgert mich, dass es keine mir bekannte Sendung im Fernsehen gibt, die zeigt, dass die Welt auf sehr primitive Art und Weise funktioniert, nämlich auf der Basis von Hass.

Unser eigener Präsident hasst die Kommunisten, und er und seine Handlanger glauben, dass alles, was sie gegen die Kommunisten tun, ob illegal oder nicht, durch ihren Hass gerechtfertigt ist. Der Ayatollah [geistlicher Führer der Iraner] denkt genauso und in Nordirland sogar beide Seiten, ebenso in Indien. Wenn wir jemals die Kurve kriegen sollen, brauchen wir Künstler, Dichter und Entertainer, die das zur Sprache bringen.

Frage: Sie verfassten eine der ersten dezidierten Studien zu den Drogenproblemen in Los Angeles für Polizeichef Parker. Denken Sie, dass es Fortschritte gibt, oder dass sogar die richtigen Wege eingeschlagen werden?

 
 

"Die Macht, die man hat, steckt in einer Serie wie 'Star Trek'."


Roddenberry: Nein, sie sind nicht auf dem richtigen Weg. Man kann Leute nicht von etwas abhalten, was sie unbedingt brauchen, indem man es einfach illegal macht. Wir konnten auch nicht den Alkohol aufhalten in den Tagen der Prohibition. Nein, sie gehen mit dem Thema Drogen überhaupt nicht richtig um. Es regt mich auf, dass die "Miami Vice"-Typen dieser Welt Drogendealer so betrachten wie wir verrückte Leute vor dreihundert Jahren. Was zu tun ist, ist, sie in einen Käfig zu sperren, sie zu bestrafen.

Die Wahrheit ist, dass Drogen eigentlich zeigen, dass in unserer Gesellschaft etwas falsch läuft. Es ist zum Fürchten, dass Leute beim Erreichen des Erwachsenenalters oder der Jugend so was wie Hilfe brauchen, um glücklich zu sein. Was tun wir diesen Menschen emotional an, dass sie Stoff brauchen, um zurechtzukommen? Wir sollten das näher beleuchten, nicht den kriminellen Aspekt von Drogen. Es kann sein, dass, sofern sich die Welt nicht zum Besseren ändert, manche Leute immer Stimmungsaufheller brauchen werden. Es ist die Natur des Monsters in unserer heutigen Gesellschaft, aber wir gehen damit nicht angemessen um. Wir sind diesbezüglich blind.

Im Bezug auf Terroristen akzeptieren viele, dass das Bombardement des von Briten besetzten King-David-Hotels durch die Juden gerechtfertigt war und dass dabei um die 80 Menschen starben, weil sie ja für ihre Rechte kämpften. Wenn heute ein Moslem jemanden in Beirut in die Luft sprengt, ist er ein Terrorist, ein Verrückter. Ich denke, wir müssen akzeptieren lernen, dass der Moslem auch etwas hat, woran er glaubt. Ob richtig oder falsch, er tut es aus einem starken Glauben heraus.

Frage: Aber beide Parteien handeln falsch, indem sie zur Gewalt greifen.

Roddenberry: Natürlich tun sie das... Aber es sind Dutzende solcher Geschehnisse, die Künstler, Theaterschreiber, Dichter, Fernseh- und Filmautoren auf ihre Art der Kommunikation adressieren sollten. Meine Hoffnung an "Star Trek" ist, dass es das im Fernsehen voranbringen wird. Ich denke nicht, dass "Star Trek" selbst große Änderungen bewirken kann.

Frage: Können Sie sich an Ihren ersten Gedanken erinnern, als Sie "Star Trek" erschufen?

 
 

"Man muss seine Ideen in die Köpfe bodenständigerer Charaktere verpflanzen."


Roddenberry: Ich schätze, es war der Gedanke, dass unter den schrecklichen Restriktionen des Fernsehens dies der geeignete Weg sein könnte, um meine Ideen einzuschmuggeln, und das war er auch die ganze Zeit. Sie sehen, es ist für die Leute schwer nachzuvollziehen, dass man sogar in den öden Weinbergen des Fernsehens solche Dinge machen darf. Eigentlich kann man sie dort sogar besser machen, weil man mehr Leute mit mehr Wirkung erreicht. Man macht es nicht durch superperfekte Folgen oder solche Serien, die gehaltvoll und scharfsinnig sind und als solche angepriesen werden. Die Macht, die man hat, steckt in einer Serie wie "Star Trek", die von vielen Leuten für ein leicht verdauliches kleines Actionabenteuer gehalten wird − unwichtig, unglaublich, und trotzdem von vielen Leuten geguckt. Man transportiert Ideen damit.

Ich war sehr ermutigt davon, dass einige Multiplikatoren, wie das Smithsonian Institute, "Star Trek" untersuchten und verstanden. Sie erwarteten nicht mehr davon, als es ist, weil das, was es ist, sehr viel ist. Bei anderen Serien kann es genauso sein. Wir lieben Amerika dafür, Dinge herauszustellen, die tiefgründig und bedeutsam sind und die den Leuten im Theater oder vor dem Fernseher den Atem nehmen, aber solche Shows oder Serien haben das Wesen von Strohfeuern. So was zu tun, ist das, was man für die kleinen Mühlen des Fernsehens braucht.

Frage: Samuel Peeples erinnerte sich daran, dass Sie, als Sie erstmalig die Science-Fiction-Literatur recherchierten, sehr neugierig auf die Geschichten von Olaf Stapledon waren [Anmerkung: siehe Related Links unten].

Roddenberry: Das bin ich immer noch. In der Tat liegen einige Werke von Olaf Stapledon auf meinem Nachttisch, die ich gerade erneut lese, obwohl ich glaube, dass das Wesen seines Schaffens, also der Reisende durch Raum und Vorstellung und so weiter, nicht wirklich für das Massenpublikum einer wöchentlichen Serie geeignet ist. Man muss seine Ideen in die Köpfe bodenständigerer Charaktere verpflanzen, die bloß ein Raumschiff fliegen, das schneller als das Licht ist.

Frage: Herr Peeples erinnert sich auch an eine Entwicklungsphase von Mr. Spock, als sich alle darin einig waren, dass er ein Alien wäre und er eine Metallplatte im Magen hätte, durch die er Energie absorbierte, um sich selbst zu erhalten. Können Sie sich an diese frühe Entwicklungsphase für Spock erinnern?

Roddenberry: Vage, ja, Serien sind ein Prozess der ständigen Ideenanpassung. Ich würde gerne sagen, dass all die Ideen, die ich erhalte, glänzend und ewig und richtig sind, aber sie sind es nicht. Man entwickelt Dinge weiter.

Frage: Sie erzählten mir einmal, dass sie anfangs an einen Schwarzen bei der Besetzung von Mr. Spock dachten. War es Ihr Bestreben, Spock dermaßen unterschiedlich zu machen, wenn man den Rest der Crew mit einbezieht, zum Außenseiter?

 
 

"Leonard Nimoy war meine erste Wahl. Landau kam erst an zweiter Stelle."


Roddenberry: Ja, definitiv. Ich bezog auch Michael Dunn, einen Zwerg, in meine Überlegungen mit ein. Ich wollte, dass Spock anders aussieht und ist, und ebenso wollte ich eine Aussage darüber machen, wie es ist, ein Outsider zu sein. Ich entschied mich schließlich für den Weg, den wir nahmen, weil es sich ja um eine wöchentliche TV-Serie für ein Massenpublikum handelte, und Spock musste trotz seiner Andersartigkeit attraktiv sein. Ich fürchte, Michael Dunn wäre es nicht gewesen, und vor 22 Jahren ein Schwarzer ebenso wenig. Es war zu dieser Zeit die richtige Wahl.

Frage: "TV Guide" brachte mal eine kurze Meldung, dass Martin Landau für die Rolle von Mr. Spock in Betracht gezogen wurde.

Roddenberry: Ja, aber er stand nicht zur Verfügung. Er war ein sehr bekannter Schauspieler, der eine Menge von Angeboten bekam. Leonard Nimoy war meine erste Wahl. Landau kam erst an zweiter Stelle, aber Leonard sagte zu und wir blieben bei ihm.

Frage: Gab es noch weitere Wahlmöglichkeiten?

Roddenberry: Nun, wie ich sagte ... Michael Dunn, der ein großartiger Schauspieler war, und möglicherweise noch ein paar weitere, an die ich mich nicht erinnere. Dunn wurde ernsthaft als Möglichkeit gehandelt, weil er kleinwüchsig war. Das hätte die Herkunft von einem anderen Ort noch stärker hervorgehoben. Aber wie ich schon sagte, musste ich ein Massenpublikum ansprechen und Spock musste somit attraktiv aussehen.

Frage: Wie wurde Jeffrey Hunter als Captain im ersten Pilot ausgewählt? Gab es noch jemanden, der in Betracht gekommen wäre?

 
 

"Leonard zum Beispiel wollte aussteigen, als sie ihm das erste Mal Spocks Ohren anprobierten."


Roddenberry: Aber ja. Ich erinnere mich, dass Lloyd Brigdes sehr hoch gehandelt wurde, bis zu dem Punkt, als ich ihn damit konfrontierte und er sagte: "Gene, ich mag dich, ich habe mit dir in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Aber ich habe Science-Fiction gesehen und ich möchte mich dem keine hundert Meilen nähern." Ich verstand, was er meinte. Ich versuchte, ihn zu überzeugen, dass ich es anders machen könnte, aber ich war selbst nicht sicher, ob ich das tun würde. Ich war mir nicht sicher, ob ich das schaffen könnte.

Frage: Das war also, bevor "Der Käfig" [Originaltitel: "The Cage"] geschrieben wurde?

Roddenberry: (bejahend) Hm, hm.

Frage: Kam noch jemand in Betracht? Sie erwähnten James Cobern während einer Unterhaltung.

Roddenberry: Mein Frau schlug ihn als Captain vor. Ich sagte zu ihr etwas, was ich seitdem über Jahre hinweg gehört habe: "Kein Sex-Appeal." Das war ein Megafehler, und ich bemerkte, dass es gar nicht so viele Schauspieler gab, die das tun würden. Ich redete über etwas, was in den Augen vieler Leute eine alberne Serie war. Leonard zum Beispiel wollte aussteigen, als sie ihm das erste Mal Spocks Ohren anprobierten.

