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    StartLiteraturSuperhelden-BücherRezension: "Black Hammer/Justice League: Hammer der Gerechtigkeit"

    Rezension: “Black Hammer/Justice League: Hammer der Gerechtigkeit”

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    Ein Crossover der besonderen Art bei uns im Review.

    Inhalt (Klappentext):

    Abraham Slam, Golden Gail, Barbalien, Colonel Weird und Madame Dragonfly, die Helden von Spiral City, sind seit einem Kampf gegen einen übermächtigen Gegner auf einer Farm in einer fremden, seltsamen Realität gefangen, die sie nicht verlassen können. Zugleich kämpft in einer anderen Dimension die Justice League gegen Starro den Eroberer, der Supermans Heimatstadt Metropolis bedroht. Fast ist die Schlacht gewonnen, als ein geheimnisvoller Fremder erscheint – und Batman und sein Team auf jene Farm in der fremdartigen Dimension entführt, während Abraham Slam und seine Gefährten den Platz der Justice League einnehmen. Hinter all dem Chaos steckt ein Feind mit unglaublichen Fähigkeiten, und beide Teams müssen sich verbünden, um diesen Gegner zu besiegen …

    Black Hammer/Justice League (Panini)
    Black Hammer/Justice League

    Kritik

    Wenn es ein Crossover zwischen zwei Verlagen gibt, ist das immer was Besonderes. Auch DC und Marvel hatten das schon, nun erwischt es Black Hammer und Justice League. Zeichnungstechnisch ist man dabei eher etwas vom üblichen Superheldenstil abgerückt. Auch hier wirkt alles etwas schlichter und kantiger, vor allem in den Charakteren und Umgebungen. Das ist im ersten Moment natürlich gewöhnungsbedürftig, da die Helden aber zwischen den Dimensionen reisen unterstützt es auch etwas den surrealen Eindruck.

    Storytechnisch tauschen die Helden dabei zunächst die Plätze. Wie bei einem derartigen Crossover schon fast obligatorisch gibt es Missverständnisse zwischen den Helden und sie werden erstmal arretiert und von Aquaman und Co. verhört. Normalerweise kämpfen die Helden bei den Crossovers ja miteinander, bevor sie feststellen, das sie auf derselben Seite stehen und gegen den Bösewicht vorgehen. Das ist hier zum Glück nicht der Fall.

    Zwar gilt es auch hier, herauszufinden, wer wer ist, aber dies geschieht durch eine Befragung und nicht durch einen Kampf. Überhaupt gibt es eher erstaunlich wenig Kämpfe. Zwischendrin und zu Beginn mal ein Monsterchen, aber diese dienen eher zum Auftakt der Story und ein richtiger Heldenclash bleibt aus.

    So konzentriert man sich auch eher auf das charakterliche, wobei natürlich vor allem Clark auf der Farm glänzen darf, während Bruce eben immer noch nach Auswegen sucht. In unserer Welt ist es vor allem Golden Gail, die versucht, ihre Kräfte wieder zu erlangen und dabei durch so einige Strapazen gehen muss. Die anderen Charaktere bleiben da etwas im Hintergrund, bekommen aber immerhin die ein oder andere schöne Szene spendiert.

    Denn davon lebt dieser Comic vor allem: Von der Interaktion der Helden miteinander. Wenn Gail etwa ihr magisches Wort sprechen muss, um sich zu verwandeln, erinnert das nicht von ungefähr an Shazam. Und wenn die beiden Marsianer aus unterschiedlichen Welten zusammentreffen und sich über ihr komisches Aussehen wundern.. tja, dann weiß man, das Black Hammer eigentlich eine Superhelden-Persiflage ist. Diese Szenen sind dann auch das Highlight des Bandes. Immerhin, nachdem man den Bösewicht besiegt hat, geniessen die Charaktere ein Stelldichein und auch hier lebt man wieder von den Interaktionen untereinander.

    Der später präsentierte Bösewicht ist indes ein alter Bekannter, dessen Streiche schon für so manche Verwirrung gesorgt haben. Zwar ist das irgendwie passend, es hätte an der Stelle aber durchaus noch ein etwas stärkerer Twist sein dürfen. Zumal die Story dann auch irgendwie mit einem Cliffhanger endet, bei dem man sich fragt, wie es wohl weitergehen soll. Denn hier kann ja eigentlich nur ein ultimativer Clash folgen.

    Fazit

    Ein Band, der zum einen zeichnungstechnisch etwas gewöhnungsbedürftig ist, zum anderen aber auf allzu ausufernde Kämpfe zwischen den Heldenteams verzichtet und auf witzige Interaktion setzt. Das funktioniert denn auch ganz gut, wohingegen der Bösewicht eher etwas enttäuschend ist. Für die schnelle Unterhaltung zwischendurch aber durchaus geeignet.

    Bewertung 3 out of 5 stars (3 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Jeff Lemire
    Zeichner: Michael Walsh
    Originaltitel: Black Hammer/Justice League: Hammer of Justice 1-5
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
    Übersetzer: Katrin Aust
    Seitenanzahl: 172
    Preis: 20.- Euro
    ISBN: 978-3-7416-2464-3
    Verlag: Panini

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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