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Henning Koonert (hk)02.11.13

"Star Trek Into Darkness": Die Bilanz

"Star Trek Into Darkness" hat mehr eingespielt als jeder Trek-Film zuvor, doch vor allem in den USA hatte man mit noch mehr Kasse gerechnet. Paramount scheint dennoch zufrieden. Wie steht der Film nun da?

Der jüngste "Star Trek"-Film ist inzwischen aus den Kinos verschwunden - hierzulande schon lange, aber auch in Japan und Uruguay, den letzten Kinomärkten, in denen er erst am 23. August beziehungsweise am 19. September in die Kinos kam. Nachdem auch die Auswertung fürs Heimkino längst begonnen hat, wird es Zeit, die finanzielle Bilanz aufzumachen.

"Star Trek Into Darkness" hat mit über 467 Millionen Dollar mehr an den Kinokassen eingespielt als jeder andere Trek-Film zuvor. Sein Vorgänger aus dem Jahr 2009 – bisheriger Einnahmerekordhalter - brachte es auf über 385 Millionen. Gleichzeitig ist häufig zu lesen, der Film sei finanziell anständig, aber nicht übermäßig erfolgreich gewesen. Ihn als Flop zu werten, wie es hier und da in Fankreisen noch behauptet wird, ist haltlos, aber ein Vergleich mit den Erwartungen der Produzenten und das Einspielergebnis auf dem amerikanischen Heimatmarkt zeigen: Es hätte auch besser laufen können.

Unumstößlich hat "Star Trek Into Darkness" weltweit mehr in die Kassen gespült als jeder seiner Vorgänger. Das ist nach Zahlen von 1701 News auch dann der Fall, wenn man die Einspielergebnisse der Trek-Filme inflationsbereinigt aufreiht. Damit ist dem zwölften "Star Trek"-Film etwas gelungen, das Abrams' Erstling verwehrt blieb: Er hat den allerersten Trek-Film aus dem Jahr 1979 vom Thron gestoßen.

Einspielergebnisse weltweit (inflationsbereinigt)

  • 1. "Star Trek Into Darkness" (2013): 467,4 Millionen Dollar
  • 2. "Star Trek: Der Film" (1979): 447,1 Millionen Dollar
  • 3. "Star Trek XI" (2009): 419,8 Millionen Dollar
  • 4. "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart" (1986): 283,4 Millionen Dollar
  • 5. "Star Trek II: Der Zorn des Khan" (1982): 234,2 Millionen Dollar
  • 6. "Star Trek: Der erste Kontakt" (1996): 223,2 Millionen Dollar
  • 7. "Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock" (1984): 195,5 Millionen Dollar
  • 8. "Star Trek: Treffen der Generationen" (1994): 189,1 Millionen Dollar
  • 9. "Star Trek: Der Aufstand" (1998): 168,8 Millionen Dollar
  • 10. "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" (1991): 166,1 Millionen Dollar
  • 11. "Star Trek V: Am Rande des Universums" (1989) : 132,2 Millionen Dollar
  • 12. "Star Trek: Nemesis" (2002): 87,4 Millionen Dollar

Etwas anders zeigt sich das Bild auf dem amerikanischen Heimatmarkt. Schauen die Hollywood-Mogule nur auf ihr Heimatland, den immer noch weltweit größten Kinomarkt, muss sich bei ihnen gewisse Enttäuschung breitmachen. 2009 führte "Star Trek XI" als erster Trek-Film nach actionlastiger Blockbusterformel das Franchise dort zu einem neuen Einnahmerekord von 257,7 Millionen Dollar. Diese Marke konnte sein Nachfolger nicht toppen. Bei "Into Darkness" stand der Zähler am Ende auf 228,7 Millionen Dollar. Behält man im Kopf, dass die Inflation von vier Jahren ebenso wenig eingerechnet ist wie die Tatsache, dass Tickets für "Into Darkness" häufig durch einen 3D-Zuschlag noch mal teurer wurden, heißt das: Die Fortsetzung hat weniger Amerikaner in die Kinos gelockt als der Neustart 2009.

Dazu kommt, dass die Produktions- und Werbekosten mit geschätzten 190 Millionen Dollar um 40 Millionen höher ausfielen als das "Star Trek"-Budget von 2009 mit seinen 150 Millionen Dollar. Dabei ist das Verhältnis Einspiel/Produktionskosten bei beiden Filmen ähnlich. "Star Trek XI" spielte weltweit etwa das 2,5-Fache seine Produktionskosten ein, "Into Darkness" in etwa das 2,4-Fache. Das Einspielergebnis entspricht auch nicht dem Erlös des Filmstudios - je nach Markt und Vertrag fließt ein Viertel bis zur Hälfte des Preises an der Kinokasse in die Taschen des Filmstudios.

