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StartSerienRezension: "Doctor Who 1x01 - Weltraumbabys"

Rezension: “Doctor Who 1×01 – Weltraumbabys”

Auch wir werfen einen Blick auf die neue Doctor Who-Staffel, deren Start bei Disdney+ etwas problematisch war. Doch der Reihe nach – zunächst, wie immer, die obligatorische Spoiler-Warnung.

Probleme zum Start

Zeitgleich in vielen verschiedenen Ländern, natürlich synchronisiert. Das war einer der Gründe, warum die Serie zu Disney wanderte. Die internationale Distribution sollte besser werden – und vor allem in der heutigen Streamingzeit zeitgleich erfolgen. Als dann jedoch am 11.Mai die ersten neuen Doctor Who-Folgen auf Disney zu sehen war, fehlte die deutsche Tonspur.

Es waren viele Länder auswählbar neben Englisch, deren Sprache man sich anhören konnte – nur eben nicht die Deutsche. Infos gab es keine, der Aufschrei war natürlich groß. Wer etwas im Netz herumsucht, kann sich seine Infos selbst zusammensuchen. Scheinbar war jemand im Synchronstudio krank und es kam zu Verzögerungen. Oder war es doch die Technik?

Tja, richtig durchblicken war an der Stelle schwer – wie gesagt, man schaffte es nicht, seitens Disney, hier irgendwas zu kommunizieren. Fehler passieren, kein Thema, aber hier alle im Regen stehen zu lassen ist nicht die feine Art. Inzwischen liegt die Synchro vor – zumindest zu den Folgen 1 und 3, obwohl die zur 2 eigentlich zeitgleich mit 3 hätte on gehen sollen, nunja. Jedenfalls können wir nun auch über die Folge berichten (na gut, hätten wir schon vorher gekonnt, aber es gibt durchaus Leute, die auf Deutsch schauen wollen).

Ach ja, erwähnen sollte man auch noch, dass “Vom Himmel hoch“, also das letzte Special, welches Rubys Origin-Story beinhaltet, inzwischen doppelt beim Streaming-Dienst aufgetaucht ist. Es ist nämlich auch quasi als Folge 1 der neuen Staffel zu sehen. Das macht insofern Sinn, als dies wirklich die Auftaktfolge ist, mit der man in den neuen Doctor starten sollte.

Exposition zu Beginn

Die Folge geht genau da weiter, wo man zuvor aufgehört hat: Ruby geht in die TARDIS und es geht los. Und zwar mit einer Erklärung des Doctors. Um Neulinge abzuholen erzählt dieser nämlich nochmal seine ganze Geschichte. Und ja, für Fans ist das natürlich schon etwas langweilig – und vor allem repetitiv. Denn im Grunde ist man wieder da, wo man schon zu Beginn der neuen Ära 2005 war.

Gallifrey zerstört (mal wieder), Doctor der letzte der Time Lords (mal wieder)… Bis halt wieder irgendwo einer ausgegraben wird. Kennt man ja – aber okay, da die Zählweise wieder bei Staffel 1 anfängt, muss man neue Zuschauer abholen, da geh’ ich ja so weit mit. Danach… Wirds aber schwierig. So schön es auch ist, die Szenen mit Doctor und Ruby zu sehen… es erinnert aber nunmal alles an den Start des 9.Doctors.

Zu Beginn gibt es dann auch noch einen kleinen Joke über den Schmetterlingseffekt. Kann man machen, war aber bislang, wie der Doctor schon sagt, eigentlich nie Thema.

Denn die eigentliche Story ist… Sagen wir mal vorsichtig etwas abgedreht. Der Doctor und Ruby landen auf einer Raumstation, die von Babys geführt wird. Deswegen auch der Episodentitel. Wer kommt auf solche Ideen und warum sowas zum Staffelauftakt? Das sind sicher gute Fragen und das Behind the Scenes dürfte sicher interessant werden.

Natürlich können die Babys in echt noch nicht sprechen, aber man merkt hier nicht, wann der Übergang zu CGI ist – das ist also sehr gut gelungen und fügt sich nahtlos in die Folge ein. Was man vom Rest der Folge jetzt aber nicht unbedingt behaupten kann. Denn die plätschert im Grunde etwas vor sich hin.

