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Martin Weinrich (wc)29.12.11

"Cast No Shadow"

James Swallow

Inhalt

Sieben Jahre nach dem Khitomer-Abkommen erschüttern Terroranschläge das Klingonische Imperium. Ziel der Attentate sind dabei meist Handelsstationen, an denen die Hilfe der Föderation eintrifft. Daher sind ein Großteil der Opfer Föderationsangehörige. Die klingonische Politik findet rasch einen Schuldigen: eine längst ausgelöscht geglaubte klingonische Familie, die ultrakonservativ ist und sich mit dem neuen Bündnis nicht anfreunden kann.

Die Sternenflotte kann nicht tatenlos zusehen. Daher wird die Excelsior in klingonisches Territorium entsandt. Mit an Bord ist Commander Miller von Starfleet Intelligence. Doch auch die Sternenflotte tendiert zu der Erklärung der Klingonen. Das ändert sich, als der junge Lieutenant Vaughn auf unkonventionellem Wege Commander Miller und Captain Sulu eine andere Theorie präsentiert. Er glaubt, dass ein von den Klingonen unterjochtes Volk mit den Anschlägen die eigene Unabhängigkeit erreichen möchte. Um diese Theorie zu überprüfen und ihr nachzugehen, bedarf es eines des Verrats verurteilten Sternenflottenmitglieds: Valeris.

Kritik

Sieben Jahre nach dem Khitomer-Abkommen kommt es im Klingonischen Imperium zu Terroranschlägen auf die Hilfsmissionen der Föderation. Ein Geheimdienstteam kann die Fälle nur mithilfe von Valeris aufklären.
"Cast No Shadow" bietet einen interessanten und problematischen Rahmen für eine Geschichte. Das Klingonische Imperium expandiert ständig. Anders als die Föderation erobert es neue Welten. Wenn das Imperium auf Widerstand trifft, wird dieser beseitigt. Eigentlich müsste es innerhalb des Imperiums daher zahlreiche Separatistenbewegungen geben. Im Roman kommt eine besonders fatalistische Bewegung vor. Sie hat bereits mit General Chang und einigen Sternenflottengenerälen zusammengearbeitet, um das Khitomer-Abkommen zu verhindern. Danach wurde sie jedoch erbarmungslos verfolgt und das zugehörige Volk musste noch mehr Leid erfahren als zuvor. Dadurch sind die Kriosianer noch erpichter darauf als zuvor, den Klingonen Leid zuzufügen.

Interessant sind an diesem Handlungsbogen drei Dinge. Die Art und Weise, wie Klingonen mit internen Problemen umgehen, wird sehr gut dargestellt. Dem zuständigen General geht es gar nicht darum, die Wahrheit herauszufinden. Stattdessen sorgt er sich darum, wie er die Situation am besten in politischen Nutzen verwandeln kann. Das ist weder besonders kriegerisch noch besonders ehrenhaft. Zweitens wird im Zusammenhang mit den Kriosianern eines der interessantesten gemeinsamen Projekte zwischen Sternenflotte und klingonischen Verteidigungskräften näher beleuchtet. Denn die Verschwörung in "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" war ja unter anderem deswegen so gelungen, weil hier zwei Seiten, die sich als Todfeinde betrachteten, zusammenarbeiteten, nur um weiterhin Todfeinde bleiben zu können. Drittens erlebt man Lieutenant Vaughn auf seiner ersten Spionagemission. Dabei ist seine Unsicherheit zwar etwas anstrengend, er ist jedoch der einzige Charakter, den man bereits aus anderen Romanen ausführlicher kennt.

Leider versäumt es der Roman, von Beginn an ein zentrales Thema anzusprechen. Denn dass die Kriosianer von den Klingonen unterdrückt werden und somit gar keine andere Möglichkeit sehen, als sich gewalttätig gegen die Fremdherrschaft zu wehren, wird komplett ausgeblendet. Stattdessen wirkt es, als zeige diese Mission, wie gut Klingonen und die Föderation eigentlich zusammenarbeiten können. Dabei müsste diese Mission zeigen, dass die politischen Unterschiede zwischen den beiden Reichen unglaublich groß sind. Paradoxerweise ist es zum Schluss Valeris, die diesen Widerspruch betont. Die Verräterin, die es einfach nicht glauben kann, dass man mit den Klingonen Frieden schließen kann, ist gleichzeitig die, die andere Ideale der Föderation sehr hoch hält.

Valeris ist leider dennoch der anstrengendste Punkt an diesem Roman. Es wird schnell deutlich, dass ihr Leben und ihre Motivation etwas näher beleuchtet werden sollen. Das ist nicht wirklich interessant. Denn so werden die Ereignisse aus dem sechsten "Star Trek"-Film noch einmal aus Valeris' Sicht geschildert. Das ist jedoch bereits das Spannendste. Denn die Szenen ihrer Kindheit und ihrer Akademiezeit sind sehr vorhersehbar und unglaublich stereotyp. Das hätte man sich sparen können.

Ihre Handlungen in der Handlungszeit sind auch nicht besser. Dadurch dass man ihre Motive für die Anti-Khitomer-Verschwörung kennt, weiß man, dass Massenvernichtung auch nicht ihr Ziel ist. Sie hasst die Klingonen, will sich das aber nicht eingestehen. Also kann sie die Pläne der Kriosianer nicht zulassen. Dennoch versucht der Autor, den Leser ständig im Unklaren über Valeris' wahre Motivation zu lassen. Sie scheint beständig die Seiten zu wechseln. Das gibt dem Roman zwar eine gewisse Dynamik. Doch da man - wie erwähnt - bereits ahnen kann, wie sie sich entscheiden wird, erhöht das die Spannung nicht besonders.

Dennoch scheut der Roman sich nicht vor einigen unvorhersehbaren Wendungen. So ist der Roman keine Excelsior-Geschichte, wie man zu Beginn annehmen könnte. Außerdem sterben Personen, mit denen man nicht gerechnet hat. So wird die vorhersehbare Valeris-Handlung mit anderen ganz gut ergänzt.

Die Verschwörung erweist sich zum Schluss als deutlich komplexer. Auch wenn die Akteure es nicht alle merken, dem Leser ist zum Schluss klar, dass sowohl die Romulaner als auch Sektion 31 in die Geschichte involviert waren. Das rundet den Roman etwas ab.

Fazit: "Cast No Shadow" erzählt eine gute Separatistengeschichte, die gleichzeitig die erste Geheimdienstmission von Elias Vaughn darstellt. Darüber hinaus beleuchtet der Roman den Charakter Valeris etwas genauer. Der zweite Punkt enttäuscht etwas und streckt den Roman unnötig. Bei der Hauptgeschichte ist es schade, dass die Kriosianer einseitig als Fanatiker dargestellt werden. Hier hätten die Annektionsmethoden der Klingonen mehr hinterfragt werden müssen. Insgesamt ist der Roman eine gute Classic-Geschichte.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Cast No Shadow"

Originaltitel "Cast No Shadow"

Buchreihe Classic

Autor James Swallow

Preis 6,10 Euro

Umfang 362 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1-4516-0717-8

(wc - 02.01.12)


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