Die anfänglich hochgesteckten Hoffnungen der Macher, mit ihrem "Star Trek"-Projekt der Nolan'schen "Batman"-Trilogie nacheifern zu können, haben sich nicht erfüllt. Filmisch scheitert "Into Darkness" im Vergleich mit "The Dark Knight", und auch finanziell reicht der Film nicht an die erdachte Vorlage heran. (Weltweit spielte der über eine Milliarde Dollar ein, davon über 534 Millionen in den USA. Sein Produktionsbudget wird auf 185 Millionen Dollar geschätzt.) Das Ziel, mit "Into Darkness" den endgültigen Durchbruch in den Mainstream-Geschmack zu schaffen, wie Produzent Bryan Burk es im März formulierte, wurde nicht erreicht.

Schon am Premierenwochenende zeigte sich, dass die Erwartungen in den USA zu hoch gesteckt worden waren. Dem Film waren bis zu 117 Millionen Dollar Einspiel am Eröffnungswochenende prognostiziert worden, am Ende wurden es 83,5 Millionen.

In der inflationsbereinigten Rangliste der US-Einspielergebnisse landet "Star Trek Into Darkness" nach Zahlen von BoxOfficeMojo lediglich auf dem vierten Platz.

Einspielergebnisse USA (inflationsbereinigt)

  • 1. "Star Trek XI": 278,1 Millionen Dollar
  • 2. "Star Trek: Der Film": 263,8 Millionen Dollar
  • 3. "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart": 232,4 Millionen Dollar
  • 4. "Star Trek Into Darkness": 219,8 Millionen Dollar
  • 5. "Star Trek II: Der Zorn des Khan": 216, 1 Millionen Dollar
  • 6. "Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock": 183,2 Millionen Dollar
  • 7. "Star Trek: Der erste Kontakt": 167,0 Millionen Dollar
  • 8. "Star Trek: Treffen der Generationen": 145,3 Millionen Dollar
  • 9. "Star Trek VI: Das unentdeckte Land": 144,1 Millionen Dollar
  • 10. "Star Trek: Der Aufstand": $118,3 Millionen Dollar
  • 11. "Star Trek V: Am Rande des Universums": 105,9 Millionen Dollar
  • 12. "Star Trek: Nemesis": 59,3 Millionen Dollar

Dennoch hat das Filmstudio einen Grund zur Freude: Das zweite gesteckte Ziel, "Star Trek" außerhalb der USA erfolgreicher zu positionieren, indem man den Kinofilm aufwändig und als klassisches Gut-gegen-Böse-Kino und just nicht als Trek-Abenteuer (O-Ton Paramount: "Weg von der Trekkiness") vermarktete, hat sich erfüllt. Traditionell hat "Star Trek" außerhalb einzelner stärkerer Märkte wie Großbritannien und Deutschland kaum Geld in die Kassen gespült. Noch 2009 spielte "Star Trek XI" mit knapp 128 Millionen Dollar nur ein Drittel seines Gesamtergebnisses außerhalb der USA ein. Bei "Into Darkness" hat sich die internationale Performance im Vergleich deutlich verbessert: Außerhalb der USA spülte der Film 238,5 Millionen Dollar in die Kassen und wurde so zum ersten Trek-Film, der mehr als die Hälfte seines Ergebnisses außerhalb der USA erzielte.

Die USA bleiben trotzdem mit Abstand der größte Einzelmarkt für "Star Trek". Die zweitgrößte Summe spielte "Star Trek Into Darkness" mit knapp 57 Millionen Dollar in China ein. Bei "Star Trek XI" waren es im bevölkerungsreichsten Land der Erde gerade einmal 8 Millionen gewesen. Auf Platz drei folgt Großbritannien mit 39 Millionen Dollar (2009: 35 Millionen) und der viertgrößte Markt ist der deutsche. Kinobesucher in Deutschland gaben umgerechnet 20,6 Millionen Dollar für Tickets aus. Beim Vorgänger waren es 2009 gerade einmal 12,7 Millionen gewesen. In Japan, wo der Film besonders aufwändig beworben war, konnte man am Ende 10 Millionen Dollar einnehmen.

Es waren also die Kinogänger außerhalb der USA, die das Ergebnis am Ende in die Region getrieben haben, die für Paramount zufriedenstellend genug war, um einen weiteren Film der Reihe in Auftrag zu geben. In der regelmäßigen Börsenmitteilung im August schrieb Viacom-CEO Philippe Dauman: "In einer gedrängten Sommersaison haben Paramounts Filme 'Star Trek Into Darkness' und 'World War Z' Erfolge bei Kritikern und an den Kinokassen eingefahren." Laut "Hollywood Reporter" steigerte die Filmsparte des Konzerns ihren Umsatz im zweiten Quartal dieses Jahres um 15 Prozent, was hauptsächlich auf den "Star Trek"-Streifen zurückzuführen ist.

