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Rezension: “Legenden aus Baldurs Tor”

Ein Comic zu einem der bekanntesten Rollenspiele – das wurde auch Zeit. Unsere Review wirft einen Blick darauf.

Inhalt (Klappentext):

Baldurs Tor (Panini)
Legenden aus Baldurs Tor (Panini)

Generationen sind vergangen, seit die ursprünglichen Helden von Baldurs Tor die Stadt gerettet haben. Jetzt erhebt sich eine neue Bedrohung und eine bunt zusammengewürfelte Gruppe stellt sich ihr entgegen. An ihrer Seite kämpft Minsk, der legendäre Waldläufer und Streiter für das Gute mit dem goldenen Herzen und dem Verstand eines Kindes. Natürlich ist auch sein weiser Hamster Boo wieder mit von der Partie.

Kritik

“Baldurs Gate” war eine der ersten großen Rollenspielreihen von Entwickler Bioware und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Was also liegt näher, als dieser Spielereihe eine Comicreihe zu spendieren? Warum es so lange gedauert hat und warum der deutsche Titel in Anlehnung an das Spiel nicht auch “Baldurs Gate” ist, bleibt indes ein Rätsel.

Davon aber abgesehen kann man zumindest von den Zeichnungen her nicht meckern. Die Panels kommen recht farbenfroh daher, weisen einen hohen Detailgrad auf und auch die Mimik der Charaktere und Hintergrunddetails sind hier immer gut zu erkennen.

Doch auch storytechnisch braucht sich der Band nicht zu verstecken. Da es natürlich schwer ist, nach unzähligen Jahrzehnten ähnlicher Geschichten über Drachen, Artefakte oder ganze Armeen, die es aufzuhalten gilt, etwas Neues zu erzählen, hat man sich hier auf den humorigen Aspekt konzentriert. Zugegeben, ein Drache kommt am Ende auch noch vor, aber der ist auch gar nicht mal so schlecht in Szene gesetzt und dient eigentlich nur als Aufhänger für allerlei weitere lustige Szenen. Eine Episode mit den mehr als unfähigen Stadtwachen sei hier besonders hervorgehoben, da sie zu den Highlights des Bandes zählt und sicher ein Augenzwinkern für jeden Fan ist.

Eigentlich geht es ja um die Elfin Delina, die ihren Bruder sucht, dabei aber versehentlich eine Kriegerstatue zum Leben erweckt. Diese, der Krieger Minsk, hilft ihr dann recht schlagkräftig und auf eigene Art – und mit einem Hamster als ständigem Begleiter, der sogar in einigen Szenen glänzen darf und nicht nur schönes (oder in diesem Fall besser: verrücktes) Beiwerk ist. Logisch, dass die beiden Recken einer geheimen Verschwörung auf die Spur kommen und diese zerschlagen, aber auch das ist nur ein Beiwerk zur erwähnten lustigen Geschichte.

Auch zwei weitere Helden schließen sich alsbald dem Trupp an und so bildet sich, man ahnt es schon, eine bunte Gruppe aus Recken, die am Ende des Bandes für weitere Abenteuer gerüstet sind. Dass diese kommen werden, wird hier auch gleich angekündigt, aber wenn alle so werden, wie dieser hier, kann man sich darauf freuen. Auch charakterlich wird einiges geboten. Delina muss nämlich erkennen, dass ihr Bruder nicht der Saubermann ist, für den sie ihn hält und auch die beiden Diebe erkennen, dass sie im Team besser aufgehoben sind, als auf sich allein gestellt.

Fazit

Alles in allem eine rundum gelungene Geschichte, an der es nur wenig zu meckern gibt und die durch ihren lustigen Ton gleich in ihren Bann zu schlagen vermag.

[usr 4]

Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Jim Zub
Zeichner: Max Dunbar
Originaltitel: Dungeons & Dragons – Legends of Baldurs Gate 1-5
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2015
Übersetzer: Oliver Hoffmann
Seitenanzahl: 140
Preis: 17.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1029-5
Verlag: Panini

 

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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