StartLiteraturRezension: "Wonder Woman - Die wunderbaren Frauen dieser Welt"

Rezension: “Wonder Woman – Die wunderbaren Frauen dieser Welt”

Ein etwas anderer Comicband aus der DC-Welt, bei uns im Review.

Deutscher TitelWonder Woman - Die wunderbaren Frauen dieser Welt
OriginaltitelWonder Woman - Wonderful Women of the World
Buchautor(en)Mikki Kendall u.a.
ÜbersetzerBeatrice Doti, Claudia Califano
VerlagPanini
Umfang (Seiten)175
Preis19 Euro
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2020
ISBN978-3-7416-3105-4

Ein etwas anderer Comicband aus der DC-Welt, bei uns im Review.

Inhalt (Klappentext)

FRAUEN VERÄNDERN DIE WELT und das bereits seit Jahrhunderten. Jetzt hat die New York Times-Bestsellerautorin Laurie Halse Anderson weibliche und nichtbinäre Autor*innen und Künstler*innen versammelt, um die Frauen vorzustellen, die unsere Welt mit jedem Tag besser machen. Heldinnen der realen Welt, die die wichtigsten Werte von Wonder Woman verkörpern: ihre Stärke, ihr Mitgefühl und ihr Engagement für Wahrheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

Kritik

“Die wunderbaren Frauen dieser Welt” ist genau genommen kein Wonder Woman-Band – Diana kommt nämlich gar nicht vor. Hier werden Wonder Women präsentiert, die auf irgendeine Weise Einfluss auf die Gesellschaft genommen haben oder aus anderen Gründen ein Symbol geworden sind.

Rezension: "Wonder Woman - Die wunderbaren Frauen dieser Welt" 1

Dabei ist jede Geschichte von einem anderen Künstler geschaffen und es gibt natürlich hier teils große Unterschiede. Im allgemeinen kann man sagen, dass die Charaktere zwar recht gut getroffen sind, die Hintergründe aber meist aus einfarbigen Flächen bestehen. Abträglich ist das an der Stelle nicht unbedingt, sollen ja, wie erwähnt, eben diese Frauen im Vordergrund stehen und so wird das Augenmerk eben auch darauf gerichtet.

Wie erwähnt werden hier Frauen vorgestellt, die etwas bewirken oder auf andere Weise bekannt geworden sind. Namen wie Beyoncé oder Greta Thunberg dürften den meisten dabei was sagen, aber es gibt auch Namen wie Malala Yousafazi, die dann vielleicht eben nicht so bekannt sind. Wobei, in diesem Fall sollte man erwähnen, das sie die pakistanische Schülerin ist, auf die ein Anschlag verübt wurde, weil sie zur Schule geht. Mit diesem Hintergrundwissen werden viele jetzt vermutlich sagen, das sie von ihr zumindest schonmal gehört haben.

Das trifft auch für viele andere Namen in diesem Band zu, die zu zahlreich sind, um sie alle hier aufzuzählen. Dabei werden nicht nur Frauen aus der Gegenwart vorgestellt, wie etwa Ruth Bader Gainsburg, sondern es geht teilweise sogar bis in die 70er oder noch mehr zurück. Auch damals wurden schon Grundsteine für Frauenrechte oder Gleichstellung gelegt, die bis heute nachhallen. Auch die auf die Rechte von Behinderten wird in diesem Band eingegangen und es werden einige Demos und andere Ereignisse der Vergangenheit, sowie eben die dahinterstellenden Persönlichkeiten, beleuchtet.

Klar, auch Transgender und Homosexualität spielen hier eine Rolle, werden aber eher nur in kleinerem Rahmen behandelt (hierzu gibt es ja bereits Bände wie etwa DC Pride). Trotzdem ist es natürlich auch wichtig, hier ebenso einen Vertreter als Geschichte präsent zu haben. Dabei sind manche Geschichten durchaus sehr bewegend und transportieren wichtige Botschaften, die natürlich auch heute noch wichtig sind. Da es alles real existierende – sprich: so geschehene – Geschichten sind, kann ihre Wichtigkeit nicht abgesprochen werden und der Comic stellt eine angemessene Würdigung dar.

Wie ebenso erwähnt würde es den Rahmen hier sprengen, auf jede einzelne Person und Geschichte einzugehen, die hier vorgestellt wurde – denn das sind wirklich eine Menge (ich glaube ich habe ca. 24 gezählt!). Wer aber bereits die Pride-Bände gut fand, der ist auch hier gut aufgehoben. Und wer etwas über starke Frauen lesen will – und ja, durchaus unabhängig vom Geschlecht – auch. Überhaupt kann dieser Band durchaus jedem empfohlen werden, der sich inspirieren lassen will.

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Starke Frauen in der Geschichte der letzten 50 Jahre werden hier vorgestellt sowie ihre Errungenschaften gezeigt. Der Band kratzt dabei Themen an wie Rassismus und Gleichberechtigung und liefert auch die wichtige Botschaft, das man alles erreichen kann, wenn man es nur will und das man nicht aufhören sollte, für seine Überzeugungen einzutreten. Auch wenn sich hier auf Frauen konzentriert wurde, ist der Band für alle Altersklassen und Personen interessant.

REVIEW OVERVIEW

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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