StartLiteraturRezension: "Nach dem Krieg 2 - Feuer der Erlösung"

Rezension: “Nach dem Krieg 2 – Feuer der Erlösung”

Wir sehen uns den zweiten Teil der Fantasy-Reihe an.

Deutscher TitelNach dem Krieg 2 - Feuer der Erlösung
OriginaltitelAfter War 2 - Salvation Fire
Buchautor(en)Justina Robson
ÜbersetzerKerstin Fricke
VerlagPanini
Umfang (Seiten)427
Preis17 Euro
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2021
ISBN978-3-8832-4176-5

Wir sehen uns den zweiten Teil der Fantasy-Reihe an.

Inhalt (Klappentext)

Die Nekromanten der Tzarkomanen opferten dereinst tausend Frauen, um eine Braut für den Blutschlächter zu erschaffen. Doch der Blutschlächter ist tot, und so darbte die Kreatur, die seine ewige Herrschaft sichern sollte, verlassen von ihren Schöpfern an einem längst vergessenen Ort. Bis heute … Wird die Braut des Schlächters die Götter nun wieder zurückholen oder wird sie das Ende aller Tage herbeiführen? Alles hängt von dem Wesen ab, das sie gefunden hat: Kula, ein kleines Mädchen mit gebrochenem Herzen, das nichts mehr zu verlieren hat.

Kritik

“Feuer der Erlösung” ist der zweite Band der Reihe “Nach dem Krieg” und bietet auch die gleiche Heldentruppe, deren Abenteuer hier nahtlos fortgeführt werden, wenn auch eben von einem anderen Autor.

Dementsprechend beginnt das Abenteuer auch mit der Hochzeit von Celestaine und Heno, der hier in der Fantasy-Welt quasi dem Ork-Äquivalent entspricht. Damit wird auch gleich ein Statement gesetzt, dass es eben auf die inneren Werte ankommt. Dies war aber bereits im ersten Band ebenso der Fall gewesen.

Rezension: "Nach dem Krieg 2 - Feuer der Erlösung" 1

Das ultimative Böse ist besiegt und nun brauchen die Helden – wie schon zuvor – eine neue Aufgabe. Diese finden sie in der Suche nach den verlorenen Göttern. (Spürt hier noch jemand “owder Mage”-Vibes?)

Wie schon im ersten Band stellt sich auch hier das Gefühl ein, irgendetwas verpasst zu haben – vor allem was die Vorgeschichte an sich angeht. Wer also zumindest den ersten Band nicht kennt, der wird hier etwas ins kalte Wasser geworfen und kann mit der gleich zu Beginn startenden Hochzeit und den Helden wohl eher wenig anfangen.

Auch die Archäologen Catt und Fisher sind wieder mit von der Partie. Und auch hier offenbart sich einem die ganze Welt erst dann, wenn man den Vorgänger-Band kennt.

Die Story an sich ist leider auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, hier fehlt einfach das Neue. Wie gesagt, das kennt man so ähnlich schon von woanders her. Zudem ist die Hatz nach den besagten Göttern überraschenderweise gar nicht das tatsächliche Hauptthema der Geschichte. Okay, streng genommen ist sie es schon, aber diese Reihe wird eher so nebenbei verfolgt. Dafür spricht auch das Ende, denn erst 20 Seiten vor Schluss sind die Helden auch am Ziel. Der finale Kampf wird daher auch schnell und unspektakulär abgehandelt.

Und zur großen “Überraschung” überleben auch alle. 😉

An dieser Stelle hätte man aber der Dramaturgie wegen durchaus den ein oder anderen Tod einbauen können. Auch der Umstand, dass eigentlich viele Helden ihre eigenen Ziele verfolgen und sich öfter mal von der Gruppe absetzen, macht es hier nicht wirklich besser. Vor allem auch deshalb, weil die Suche nach dem “Alles-Buch” oder eben die Infos darüber für die Haupthandlung um die Götter letztlich auch irgendwie belanglos bleibt.

Dass der Roman unter dem Strich aber doch recht passabel ist, liegt indes an den guten Charakteren. Mit Kula, Lysandra und Tricky werden drei neue Gefährten eingeführt, welche die Helden auf ihrer Reise begleiten. Klar, die haben auch ihre Geheimnisse, aber diese Figuren entwickeln sich eben von unerfahrenen Charakteren zu erfahrenen Kämpfern. Und vor allem deren anfängliche ersten Schritte sind witzig anzusehen.

Hier gelingt es tatsächlich, die Geschichte bis zum Ende von diesen Charakteren tragen zu lassen. Das lässt mich unter dem Strich auch etwas über die verschiedenen Story-Unzulänglichkeiten hinwegsehen.

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Die Hauptstory wird irgendwie etwas vernachlässigt und die Suche der einzelnen Charakteren macht im Gesamtkontext manchmal nur wenig Sinn. Dafür werden aber drei neue Charaktere eingeführt, die mit Witz und Charme bis zum Ende das Buch durchaus zu tragen vermögen. Deswegen hat der Roman an dieser Stelle eine Tendenz nach oben.

REVIEW OVERVIEW

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Die Hauptstory wird irgendwie etwas vernachlässigt und die Suche der einzelnen Charakteren macht im Gesamtkontext manchmal nur wenig Sinn. Dafür werden aber drei neue Charaktere eingeführt, die mit Witz und Charme bis zum Ende das Buch durchaus zu tragen vermögen. Deswegen hat der Roman an dieser Stelle eine Tendenz nach oben.Rezension: "Nach dem Krieg 2 - Feuer der Erlösung"
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