Frage: Sie meinen, er wollte die Serie verlassen?

Roddenberry: Ja, oder er wollte die Ohren nicht tragen, egal. Es war halt sehr schwierig, sie zu modellieren.

Frage: Hat er seine Befürchtungen damals geäußert? Hatte er Angst davor, dass die Leute seine Rolle nicht ernst nehmen würden?

Roddenberry: Als wir sie anprobierten und Kameratests machten, begann die Crew zu kichern und ihn "jackrabbit" [amerik.: Hase] zu nennen und so weiter. Und schließlich begann er sich darüber aufzuregen, weil er vielleicht auch das Publikum lachen sehen könnte...

Den zweiten Teil der Übersetzung lesen Sie in der kommenden "Incoming Message". Der wöchentliche TZN-Newsletter "Daily Trek Weekend" wiederholt übrigens aufgrund der großen Nachfrage ab der nächsten Ausgabe das zehnteilige "The Humanist"-Interview mit Gene Roddenberry, welches vor einigen Jahren bereits einmal im TZN veröffentlicht wurde.

Related Links

  • StarTrekPeople.com
    Diese Website von Curtis Fox macht es sich zur Aufgabe, Infos über Mitwirkende der alten "Star Trek"-Serie zu archivieren. Dort finden Sie das Originalskript des Interviews.

  • Wikipedia: Olaf Stapledon
    Erfahren Sie hier mehr über den englischen Schriftsteller, der als Science-Fiction-Autor bekannt wurde und über den Roddenberry im Interview sprach.

  • Interview

    Sven Rogge übersetzte den ersten Teil eines Interviews mit Gene Roddenberry, das im Jahr 1986 geführt wurde, fünf Jahre vor seinem Tod.


     

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    "Star Trek: Of Gods and Men"

    Setbericht von der neuen Serie

    Sean Elliot vom "iF Magazine" unternahm kürzlich einen Besuch beim Set jener Webisoden, die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von "Star Trek" gedreht werden. "Webisoden?" Gute Frage. Das ist ein Wortspiel. Den Begriff Episode kennen Sie ja sicherlich. Und eine Webisode ist eine Serien-Folge, die nicht für die Veröffentlichung im Fernsehen oder Kino, sondern für die Veröffentlichung im World Wide Web (WWW) vorgesehen ist. Ja, da schau her! "Star Trek" versucht, wieder modern zu werden. − Es folgt der Bericht von Sean Elliot.

    Wer hat gewusst, dass der Planet Vulkan auf dem oberen Ranch-Land des San Fernando Valley Kaliforniens liegt? Ich hatte natürlich keine Ahnung, als ich die harmlose, leere Straße hochgefahren bin, die in einer Sackgasse an einem Berghang endete, dass ich kurze Zeit später einen Fuß auf das Set setzen würde, das tatsächlich einem Garten der vulkanischen Wissenschaftsakademie glich.

    Ich erlebte zum ersten Mal ein "Star Trek"-Set, und es war einzigartig. Nirgendwo anders konnte man (abgesehen von "Star Trek"-Conventions), so eine interessante Mischung von Schauspielern aus so vielen verschiedenen "Star Trek"-Varianten finden. Leider waren nicht alle von jenen Darstellern aus der Originalserie an dem Tag da, als ich das Set besuchte.

    Die Besetzung


    In "Star Trek: Of Gods and Men" spielen Nichelle Nichols, Walter Koenig und Grace Lee Whitney (Uhura, Chekov und Rand aus der ursprünglichen Serie) neben Alan Ruck (Captain John Harriman, "Star Trek: Treffen der Generationen"). Ihnen haben sich Garrett Wang ("Voyager"), Chase Masterson ("Deep Space Nine"), Gary Graham und Crystal Allen ("Enterprise") J.G. Hertzler ("Deep Space Nine") und Tim Russ ("Voyager"), der auch Regie führt, angeschlossen.

    Die Miniserie, nur gemacht für loyale Fans von "Star Trek", die viele ehemalige "Star Trek"-Schauspieler aufweist, wird ausschließlich im Internet veröffentlicht, als 30-minütige Folgen zum Herunterladen.

    Man weiß auf der Stelle, dass man sich an einem "Star Trek"-Set befindet: Alle Schauspieler laufen mit spitzen Ohren und extravaganten Kostümen herum. Da das Set den Planeten Vulkan wiedergibt, trägt jeder, der nicht Chekov, Rand oder Uhura heißt, spitze Ohren. Sogar Produzent Sky Conway und die Tochter von Regisseur Tim Russ sind dabei und rennen verkleidet als vulkanische Kinder über das Set.

    Der Anlass


    Warum wird gerade jetzt dieser Nachfolgefilm gedreht? Warum gerade jetzt, nun, da sich J.J. Abrams bemüht, einen neuen Kinofilm auf die Beine zu stellen? Sky Conway, der Produzent bei diesem Projekt, erklärt das Vakuum bei den Fans, als das 40-jährige "Star Trek"-Jubiläum näher rückte, und sein Verlangen, ihnen etwas zum Feiern zu geben.

    "Wir folgen Fanfilmen wie 'New Voyages', und da hat es ein paar wirklich coole Sachen gegeben mit einem winzigkleinen Budget", erklärt Conway. "Das 40. Jubiläum rückte immer näher und es gab nichts, das man den Fans servieren konnte, es gab nichts für 'Star Trek'. Das war vor der Ankündigung des Films mit J.J. Abrams. Das, was wirklich den Anstoß gegeben hat, war also, dass es überhaupt nichts für das Jubiläum gab! Wir wollten ein gutes Drehbuch schreiben und wir haben an diesem Drehbuch ungefähr sechs Monate gearbeitet, solange bis wir glücklich damit waren. Wir konnten extrem kreativ sein und eine Vielzahl an bekannten Schauspielern einbauen, und befanden uns immer noch im Rahmen der Chronologie. Das ist aber nicht das gewöhnliche 'Star Trek'."

    Das Drehbuch berücksichtige die Geschichte aller Generationen von "Star Trek"-Schauspielern. Es spielt ein ganzes Stück nach der originalen Serie. "Wir legten es 40 Jahre nach der ersten Episode an, somit ist jeder 40 Jahre älter", erklärt Co-Autor Ethan Caulk.

    Die Geschichte wurde mehrmals umgeschrieben. George Takei (Sulu aus der ursprünglichen Serie) sollte neben Nichelle Nichols, Walter Koenig und Grace Lee Whitney spielen, in letzter Minute scheiterte seine Teilnahme allerdings auf Grund von Drehplanüberschneidungen. Dadurch kam Alan Ruck dazu, der seine Rolle als Captain Harriman aus "Star Trek: Treffen der Generationen" wieder aufnimmt. Rucks Charakter ist in der "Star Trek"-Geschichte als der Captain bekannt, unter dem Kirk getötet und Teile dessen Schiffs, der Enterprise-B, auf der Jungfernfahrt zerstört wurden.

    "Als wir Alan Ruck bekamen, erkannten wir dies als die perfekte Gelegenheit, ihn von der allgemeinen Sicht zu rehabilitieren, dass er ein stümperhafter, unzurechnungsfähiger Captain sei", sagt Caulk. "Es gibt ein kleines Wiedersehen zwischen Uhura, Chekov und Harriman − und dann passiert etwas."

    Ja, was passiert? Der vollständige englische Bericht erzählt Ihnen ein wenig mehr. Aber auch nicht besonders viel. Wir werden wohl auf die Veröffentlichung der Webisoden warten müssen.

    Related Links

  • "Star Trek: Of Gods and Men": Die offizielle Website
    Die Webisoden von "Star Trek: Of Gods And Men" sollen Gerüchten zufolge vor Weihnachten online gehen. Einen ersten Trailer finden Sie hier auf jeden Fall.

  • Setbesuch: Der vollständige Bericht
    Auszug: "The issues haven't changed. We're still dealing with peace, war, freedom, revenge, redemption and love, all of those issues in a very contemporary way. We're dealing with terrorism. It's a happy ending and a celebration. There's redemption for many characters at the end."

  • Focus

    Oliver Hieber übersetzte für Sie Teile eines ganz besonderen Setberichts. Denn wider des allgemeinen Wissensstands wird dieser Tage tatsächlich eine neue "Star Trek"-Reihe produziert. Allerdings eine recht kurze.


     

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    Wie oft werden Träume schon wahr?

    Ein Ausblick auf das Jahr 2056

    Im Herbst dieses Jahres veranstaltete das TrekZone Network gemeinsam mit dem "e!Scope-Magazin" erneut einen Schreibwettbewerb. Die zu lösende Aufgabe stellte folgende Frage: "Wie leben die Menschen im Jahr 2056? Beschreibe eine realistische Entwicklung unter den Gesichtspunkten Gesellschaft, Politik, Technik und lege deine Wünsche für diese Zukunft dar." Einer der Gewinner des Wettbewerbs ist Markus Rackow. Hier seine Einsendung.

    "Es ist 20 Uhr. Guten Abend und willkommen zu den Nachrichten am 31. Oktober 2056."

    Vieles dürfte sich ändern − dies nicht.

    Und wenn doch? Dann dürfte dies wohl nur eine Ursache haben: Die Menschheit, jenes biologische Experiment der Natur, hat dieses Datum nicht erlebt, weil sie nicht mehr existiert.

    Ist das zu pessimistisch? Gewiss nicht, denn Voraussagen in eine solch weit entfernte Zukunft (zumindest im menschlichen Horizont) sind nicht schwer, sondern unmöglich. Daher ist es realistisch, anzunehmen, eingedenk der derzeitigen Entwicklung in der Welt, dass die Menschheit sich in 50 Jahren selbst ausgelöscht hat.

     
     

    Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Fortschritts.


    Doch wie oft wurde schon prophezeit, dass die Menschheit dieses Jahrhundert nicht mehr erleben wird? Dass die globalen Rohölvorkommen aufgebraucht sind? Oder andersherum: Wer hätte ernsthaft je damit gerechnet, dass wir heute in einem vereinigten Deutschland leben? Dass China sich dem Westen öffnet? Dass es eine Krankheit namens Aids gibt, an der Millionen Menschen sterben? Dass wir heute Bildschirme haben, die so flach sind wie ein Stück Pappe? Dass wir das Internet haben? Dass es überhaupt Computer gibt? Dass es etwas wie eine globale Klimaveränderung gibt? Und ja: dass wir Menschen noch existieren?

    Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Fortschritts, wie ihn die Menschheit nie zuvor erlebt hat. Immer rasanter wurde die Entwicklung. Vergliche man das Jahr 1100 mit dem Jahr 1000 − man würde keinen Unterschied ausmachen können. Vergliche man das Jahr 1000 jedoch mit dem Jahr 0 − man würde feststellen, dass die Menschheit sich gar zurückentwickelt hat. Reisten wir jedoch von heute ins Jahr 1900 − was im Übrigen auch 2056 nicht möglich sein dürfte − würden wir die Welt wohl nicht mehr wiedererkennen.

    Doch hat dieser Fortschritt nur Positives gebracht? Nein. Er hat viel Positives mit sich gebracht, doch andererseits hat jede positive Entwicklung auch eine Schattenseite, denn sie geht zumeist mit daraus resultierenden Problemen einher. Gewinnen kann man meist nur auf Kosten anderer.

    Und so dürfte auch eine Utopie wie "Star Trek" nie Realität werden: Einen ausnahmslos positiven Fortschritt gibt es nicht, die Kehrseiten gehören stets dazu. Gewiss: Wenn alle Menschen nur an das gemeinsame Ganze denken würden, würden wir die meisten Probleme aus der Welt schaffen können. Doch wir sprechen hier von der Menschheit und ihrer Entwicklung, und der Mensch wird nie, und wenn, gewiss nicht innerhalb von 50 Jahren, einen derart hoch entwickelten sozialen Intellekt besitzen. Daher müssen wir in eine realistische Prognose die menschliche Unvollkommenheit, eben das, was uns Menschen ausmacht, also Gefühle und den Selbsterhaltungstrieb, mit einbeziehen.

     
     

    Technik ersetzt zunehmend auch soziale Kontakte.


    Zu wünschen wäre eine Welt, in der sich die Staaten zusammentun und das Modell Staat wieder wettbewerbsfähig wird in Anbetracht eines pervertierten Wirtschaftsverständnisses im Zuge der Globalisierung. Eine Welt, in der man auch ohne Arbeit würdevoll leben kann. Eine Welt, in der Minderheiten respektiert und nicht verachtet werden. Eine Welt des Zusammenhaltes aller Menschen, ganz ohne Ellenbogen. Eine Welt, in der Technik dem Menschen hilft, ohne ihn allgemein ersetzbar zu machen. Eine Welt ohne Privilegien für einige wenige. Ohne Arm und Reich. Eine Welt der ökologischen Nachhaltigkeit.

    Doch was könnte − gänzlich unerwünscht − passieren? Die Wirtschaft wird den Staat ersetzen, wird den Menschen in seiner Entwicklung bestimmen, wir werden alle zu unkritischen Konsumenten. Arm und Reich werden weiter auseinanderdriften. Es wird reiche Oberschichten geben, und Massen, die in Slums leben. Ein Mittelstand wird nicht mehr existieren, denn die wenigen, deren Arbeit noch benötigt wird für die Konzerne, sind reich, während alle anderen Arbeiten niedrig bezahlt werden, sodass man gerade leben kann. Technischer und medizinischer Fortschritt wird nur noch eine Oberschicht erreichen, die sich als "neuer Mensch" fühlt. Klimaveränderungen werden die Welt verändern und zu Massenarmut und Völkerwanderungen führen.

    Die Technik hat den Menschen in der Arbeitswelt ersetzt, und ersetzt zunehmend auch soziale Kontakte. Der Mensch, der sich immer weiter bedingungslos individualisiert, vereinsamt, wird ein sozial unfähiges, von Trieben geleitetes Wesen. In Kriegen fechten die letzten verbliebenen Staaten und Nationalitäten Rohstoffkonflikte aus, große Teile der Erde werden zu Massengräbern und verwüstet. Die Menschen werden nicht mehr älter, weil wir durch Stress und Seuchen sterben, aber die Alten, deutlich in der Überzahl, haben die politische Macht und leben auf Kosten der Zukunft. Im Jahre 2056 hat die Menschheit ihren Zenit überschritten, und genauso schnell, wie sie im Fluss der Jahrmillionen aufgestiegen ist, wird sie noch viel schneller wieder fallen.

    Aber was wäre realistisch? Eine Art Mittelweg womöglich? Kaum. Vielleicht aus beidem etwas? Wahrscheinlich.

     
     

    Ich träume von einem Jahr 2056, in dem wir trotz aller Probleme zueinander gefunden haben.


    Genau das ist das Schöne, das Spannende, aber auch das Furchterregende an Veränderung. Sie kann positiv sein, und man wird sich mit ihr arrangieren. Aber sie kann uns persönlich oder gar global in den Abgrund stürzen. Es liegt an uns, an jedem Einzelnen, Veränderungen nicht als willenloses, müdes Etwas zuzusehen, sondern wo wir können, sie in die bessere der möglichen Bahnen zu lenken. Wir sind es, die Veränderungen gestalten können, aber das können wir nicht, wenn wir uns mit ihnen abfinden.

    Prognosen geben uns die Chance zu wissen, was wir wollen und was nicht. Sie geben uns Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir die Zukunft besser machen können. Erst wenn wir träumen, was vielen abhanden gekommen ist, können wir über den Tellerrand des Heute hinaussehen in eine Zukunft, nach der wir streben wollen.

    Und so träume ich von einem Jahr 2056, in dem wir trotz aller Probleme zueinander gefunden haben, in dem sich die Staaten dieser Welt zusammengetan haben und das Leben, Wirtschaften und Arbeiten ökologisch, sozial und kulturell ansprechend gestalten. In der Maschinen die schwerfällige Arbeit ersetzt haben, aber der Mensch so gebildet ist, dass andere, geistige, kulturelle Arbeiten unser Leben prägen. Ich träume von einem Jahr 2056, in dem wir neue Energien gefunden haben und die Welt nicht weiter verpesten und sie so noch weitestgehend erhalten konnten.

    Ich träume von einem Jahr 2056, in dem ein Gemeinschaftsgeist herrscht, wie wir ihn einmal hatten, in dem aber jeder so frei handeln kann, wie es ihm beliebt, er also seinen Einsatz gibt, aber Freiheit im Persönlichen geschenkt bekommt. Ich träume von einer Zukunft, in der Mensch und Natur zu einer Übereinkunft gekommen sind, dass wir von der Natur profitieren und nicht von ihr zehren. Ich träume von einer Wirtschaft, die human und ökologisch ihr Werk zum gemeinsamen Wohl und nicht nur zum eigenen Gewinn verrichtet. Ich träume von einer Zukunft, in der Medizin uns nach wie vor hilft, uns aber nicht selektiert in gute und weniger gute Menschen, uns nicht grundlegend verändert.

     
     

    Ich glaube nicht, dass es dort draußen Leben gibt, das wir erreichen könnten.


    Ich träume von einer Zukunft, in der wir in Frieden zusammensitzen und lachen werden über die Engstirnigkeiten dieser Tage, die zu Terror, Hass, Gewalt und Gegengewalt, zu unsäglichem Leid und unsäglicher Zerstörung führten, aber auch gemeinsam trauern um die vielen Opfer, die grundlos gefallen sind, ohne uns gegenseitig zu beschuldigen. Ich träume von einer Zukunft, in der Junge und Alte, Schwache und Starke zusammenhalten und zusammenarbeiten, voneinander lernen und profitieren, die Jungen durch die Erfahrung der Älteren, die Alten durch den Drang der Jungen, nach Neuem zu streben. Eine Welt, in der wir nicht alleine aufwachsen, in der wir gerne leben und auch alt werden, aber nicht alleine sterben. Eine Welt, in der Religionen, Hautfarben, Klassen und die Wirtschaft nicht mehr die Welt spalten und gegeneinander aufwiegeln.

    Wieso kommt in meinen Träumen nicht der Weltraum, die Unendlichkeit vor? Weil es dieser Planet ist, auf dem ich lebe und weiter leben will. Weil es hier, auf der Erde, auch unendlich viel zu erleben und zu entdecken gibt. Weil jeder Tag hier ein Abenteuer ist, mit vielen Tiefen, aber auch umso schöneren Höhen. Weil ich nicht glaube, dass es "dort draußen" wirklich Leben gibt, das wir je erreichen könnten (schon gar nicht bis zum Jahr 2056). Die Menschheit ist auf diesem Planeten entstanden, und sollte sie ihn eines Tages verlassen, dann haben wir die Pflicht, diesen Planeten so zu verlassen, dass sich der nächste Gast ebenfalls darauf wohl fühlt. Wir sollten ihn als eine Art Herberge ansehen, die uns günstig leben lässt, uns verpflegt, aber die für die Gastfreundschaft auch Respekt und einen guten Umgang einfordert.

    Wir haben uns so weit entwickelt. Wir haben so große Möglichkeiten. Doch wir müssen uns selbst erst weiterentwickeln, unser Wesen, bis wir endlich die Vorteile des Fortschritts in ihrer ganzen Großartigkeit erleben können. Jeder Mensch, den dies berührt, weiß, wovon ich spreche.

    Wie auch immer jedoch die Zukunft aussehen mag: Wenn wir das Jahr 2056 erleben und feststellen, dass sich vieles verändert hat, aber wir trotz allem noch gerne leben, dann haben wir schon mehr gewonnen, als ich heute zu glauben imstande bin. Aber weniger, als ich träume. Aber wie oft werden Träume schon wahr?

    Focus

    Markus Rackow stellt sich die Frage: Wie leben die Menschen im Jahr 2065?


