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    StartLiteraturRezension: "The Division - Morgengrauen"

    Rezension: “The Division – Morgengrauen”

    Der Roman zum neuen Shooter in der Rezension bei uns. Was hier wie abgeschossen wird, werden wir hier klären.

    Inhalt (Klappentext):

    Einige Monate nach dem Ausbruch einer verheerenden globalen Pandemie, die kurz nach Thanksgiving in New York City ihren Anfang nahm, scheinen sich die Dinge langsam wieder zu normalisieren. Der Frühling hält Einzug und mit ihm die Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Zivilbevölkerung wagt in organisierten Siedlungen den Neuanfang. In den Trümmern einer zerstörten Infrastruktur und einer erodierenden Zivilgesellschaft wacht “The Division” über die Sicherheit der Bürger und schützt sie vor Marodeuren, Plünderern und Unterdrückern. Dabei handelt es sich um eine autonome Eliteeinheit von Schläferagenten, die erst dann zum Einsatz kommt, wenn alles andere versagt.

    Einer dieser Agenten ist Aurelio Diaz, ein Mann, dem Ehre über alles geht. Er ist auf der Jagd nach einem abtrünnigen Division-Mitglied, das den Tod mehrerer Unschuldiger auf dem Gewissen hat. Die Spur führt ihn zu der gewitzten New Yorkerin April Kelleher, die sich in den krisengeschüttelten Mittleren Westen der USA vorgewagt hat, um herauszufinden, warum ihr Mann ermordet wurde und ob es ein Gegenmittel für die tödliche Krankheit gibt.
    Gemeinsam decken Diaz und Kelleher eine katastrophale Bedrohung für die Zukunft des Landes auf. Jetzt zählt jede Sekunde, wenn sie eine erneute Pandemie und damit die endgültige Apokalypse noch verhindern wollen.

    The Division - Morgengrauen (Panini)
    The Division – Morgengrauen

    Kritik

    Romane zu Computerspielen sind inzwischen keine Seltenheit mehr, meist begleiten sie aktuelle Releases und präsentieren die Vorgeschichte desselben. In diesem Fall steht “The Division 2” vor dem Release, was nicht zuletzt dieses Buch rechtfertigt. Allerdings ist es vor allem bei Büchern zu 3D-Shootern immer so eine Sache mit der Story.

    Und auch hier muss man sagen, Innovationspreise sind nicht zu holen. Im Grunde handelt es sich um eine klassische “Quest”, die auch aus einem Rollenspiel stammen könnte. Anfangs zwei, später drei Leute begeben sich auf eine Mission und helfen sich dabei mehr oder weniger unfreiwillig. Fügt man dann noch die Suche nach einem Heilmittel hinzu und einen Verräter in den eigenen Reihen, dann hat man quasi schon die Inhaltsangabe zu diesem Buch.

    An dieser Stelle zeigt sich aber wieder einmal, dass der Schreibstil viel ausmacht, denn die Geschichte lebt vor allem auch von seinen Charakteren und die behandelt der Roman sichtlich gut. So kann man sich gut in die Helden hineinversetzen und selbst der Bösewicht (der im Grunde kein reiner Bösewicht ist) bekommt seine Höhen und Tiefen, so dass man seine Aktionen zumindest nachvollziehen kann. Die große feindliche Fraktion, die hinter ihm steht, gibt es natürlich nicht zu sehen, aber hier hat man sich einfach Sachen für das Spiel selber aufgehoben, so dass man eben die volle Dosis nur in Kombo bekommt.

    Auch das ist nicht schlimm und an der Stelle hat man als Leser auch nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Auch das Setting, eine typische Endzeit-Welt, in der ein Virus den Großteil der Bevölkerung ausgelöscht hat, wird schön in Szene gesetzt. Vor allem wird hier auch Wert auf die menschliche Seite gelegt, denn es werden Personen gezeigt, die anderen helfen, mal gegen Geld oder etwas ähnlichem, mal aus Herzensgüte. Und dann sind da natürlich noch die titelgebenden Division-Leute, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Unschuldigen zu schützen. So wird der Roman gar nicht mit zuviel Geballere zugekleistert.

    Ein paar Schattenseiten gibt es allerdings auch hier. Wie erwähnt, ist die Story nicht sehr anspruchsvoll, auch wenn die Reise durchaus schön geschrieben ist. Desweiteren gibt es noch einen Handlungsstrang um ein paar Kinder, der eigentlich bis zum Ende, an dem er mit den anderen verknüpft wird, nicht viel zur Haupthandlung beiträgt und eher als “ferner liefen” einzustufen ist. Und selbst am Ende hätte man diesen Strang gar nicht wirklich gebraucht.

    Fazit

    Was bleibt ist gutes Mittelmaß mit einer Tendenz nach oben. Eine schöne Charakterstory, die in eine eher simple Haupthandlung integriert ist, der man aber gut folgen kann.

    3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Alex Irvine
    Originaltitel: The Division – Broken Dawn
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
    Übersetzer: Tobias Toneguzzo
    Seitenanzahl: 315
    Preis: 15.- Euro
    ISBN: 978-3-98332-3770-6
    Verlag: Panini

     

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    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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