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Martin Weinrich (wc)17.10.16

"Purgatory's Key"

Dayton Ward & Kevin Dilmore

Inhalt

Einst kamen die Jatohr mit einer Transferstation in unsere Dimension. In ihrer eigenen Welt kannten sie keine anderen Lebwesen und fühlten sich durch unser bewohntes Universum bedroht. Eine geplante gewalttätige Invasion konnten Captain April und die damalige Besatzung der Enterprise abwehren, indem sie den Betriebsschlüssel der Transferstation stahlen. Sie konnten die Jatohr zurück in ihre Dimension transportieren und mit dem Schlüssel die Station abschalten. Zuvor transferierten die Jatohr jedoch einige Mitglieder der Enterprise-Besatzung in ihre Dimension. Viele Jahre später bemüht sich die damalige erste Offizierin der Enterprise, die jetzige Captain Una, darum, ihre Kameraden zu befreien.

In dem ersten und zweiten Teil der Jubiläumsreihe gelang es ihr, sich in die andere Dimension zu transportieren. Mit Captain Kirk vereinbarte sie, dass er sie nach ca. zwei Monaten zurückholen würde – hoffentlich mit ihren Kameraden. Doch der Transferschlüssel wurde kurz darauf von den Romulanern entwendet und zur Störung der Friedensverhandlungen zwischen der Föderation und dem Klingonischen Imperium eingesetzt. Dadurch endeten unter anderem auch Sarek, McCoys Tochter sowie Councillor Gorkon in der anderen Dimension.

Captain Kirk und seine Crew konnten den Dimensionsschlüsseln den Romulanern entreißen. Und sind auf dem Weg in das Usilde-System. Dort hoffen sie, ihre Freunde retten zu können. Allerdings ist das System mittlerweile in den Händen der Klingonen, die den militärischen Wert der Transferstation sofort erkannt haben. Sie verwehren Kirk den direkten Zutritt und angesichts der Bedrohung durch die Organier und der von den Romulanern verursachten Schäden an der Enterprise, sind Kirk die Hände gebunden...

Kritik

Captain Kirk und seiner Crew verbleibt nur wenig Zeit, um Sarek, Gorkon und Captain Una aus einer anderen Dimension zu retten.
"Purgatory’s Key" ist ein würdiger Abschluss der "Legacies"-Jubiläumstrilogie. Die Handlung ist ein klassisches, konfrontatives Szenario zwischen der Föderation und den Klingonen. Dahinter verbirgt sich jedoch der klassische Drang, andere Kulturen und Welten zu entdecken, zu erforschen und vor allem zu verstehen.

Zunächst wirkt die Schlüsselhandlung weiterhin etwas unsinnig. Mal funktioniert der Schlüssel (unter großen Anstrengungen) auf einem Schiff der Romulaner, hier muss er aber wieder gezielt auf der Station eingesetzt werden, um einzelne Individuen zurückholen zu können. Weiterhin ist nicht ganz klar, warum die Jatohr ausgerechnet solch eine fragile Konstruktion für ihre Dimensionsstation gewählt haben.

Sehr überzeugend ist hingegen die Darstellung der anderen Dimension. Captain Una stellt Stück für Stück fest, dass sie mit ihrem Bewusstsein fantastische Dinge hier tun kann. Sarek entdeckt dadurch, dass die gesamte Handlung in der anderen Dimension ein Trugszenario ist. Tatsächlich haben die Wächter dieser Dimension die Menschen und anderen Lebewesen unserer Dimension in eine Art Übergangsraum versetzt, indem sie sich an die Gegebenheiten der Dimension gewöhnen können. Die kleinteilige Erkundung der tatsächlichen Realität dieser Dimension ist sehr gelungen inszeniert.

Allerdings bleibt dabei etwas unklar, was die Jatohr eigentlich sehen und warum sich auch diese im Zwischenraum zu befinden scheinen. Ist diese Dimension tatsächlich am Absterben und versucht die Jatohr daher in einer Scheinwelt zu beschützen oder haben die Wächter die Jatohr immer in dieser Welt gehalten und können sie nun nicht mehr aufrechterhalten, weshalb es den Jatohr erscheint, ihre Welt stirbt. Da einige Passagen aus der Perspektive der Jatohr geschrieben sind, hätte man aus diesen Fragen noch interessante Nebenhandlungen machen können.

In unserer Dimension überzeugt die differenzierte Darstellung der Klingonen. Ward und Dilmore kontrastieren genialerweise zwei sehr unterschiedliche klingonische Führungsstile. Auf der einen Seite befindet sich Captain J’Teglyr. Er ist ein anerkannter Kommandant eines modernen Kreuzers und führt die Befehle des Hohen Rates aus. Daher verhandelt er mit Kirk, versucht dessen Intentionen zu erkennen und einen überzeugenden Mittelweg aus kriegerischem Handlungsdrang und diplomatischem Geschick zu finden. Auf der anderen Seite steht Kommandanting Visla. Sie führt ein Schiff von ausgestoßenen Kriegern an und ist erbost über Captain Kirks Demütigung des Schiffes ihres Sohnes im vorherigen Teil. Sie möchte Rache nehmen und verfällt ganz der klingonischen, impulsiven Tradition. Die Auseinandersetzung dieser zwei Seiten ist sehr gut zu lesen. Außerdem kommt sie weitestgehend ohne Stereotypen aus, da die prägnanten Darstellungen der Charaktergeschichten beim Leser Verständnis für beide Seiten erzeugen.

Auf der Föderationsseite versucht der Roman das Verhältnis zwischen Sarek, Spock und Amanda sowie zwischen McCoy und seiner Tochter etwas näher zu erkunden. Das funktioniert noch etwas besser als im vorherigen Teil, in dem vor allem die Vater-Tochter Story der McCoys etwas aufgesetzt wirkt. Während diese Nebenhandlung den Roman mit etwas Leben füllt, gehört sie jedoch nicht zu den Handlungsträgern des Romans.

Der Höhepunkt der Trilogie bietet dann eine typische "Star Trek"-Lösung. Trotz drohender Konflikte gelingt es Captain Kirk und seiner Besatzung eine friedliche Alternative zu identifizieren, die in dem Roman glaubwürdig geschildert wird und auf spannende Art umgesetzt ist. Dies führt zu einem gelungenen und überzeugenden Abschluss der Trilogie.

Fazit: "Purgatory’s Key" ist ein gelungener und handlungsstarker Abschluss der Jubiläumstrilogie "Legacies", der trotz kleinerer Schwächen eine spannende, entdeckungsfreudige "Star Trek"-typische Handlung in guter Form präsentiert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Purgatory's Key"

Buchreihe Classic

Autor Dayton Ward & Kevin Dilmore

Preis 7,90

Umfang 384 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781501122774

(wc - 17.10.16)


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