     

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    Die Ereignisse des Monats

    Dezember 2006

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
                       01.Dezember    02.Dezember    03.Dezember  
                         

    Geburtstag
    Steven Culp (Major Hayes)

     
       04.Dezember    05.Dezember    06.Dezember    07.Dezember    08.Dezember    09.Dezember    10.Dezember  
     

       

    Premiere von "Star Trek VI: The Undiscovered Country" (1991)

     

    Spiel
    "Star Trek: Legacy"
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    DVD
    "The Animated Series"
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    Premiere von "Star Trek: The Motion Picture" (1979)

           
       11.Dezember    12.Dezember    13.Dezember    14.Dezember    15.Dezember    16.Dezember    17.Dezember  
     

    Premiere von "Star Trek: Insurrection" (1998)

       

    Premiere von "Star Trek Nemesis" (2002)

       

    Geburtstag
    Garrett Wang (Kim)

         
       18.Dezember    19.Dezember    20.Dezember    21.Dezember    22.Dezember    23.Dezember    24.Dezember  
       

    Buch
    "The Bloodwing Voyages"
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    Geburtstag
    Nicole deBoer (Dax)

           

    Geburtstag
    Nicholas Meyer (Regisseur)

     
       25.Dezember    26.Dezember    27.Dezember    28.Dezember    29.Dezember    30.Dezember    31.Dezember  
     

    Geburtstag
    Rick Berman

       

    Buch
    "Spock: The Fire and the Rose"
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    Geburtstag
    Nichelle Nichols (Uhura)

           
     


     

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    "Harry Potter": Dumbledore kehrt nicht zurück

    Joanne K. Rowling stellte sich den Fans

    Am 1. und 2. August nahm Joanne K. Rowling an einer Wohltätigkeitslesung zu Gunsten von Stephen Kings Stiftung "Haven Foundation" teil. Dabei las sie nicht nur ein Kapitel aus "Harry Potter und der Halbblutprinz" vor, sondern stellte sich auch einigen neugierigen und kniffligen Fragen von Fans und Autoren-Kollegen.

    Beispielsweise beantwortete die Autorin Fragen über die im siebten Band vorkommenden Pärchen, Dumbledores Tod und sie antwortet auf die ewige Frage, ob Snape nun gut oder böse ist! Die HarryPotter-Xperts.de gestatteten uns, ihre Übersetzung jener Frage-Antwort-Stunde hier zu veröffentlichen. Los gehts. Es folgen eine ganze Menge Auszüge.

    Frage: Mrs. Rowling, können Muggel Zaubertränke brauen, wenn sie exakt den Anweisungen folgen und alle Zutaten haben?

     
     

    "Draco hätte im Fall der Fälle die fragliche Person nicht getötet."


    Joanne K. Rowling: Nun, da muss ich wohl Nein sagen. Denn es gibt immer einen magischen Bestandteil in einem Zaubertrank. Es sind nicht nur die Zutaten, irgendwann muss immer ein Zauberstab benutzt werden. Ich bin mal gefragt worden, was passieren würde, wenn ein Muggel in meiner Welt einen Zauberstab aufheben würde. Und die Antwort wäre vermutlich: etwas Unglückliches oder ziemlich Gewalttätiges. Denn der Zauberstab ist in meiner Welt eher eine Art Fahrzeug oder Schiff. Und es gibt, wie ihr wisst, eine sehr enge Beziehung zwischen dem Zauberstab, den jeder Zauberer benutzt, und dem Zauberer selbst. Und darüber werdet ihr mehr im siebten Buch herausfinden. (Die Menge applaudiert)

    In anderen Worten: Als Muggel braucht man die Fähigkeit, um solche Dinge vernünftig funktionieren zu lassen. Aber du hast Recht, und ich denke, dass das ein interessanter Punkt ist, da ja das Zaubertränke-Brauen vom Grundsätzlichen her als das muggelfreundlichste Fach erscheint. Aber es gibt für gewöhnlich einen Punkt, an dem man Magie anwenden muss. Dankeschön, gute Frage.

    Frage: Sie haben kürzlich in einem Interview gesagt, dass Snape...

    Rowling: (schnaufend, abwertend) Snape! (Die Menge applaudiert und schreit)

    Frage: ...eine Art erlösende Eigenschaft an sich hat und deswegen habe ich mich gefragt, ob es eine Aussicht darauf gibt, dass sich Draco Malfoy vielleicht noch einmal rehabilitieren kann.

    Rowling: Ihr Mädchen und Draco Malfoy! (Die Menge applaudiert) Ihr müsst darüber mal hinwegkommen.

    Frage: Und können sich irgendwelche anderen Charaktere noch rehabilitieren?

    Rowling: Na ja, ich glaube, dass sich fast jeder rehabilitieren kann. Aber in manchen Fällen ist es, wie wir es aus der Realität kennen: Wenn ein Psychologe jemals die Möglichkeit hätte, Voldemort in einen Raum zu bringen, ihn festzubinden und seinen Zauberstab wegzunehmen, dann würde er, denke ich, als Psychopath eingestuft werden. (Die Menge lacht)

    Es gibt also Leute, für die keine Erlösung möglich ist. Bei meinen Hauptcharakteren würde ich also sagen, ja, es gibt für alle von ihnen die Möglichkeit zur Erlösung. [...] Sagen wir einfach, dass Draco auch dann die fragliche Person nicht getötet hätte. Was das für Dracos Zukunft bedeutet, darauf müsst ihr noch warten.

    Frage: In der Zaubererwelt gibt es viele Zauberstabhersteller, und Ollivander ist derjenige, mit dem wir am vertrautesten sind. Wie kommt es, dass er für die drei magischen Kerne, die er für seine hergestellten Zauberstäbe benutzt, Phönixfedern, Einhornhaar und Drachenherzfasern hernimmt? Und wie kommt es, dass er denkt, dass diese drei Kerne die mächtigsten sind, selbst wenn man sie zum Beispiel mit Veelahaar vergleicht?

     
     

    "Ich habe vor 16 Jahren beschlossen, wo ich hingehen will."


    Rowling: Gute Frage. Nun, es ist wahr, dass es mehrere Zauberstabhersteller gibt und in meinen Aufzeichnungen über Harry Potter habe ich viele verschiedene Kerne für Zauberstäbe. Im Wesentlichen habe ich mich entschieden, dass Ollivander meine drei Lieblinge benutzt. Und so hat Ollivander entschieden, dass das die drei mächtigsten Substanzen sind. Andere Zauberstabhersteller verwenden vielleicht Dinge, die für ihr Land besonders sind, denn die Länder haben in meiner Welt, wie ihr wisst, ihre besonderen, einheimischen magischen Spezies, weshalb Veelahaar für Fleurs Zauberstab recht offensichtlich war.

    Frage: Sie haben vorhin in dem Video erwähnt, dass Sie das letzte Kapitel bereits geschrieben haben, aber, ähm, woher wissen Sie, wann Sie mit dem Schreiben des Endes aufhören sollten?

    Rowling: Na ja, ich denke, dass einige Rezensionen vom "Phönix" meinten, dass ich nicht wusste, wann ich mit dem Schreiben aufhören sollte. (Die Menge lacht) Na ja, ihr wisst, ich habe vor ungefähr 16 Jahren beschlossen, wo ich hingehen will. Und ich möchte sagen, dass ich mit dem siebten Band schon recht weit fortgeschritten bin. Und es gibt immer noch eine Menge zu erklären. Ich habe noch nicht wirklich realisiert... Es gibt immer noch vieles, das herausgefunden und ausgeknobelt werden muss. Und ich werde vielleicht einige offene Enden übrig lassen, sodass ihr sagen könnt: "Oh, na ja, das wird sie dann im achten Buch erklären." (Die Menge stimmt zu)

    Frage: Als eine der ersten Autorinnen, die während des Internetzeitalters berühmt geworden sind: Wie hat die Onlinekommunikation und das Zusammenspiel mit Ihren Fans Ihre Erfahrung als Schriftstellerin im Vergleich mit Autoren aus der Vergangenheit beeinflusst?

    Rowling: Wenn man nach Ideen ringt, muss man sich wirklich arg zurückhalten, damit man nicht zu Amazon geht und sich seine schlechten Rezensionen durchliest. Es ist irgendwie masochistisch. Man scrollt immer weiter nach unten und sieht die ganzen Leute, die nette Dinge über dich sagen, bis man dann nur einen Stern sieht. Also sollte man dem Drang wirklich komplett widerstehen. Für eine lange Zeit habe ich nie nachgesehen. Die Leute haben mir immer gesagt: "Hast du dir jemals schon mal Fanseiten angesehen oder durchgelesen, was die Leute über dich schreiben?" Ich war ehrlich: Ich habe gesagt, dass ich es nicht getan habe.

    Dann habe ich mal an einem langweiligen Nachmittag bei Google nach Harry Potter gesucht. Oh mein Gott, ich hatte ja keine Ahnung. Die Shipper-Kriege? (Die Menge schreit) Leute, die über 18 sind, wissen davon vielleicht nichts − denn ich wusste es garantiert nicht. Das Ganze ist wie ein Bandenkrieg im Internet. Leute, die wollten, dass Harry und Hermine am Ende zusammenkommen (Die Menge schreit) ... die sind immer noch da draußen! Und andere Leute, die Hermine und Ron wollten! (Die Menge schreit) Und es gibt auch sehr merkwürdige Paarungen, auf die wir hier aber nicht näher eingehen werden.

    Frage: Wenn Sie einen "Harry Potter"-Charakter zum Leben erwecken könnten, wer wäre das?

     
     

    "Ihr solltet nicht glauben, dass Dumbledore einen auf Gandalf macht."


    Rowling: Ich persönlich würde, obwohl das eine recht knifflige Frage ist, Hagrid wählen, wenn ich irgendjemanden wählen könnte. Denn ich denke, dass wir alle eine Person wie Hagrid in unserem Leben mögen würden, so zuverlässig wie er ist. Ich würde es toll finden, einen fundamentalistischen Christen zu treffen, um ihn fragen zu können: "Hey, würdest du die Sache mit Hagrid besprechen wollen?" (Applaus)

    Frage: Im "Halbblutprinz" wird gesagt, dass Tante Petunia auf seltsame Weise errötet, als Dumbledore sagt, dass Harry nur noch einmal zum Ligusterweg zurückkehren wird. Bedeutet das, dass Petunia eine versteckte Liebe oder Zuneigung zu Harry und der Verbindung, die er ihr zur Zaubererwelt verschafft, besitzt?

