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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)27.09.06

"Menschsein"

Peter David

Inhalt

Nach den Erlebnissen der R-Triologie ("Requiem", "Renaissance" und "Restoration") ist die neue Excalibur unter Captain Calhoun wieder dabei, die Galaxis unsicher zu machen. Kebron versucht stillschweigend Erkundigungen über Mark McHenry einzuziehen. Er ist misstrauisch geworden, da McHenry Q trotzen konnte und versucht jetzt herauszufinden, ob Mark wirklich menschlich ist. Wie sich bald herausstellen soll, sind seine Zweifel angebracht, als die Excalibur von einer riesigen Hand gestoppt wird und griechische Goetter beginnen, die Excalibur zu besuchen.

Die Trident unter Captain Shelby ist zwischenzeitlich mit Si Cwan und Kalinda unterwegs nach Danter, um über ein Angebot der Danteri zu reden. Aber die Dinge auf Danter sind nicht so wie es den Anschein hat. Eine weitere Macht hat ihre Finger im Spiel.

Kritik

1. Julia Pfüzner

Die folgende Rezension bezieht sich auf das englische Original.

Hinter der Person Marc McHenrys steckt mehr: Wird er dem Menschsein immer unähnlicher?
In den vorherigen Romanen gingen die Excalibur-Crewmitglieder ihre eigenen Wege. Dadurch war Zeit, die Hintergründe einiger Charaktere zu beleuchten und ihnen mehr Tiefe zu verleihen. In diesem Roman ist es jetzt Mark McHenry, der Besuch aus seiner Vergangenheit erhält. Die ganze Zeit schon standen Zweifel über seine menschliche Herkunft im Raum, da er unglaubliche Navigationskünste besitzt und mehrere Dinge gleichzeitig tun kann. Aber erst die Zusammenkunft mit Q macht Kebron misstrauisch und lässt ihn Nachforschungen anstellen. Natürlich gerade "zufälligerweise" als die Excalibur auf griechische Götter trifft, mit denen Mark McHenry keinen Kontakt mehr haben möchte. Mit dem Besuch der griechischen Götter wird ein Bogen zurück zur Originalserie geschlagen und man erfährt, was aus Lieutenant Palmers von der Original-Enterprise wurde. Außerdem erfährt man mehr über Mark McHenrys Kindheit und Gründe für sein jetziges Verhalten., was den Charakter glaubhafter werden lässt.

Der zweite große Handlungsstrang spinnt sich um Si Cwan. Seine Unternehmungen mit Commander Mueller rufen die Eifersucht einer weiteren Person wach, die sich bisher nicht so sicher über ihre Gefühle für Si Cwan war. Si Cwan und Kalinda treten in Verhandlungen mit den Danteri, und obwohl Si Cwan das Angebot der Danteri zunächst selbstbewusst annimmt, kommen ihm später Zweifel an der Aufrichtigkeit von Calhouns ehemaligen Gegnern. Leider ist es dann schon zu spät. Hier sieht man wie Si Cwan trotz allem gewöhnt ist zu regieren und Macht zu besitzen. Er lässt sich sogar zu einer Allianz mit einem fragwürdigen Volk ein, nur um die alten Zeiten wieder heraufzubeschwören. Bisher hat er nichts dazugelernt.

Weitere kleinere Handlungsstränge werden fortgeführt. Nachdem Gleau M'Ress verführt hat, legt diese Beschwerde bei Captain Shelby ein. Shelby zwingt Gleau, einen Eid abzulegen, damit solche Dinge nicht mehr vorkommen. Aber damit ist die Sache nicht vorbei, da Arex Wind von der Sache bekommen hat und sauer auf Gleau ist. Noch immer liegt Spannung in der Luft, die auch mit diesem Buch nicht endgültig vorbei ist. Moke wird mit Xyons Beaufsichtigung betraut, da der kleine Kerl auf eigene Faust das Schiff unsicher macht und nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Er hat damit eine Aufgabe und erhält Verantwortung, ein wichtiger Schritt in Richtung Erwachsen werden.

Der Roman steht nicht einzeln als Geschichte an sich, sondern greift Elemente vorheriger Romane auf und führt die Geschichte leider auch nicht zu Ende. Man wird mit einem Cliffhanger zurückgelassen und muss wohl das nächste Buch "Gods Above" lesen, um zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht.

Es ist ein solider Roman, der aus mehreren unterschiedlichen Handlungssträngen besteht, die aber am Ende irgendwie doch eine Gemeinsamkeit haben Der Roman trägt viel zur Kontinuität der Reihe bei und sollte nicht als Einzelbuch gelesen werden, sondern nur im Verbund dem den Romanen davor und danach. Für "New Frontier"-Neulinge deswegen eher nicht geeignet. Aber für Fans der Reihe gibt es reichlich Charakterweiterentwicklung und Beantwortung von Fragen, die in vorherigen Romanen aufgeworfen wurden.

Fazit: Ein Muss für jeden "New Frontier"-Leser, um die Kontinuität zu wahren und mehr über seine Lieblingscharaktere zu erfahren.

2. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des CrossCult-Verlages.

