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Das Leben des Gene: Roddenberry-Filmbiografie in Planung

Gestern wäre “Star Trek”-Erfinder Gene Roddenberry 100 Jahre alt geworden. Bekanntlich starb Roddenberry allerdings schon am 24. Oktober 1991 siebzigjährig an Herzversagen. Mehr als 30 Jahre nach seinem Tod soll Roddenberrys bewegtes Leben nun in Gestalt eines Biopics verfilmt werden.

Das Filmprojekt ist aktuell noch titellos, hat allerdings schon zwei Produzenten und einen Drehbuchautor. Die Leitung der Produktion übernehmen demnach Gene Roddenberrys 47-jähriger Sohn Eugene Wesley “Rod” Roddenberry Jr. und Trevor Roth. Das Drehbuch wird Adam Mazer schreiben.

Roddenberry Jr. ist der gemeinsame Sohn von Gene Roddenberrys und Majel Barretts (Nurse Chapel in “TOS”, Lwaxana Troi in “TNG”, Computerstimme; † 2008). Als CEO von Roddenberry Entertainment ist er als Executive Producer an allen derzeitigen Star Trek-Produktionen beteiligt.

Trevor Roth ist bei “Discovery“, “Short Treks”, “Picard” und “Lower Decks” ebenfalls als Executive Producer gelistet und wird diese Funktion auch bei “Strange New Worlds”, “Prodigy“ und der noch nicht benannten “Section 31“-Serie übernehmen. Zudem hat er auch die Companion Show “After Trek“ (2017) sowie die beiden Dokumentationen “Star Trek: The Original Series – The Roddenberry Vault“ und “Trek Nation“ produziert.

Adam Mazer hat 2010 das Skript für die HBO-Filmbiografie “You Don’t Know Jack“ (“Ein Leben für den Tod“) geschrieben. Dieses Biopic handelt vom US-amerikanischen Pathologen Dr. Jack Kevorkian, der als “Dr. Death” bekannt wurde, weil er bei 129 Menschen Sterbehilfe leistete.

70 ereignisreiche Lebensjahre

Mazer kommt nun die gewiss nicht einfache Aufgabe zu, Roddenberrys ereignisreiche 70 Lebensjahre in einem gut zweistündigen Film zu verarbeiten. “Ein Leben für den Tod“ kam übrigens auf eine Laufzeit von 134 Minuten. In diesem Rahmen dürfte sich wohl auch das Roddenberry-Biopic bewegen.

Man kann davon ausgehen, dass Roddenberrys “Star Trek”-Zeit das Kernstück des Films ausmachen wird. Allerdings böte auch Roddenberrys Leben zwischen 1921 und 1964 ausreichend Stoff für einen ganzen Film.

Mit 20 Jahren trat er dem Luftwaffen-Corps der U.S. Army bei und flog im Zweiten Weltkrieg Bomber-Missionen. In seiner Militärzeit überlebte er zwei Flugzeugabstürze. Nach dem Krieg war er zunächst als Zivilpilot und ab 1949 auch als Polizist in L.A. tätig, bevor er in den 1960ern schließlich seine Leidenschaft – das Schreiben fürs Fernsehen – zu seinem beruflichen Lebensmittelpunkt machte.

Kein einfacher Mensch

Dass Gene Roddenberry ein Mensch mit Licht und Schatten war, ist hinlänglich bekannt. Sein Leben ist in Büchern und Filmdokumentationen umfangreich aufgearbeitet worden, etliche seiner Zeitgenossen wussten sowohl Gutes als auch weniger Gutes über ihn zu berichten.

Seine Kreativität, sein Mut und seine Durchsetzungsfähigkeit waren derweil unbestritten. Allerdings neigte er auch dazu, extrem stur und rechthaberisch zu sein. Sein rigoroses Umschreiben von eingereichten Drehbüchern kam bei vielen “Star Trek”-Autoren und Autorinnen nicht gut an und führten mitunter zu schweren Konflikten hinter den Kulissen. Ein anderes Thema sind seine Frauengeschichten und die damit verbundenen Vorwürfe hinsichtlich Sexismus und Übergriffigkeit.

Dies alles gilt es in einem Biopic fair und sachlich aufzuarbeiten. Eine Verklärung des Menschen Gene Roddenberry ist hier ebenso wenig angebracht wie eine posthume Demontage des Mannes, der der Fernsehwelt “Star Trek“ geschenkt hat. Ob der Film diese Prämisse wird erfüllen können, werden wir hoffentlich in einigen Monaten beurteilen können.

Hauptrolle noch unbesetzt

Einen Hauptdarsteller gibt es bisher ebenso wenig wie einen Filmtitel und ein angepeiltes Erscheinungsdatum.

Wer könnte in der geplanten Biopic Gene Roddenberry verkörpern? Nutzt die Kommentarfunktion, um uns eure Vorschläge dazulassen.

Quelle: Deadline

Matthias Suzan
Matthias Suzan
Matthias' Leidenschaft für "Star Trek" wurde 1994 mit knapp zehn Jahren durch "The Next Generation" geweckt. TNG und DS9 sind bis heute seine Lieblingsserien. Es sind vor allem die politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Themen des Trek-Universums, die ihn faszinieren. Aber auch die vielen, tollen Raumschiffe haben es dem passionierten Modellbauer angetan. Matthias ist seit 2017 Teil der TZN-Redaktion.

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