    Rowling: Das ist eine ausgezeichnete Frage. Und wie alle besten und eindringlichsten Fragen ist sie schwierig zu beantworten. Aber ich werde es so sagen: In Petunia steckt etwas mehr, als man mit dem bloßen Auge erkennen kann. Und was das ist, werdet ihr im siebten Buch herausfinden.

    Frage: Ich liebe Ihre Bücher unheimlich. Ich bin kein großer Leser, aber Ihre Bücher bringen mich dazu zu lesen und das macht meine Mutter glücklich. Sie liebt Ihre Bücher auch. In Ihrem letzten Interview haben Sie durchblicken lassen, dass zwei Hauptcharaktere sterben werden, und möglicherweise auch Harry Potter. Kann man Dumbledore zu einem der Hauptcharaktere zählen oder gibt es die Möglichkeit, dass wir ihn noch einmal in Aktion erleben können?

    (Rowling seufzt... Das Publikum applaudiert)

    Rowling: (lacht) Ich fühle mich fürchterlich! Der britische Schriftsteller Graham Greene hat einmal gesagt, dass jeder Schriftsteller einen Eissplitter in seinem Herzen haben muss. Oh nein... Ich glaube, ihr habt gerade meine Karriere ruiniert. Ich kann diese Frage wirklich nicht beantworten, weil die Antwort im siebten Buch ist. Aber ... ihr solltet nicht glauben, dass Dumbledore einen auf Gandalf macht. Lasst es mich einfach so ausdrücken. Es tut mir Leid.

    Frage: Bis zu den Ereignissen im sechsten Buch wurde einem immer klar gemacht, dass Snape ein unangenehmer Zeitgenosse sein könnte. Aber er war im Wesentlichen einer der Guten...

    (Das Publikum applaudiert und schreit: "Ja!")

    Rowling: Ich sehe, dass das die Frage ist, die ihr alle wirklich beantwortet haben wollt.

    Frage: Dumbledore hat sich immer für ihn verbürgt. Jetzt wird uns plötzlich erzählt, dass Snape in Wahrheit ein Schurke und Dumbledores Mörder ist. Wir können oder wollen das nicht glauben. Unsere Theorie ist, dass Snape tatsächlich immer noch einer von den Guten ist...

    Rowling: Richtig.

    Frage: ...woraus man folgern kann, dass Dumbledore nicht wirklich tot sein kann und dass der Tod nur eine List ist, die Snape und Dumbledore miteinander geschaffen haben, um Voldemort aus seiner Deckung herauszulocken und Harry − damit, wenn er Voldemort von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht − vielleicht mehr Verbündete hat, als er oder Voldemort glauben. Also: Ist Snape gut oder böse? Unserer Meinung nach folgt eins aus dem anderen.

     
     

    "Die Antwort steckt immer in einem Buch."


    Rowling: Na ja, ich würde sagen, etwas ... von eurer Meinung stimmt. Aber ich merke, dass ich etwas eindeutiger sein muss. Und ich muss sagen, dass Dumbledore definitiv tot ist. Und ich weiß, dass es eine ganze Internetseite namens DumbledoreIsNotDead.com gibt, also kann ich mir vorstellen, dass sie in diesem Augenblick nicht so glücklich sein werden. Aber ich denke, ich muss − ihr müsst! − , alle von euch müssen die fünf Stufen der Trauer bewältigen. Und ich helfe euch gerade, dass ihr die Stufe des Leugnens übersteht. Also, ich kann mich nicht erinnern, was als Nächstes kommt, vielleicht ist es der Zorn, und deswegen glaube ich, dass wir hier aufhören sollten. Dankeschön.

    Frage: Als Bibliothekar möchte ich Ihnen als Erstes dafür danken, dass Sie so viele Schüler (und auch Erwachsene) dazu animieren, Bücher zu lesen. Da die "Harry Potter"-Serie ja unglücklicherweise enden wird: Was hält die Zukunft für Sie und für Ihre Leser bereit?

    Rowling: Ich dachte, dass Sie mich wegen Madame Pince angreifen würden, und ich möchte mich deswegen bei Ihnen und allen anderen Bibliothekaren, die hier heute anwesend sind, entschuldigen. Mein Satz, den ich dafür zum Herauswinden habe, ist immer der gleiche: Wenn Sie einen freundlichen, hilfsbereiten Bibliothekar hätten, dann wäre die Hälfte meiner Handlungsstränge nicht mehr da. Denn die Antwort steckt immer in einem Buch, aber Hermine muss es immer suchen. Wenn Sie einen guten Bibliothekar hätten, dann wäre das Problem gelöst, also, Entschuldigung.

    Ich habe ein, zum Glück, kürzeres Buch, das, denke ich, für etwas jüngere Kinder geeignet und zur Hälfte fertig ist. Also komme ich vielleicht darauf zurück, wenn Harry fertig ist. Aber ich werde wohl erst mal einen kleinen Trauerabschnitt benötigen. Ihr müsst mir also eine kurze Zeit einräumen, um über Harry hinwegzukommen.

    Frage: Was ist die eine Frage, die Ihnen Ihre Fans niemals gestellt haben und das besser getan hätten?

    Rowling: Oh Gott... Wie kann ich das beantworten? Ich denke, es gibt eine Menge Dinge, von denen ich nach dem Ende von Band 7 entlastet werde. Dass es nicht mehr so ein weiter Weg ist... Nicht mehr diese ganzen 16 Jahre, die ich benötigen werde, um die Geschichte zu Ende zu bringen. Ich finde, dass mir ausgezeichnete Fragen gestellt wurden, aber ich denke einfach, dass das letzte Buch eine Reihe von Informationen enthält, die man nicht so einfach erraten kann. Es tut mir Leid...

    Wisst ihr, die Leute denken immer, dass das alles schon in meinem Kopf feststeht. Es ist aber nicht schon so penibel ausgearbeitet. Zum Beispiel denke ich, dass ich mir heute Nachmittag noch mal einen neuen Titel für den siebten Band ausgedacht habe. Eigentlich war ich mir ziemlich sicher, dass ich den Titel hatte, aber dann dachte ich plötzlich: "Nein, das wäre besser, oder?" Und zwar unter der Dusche, kurz bevor ich hierher kam. Aber wisst ihr was, ich werde euch keinen der beiden Titel verraten, weil...

    (Das Publikum stöhnt)

    Rowling: Ach, kommt schon! Aber wirklich! Habe ich nicht schon genug verraten? Ich habe was über Tante Petunia erzählt, ich habe gesagt, dass Dumbledore wirklich... (Rowling bewegt ihren Finger schnell über ihren Hals) . Ich versuche also, euch irgendetwas zu geben.

    Frage: Wenn Sie ein Abendessen mit fünf beliebigen Charakteren aus allen Ihren Büchern hätten, wer wäre das und wieso wären diejenigen auf Ihrer Liste?

    Rowling: Ich würde Harry nehmen, um mich bei ihm zu entschuldigen... Ähm, ich müsste Harry, Ron und Hermine nehmen. Dann würde ich auf jeden Fall Dumbledore nehmen. Ich würde Dumbledore, Harry, Ron, Hermine ... und ... (Das Publikum ruft Vorschläge)   äh, Hagrid nehmen, ich würde Hagrid nehmen, ja.

    Related Links

  • HarryPotter-Xperts.de
    Hier der Link zur vollständigen Version des deutschen Transkripts.

  • SF-Zone

    Andreas Wolff übersetzte für die HarryPotter-Xperts die Mitschrift einer Rowling-Lesung, in der ein paar wichtige Fragen beantwortet wurden.


     

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    "The Prestige": Magie versus Show

    Interview mit Christopher Nolan und Christian Bale

    Letztes Jahr hat Christopher Nolan das schlummernde "Batman"-Franchise wiederbelebt − gemeinsam mit dem Hauptdarsteller Christian Bale, der eine ausbalancierte Mischung zwischen besessener Hingabe und rechtschaffener Wut beisteuerte. Jetzt haben sich Nolan und Bale wieder zusammengefunden, um "The Prestige" zu drehen.

    Hier spielt Bale seine Qualitäten in der Rolle des Magiers Alfred Borden aus. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christopher Priest und kommt am 11. Januar 2007 in unsere Kinos.

    Die Handlung


    Zwei viel versprechende Taschenspieler versuchen sich im London der Jahrhundertwende gegenseitig auf immer spektakulärere Art und Weise auszustechen. Hugh Jackman, den man schon als Wolverine aus "X-Men" kennt, spielt Rupter Angier, den magischen Erzfeind von Bale. Michael Caine (der schon mit Nolan und Bale zusammen an "Batman Begins" gearbeitet hat), Scarlett Johansson und Andy Serkis runden die Besetzung ab. Auch David Bowie wird einen Gastauftritt als realer Wissenschaftler und Erfinder Nikola Tesla haben.

    Das Interview


    Frage: Christian Bale, gab es bereits Pläne für diesen Film, während Sie noch an "Batman Begins" gearbeitet haben?

    Christian Bale: Ich hatte mit Chris [Nolan] darüber gesprochen, bevor wir mit dem Dreh von "Batman" anfingen, aber nur so nebenbei. Das hatte noch nichts damit zu tun, ob ich das mitmachen würde. Zu der Zeit sprach er auch gerade mit anderen Schauspielern. Aber dann klappte unsere Zusammenarbeit so gut. Ich habe "The Prestige" nach dem Dreh von "Batman" gelesen und ich wusste nicht, ob Chris mich nur als Bruce Wayne sah. Also stellte ich ihn zur Rede. Ich mochte den Part von Borden und meinte zu ihm: "Sieh mal, das wäre prima. Das könnte ich wirklich gut spielen." Und er glaubte mir und wir legten los.

    Frage: Sie haben jetzt zweimal mit ihm zusammengearbeitet. Haben Sie sich jetzt an seine Arbeitsweise als Regisseur gewöhnt?

    Bale: Chris zeigt sich als Verwandlungskünstler, weil er zwei sehr unterschiedliche Regie-Stile verwandt hat: erst bei "Batman" und dann hier. Er wollte sehr schnell und beweglich sein und unterschiedliche Szenen auf unterschiedliche Art und Weise angehen. "Vielleicht drehen wir heute diese Szene, vielleicht machen wir aber auch diese hier stattdessen." Wohingegen ich bei "Batman" immer wirklich wusste, dass es diese eine Sache ist, die es gerade zu tun galt. Und jede Änderung braucht Unmengen an Zeit. Es war daher schön, auf eine viel spontanere Art zu arbeiten. Mit vielen Handkameras.

