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    FedCon 29 – Teil 1: Rückblick zur Reunion

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    Am vergangenen Wochenende fand die FedCon 29 in Bonn statt. Der erste Teil unseres Berichts zur Fedcon 29 dreht sich vor allem um die Rahmenbedingungen des diesjährigen Fantreffens. Im zweiten Teil stehen dann die einzelnen Panels im Fokus.

    Back to Fedcon

    So ironisch es klingen mag, aber mit genau diesen Worten begann vor zwei Jahren mein Artikel zur Fedcon 28. Nach einer lange Zeit haben wir nun endlich wieder eine Fedcon gehabt. Die Fedcon 29 fand wie immer im Maritim Hotel in Bonn statt und konnte eine Menge Gaststars aufbieten. Allerdings war diese Con auch ein wenig von der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie überschattet, worauf ich gleich im Detail eingehen werde. Und so wollte sich dieses Mal der ‘Con-Blues’ – das Vermissen altbekannter Freunde direkt nach der Con – nicht so recht einstellen wie noch in all den Jahren davor. Was zumindest in unserem Fall auch daran lag, dass viele der besagten Freunde dieses Jahr gar nicht vor Ort waren.

    Auch dieses Mal waren wieder Modellausstellungen und interessante Workshops am Start, die auch allesamt in gewohnt guter Qualität aufwarteten. Doch in diesem Jahr fiel alles ein bisschen kleiner aus. Dies fing bei den Händlerräumen an und ging sogar bis zu den Panels selbst. Dabei gab es für besonders Interessierte (oder die ganz Harten, die eine Woche Party machen können) noch ein Double Feature, denn ein Wochenende vor der Fedcon hatte die aktuelle Magic Con stattgefunden. Man konnte hier sogar beide zusammen buchen und die Tage dazwischen mit den Dagebliebenen verbringen.

    Eindrücke der Opening Ceremony (Bild: Tom Götz, TZN)

    Ein Wochenende Con

    Doch bevor wir uns dem ganze Covid-Thema widmen, möchte ich zunächst noch auf einen Punkt eingehen, der bereits in der Artikelreihe zur Fedcon 28 Thema war.

    Die Con ging diesmal nur drei Tage, also von Freitag bis Sonntag. Der Montag wurde – als nicht-rentabler Tag – ersatzlos gestrichen. Dies hatte im Nachgang zur Fedcon 28 durchaus zu einem gewissen Unmut geführt. Allerdings muss man an dieser Stelle festhalten, dass die Con schon einmal als eine Drei-Tage-Con stattgefunden hat. Das ist zwar schon gute zehn Jahre her, aber anschließend wurde auf vier  Tage aufgestockt – und das, ohne zugleich den Eintrittspreis der Con zu erhöhen.

    Nun ist man also wieder zu einer dreitägigen Con zurückgekehrt. Angesichts der Pandemie geht diese Entscheidung vielleicht auch in Ordnung. Allerdings muss man auch festhalten, dass die Con dadurch nicht nur gefühlt früher zu Ende ging. Ein kleines Gefühl des Vermissens bleibt also zurück, auch wenn diese drei Tage, davon abgesehen, wieder schön waren.

    Ob es je wieder vier Tage werden? Schwer zu sagen, aber in nächster Zeit wohl erst einmal nicht. Wie erwähnt kamen die drei Tage dem Pandemie-Geschehen sicher entgegen: Aber ein wenig schade bleibt es trotzdem.

    ….unter Pandemie-Bedingungen

    Und dann ist da auch noch die andere “Schattenseite” der diesjährigen Fedcon. Denn die Pandemie hat zugeschlagen, weswegen der ursprüngliche Termin bekanntlich verschoben werden musste – und das gleich mehrmals. Was auf dem Papier wie etwas klingt, dass viele in der Pandemiezeit getroffen hat, war es in der Praxis aber mehr schlecht als recht.

    Vor allem in der Anfangszeit – also als noch nicht abzusehen war, ob die FedCon 29 tatsächlich wird stattfinden können – waren durchaus Aussagen zu lesen, wie beispielsweise der Aufruf, dass man die FedCon-Organisatoren doch bitte unterstützen möge und dementsprechend das gezahlte Geld auf sich beruhen lassen solle. Das mag für den Eintrittspreis von 130 Euro vielleicht noch in Ordnung sein. Eine Summe von 400 Euro für ein Hotelzimmer ist aber gewiss noch einmal eine ganz andere Sache. Denn das ist durchaus ein ordentlicher Batzen Geld, auf den man verständlicherweise nicht so einfach verzichten möchte.

    Eindrücke aus der Artshow (Bild: Tom Götz, TZN)

    Wobei sich die ganze Angelegenheit ohnehin nicht ganz so einfach dargestellt hat. Eine Rückgabe des Geldes gab es nämlich nicht. Man konnte sich allenfalls Gutscheine ausstellen lassen – oder sich auf die nächste (reguläre) Con umschreiben lassen. Zumindest einige in unserem Freundeskreis hatten damit so ihre Probleme. Und wenn du am neuen Termin nicht konntest, wurden die Probleme sogleich größer. Die Veranstaltung sei schließlich nicht abgesagt, sondern lediglich verschoben worden, so die Argumentation. Doch auch das Umschreiben auf den neuen Termin ging nicht reibungslos vonstatten, zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt (wie wir auch aus eigener Erfahrung berichten können).

