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    Rezension: Das Buch von Boba Fett 1×07 – “Für die Ehre” / Staffel-Recap

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    Die letzte Folge der ersten Staffel fährt nochmal alle Register auf. In unserer Spoiler-Review mit kurzem Staffel-Recap beleuchten wir nochmal die wesentlichen Details.

    Vorbereitung vor dem großen Knall

    Die Spatzen pfiffen es ja schon von den Dächern und auch hier lässt man sich nicht lange Zeit lumpen, sondern präsentiert uns nach wenigen Minuten Grogus Wahl. Denn R2 bringt den kleinen nach Tatooine. Einige werden jetzt sicher wieder “Merchandise“ rufen, für andere war es nach der Entwicklung in den neuen Filmen halt klar.

    Auch sonst steht der Beginn ganz im Zeichen der großen Schlacht. Denn es ist ernst und man bereitet alles vor. Wobei hier vor allem Cad Bane hervorsticht, der mit Boba redet. Hier wird schön die Vergangenheit der beiden aufgearbeitet, auch wenn es im Detail sicher noch schöner gegangen wäre.

    Hier geht man aber generell etwas “dreckiger” vor, wobei man immer noch unblutig bleibt. So werden die Gegner reihenweise umgenietet oder gefressen. Und am Ende, das wird jetzt hier gleich gespoilert  – also Achtung – stirbt auch Cad Bane. Boba Fett ist eben doch ein Killer (da würde wohl jeder Fan zustimmen) und die Wendung tut der Handlung an der Stelle sichtlich gut. Auch nett, dass darauf eingegangen wird, dass Cad eigentlich schon ziemlich alt ist.

    Ich habe das inzwischen nochmal nachgerechnet. Wenn Boba 32 VSY geboren wurde, ist er jetzt gerade mal um die 41 (Temuera Morrison ist schon über 50). Und wenn Fennec 19 VSY ca. 17 bis 19 war, dann ist sie jetzt auch um die 45 bis 47 Jahre alt. Also sind beide noch gut bei der Sache. Lediglich Bane geht wirklich auf die 70 zu. Daher ist sein Ende hier sicher gerechtfertigt.

    Auch die Vespa-Gang, wie sie inzwischen von den Fans genannt wird, ist hier wieder präsent. Wobei mir die Charaktere zwar erneut zusagen, ihre “Motorräder“ aber immer noch nicht.

    Und dann sind da natürlich noch Mando und Fennec, die obligatorisch ebenso drauf hauen dürfen. Warum man Grogu dann als Überraschung unter den Tüchern versteckt? Nun ja, für den Zuschauer ist natürlich offensichtlich, was unter dem Tuch steckt. Aber das Auftauchen unserer Mechanikerin ist humorvoll in Szene gesetzt. Aber das kann man ja auch von “Star Wars” inzwischen durchaus erwarten (in Anlehnung an “Marvel”).

    Mischt auch wieder mit: Cad Bane (Bild: “Das Buch von Boba Fett” 1×07, Disney+)

    Für den Humor sorgt übrigens auch der Twi’lek-Majordomus, den wir ja auch schon die Staffel über kennen. Der funktioniert hier ebenso recht gut, wobei man natürlich schon ahnen kann, was Boba letztlich auf die Tafel geschrieben hat.

    Verrat an allen Ecken

    Auch die Pykes dürfen ihren (vorerst) letzten Auftritt absolvieren. Wobei diesbezüglich die Frage im Raum steht, ob man wirklich die Verbindung zu den Sandleuten noch gebraucht hätte. Ja, so irgendwie hat man es sich schon gedacht. Und Bane benutzt es, um Boba zu einer emotionalen Reaktion zu bewegen, was ja auch fast klappt. Es wirkt aber im Blick auf die restliche Folge (oder auch die vergangenen Folgen) etwas überflüssig.