    Frage: Können Sie denn jetzt ein paar Zaubertricks?

    Bale: Ich bin grottenschlecht darin. Jeder denkt, ich wäre gut und ich kenne auch den Anfang und das Ende der Tricks, aber unsere Berater haben mir nie den kompletten Trick beigebracht. Und ich respektiere das sehr. Mein Charakter sagt: Der Wert der Magie liegt im Geheimnis. Du erzählst den Leuten, wie es geht und die Sache ist hin. Es ist dadurch nicht einfach nur uninteressant, sondern auch schlichtweg nervig, sobald du herausgefunden hast, wie es gemacht wird.

    Das einzig Schwierige ist die Fingerfertigkeit. Denn das fand ich viel faszinierender. Davon musste ich auch einiges lernen. Das bewunderte ich unheimlich. Diese ganzen Stunden der Hingabe! Praktisch ihr ganzes Leben geben die Jungs für die Sache.

    Frage: Waren Sie und Hugh wirklich freundlich zueinander beim Dreh oder gab es im echten Leben auch Rivalitäten?

    Bale: Es ist alles ganz freundschaftlich. Es war einfach eine gute Besetzung. Ich weiß nicht, ob Chris das schon vorher wusste, aber während der Vorbereitung auf unsere Charaktere − und das war wirklich interessant − haben wir uns beide natürlich jeder unsere eigene Sichtweise zugelegt.

    Vor einer Szene setzten wir uns kurz zusammen und besprachen es. Und für mich war es vollkommen klar, dass mein Charakter die Ehrlichkeit und das Wesentliche hatte und wirklich die Wahrheit sprach. Und sein Charakter hat einfach nur Müll erzählt. All diesen oberflächlichen Blödsinn. Und Hugh hat mich dann angesehen und gesagt: "Wovon zur Hölle redest du? Das ist absolut nicht so!" Und dann brachte er wirklich gute Argumente vor, warum seine Perspektive wirklich klasse war und meine nicht. Und das war ulkig.

    Und dann hörte Chris zu und meinte: "Passt mal auf, Jungs. Es macht echt keinen Unterschied. Tatsache ist, dass ihr beide euren Charakteren zustimmt. Ich engagiere zwei Schauspieler, die überzeugt sind von dem, was sie tun." Und so war das ideal.

    Und eine Sache kam uns sehr entgegen: Hugh ist ein fantastisches Showtalent! Er ist ein großartiger Sänger und Tänzer. Er ist sehr an die Bühne gewöhnt und fühlt sich dort auch wohl. Ich hatte in meinem Leben nur einen einzigen Bühnenauftritt und das gibt mir nicht wirklich viel. Ich mache mir nicht so viel aus dem Theater wie aus Film.

    (Bale wendet sich an Nolan) Und da hattest du dann Hugh und mich. Einen wirklich guten natürlichen Künstler und einen, der so drauf war, wie: "Ich habe wirklich keine Ahnung, was ich hier grad mache und wie ich damit umgehen soll." Und wieder war es so, dass wir gar nicht schauspielern mussten. Es war ideal für die unterschiedlichen Rollen, die wir gespielt haben.

    Frage: Und die Rivalität kann man auf der Leinwand sehen?

    Bale: Für mich bestand die Rivalität in dem Wissen, dass ein brillantes Showtalent einem brillanten Magier vorgezogen wurde. Und der Hass, dass du dich auf diese Weise verkaufen musst, damit die Leute das verstehen. Mein Charakter kann es einfach nicht verstehen, warum die Leute nicht sehen, dass das, was er tut, die beste Magie der damaligen Zeit ist.

    Frage: Christopher Nolan, wie wichtig war für Sie die Besetzung in diesem Film?

    Christopher Nolan: Hugh ist ein verdammt guter Filmschauspieler und auch ein wunderbarer Bühnendarsteller. Und diese Rolle braucht einen Schauspieler, der eine Beziehung zum Publikum herstellen kann, durch seine Fähigkeiten als Magier. Das ist schwer visuell rüberzubringen. Er schafft das total und ich glaube, dass ihm seine Bühnenerfahrung dabei geholfen hat. Christian hingegen schafft es großartig, wie ich finde, einen unglaublich talentierten Magier zu geben, der absolut keine Ahnung davon hat, was ein Publikum verlangt, um anzuerkennen, was er da tut.

    Frage: War es einfacher, mit Christian zu arbeiten, weil sie vorher schon mit ihm gedreht hatten?

    Nolan: Ich glaube, das Treffendste, was man über Christian sagen kann, ist, dass er seinen Job sehr, sehr ernst nimmt, aber sich selbst nicht. Er geht das Leben sehr bodenständig an, hat aber einen Sinn dafür, sich über sich selbst lustig zu machen. Und das ist ein feiner Spagat.

    Related Links

  • "The Prestige": Die offizielle Website
    Infos zum Film und downloadbare Trailer finden Sie hier.

  • SciFi Weekly: Das Originalinterview
    Das Gespräch mit Bale und Nolan führte Cindy White am 18. Oktober 2006.

  • SF-Zone

    Uwe Webel übersetzte für Sie ein Interview mit Christopher Nolan und seinem Hauptdarsteller.


     

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    Kino-Guide

    Dezember 2006

    "Eragon − Das Vermächtnis der Drachenreiter"  (USA 2006)


     

    Regie

    Stefen Fangmeier

    Drehbuch

    Peter Buchman, Jesse Wigutow, Mark Rosenthal und Lawrence Konner nach einem Roman von Christopher Paolini

    Darsteller

    Edward Speleers (Eragon), Sienna Guillory (Arya), Jeremy Irons (Brom), John Malkovich (König Galbatorix)

    Start

    14. Dezember


    Inhalt
    Im Königreich Alagaësia leben Menschen, Elfen, Zwerge und andere Kreaturen zusammen. Einst lebte unter den Menschen eine ausgewählte Schar an mächtigen Drachenreitern, die für Recht und Ordnung im Reich sorgten. Doch der jetzige Herrscher, selbst einst ein Drachenreiter, ließ sie alle umbringen. Ausgerechnet der unscheinbare Eragon, ein 15-jähriger Junge, findet ein Drachenei, und als das Tier schlüpft, werden die beiden durch Berührung für immer miteinander verbunden. Der finstere König Galbatorix erfährt davon und versucht, Eragon zu töten. Im Geschichtenerzähler Brom findet Eragon einen Gefährten auf seiner Flucht und einen Lehrmeister. Der junge Drachenreiter und sein Drache Saphira finden in der Elfe Arya und in Murtagh, dem Sohn eines ermordeten Drachenreiters, neue Mitstreiter im Kampf gegen Galbatorix und die bösen Mächte, die er um sich geschart hat.

    Erwartung
    Sehr gut. Die Adventszeit wird zur Fantasy-Zeit: Nach dem Erfolg von "Herr der Ringe" und "Narnia" steht uns die nächsten Jahre pünktlich vor den Festtagen mindestens ein Fantasy-Epos ins Haus. Das diesjährige Spektakel für Jung und Alt heißt "Eragon" und basiert auf einer Buchreihe von Christopher Paolini. Die Figuren, Rassen und Storylines sind zwar wenig originell und Tolkien und auch George Lucas lassen grüßen. Die Begeisterung für Fantasy und Märchen im Zuge von "Herr der Ringe" und "Harry Potter" scheint jedoch ungebrochen und auch "Eragon" wird auf dieser Erfolgswelle mitreiten. Fantastische Welten und Kreaturen, Abenteuer, Magie, der Kampf zwischen dem tapferen Jungen und dem bösen Herrscher: Die Zutaten sind auch bei "Eragon" gut gemischt und spektakulär zubereitet von Regie-Newcomer Stefen Fangmeier, der früher als Effekt-Verantwortlicher für ILM arbeitete. Vor der Kamera in Rumänien gab Edward Speleers sein Schauspieldebüt als Eragon, zur weiteren Besetzung gehören auch noch Djimon Hounsou, Garrett Hedlund und Christopher Egan. Fantasy-Fans dürfen sich auf ein Kinospektakel mit Herz freuen.


    "Der Pakt − The Covenant"  (USA 2006)


     

    Regie

    Renny Harlin

    Drehbuch

    J.S. Cardone

    Darsteller

    Steven Strait (Caleb Danvers), Laura Ramsey (Sarah Wenham), Sebastian Stan (Chase Collins), Taylor Kitsch (Pogue Parry)

    Start

    21. Dezember


    Inhalt
    Fünf Familien in der Gemeinde Ipswich in Massachusetts sind seit über 300 Jahren im Besitz von übersinnlichen Kräften. In der Gegenwart sind die Teenager Caleb, Reid, Tyler und Pogue die Träger der Macht. Und zwischen Schulstress, Partys und der ersten Liebe gönnen sie sich auch den einen oder anderen Spaß mit ihren Kräften. Doch dann wird die Sache ernst: Ein Mitschüler wird ermordet und der Nachkomme der fünften Familie, Chase, wendet sich gegen die vier Jungs. Jetzt müssen sie ihre Kräfte einsetzen, um ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen zu schützen. Eine uralte Fehde beginnt von Neuem.

    Erwartung
    Passabel. Im Internet wurde der Streifen als männliche Version von "Der Hexenclub" abgetan und als schwacher Abklatsch von "Lost Boys". Oder zur plastischeren Vorstellung: "The Covenant" ist die Boyband-Version eines Fantasy-Action-Thrillers. Und wenn nicht der erfahrene Kino-Regisseur Renny Harlin ("Stirb Langsam 2", "Exorzist: Der Anfang") hinter der Kamera gestanden hätte, wäre der Streifen wohl direkt auf dem DVD-Markt gelandet. So aber spendiert Harlin dem Streifen mit Zielpublikum zwischen 14 und 20 Jahren eine gewisse Eleganz und ordentliche Spezialeffekte. Anstatt Pop- oder Soap-Sternchen stehen eher unbekannte Schauspieler vor der Kamera. Die sehen zwar aus, als seien sie dem nächsten Modekatalog oder der nächsten "Bravo" entsprungen, passen aber zu ihren Rollen und dürften das eine oder andere junge Frauenherz zum Schmelzen bringen. Für ein erwachsenes Publikum dürfte "The Covenant" aber zu wenig Dramatik und Thrill haben, um wirklich gefallen zu können.