    Auf der einen Seite ist das absolut verständlich, denn die Schauspieler müssen ja auch bezahlt werden. Und wenn zu viele Con-Gäste am Ende doch noch abspringen, wird es eben kritisch hinsichtlich der Finanzierung. Auf der anderen Seite sieht guter Kundenservice dann aber doch etwas anders aus.

    Am Ende waren – zumindest gefühlt – ein gutes Stück weniger Leute auf der Con als in den Jahren zuvor. Und bei den Photoshoots musste man pandemiebedingt Abstand halten, außer die jeweiligen Schauspieler wollte was anderes. Auch das ist natürlich auf der einen Seite verständlich. Es schlug sich aber – wie so vieles – in negativer Weise auf die Atmosphäre der Con nieder.

    Doch genug davon. Kommen wir nun zu den angenehmen Seiten der FedCon 28.

    Reunion nach langer Zeit

    Es ist wirklich schön gewesen, wieder auf einem solchen Event sein zu können. Trotz der 3G-Regel und strengeren Eingangskontrollen fühlt man sich zwischen den Cosplayern gleich wieder wie zu hause. An Kostümen war wieder einiges geboten worden. Sogar einen Kostümwettbewerb (bzw. Catwalk) gab es.

    Auch eine Modell-Show und Art-Show war enwieder am Start. Und überhaupt war es einfach wieder ein gutes Gefühl, mal wieder im Maritim in Bonn zu sein. Sicherlich, die Händler und auch die Con insgesamt waren dieses Mal ein wenig kleiner, aber allzu sehr aufgefallen ist das allerdings nicht. Noch immer findet man hier alles, was das Science-Fiction-Herz begehrt. Darunter war auch die Enterprise von Playmobil, die bei der Closing-Zeremonie – mit den Autogrammen der anwesenden Stars signiert – für stolze 850 Euro versteigert wurde.

    Eindrücke der ausgestellten Modelle (Bild: Tom Götz, TZN)

    Übrigens gab es diesmal auch keine Trailer zwischen den einzelnen Panels. Der Übergang war nahtlos bzw. es wurde teilweise von Benjamin Stöwe einfach zum nächsten Gast durchmoderiert. Auch dieses Jahr hat sich Stöwe wieder gut gemacht und wenn er Bock darauf hat, kann er den Job gerne noch die nächsten 20 Jahre machen. Dazu aber mehr im zweiten Teil unseres FedCon 29-Berichts. Aber auch die Co-Moderatoren um Nessi und Steffen Volkmer haben wieder gute Arbeit geleistet.

    Die Stars

    Leider gab es in diesem Jahr eine ganze Menge Absagen für die Con. Wobei zumindest einige davon, wie beispielsweise John Barrowman, zumindest für das nächste Jahr zugesagt haben. Er allein soll ja schon eine Koryphäe an sich sein. Also wer noch überlegt, sollte schnell zugreifen.

    Doch auch abseits davon haben in letzter Sekunde noch einige Stars wegen Krankheit abgesagt, unter anderem Blu del Barrio (“Discovery”). Anwesend waren letztlich Claudia Christian (“Babylon 5”), David Nykl, Rachel Luttrell, Paul McGillion, Jewel Staite, Joe Flanigan und Torri Higginson (alle “Stargate: Atlantis”), sowie aus der “Star Trek”-Riege Isa Briones (Soji aus “Picard”), Emily Coutts, Sara Mitich, Patrick Kwook-Choon, David Ajala, Antony Rapp und Sonequa Martin-Green (alle “Discovery”).

    Sonequa Martin-Green und Joe Flanigan mussten die Con allerdings frühzeitig verlassen (letzterer wegen gesundheitlicher Probleme). Die Burnham-Darstellerin und ihr Kollege David Ajala trafen zudem verspätet ein und waren demnach auch bei der Opening Ceremony nicht anwesend. Selbst Benjamin Stöwe kam erst kurz vor den beiden auf der Con an, übernahm aber wie erwähnt den Posten des MoC (Master of Ceremonies).

    Eindrücke aus dem Discovery Panel (Bild: Tom Götz, TZN)

    Spaß hatten die Stars aber offensichtlich alle. Allerdings wurde ich persönlich das Gefühl nicht los, dass man bei einer “normalen” Con  – also ohne Corona-Einschränkungen – ein noch angenehmeres Gefühl für selbige hätte herstellen können. Ganz so begeistert wie in den Vorjahren schienen sie nicht zu sein. Aber auch hier kann ich mich getäuscht haben.

    Trotzdem waren allesamt nett und bei der Sache. Selbst Kenric Green, der Mann von Sonequa Martin-Green, war dabei und mischte sich unter das Publikum (auch hierzu in Teil 2 mehr).

    Vor allem Sonequa Martin-Green und Anthony Rapp waren mitunter die beliebtesten Stars auf der FedCon und hatten dementsprechend lange Schlangen bei ihren Foto- und Autogrammstunden.

    Fazit

    Trotz der (nervigen) Corona-Einschränkungen war die Con wieder gelungen. Vielleicht nicht so stark wie bei der direkten Vorgänger-Con, aber ein gewisses heimeliges Gefühl stellte sich wie immer auch hier ein.

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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