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StartLiteraturScience-FictionRezension: "Die Ballade von Halo Jones 3"

Rezension: “Die Ballade von Halo Jones 3”

Wir sehen uns den dritten Band um die Heldin aus der Zukunft an.

Inhalt (Klappentext):

Gestrandet zwischen den Sternen … … und jeglicher Hoffnung. Halos Träume von einem besseren Leben weit jenseits der Sterne sind geplatzt. Endstation ist eine öde Geisterwelt, auf der die Drinks das einzige sind, was niemals versiegt. Von einer Sackgasse in die nächste getrieben, schwinden Credits und Hoffnungen langsam dahin. Doch zum Glück gibt es da noch den letzten Ausweg für alle Gestrandeten und Hoffnungslosen … das Militär. Dieses Meisterwerk der britischen Comic-Kunst erzählt die Geschichte von Halo Jones … von ihren bescheidenen Anfängen bis hin zu ihren galaxisweiten Abenteuern.

Die Ballade von Halo Jones 3 (Panini)
Die Ballade von Halo Jones 3

Kritik

Der dritte Alben-Band spinnt die Story um Halo Jones konsequent weiter. Zeichnungstechnisch ist man dabei auf dem Niveau der Vorgänger geblieben, was wenig überraschend ist, steckt doch weiterhin das gleiche Team dahinter. So hat man hier vielleicht nicht den Detailgrad eines Superheldencomics und die Figuren wirken teils etwas dünner und kantiger, doch man hat sich auch hier schnell in die Welt eingefuchst. Insgesamt kommen auch hier in Actionszenen gute Details zum Tragen und auch die Gesichtszüge der Charaktere vermitteln Emotionen.

Auch storytechnisch besticht man hier vor allem wieder durch Charakterszenen. So ist Halo Jones am Anfang – und über einen großen Teil des Bandes – noch das Naivchen, das man aus den ersten beiden Geschichten kennt. Wenn sie etwa bei einer Kollegin die Feigenhalskette lobt, obwohl es sich dabei um menschliche Ohren handelt, versteht man schnell, wie naiv die Heldin wirklich ist. Aber sie ist ja zum Wachsen hier und das wird sie im Laufe des Bandes langsam aber stetig tun.

Denn Halo tritt der Armee bei und aus erstem Enthusiasmus folgt Ernüchterung. Nicht nur verliert sie ihre beste Freundin, auch das Töten von Kindern kommt ihr seltsam vor. Das mag jetzt vielleicht für ein Kriegsszenario nicht allzu neu sein, unterstützt in diesem Band aber sehr gut die erwähnte Entwicklung der Heldin. Statt nun ihre Entwicklung über die nächsten Jahre zu beobachten, geschieht in diesem Band alles im Zeitraffer, denn die Soldaten kämpfen auf einem Planeten, auf dem die Zeit anders verläuft.

Zwar kennt man eben auch die andere Variante, das man die Helden eben über Jahre in der Ausbildung begleitet, aber so ist das mal ein netter Kniff. Zwar bleiben andere Charaktere bei dieser Konstellation etwas außen vor, aber sie bekommen dennoch genug Raum. So sind wie erwähnt Halos Freundin und auch einige andere mit von der Partie, die teils gut ausgearbeitet sind. Allen voran ist da natürlich General Cannibal zu nennen (der Name ist Programm!), der sich in Halo verliebt und umgekehrt. Oder sind die Dinge gar nicht wie sie scheinen?

Auch die Wendung gegen Ende, die vor allem deutlich macht, das die Delfine wirklich die intelligentesten Lebewesen auch in der Galaxis sind, ist charmant. Aus Spoilergründen verraten wir sie hier nicht, aber sie gibt Halos Charakterentwicklung nochmal einen Schub und macht Lust auf den nächsten Band.

Fazit

Auch der dritte Band setzt auf Charakterentwicklung. Man merkt deutlich Halos Entwicklung von einer naiven Frau hin zu einer kriegsgebeuteltem Veteranin. Sicher, ein paar Sachen hätte man vielleicht noch tiefer ausführen können, aber in einem Comic ist der Raum für die Gedankenwelt der Figur begrenzt. Trotzdem vermag auch diese Geschichte wieder ihren eigenen Charme zu entwickeln und auf ganzer Linie zu überzeugen.

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Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Alan Moore
Zeichner: Ian Gibson, Barbara Noszeno
Originaltitel: The Ballad of Halo Jones 3
Jahr der Veröffentlichung (Original): 1986
Übersetzer: Timothy Stahl
Seitenanzahl: 96
Preis: 23.- Euro
ISBN: 978-3-7416-2165-9
Verlag: Panini
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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