    Dass die Leute von Freetown eintreffen, war ja letzte Woche schon ziemlich offensichtlich. Tatsächlich sind sie in der Schlacht das Zünglein an der Waage. Etwas schade ist, dass (zunächst) erwähnt wird, Vanth sei tot. In der letzte Folge hatte man eigentlich noch gesehen, dass die Bewohner hingerannt sind, und ihm einen Verband angelegt hatten. Das Ganze wird durch die After Credits-Szene etwas relativiert, denn dort liegt Vanth im Bactatank von Boba. Der Droiden-Tätowierer (oder besser: Droiden-Chirurg) ist auch anwesend. Allerdings muss man sich fragen, ob das jetzt das Allheilmittel gegen den Tod ist, so inflationär wie das in der Serie eingesetzt wurde. Das war mir dann schon fast wieder zu viel des Guten.

    Auch etwas dumm ist es, Krrsantan bei den Trandoshanern abzusetzen. Immerhin sind die beiden Spezies Todfeinde und er hat wenige Folgen vorher noch unblutig den Arm abgerissen. Aber gut, da Trandoshaner-Körperteile nachwachsen, war das in dem Fall verkraftbar. Hier hätte er aber durchaus mit der Vespa-Gang tauschen können. Sowieso ist es interessant, dass am Ende eben doch alle Boba wieder verraten. Wobei zumindest das Ende der Gamorreaner nicht ganz unerwartet kam. Die Schweinsnasen waren schon in den “Legends” nicht die hellsten Kämpfer.

    Wie erwähnt kommt die Vergeltung in Form von Fennec recht schmutzig. Und man muss es einfach erneut sagen: Das ist eigentlich das, was man von einer Boba-Serie erwartet hätte. Doch bevor wir jetzt völlig den Faden verlieren, zurück zu Krrsantan.

    Die neuen Kampfdroiden im Einsatz. (Bild: “Das Buch von Boba Fett” 1×07, Disney+)

    Der wird am Ende unter einer Trandoshaner-Lawine begraben und man muss sich schon fragen, wie er da wieder rauskam. Klar, einen durchaus beliebten Charakter wie Krrsantan tötet man mal nicht einfach so. Wobei das wiederum ein Knall gewesen wäre, immerhin konnte ich mit dem Wookiee noch nie viel anfangen. Am Ende humpelt er aber zurück in die Sicherheit von Boba und wirkt fast ein wenig wie der unsterbliche, unantastbare Held, der er eigentlich nicht ist.

    Der große Knall

    Was dann abgefahren wird, ist allerdings ein Effektfeuerwerk, das auf dem kleinen Bildschirm so sicherlich seinesgleichen sucht. Und das sich hinter dem typischen “Star Wars”-Flair nicht verstecken braucht! Das können sie halt und das wird auch hier wieder geliefert.

    Also besser nicht zu viel über die Logiklöcher nachdenken, sondern an der Stelle einfach berieseln lassen. Dann klappt es auch mit dem Finale. Genau genommen stehen die “Helden“ nämlich auf verlorenem Posten und können das Ruder trotzdem noch herumreißen. Warum ist Cad Bane nicht eigentlich schon früher aufgetaucht? Dann hätten die Leute um Boba sicher verloren. Braucht eigentlich während des ganzen Gefechts nicht einmal irgendwer neue Munition oder neuen Treibstoff für die Jetpacks? In der heutigen Zeit geht zumindest Letzteres ziemlich schnell aus.

    Eine Schlacht mit großen Armeen ist das Finale dann aber doch nicht geworden. Das Fußvolk wirkt etwas mickrig im Vergleich zum Rest. Aber das kann man der Serie nicht unbedingt ankreiden. Was dann zum Einsatz kommt, sind neue Droiden. Dabei handelt es sich um größere Modelle der aus den Klonkriegen bekannten Droidekas. Und ja, vermutlich wird’s davon wieder neue Lego-Modelle geben.

    Auf der einen Seite ist der Kampf mit den Droidekas visuell natürlich äußerst gut in Szene gesetzt worden. Auf der anderen Seite verhalten sich diese Droiden aber teilweise einfach nur dumm. So stoßen sie ihre Gegner beispielsweise einfach nur weg, anstatt ihnen den Rest zu geben. Und dass sich die Freetown-Leute hinter einer einfachen Wand so lange verstecken können und die Droiden diese nicht einfach wegsprengen, will mir auch nicht so recht einleuchten….