Zum Jahresabschluss folgt noch der elfte New Frontier-Band, der zwar etwas dünner ist, sich aber diesmal eher wie ein ruhiger Charakterroman liest. Denn Action gibt es diesmal nur kurz am Schluss, was aber nicht weiter tragisch ist.

Denn das man manchmal quasi Zwischenbücher braucht, um den Charakteren genug Entfaltungsraum zu geben, muss nicht immer schlecht sein und ist manchmal sogar durchaus nötig. So auch in diesem Fall und Peter David kann es sich in seiner eigenen Reihe auch durchaus herausnehmen, mal einen Roman ohne eine irgendwie geartete Superwaffe oder eine neue seltsame Rasse zu schreiben. Wobei das so nicht ganz korrekt ist, denn eine überlegene Rasse kommt tatsächlich vor.

Hier greift David auf eine Element zurück, dem sich auch in den restlichen Romanen teils ausführlich gewidmet wird: offene Handlungsstränge aus den Star Trek-Serien. In diesem Fall wird die Vergangenheit von McHenry beleuchtet und die alten Götter aus der TOS-Folge "Der Tempel des Apoll" tauchen erneut auf. Dabei wird auch eine Sache aufgegriffen, die in der damaligen Folge herausgeschnitten, in der Romanadaption von James Blish aber noch vorhanden war, nämlich die Schwangerschaft von Carolyn Palamas, welche sich in der Folge mit Apollo eingelassen hatte. Spross dieser Verbindung ist in dritter Generation eben McHenry, was dessen Navigationsfähigkeiten erklärt.

Doch damit nicht genug, stößt die Excalibur-Crew auf eben diese Götter, welche natürlich erneut angebetet werden wollen und im Gegenzug eine körperverstärkende Droge anbieten. Dies führt zu einigen interessanten Szenen, bei denen auch Davids Humor wieder recht gut zum Tragen kommt, etwa wenn die Götter in einem Raum voller Nicht-Menschen menschliche Anbetung fordern. Doch auch ungeachtet dieser Szenen kommt es zu schönen charakterlichen Entwicklungen, wenn sich etwa Kebron die Frage stellt, ob er McHenry noch trauen kann.

Auch die Nebencharaktere werden schön aufgebaut und Moke, der erst zwei Bände vorher an Bord kam, hat hier ebenso wieder einen Auftritt. So schön diese Szenen auf der Excalibur aber auch sind – die Göttergeschichte ist eigentlich mit das Schwächste an diesem Buch. Denn die Bedrohung durch die übernatürlichen Wesen mag nicht so recht zünden. Zu altbacken und bekannt wirken manche Stellen und auch das Ende, das einen Cliffhanger mit eben diesen Göttern aufweist, wäre anders sicher noch einen Tick spannender gewesen. Da hilft auch ein Raumkampf zwischen UFP- und altmodischen griechischen Schiffen (ja, denen, die übers Meer fahren) nichts mehr.

Diese Kampfsequenz dient wohl eher dazu, auch die Actionhungrigen Fans zu befriedigen, wirklich gebraucht hätte man sie aber wohl nicht, dafür ist sie einfach zu aufgesetzt. Sicher, David zeigt einmal mehr, das auch Hauptcharaktere bei ihm nicht vor dem Tod sicher sind, richtig mitreißend sind die Sterbeszenen diesmal aber nicht geworden.

Fast schon interessanter ist bei dem ganzen Terz um die Göttergeschichte fast schon die Nebenhandlung auf der Trident. Hier muss sich Shelby nicht nur mit M’ress und Gleau auseinandersetzen – was ebenso zu einigen schönen Dialogen und Szenen führt, sondern auch Si Cwan wird vor die Frage gestellt, ob er sein verloren geglaubtes Imperium wieder errichten will.

Auch hier werden wieder schöne Charaktermomente eingeflochten und allein die Liebesgeschichten um Robin und eben Gleau vermögen, Lust auf mehr zu machen. Das man dies bei eher unbedeutenden Nebencharakteren empfindet, ist an dieser Stelle natürlich ein großer Verdienst von David.

Leider ahnt man als Leser bereits, dass die Danteri es nicht ganz so ernst meinen – und so kommt es am Ende dann auch. Auch das ist etwas schade, denn die Geschichte hätte durchaus Potential gehabt, wenn etwa nicht alle Danteri weiterhin von Natur aus Böse gewesen wären. So ist das Ganze zu vorhersehbar geraten und die Auflösung dieses Plotstückes enttäuscht auch hier etwas.

Was bleibt ist ein zwar schönes Charakterbuch, dessen gute Szenen gegen Ende aber leider durch die Vorhersehbarkeit der Handlung etwas in sich zusammenfallen. Auch die Götterstory vermag nicht vollends zu überzeugen – das kann David definitiv besser.

Fazit: Ein nicht unbedingt schlechtes Buch, das aber einige Abstriche in der B-Note hinnehmen muss, da einige Szenen etwas aufgesetzt wirken und die Vorhersehbarkeit der Handlung doch einen Gutteil der Spannung nimmt. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt wird mit immerhin einigen sehr schönen Charakterszenen belohnt, die auch den typischen David-Humor aufweisen.

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Menschsein"

Originaltitel "Being Human"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Helga Parmiter

Preis 12,80 Euro

Umfang 256 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-441-3

(pf, tg - 08.12.14)


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