Entdecke mit uns die unendlichen Weiten von Star Trek...

StartLiteraturScience-FictionRezension: "Trigan 18 - Am Ende der Reise"

Rezension: “Trigan 18 – Am Ende der Reise”

Im letzten Band der Trigan-Reihe geht es eher redaktionell zu. Wir sehen es uns an.

Inhalt (Klappentext):

Das große Finale der Don Lawrence-Trigan-Kollektion von Panini. Der letzte Band der schon jetzt legendären Saga des Storm-Schöpfers präsentiert unter anderem eine umfassende chronologisch geordnete Cover-Galerie, Interviews mit drei Weggefährten des Altmeisters, Einblicke in die redaktionelle Arbeit und eine bislang in Deutschland unveröffentlichte Trigan-Story.

Vor Tausenden von Jahren erhob sich auf dem Planeten Elekton ein Stammesverbund von Nomaden aus dem Staub der Wüste und wuchs unter der Führung eines einzelnen Visionärs namens Trigo zu einer fortschrittlichen und hochentwickelten Zivilisation heran. Zu Ehren ihres Anführers nannte sich diese junge Nation fortan TRIGAN. Und dies ist ihre Geschichte …

Trigan 18 (Panini)
Trigan 18

Kritik

“Am Ende der Reise” ist der letzte Trigan-Band und beinhaltet nur eine kurze Comicgeschichte. Die ist ganz im Stile von Don Lawrence gezeichnet und so gibt es, was den Detailgrad angeht, an dieser nichts auszusetzen. Der Rest des Bandes ist zu einem Großteil mit Coverabbildungen vom Altmeister verziert, die dieser über die Jahre geschaffen hat. Einiges davon hat man schon gesehen, ein paar neue sind auch darunter. Alles in allem sind diese Cover auch gut in Szene gesetzt.

Der Rest des Bandes besteht aus einem eher redaktionellen Teil, aber bevor wir uns diesen im Detail ansehen, gehen wir noch kurz auf die Comicgeschichte ein. Diese ist leider etwas plump und altbekannt, auch wenn sie ein paar neue Facetten hat. So sucht Trigo etwa den “Weisen von Vorg” auf, ein Äquivalent zum weisen Mann vom Berge, der eine Prophezeiung macht, die natürlich falsch gedeutet wird. Nachdem die Hauptstadt wieder einmal erobert und zerstört wird, wird sie am Ende – auch wieder einmal – wieder aufgebaut. Das hat man so oder so ähnlich bereits Dutzende Male gesehen.

Und auch das Trigo derart unüberlegt handelt, mag nicht so recht zu ihm passen. Zudem wird die Armee von Trigo einfach so ausgelöscht, da die Loka überlegen sind. Weiß man das nicht vorher? Schickt man echt eine ganze, untrainierte Armee gegen solche Gegner? Hier klafft ein Mega Plothole, vor allem da die Bösen nach ihrer Vertreibung nun eigentlich nichts daran hindern würde, die Stadt gleich wieder einzunehmen. Aber sei es drum.

Was etwas schade ist, ist, dass der Untergang des Planeten überhaupt nicht thematisiert wird. Damit begann eigentlich in Band Eins der Einstieg in die Serie, auch wenn man recht schnell von dieser Thematik weg war. Aber den Aufstieg Trigans ins Raumzeitalter wird man so nicht mehr erleben. Es gab ihn zwar, denn die Reihe wurde nach Don Lawrence’ Weggang von anderen Zeichnern weiter geführt, es darf aber bezweifelt werden, dass die Geschichte den Abschluss bzw. den Bogen zu Band Eins je wiederfand. Im Übrigen hatte auch Panini überlegt, die Nachfolgegeschichten in weiteren Bänden noch zu bringen, aber es scheiterte daran, dass man diese nicht in guter Qualität fand.

Womit wir auch schon beim redaktionellen Teil wären, der einen Großteil des Bandes einnimmt. Neben den erwähnten Punkten zur Veröffentlichung in Deutschland, wird auch kurz die Restauration des Quellmaterials angesprochen, wobei auch deutsche Künstler zu Wort kommen. Dem schließen sich Porträts von Mike Butterworth und Don Lawrence an, den Schöpfern der Reihe. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch Interviews mit den Assistenten der beiden, denn diese leben noch heute und zeichnen etwa für Marvel.

So wird ein recht stimmungsvolles Gesamtbild geschaffen, das eben keine Comicgeschichte erzählt, sondern die Hintergründe erläutert. Abgerundet wird das Ganze noch durch ein paar Hintergrundinfos zu Elekton, etwa die Tierwelt oder Periks Labor.

Fazit

Zum Ende der Reihe gibt es noch einen eher redaktionellen Band. Der bietet jetzt keine spannende Comic-Action, aber immerhin gutes Hintergrundmaterial. Wer damit keine Probleme hat, kann zugreifen.

[usr 4]
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Mike Butterworth
Autor: Don Lawrence, Ernest Ratcliffe
Originaltitel: Tales from the Trigan Empire
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Susanne Picard, Uwe Peter
Seitenanzahl: 96
Preis: 20.- Euro
ISBN: 978-3-7616-1248-0
Verlag: Panini

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

Kommentare

Erstelle jetzt dein eigenes Benutzerkonto! Damit kannst du deine Kommentare länger bearbeiten und in deinem Profil übersichtlich anzeigen lassen.


Wir behalten uns vor, Kommentare gekürzt oder nicht zu veröffentlichen, sollten sie zu der Diskussion thematisch nicht konstruktiv beitragen.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare
Neueste
Älteste Bestbewertet
Inline Feedbacks
Alle Kommentare
0
Was ist deine Meinung? Kommentiere!x