Bereits auf Ausgabe 11 hat es die neue Masters-Serie gebracht. Wie immer gilt: Spoiler-Alarm für die Review.
Cover
Das Cover zeigt uns diesmal Hordak, der Moduloks Kopf in einem Glas hochhält. Das wirkt auf den ersten Blick etwas makaber, aber wer natürlich die Wandlungsfähigkeiten von Modulok kennt, der weiß, was es damit auf sich hat. Und auch Kinder müssen sich nicht fürchten, zumindest wenn sie die CD ausklappen, denn da steht die zweite Hälfte von Modulok. Das sagt natürlich in erster Linie Fans etwas, ist aber trotzdem gut umgesetzt.
Und natürlich dürfen wir auch die Figur rechts nicht vergessen, um die es in dieser Folge ja prominent geht: Dragstor. Auch der steht hier und schaut Hordak zu. Zugegeben, ich selbst gehöre jetzt nicht zur Dragstor-Fraktion und verstehe gar nicht, warum die Figur so beliebt ist (vermutlich wegen der Ähnlichkeit zu Autos, Autos und Jungs gehen ja immer).
Langer Rede kurzer Sinn: Das Cover geht mal wieder in Ordnung und die Szene kommt auch so in der Folge vor, aber dazu kommen wir später.
Story
Von der Handlung her springen wir erneut in unser Grenzdorf. Auf der einen Seite ist es ja schön, das man hier immer dasselbe Dorf nutzt und nicht wie im Comic springt, auf der anderen Seite erhält man aber so den Eindruck, dass dieses Dorf der Dreh- und Angelpunkt Eternias ist, und nicht etwa Grayskull oder was anderes. Davon aber abgesehen ist der erste Auftritt von Dragstor, der hier vorbeirast, durchaus gelungen.
Lediglich das Teela gleich zu Beginn wieder eine Vergiftung abkriegt wirkt etwas deplatziert, hatte doch erst in der letzten Folge Adam eine Vergiftung davon getragen. Darauf wird zwar scherzhafterweise sogar eingegangen, das hilft aber nur bedingt, hier hätte man die Folgen vielleicht tauschen können und erst noch eine andere einschieben. Zudem tritt Dragstor dann im weiteren Verlauf etwas in den Hintergrund, er diente quasi nur als Aufhänger, um die Story ins Rollen zu bringen (Achtung, Wortspiel, wegen Dragstor und so).
Nach besagtem Angriff geht es nämlich zum Schattenpfuhl, der natürlich, der Titel lässt es erahnen, aus dem ähnlichen Comic stammt. Schön ist hier, das Hordak hier nicht die Seelen der Dorfbewohner fängt, auch Orko kommt in der Folge gar nicht vor. Hier läuft es also etwas anders, was durchaus positiv zu werten ist. Natürlich gibt es auf dem Weg durch die Schlucht die obligatorischen Gegner, die es auch aus dem Comic gibt (wobei mir der Monstroid hier ein wenig zu wenig monströs beschrieben wird, aber das sind natürlich nur kleine Details). Snout Spout und Clamp Champ dürfen hier indes wieder glänzen und so sehr ich es auch begrüße, wenn Nebencharaktere was zu tun kriegen, so bekommen hoffentlich auch die anderen mal etwas mehr zu tun (oder anders ausgedrückt: von den Nebencharakteren war ich halt auch nie Fan dieser beiden).
Was hier aber erwähnenswert ist, ist zweifellos Hordak und die Implikationen um sein altes Imperium. Hier darf man freilich gespannt sein, was die Zukunft noch bringen wird. Sachen wie das Auftauchen von Galen und seine Verbindung mit Modulok sind für Fans wieder nett, aber das richtige Easter Egg kommt eben auch nur bei diesen an. Trotzdem, ja, das ist an der Stelle auch ein ganz netter Kniff. Ansonsten, das muss man halt auch wieder sagen, plätschert die Folge aber auch stellenweise etwas vor sich hin. Das x-te Felslabyrinth… das ist halt nichts Neues mehr. Und ja okay, das war in den Comics auch immer so eine Standard-Queste, mal sehen, ob es demnächst mehr Abwechslung gibt.
Bonus
Der Bonus bietet diesmal wieder Einblicke in das Making of, das kennt man ja. Ein paar Sachen sind hier auch redundant, wie etwa, was man sich beim Einstieg mit den Gegnern gedacht hat (gab es bereits im Bonus zu Folge 1). Dafür ist nun aber mit Dragstor-Sprecher Jochne Ziebe endlich ein Synchronsprecher in der Runde vor Ort, der von den Aufnahmen und seiner Beziehung zu Motu reden darf. Vielleicht noch keiner des Maincasts, aber ein Anfang.
Zugegeben, so schön es ist, hier mal einen Sprecher dabei zu sehen, so habe ich inzwischen gemerkt, dass man das etwas relativieren muss. Denn zu der Analyse der einzelnen Szenen, vor allem wenn er nicht dabei ist, kann ein Sprecher dann halt nur wenig sagen (andererseits, mit den Hauptsprechern sieht es vielleicht anders aus). Nichtsdestotrotz, trotz einzelner Abnutzungserscheinungen ist der Blick hinter die Kulissen wieder erhellend und deckt weitere Easter Eggs auf.