Inzwischen ist die Zweitvermarktung fürs Heimkino angelaufen. Der Verkaufsstart lief erfolgreich, in wie weit sich die in Fankreisen lautstark ausgetragene Kontroverse um das knapp bemessene und weit verstreute Bonusmaterial auf die Verkaufszahlen der Masse ausgewirkt hat, dazu liegen dem TZN derzeit keine Zahlen vor. Als Zielmarke des Studios gilt, die geschätzten 100 Millionen Dollar, die man laut 1701 News mit "Star Trek XI" auf DVD und Blu-ray verdiente, zu übertreffen.

(hk - 02.11.13 - 5 Kommentare)

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Kommentare

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Kamin schrieb am 03. November 2013, 14:12 Uhr

Ich würde in diesem Zusammenhang gerne die Frage in den Raum werfen, ob es die richtige Entscheidung war, sich für neue Filme Kirk und Spock zu widmen.
Schaut man sich das Merchandising von Stark Trek an, so wurden nur Artikel der original Enterprise und Crew auf den Markt gebracht. Gerade das erfolgreiche Merchandising hat Star Trek ja in der Vergangenheit auch charakterisiert. Es hat einfach gezeigt wie viele Fans es gibt. Schwer zu sagen, ob durch die Filme neue Fans gewonnen wurden.
Selbst mit der letzten TV-Serie Enterprise wurden viele neue Fans gewonnem, die genauso wie TNG-Fans immernoch am Ball sind, obwohl die Serie ja bekanntermaßen nicht so gut lief.
Positiv zu bewerten ist, dass zum Kinostart von IntoDarkness Star Trek wieder in aller Munde war und viel darüber zu lesen und im TV zu sehen war.
Ohne die neuen Filme würden die Serien wohl auch nicht auf Blue-ray erscheinen.
Inwiefern wir den neuen Filmen die neue (schlüssige) Romanwelt verdanken, kann ich nicht beurteilen. Aber auch in diese Richtung wurde schon argumentiert...

oz_ schrieb am 03. November 2013, 16:49 Uhr

Aus Angst vor den erzkonservativen, renitenten Fans und der miesen PR, die diese hätten verursachen können, hat man sich eben nicht zu einem echten Neustart entschlossen. Kein Wunder, dass es unterm Strich kein nachaltiger Megaerfolg wurde.
Einem neuerlichen Erfolg des Franchise, stehen heute vor allem sektiererisch-quasireligiöse Fangruppen im Weg, die so tun, als wäre Star Trek ihr Privateigentum.

Kamin schrieb am 03. November 2013, 21:38 Uhr

Ich würde sagen, der nachhaltige Erfolg bleibt aus weil keine Serie sondern Filme produziert wurden.
Größer konnte der Aufschrei in der Fanszene doch kaum sein, es wurde kontrovers diskutiert, von wegen sektiererisch und so. Hat sich freilich alles über das Internet kommuniziert - In den Printmedien und im TV waren die Kritiken (marketingmäßig) gut. Aber stimmt schon irgendwo, das allgemeine Anspruchsdenken ist mir auch negativ aufgefallen.

90erTrancer schrieb am 04. November 2013, 17:21 Uhr

bedenkt man, dass rund die Hälfte der Einnahmen bei den Kinoketten bleiben und bei rund 200 Mio. $ Budget nicht mal die Marketingkosten mit drinne sind, dann ist das eher ein Nullsummenspiel. Die 3D Aufschläge samt $ Inflation erklären unter Umständen das Mehr an Einnahmen im Vergleich zum Vorgänger. Erfolg sieht anders aus, ein Flop aber auch.

BLFSisko schrieb am 05. November 2013, 00:38 Uhr

Wenn man seitens Paramount gehofft hatte, mit STAR TREK XII einen (Mega)Blochbuster zu generieren, kann er durchaus als Flop bezeichnet werden. (Obwohl ich nicht davon ausgehe, dass bei Paramount jemand ernsthaft mit einem Einspielergebnis von weit über 500 Mio $ gerechnet hat). Jedenfalls darf man aber auch nicht vergessen, dass eine "Nullsumme" bei den Kinoeinnahmen tatächlich eigentlich ganz gut ist, weil dann ja noch die DVD/Bluray- und dann noch die TV-Vermarktung hinterherkommen. Alleine betrachtet kann STAR TREK XII also durchaus überzeugen. Er kann aber wohl nicht groß dazu beitragen, das Minus der anderen Filme des Studios zu kompensieren. Denn es ist tatsächlich so, das ein Großteil der Filme eines Filmstudios (nicht nur der von Paramount) finanzielle Flops sind, die von den MEGABlockbustern innerhalb des Konzerns sozusagen gegenfinanziert werden müssen.


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