Zurecht kann man sich an der Stelle fragen, ob eine derartige Folge als Einstieg wirklich neue Zuschauer anzieht – oder eher abschreckt. Die Kinder verhalten sich eben wie, nun, Kinder, und da ist sicher das ein oder andere Klischee dabei. Und auch die Erklärung für den Butzemann ist… fragwürdig. Ein Monster aus Popeln? Das mag ja vielleicht noch irgendwie angehen, aber es quasi semi-intelligent zu gestalten halte ich dann schon für mehr als weit hergeholt.

Und im Grunde ist das auch alles, worum es in dieser Folge geht: Den Kindern helfen, das Monstermysterium aufklären und zwischendrin etwas Erklärung einstreuen. An und für sich sind manche Ideen ja noch okay. Welches Elternteil wünscht sich nicht eine vollautomatische Bedienung der Kinder? Aber ich verstehe jeden, der mit dieser Abgedrehtheit nichts anfangen kann. Da ist man von RTD (Russel T. Davies) eigentlich anderes gewohnt.

So richtig werde ich auch mit Ncuti Gatwa als neuem Doctor noch nicht warm. Der ist irgendwie noch weit von den anderen Inkarnationen entfernt. Aber das mag sich ja vielleicht auch noch bessern. Und was die Charaktere angeht, so gibt es dann noch Jocelyn, aber eigentlich ist die nicht näher erwähnenswert, sie ist eben halt die Nanny und die, die alles am Laufen hält. Wobei man sich schon fragen kann, warum sie nicht auf “Aus” drückt, als sich der Doctor heldenhaft zum Butzemann in die Luftschleuse stürzt. Immerhin sieht sie das ja.

Und besagtes Monster wird bis kurz vor Schluss auch immer nur in schnellen Schnitten und mit derselben Einstellung von der Überwachungskamera gezeigt. Warum? War kein Geld da oder wirkte das Kostüm in der Nahaufnahme zu billig?

Die pupsende Raumstation

Ja und dann sind wir eigentlich schon wieder am Ende dieses… Machwerks. Das kann man leider nicht anders beschreiben, denn am Ende muss die Station zum nächsten Planeten bewegt werden. Und wie macht man das? Nunja, die Kackwindeln von 30 Babys, die man über 6 Jahre angesammelt hat, haben inzwischen eine Methanwolke gebildet, die man anzünden kann und die der Station den Speed verleiht.

Ja wirklich, ich denke mir das nicht aus! Hat das mal einer in Echt probiert? Ich bezweifele irgendwie, dass das so funktioniert. Und damit nicht genug, sieht die Raumstation beim Flug wirklich so aus, als würde sie einen fahren lassen. Und deswegen lasse ich diese Rezension besser auch mal ziehen… weil man über diese Folge besser nicht weiter nachdenkt.

Bewertungsübersicht

Bewertung

Fazit

Der Doctor und Ruby haben zwar ein paar schöne Szenen, vor allem zu Beginn und Schluss, auch wenn diese von Exposition begleitet ist. Der Rest der Story um Babys im Weltall ist aber große Ka… nun ja, abgedreht ohne Ende und ohne große Höhen. Wer solchen Szenarien offen gegenübersteht, warum nicht? Aber vielen wird das wohl ein Ticken zuviel sein.
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Nein, nein und nochmals nein! Auch wenn ich nie ein großer Dr.Who-Fan war, frage ich mich hier: Doktor, Who-zu noch die Mühe? Das was in dieser neuen Staffel einem vor die Füße geworfen wird, ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten. Oder unterbieten? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr! Die Muppet, ähm Space-Babies haben weniger Tiefgang als „Schweine im Weltall“! Die Weihnachtliche Pilotfolge war ja noch recht unterhaltsam und wirkte, wenn auch teilweise sehr übertrieben, verheißungsvoll. Zumindest gaukelte die Anfangsfolge es mir so erfolgreich vor, dass ich mir die Space-Babies ansah. Da dachte ich schon: Was ist das denn?!?!… Weiterlesen »

Der Doctor und Ruby haben zwar ein paar schöne Szenen, vor allem zu Beginn und Schluss, auch wenn diese von Exposition begleitet ist. Der Rest der Story um Babys im Weltall ist aber große Ka… nun ja, abgedreht ohne Ende und ohne große Höhen. Wer solchen Szenarien offen gegenübersteht, warum nicht? Aber vielen wird das wohl ein Ticken zuviel sein.Rezension: "Doctor Who 1x01 - Weltraumbabys"
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