    "Déjà Vu − Wettlauf gegen die Zeit"  (USA 2006)


     

    Regie

    Tony Scott

    Drehbuch

    Bill Marsilii und Terry Rossio

    Darsteller

    Denzel Washington (Doug Carlin), Val Kilmer (Agent Pryzwarra), Paula Patton (Claire Kuchever), James Caviezel (Carroll Oerstadt)

    Start

    27. Dezember


    Inhalt
    In nicht allzu ferner Zukunft: Special-Agent Doug Carlin wird mit der Ermittlung in einem Bombenanschlag beauftragt. Hat eine junge Frau, die unter den Todesopfern ist, etwas mit dem Ereignis zu tun? Carlin sieht nur einen Weg, um Klarheit zu bekommen: Er reist in die Vergangenheit, um die Tragödie zu verhindern. Doch hier warten noch mehr Fragen auf ihn. Was sind das für Bilder, die er immer wieder in seinem Kopf hat? In der Vergangenheit und in der Gegenwart sucht er nach den Puzzleteilen zur Lösung des Mysteriums.

    Erwartung
    Gut. Regisseur Tony Scott, Produzent Jerry Bruckheimer, Schauspieler Denzel Washington − alle tun bei "Déjà Vu" das, was sie am besten können. Scott inszenierte elegant einen Thriller (wie etwa bei "Staatsfeind Nr. 1", "Spy Game", "Mann unter Feuer"), Bruckheimer steht für bombastische Action und totale Massentauglichkeit, und Washington scheint auf den Typ des aufrechten, verzweifelten Helden, der gegen widrige Umstände und das Establishment antreten muss, abonniert zu sein. So funktioniert "Déjà Vu" als Hochglanz-Thriller, aber punktet auch mit der raffinierten Story, die im Verlauf des Films die vielen kleinen Puzzleteile zu einer ordentlichen Schluss-Pointe zusammenführt. Der Bruckheimer-Style kombiniert mit einer Science-Fiction-Geschichte à la Philip K. Dick ("Minority Report", "Paycheck"): Die Losung "Gehirn abschalten" gilt hier für einmal nicht, und dies dürfte nach "The Island" der zweite Bruckheimer-Film sein, an den sich auch Sci-Fi-Fans wagen dürfen.


    "Nachts im Museum"  (USA 2006)


     

    Regie

    Shawn Levy

    Drehbuch

    Robert Ben Garant und Thomas Lennon

    Darsteller

    Ben Stiller (Larry Daley), Dick Van Dyke (Cecil Fredericks), Robin Williams (Roosevelt), Carla Gugino (Rebecca)

    Start

    27. Dezember


    Inhalt
    Der nette und verträumte Larry Daley hat schon immer gewusst, dass etwas Großes in seinem Leben auf ihn wartet. Doch damit hätte er bestimmt nicht gerechnet: Als er den Job als Nachtwächter im Naturhistorischen Museum in New York annimmt, erwartet ihn das größte Abenteuer seines Lebens. Eines Nachts erwachen die Skulpturen und Statuen des Museums zum Leben und bald toben Gladiatoren, Attila der Hunnenkönig, Cowboys und Dinosaurier durch die Gänge. Unerwartete Hilfe kriegt Larry von der Wachsfigur von Präsident Theodore Roosevelt.

    Erwartung
    Gut. Komödien-Spezialist Shawn Levy ("Im Dutzend billiger", "Der rosarote Panther") stand hinter der Kamera bei diesem Fantasy-Abenteuer, das an "Jumanji" erinnert und wohl perfekt in die Weihnachtsferien passt. Ben Stiller ist umgeben von einer tollen Besetzung: den Comedy-erfahrenen Robin Williams und Owen Wilson, den schönen Ladys Carla Gugino und Kim Raver sowie den beiden Altstars Dick Van Dyke ("Diagnose − Mord") und Mickey Rooney (Jahrgang 1920 und ein Kinderstar der 20er- und 30er-Jahre), die zusammen mit Bill Cobs drei alte Nachtwächter spielen. Die "Nacht im Museum" verspricht eine harmlose und unterhaltsame Fantasy-Komödie zu werden mit jeder Menge witziger Effekte.

    Weitere Kino-Starts aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror: Als Horror-Remake von der Stange präsentiert sich "Black Christmas" (Kinostart: 21. Dezember) mit Mary Elizabeth Winstead und Oliver Hudson. Im Original von 1974 wie in der Neuauflage hat es ein Killer am Weihnachtsabend auf ein paar Studentinnen abgesehen. Das Drehbuch stammt von Ronald D. Moore ("Battlestar Galactica") und die Besetzung ist hübsch anzusehen, trotzdem bleibt der Streifen unspektakulär.

    SF-Zone

    Im Kino-Guide der SF-Zone finden Sie wie gewohnt Informationen zu den im neuen Monat startenden Science-Fiction-, Fantasy- und Mystery-Streifen − zusammengestellt von Stephan Mark.


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    Best of DVD

    Die Top-3-Liste der SF-Zone


    "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia − Royal Edition"

    Die Verfilmung des Fantasy-Romans von C.S. Lewis spielte weltweit mehr als 700 Millionen Dollar ein: Die Pevensie-Geschwister entdecken im Haus eines alten Professors einen Wandschrank, der ein Portal in eine andere Welt ist. Auf der anderen Seite erwartet sie das zauberhafte Königreich Narnia, bewohnt von sprechenden Tieren und Fabelwesen. Doch es sind finstere Zeiten in Narnia: Die Weiße Hexe Jadis hat den ewigen Winter über das Königreich gebracht. Die vier Kinder müssen eine Bestimmung erfüllen: Sie müssen Narnia dem rechtmäßigen König, dem Löwen Aslan, zurückgeben.

    Regisseur Andrew Adamson, zuvor mit den beiden Animationshits "Shrek" und "Shrek 2" beschäftigt, schuf einen familientauglichen Blockbuster, der ein Jahr nach dem Ende der "Herr der Ringe"-Trilogie vom Publikum begeistert angenommen wurde. Im April 2006 erschien der Film auf DVD, sowohl als Single Disc wie als Collector's Edition mit einer zweiten DVD. Nach "King Kong", einem der Mitbewerber um die Zuschauergunst im Kinomonat Dezember 2005, bekommt nun auch "Narnia" eine Extended Version. Passt zu Weihnachten, passt aber auch, weil mit "Eragon" im Kino der Fantasy-Hype wieder etwas steigen dürfte. Die "Royal Edition" auf vier DVDs enthält den Film in einer um 15 Minuten längeren Fassung, bietet sämtliches Bonusmaterial der älteren Veröffentlichung und neues Bonusmaterial, darunter zwei lange Dokumentationen. Eine sehr schöne Veröffentlichung insgesamt, da sich das meiste Bonusmaterial aber überschneidet, hätte man die Langfassung auch noch als Single Disc herausbringen können. Wer die verlängerte Version sehen will, muss so zur teueren "Royal Edition" greifen.

    "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia − Royal Edition" erscheint am 1. Dezember auf DVD.

    "Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest"

    Die Fortsetzung des Sommerhits 2003: Diesmal sieht sich Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), gerade erst dem Fluch der Black Pearl entkommen, mit einem neuen lebensbedrohenden Abenteuer konfrontiert: denn Jack steht in lebenslanger Schuld bei Davy Jones (Bill Nighy), dem legendären Kapitän des Flying Dutchman und Herrscher über die Tiefen des Ozeans. Wenn er keinen Weg findet, den Bann zu brechen, ist er zu einem höllischen Leben nach dem Tode in ewiger Finsternis verdammt. Doch damit nicht genug: Jacks ausgesprochen existenzielle Probleme erweisen sich obendrein als Hindernis für die bevorstehende Hochzeit seiner Freunde Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley), die wider Willen in die andauernden Eskapaden des Kapitäns verwickelt werden.

    Eine stolze Milliarde Dollar haben die Menschen weltweit für Kinotickets ausgegeben, als der zweite "Fluch der Karibik" im Sommer 2006 auf die Leinwand kam. Das Abenteuer-Spektakel erscheint zur Weihnachtszeit auch als würdige DVD-Veröffentlichung. Neben einer Single Disc mit Audiokommentar des Autoren-Duos und Gag Reel erscheint natürlich auch eine Special Edition mit zwei Discs. Diese enthält zusätzlich diverse Featurettes zu Story, Effekten, Schwerttraining, einzelnen Figuren und zur Premierenfeier im Disneyland. Eine DVD, die sich wohl die meisten Zuschauer ins Regal stellen dürften.

    "Fluch der Karibik 2: Dead Mans Chest" erscheint am 7. Dezember auf DVD.

    "Superman Returns"

    Fünf Jahre lang gab es kein Lebenszeichen von Superman, jetzt kehrt er zurück: Nach der erfolglosen Suche nach seinem Heimatplaneten kehrt Kal-El (Brandon Routh) auf die Erde zurück und mit ihm taucht natürlich auch der schusselige Reporter Clark Kent wieder auf. Hier ist nicht alles so geblieben, wie Superman es zurückgelassen hat. Lois Lane (Kate Bosworth) ist verlobt und hat einen Sohn, und Schurke Lex Luthor (Kevin Spacey) ist wieder auf freiem Fuß. Mit Hilfe von Kristallen von Supermans Heimatwelt Krypton will er die uns bekannte Welt zerstören.

