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StartLiteraturScience-FictionRezension: "Trigan 17 - Eine Welt in Gefahr"

Rezension: “Trigan 17 – Eine Welt in Gefahr”

Trigan nähert sich dem Ende. Ob dieser vorletzte Band genug auf den Rippen hat, klärt unsere Review.

Inhalt (Klappentext):

Die Story um den Planeten Elekton geht weiter. In diesem Band außerdem geplant: eine großformatige Cover-Galerie!

Trigan 17 (Panini)
Trigan 17

Kritik

Der vorletzte Trigan-Band bietet wieder eine ausgewogene Mischung. Zeichnungstechnisch kann man nicht meckern, hier wird für die damalige Zeit (Ende der 70er Jahre) ein sehr hoher Detailreichtum geboten und die Panels wirken alle recht plastisch. Die Charaktere glänzen wie gewohnt mit ihrer Mimik und auch bei den Hintergründen kann man immer alles gut erkennen. Hinzu kommt eine Menge Text, sodass die Trigan-Bände im Vergleich zu anderen Comics auch auf dieser Ebene hervorstechen. Aber etwas anderes ist man von Lawrence und Butterworth ja auch nicht gewohnt.

Handlungstechnisch bieten sich wieder eine Reihe von Kurzgeschichten an. Charakterlich kann man hier nicht meckern, auch wenn es eigentlich an dieser Front wenig Neues zu berichten gibt. Im Moment sind die Entwicklungen der einzelnen Charaktere eben an ihrem Höhepunkt angelangt. Zwar darf Janno sich darüber beklagen, dass seine Karriere vorbei ist, als er in der ersten Episode erkrankt, aber das war es auch schon. Denn Perik, Trigo und die anderen bekannten Charaktere handeln so, wie wir es von ihnen kennen, bieten an der Front aber auch nicht viel Neues.

Schlimm ist das nicht, denn dafür dürfen die Nebencharaktere glänzen und vor allem die Stories ihre Botschaften transportieren. Dies geht etwa mit der Geschichte um den Wunderheiler los, der erkennen muss, dass es besser ist, uneigennützig zu handeln. Etwas schade ist an dieser Story, dass einige der Nebenschauplätze, wie der Angriff der Gangster, in einfachen Nebensätzen abgehandelt werden. Dennoch werden hier schon Weichen gestellt, denn in der Welt von Trigan ist eben nicht alles nur gut oder böse.

In einer anderen Story tritt ein Kunstdieb auf, der mit seiner Sklavenvergangenheit Sympathien beim Leser erzeugt. Auch hier wird nicht die offensichtliche Lösung gewählt, denn auch in besagtem Dieb steckt ein guter Kerl und man kann ihn letztlich zum Guten konvertieren.

Selbst eine witzige Story wird präsentiert, als ein altes Tal gefunden wird, dessen Bewohner denken, sie sind die fortschrittlichsten auf ganz Elekton. Das prädestiniert sie natürlich für einen Angriff der bösen Loka, der dann mit der Hilfe von Janno auf ebenso witzige Art zurückgeschlagen wird. Man merkt also, dass bei allen Geschichten wieder einmal Janno im Vordergrund steht und man von Trigo immer mehr abgekommen ist. Auch das ist schon seit vielen Bänden so und an der Stelle nichts Neues.

Die herausragendsten Geschichten sind allerdings diejenigen, die sich mit aktuellen Botschaften an die Leser richten. Da ist zum einen das unterirdische Volk zu nennen, das wegen Umweltverschmutzung nach oben drängt und nachts langsam aber sicher Trigopolis zerstört. Schön ist hier, dass auch hier ein Frieden ausgehandelt wird. Leider wird die Botschaft mit der Umweltverschmutzung auch nur nebenher abgehandelt, obwohl sie eindeutig auf die Smog-Stadt London anspielt. Trotzdem dürfte hier immer noch genug an Unterton mitschwingen, um zum Nachdenken anzuregen.

Die letzte Geschichte handelt von einem immer aktuellen Thema, dem des Atommülls. Bei Trigan wird er ins All geschossen, fällt aber versehentlich einmal zurück. Allerdings löst er nicht, wie auf der echten Welt, Krankheiten aus, sondern verwandelt die Menschen in aggressive Monster. Und auch hier wird ein Gegenmittel gefunden, das es so im echten Leben nicht gibt. Die Botschaft ist dennoch klar: hier muss eine andere Lösung her. Leider wird auch den Lesern an dieser Stelle eine derartige Auflösung verwehrt. Es wird zwar auf das Problem hingewiesen, am Ende geht es aber wie bisher weiter.

Fazit

Trotz einiger Haken und Ösen werden wieder gute Geschichten präsentiert, die auch Botschaften für die Leser enthalten. Gewohnte Kost, sicherlich, die aber immer noch zu gefallen weiß.

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Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Mike Butterworth
Zeichner: Don Lawrence
Originaltitel: Trigan – Nastor, the Faith-Healer, The Green Smog, The Lost Valley,The Fall-Out Menace
Jahr der Veröffentlichung (Original): 1976
Übersetzer: Susanne Picard, Uwe Peter
Seitenanzahl: 88
Preis: 20.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1247-3
Verlag: Panini

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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[…] Trigan 17 – Nastor, the Faith-Healer, The Green Smog, The Lost Valley, The Fall-Out Menace wie der vollständige Titel lautet, ist der vorletzte Band der Trigan-Reihe. Auf Trekzone Network erfahren wir, wie sich die Geschichten aus Trigan 17 in die restliche Welt einfügen. […]

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