    Dafür ist der Einsatz des Rancors einfach wieder eine Wucht. Dass Boba auf ihm reitet, war zu erwarten gewesen. Es ist aber schön, dass man die “Trainingsszenen” in der Serie nicht breitgetreten hat. Wenn man an die hölzernen Bewegungen des Rancors in “Episode VI” denkt… Aber gut, damals war die Technik auch noch nicht so weit wie heute. Selbiges gilt natürlich auch für die Jetpack-Einsätze. Kein Vergleich zu dem eher schwachen Auftritt Bobas damals in den 80ern.

    Was man also bisher bestenfalls in den Romanen und Comics gesehen hat, darf man nun auf der kleinen (großen) Leinwand bewundern. Wobei es am Ende eine Anlehnung an “King Kong” gibt, als der Rancor den hohen Stadtturm hinaufklettert. Ein Glück auch, dass Mando seine Rüstung hat. Sonst wäre der Kopf jetzt wohl ab…

    Das Ende kommt dann aber nicht wie im Monsterfilm-Vorbild, sondern in Form von Grogu, der die Macht einsetzt. Das ist ein interessanter Kniff und ja, ich gebe es zu: Den Kleinen neben dem Großen schlafen zu sehen, ist halt einfach nur süß.

    Einfach süß: Grogu und der Rancor (Bild: “Das Buch von Boba Fett” 1×07, Disney+)

    Ebenso süß ist auch die Schlussszene, in welcher der Mando mit Grogu im wahrsten Sinne des Wortes nochmal auf die Tube drückt. Was einen zu der Frage zurückführt, ob man hier Mando oder Boba sieht…

    Fazit

    Ein paar Logiklöcher verwehren dieser Episode den Zutritt zu den Traumwertungen von letzter Woche. Auch sollte man außer einem Effektspektakel nicht allzu viel erwarten. Das ist aber wiederum derart gelungen, dass es sich nicht zu verstecken braucht und durchweg Laune macht. Wenn man damit klarkommt, kann auch das Finale nochmal punkten.

    Bewertung 4 out of 5 stars (4 / 5)

    Episoden-Infos

    Episodennummer 7
    Originaltitel In the Name of Honor
    Deutscher Titel Für die Ehre
    Erstausstrahlung 09. Februar 2022
    Erstausstrahlung Deutschland 09. Februar 2022
    Drehbuch Jon Favreau
    Regie Robert Rodriguez
    Laufzeit 58 Minuten

    Recap: Rückblick auf Staffel 1

    Was ist nun beim Rückblick auf die Staffel an sich zu sagen?

    Nun, nach einem gelungenen Start gings mit “Boba” zunächst leider strikt nach unten, bevor die Folgen um den Mandalorianer das Ruder dann glücklicherweise wieder herumreißen konnten.

    Genau genommen müsste man die Folgen 5 und 6 allerdings aus dieser Gesamtbetrachtung herausnehmen, denn sie gehören eigentlich zu einer anderen Serie (“The Mandalorian”). Und unter dieser Prämisse versagt “Das Buch von Boba Fett” leider auf ganzer Linie.

    Fans monieren zurecht die Demontage des coolen Boba, der hier eher wie der gütige Onkel Mister Miyagi von nebenan daherkommt, von der letzten Folge vielleicht mal abgesehen. Dessen Charakterentwicklung kann nicht wirklich überzeugen, was leider auch für Darsteller Temuera Morrison gilt, der hier etwas hölzern agiert. Und dabei wird sich jetzt nicht darauf bezogen, dass der Schauspieler nicht so drahtig ist wie einst Jeremy Bulloch.

    Auch wenn das Finale wieder überzeugen kann, ergibt dies in der Gesamtwertung – also ohne die Folgen 5 und 6 – aber nur einen guten Anfang und ein gutes Ende. Aber alles dazwischen könnte auch weggelassen werden. Wobei vor allem die Gegenwartshandlung eher schleppend vorankam.

    Ich bleibe also dabei, dass man das Ganze auch in einem Film mit einer Laufzeit von 90 bis 120 Minuten hätte erzählen können. Und damit wäre man wohl auch besser gefahren.

    Bewertung der Staffel 3 out of 5 stars (3 / 5)

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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