    "Superman Returns" lässt sich viel Zeit für die Einführung und kann mit den Schauspielern und den Effekten auftrumpfen, wohingegen die Action-Szenen teilweise zu kurz kommen. Fans freuen sich trotzdem über Bryan Singers Comic-Verfilmung, die sowohl als Fortsetzung wie als Neuanfang funktioniert und eben nicht so überladen ist wie manch anderer Genre-Kollege. Die Doppel-DVD, die auch als Steelbook erscheint, enthält als Kernstück ein fast dreistündiges chronologisch aufgebautes Making-of namens "Requiem to Krypton", das allerdings nicht auf die Postproduktion und den fertigen Film eingeht. Die Featurette "Die Auferstehung von Jor-El" zeigt, wie man mit Archiv-Material des verstorbenen Marlon Brando die Figur von Supermans Vater wieder zum Leben erweckte. Ein Trailer und entfernte Szenen vervollständigen die starke DVD-Veröffentlichung. Wer auch die alten "Superman"-Filme mochte, greift am besten gleich zur "Ultimate Collector's Edition", die alle fünf Veröffentlichungen dieses Monat enthält (siehe DVD-Guide) sowie die Doku "Look up in the Sky: The Amazing Story of Superman", die sich mit dem kompletten Mythos Superman befasst, von den Anfängen, über Christopher Reeve, "Smallville" und "Superman Returns".

    "Superman Returns" erscheint am 15. Dezember auf DVD.

    SF-Zone

    Gute Filme, gigantische Einnahmen: 400 Millionen, 700 Millionen und eine Milliarde Dollar spielten sie im Kino ein, die DVD-Top-3 im Dezember von Stephan Mark.


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    DVD-Guide

    Dezember 2006

    1.12. − "Alarm im Weltall"

    Raumschiff-Crew kommt hinter das Geheimnis zweier Menschen, die als Einzige einen Absturz überlebt haben. Wegweisender Science-Fiction-Film (1956), der seiner Zeit weit voraus war. Doppel-DVD mit viel Bonusmaterial, unter anderem der Doku "Watch the Skies!" (2005), in der auch Spielberg, Lucas und J. Cameron zu Wort kommen. Erscheint auch als "Ultimate Collector's Edition" mit Postkarten und einer dekorativen Roboter-Figur.

    1.12. − "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia − Royal Edition"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    1.12. − Premium Limited Editions

    Unnötige Neuauflagen von Warner, denn bei Film und Bonusmaterial ändert sich nichts. Als Steelbook-ähnliches Metal-Pack erscheinen unter anderem "Batman Begins", "A.I. Künstliche Intelligenz", "The Butterfly Effect" und Titel aus anderen Genres.

    4.12. − "Akte X − Die komplette Serie"

    Neun Staffeln, 9000 Minuten "Akte X" (1993). Die komplette Serie in einer schönen Box, die allerdings mit 240 Euro nicht ganz billig ist.

    4.12. − "Angel − Die komplette Serie"

    Die komplette Serie "Angel" (1999) in einer Box. Fans haben wohl schon die Einzelboxen und machen bestimmt einen Bogen um das neue Set.

    4.12. − "Buffy − Die komplette Serie"

    Und noch eine Serie aus dem DVD-Label von Fox wird als Komplett-Set neu veröffentlicht. Wer die Serie bisher nicht oder nur teilweise gesehen hat, darf sich die Box unter den Weihnachtsbaum legen.

    5.12. − "Final Fantasy 7: Advent Children"

    Eine mysteriöse Seuche und eine Kindsentführung fordern Widerstandskämpfer Clouds Aufmerksamkeit. Das faszinierende Szenario des "Final Fantasy"-Universums macht auch aus dem Animationsstreifen "Advent Children" einen Genuss für Fans. Die DVD erscheint im Steelbook und mit ausführlichen Extras.

    6.12. − "Das Ritual − Im Bann des Bösen"

    Eine Ärztin gerät durch einen Patienten an einen Voodoo-Kult. Mäßiger Horror-Thriller (2001) mit der nach "Dirty Dancing" in Vergessenheit geratenen Jennifer Grey, Craig Sheffer und Tim Curry.

    7.12. − "Fluch der Karibik 2: Dead Man's Chest"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    7.12. − "Lost: Season 2 − Box 1"

    Die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes stoßen auf der Insel auf immer neue Mysterien. Spannend und clever startet die Serie auch ins zweite Jahr. Die komplette Staffel wäre zwar wünschenswert gewesen, dafür entschädigt die Halbstaffel-Box mit reichlich Extras wie Kommentaren, entfernten Szenen und Making-of.

    7.12. − "Star Trek: The Animated Series"

    Die zweite Fünfjahres-Mission der Enterprise. Die Zeichentrick-Serie (1973) hat mittlerweile selbst Kultstatus erreicht. Alle 22 Episoden der Serie plus Kommentar und Featurette.

    7.12. − "The Breed"

    Twens versus Killerhunde. Vom November auf Dezember verschoben: Der Horror-Streifen (2005), produziert von Wes Craven, kann Genre-Fans ans Herz gelegt werden.

    8.12. − "The Butterfly Effect 2"

    Nick kann seine eigene Vergangenheit manipulieren, mit unschönen Konsequenzen für die Gegenwart. Wie für "Hollow Man 2" und viele andere DVD-Sequels gilt auch hier: Ordentlich produziert, aber wenig originell und im Vergleich zum Kino-Erstling natürlich unterlegen.

    8.12. − "Godzilla − Millennium Monster Box"

    Sieben "Godzilla"-Streifen, die zwischen 1999 und 2004 in Japan produziert wurden und statt vieler Computertricks immer noch auf den Mann im Gummianzug setzen. Gibt es noch Godzilla-Fans da draußen? Unterhaltsames Monster-Tohuwabohu in einer netten Box.

    8.12. − "Hellsing − Limited Edition Box"

    Einzelgängerischer Vampir tritt gegen gezüchtete Blutsauger an, um den Menschen zu helfen. Vampirkult trifft Science-Fiction: Populäre Manga-Serie (2002) aus Japan. 13 Episoden plus Making-of und Soundtrack-CD packt Anbieter OVA in die angeblich auf 1666 Stück limitierte Box.

    11.12. − "Beowulf & Grendel"

    Dänenkrieger Beowulf soll ein Ungeheuer zur Strecke bringen. Diese gelungene Film-Adaption (2005) der angelsächsischen Sage mit Gerard Butler und Stellan Skarsgård schaffte es leider nicht in die Kinos, sondern wurde nur auf Festivals gezeigt. Die deutsche DVD-Premiere bietet kurze Featurettes und Interviews.

    14.12. − "Dead Zone − Season 3"

    Lehrer Johnny hat die Gabe, das Schicksal seiner Mitmenschen vorherzusehen. Wird Politiker Stillson einst den Weltuntergang herbeiführen? Die Mystery-Serie (2004) nach Stephen King in gewohnter Paramount-Manier: ordentlicher Preis, keine Extras.

    14.12. − "Hui Buh, das Schlossgespenst"

    Das gelangweilte Gespenst Hui Buh freut sich, als neue Besitzer ins Schloss ziehen. Seichte, mit deutscher Comedy-Prominenz besetzte Komödie (2006). Als "Premium Edition" aus dem Hause Highlight hat der Film im DigiPack aber massenhaft Bonusmaterial dabei.

    14.12. − "Surface: Unheimliche Tiefe − Season 1"

    Meeresforscherin Laura und ihre Familie entdecken mysteriöse Kreaturen im Wasser. Die Mystery-Serie (2005) erlebte leider nur eine Staffel. Wer für Serien mit Hunderten von Episoden keine Zeit hat, sollte sich vielleicht an "Surface" wagen. Fans greifen sowieso zu.

    15.12. − "Sie leben"

    Mit einer Spezialbrille kann John als Menschen getarnte Aliens aufspüren. Kultiger Sci-Fi-Thriller (1988) von John Carpenter in einer gekürzten Neuauflage. Wie bei den letztmonatigen FSK-16-Versionen von "Shocker" und "Fürsten der Dunkelheit" von Kinowelt sollten Sie auch hier lieber zur 2002 erschienenen ungeschnittenen Fassung greifen.

    15.12. − "Superman − Der Film"

    Das Original von 1978 als 4-Disc-Set. Die Extended Version und das meiste des Bonusmaterials gab es bereits auf der Special Edition, diese Neuauflage enthält zudem die Kinofassung, alte Cartoons sowie den ersten "Superman"-Kinofilm "Superman and the Mole-Men" aus dem Jahre 1951.

    15.12. − "Superman 2 − Allein gegen alle"

    Der zweite Film von 1980 mit Christopher Reeve als Superman. Das 3-Disc-Set enthält neben der Kinofassung auch eine Schnittfassung des während des Drehs gefeuerten Regisseurs Richard Donner, die sich deutlich von der alten Version abhebt, und ordentlich Bonusmaterial.

    15.12. − "Superman 3 − Der stählerne Blitz"

    Humorvoller dritter Kinofilm (1983), der allerdings nicht ganz mit den ersten beiden mithalten kann. Zum Bonusmaterial gehören ein Audiokommentar, entfernte Szenen und ein Making-of aus der Entstehungszeit des Films.

    15.12. − "Superman 4 − Die Welt am Abgrund"

    Christopher Reeve selbst lieferte die Story zum umstrittenen vierten Film (1987). Als Extras sind ein Regiekommentar des Drehbuchautors und entfernte Szenen mit dabei.

    15.12. − "Superman Returns"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    15.12. − "Superman − Ultimate Collector's Edition"

    Tolles Set für "Superman"-Fans, bestehend aus 13 DVDs: alle fünf oben beschriebenen Veröffentlichungen plus zwei weitere Scheiben mit Bonusmaterial (darunter die exzellente Doku "Look up in the Sky") in einer Metall-Box.

    27.12. − Special Editions Steelbook

    Unnötige Steelbook-Neuauflagen auch von 20th Century Fox. Auch hier ändert sich außer der Verpackung nichts an der Veröffentlichung. Es erscheinen unter anderem "Planet der Affen", "Amityville Horror", "Minority Report" und "Spaceballs".

    SF-Zone

    Komplette Serien als DVD-Box wie "Akte X", die komplette Filmsammlung der "Superman"-Streifen und weitere Verkaufs-DVDs im Dezember aus den Genres Fantasy, Science-Fiction, Mystery und Horror locken zum Weihnachtseinkauf. Welche interessanten Titel sind sonst noch dabei? Unser DVD-Guide, zusammengefasst und kommentiert von Stephan Mark, hilft weiter. Praktisch: Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de, jetzt auch bei DVDs mit FSK-18-Freigabe. (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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