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StartLiteraturSuperheldenRezension: "Superman 8"

Rezension: “Superman 8”

In unserer Review sehen wir uns den neuen Superman-Band an. Achtung, Spoiler!

Inhalt (Klappentext):

Die Wahrheit über den Untergang von Krypton – und über Jor-Els Beteiligung an der Katastrophe! Außerdem kommt unglaublicher Besuch aus der Zukunft, und während sich im tiefen All das Schicksal von Supermans Familie entscheidet, erhält Lois Lane auf der Erde ein teuflisches Angebot von Lex Luthor!

Superman 8 (Panini)
Superman #8

Kritik

Der neue Superman-Band führt die begonnene Geschichte um den Untergang Kryptons fort. Zeichnungstechnisch bewegt man sich dabei auf dem gewohnt guten Niveau. Die Panels sind farbenfroh und auch in den Kämpfen kann man immer genug erkennen. Der Detailgrad der Gesichter ist überdies hoch und lässt ebenfalls keine Wünsche offen.

Storytechnisch macht man zunächst einen Abstecher in die Vergangenheit und zeigt den Auftakt zum Untergang Kryptons. Dabei wird klar, dass eine Verschwörung hinter dem ganzen steckt (es ist also nicht ganz so kompliziert wie in „Star Trek – Picard“). Kleiner Fan-Fact am Rande: Supermans Eltern reden darüber, dass sich seine „Sturmlocke“ widerspenstig kräuselt. Damit bekommt das Aussehen des Kryptoniers quasi eine Kanon-Erklärung spendiert, die durchaus witzig ist und zeigt, wie man sowas richtig macht.

Insgesamt nimmt dieses Szenario auch einiges von den Umgebungsdetails aus der „Krypton“-Serie auf. Denn auch dort gab es in den „unteren“ Straßen diverse Klassen und entsprechende Kämpfe. Allzu sehr schwenkt man in diese Richtung allerdings nicht ab und vermutlich kennen nur echte Hardcore-Fans diese Nuancen. Insgesamt gefällt die Geschichte aber, auch wenn sie nur eine kleine Fußnote im Gesamtkontext darstellt.

Was sich anschließt, ist der bereits in den Bänden zuvor begonnene Kampf gegen Rogol Zaar und seine Schergen – und wer hätte es gedacht, die Helden gewinnen. Dies ist leider der eher unspektakuläre Teil des Bandes und etwas enttäuschend – sieht man mal davon ab, dass sich Zod und Clark verbünden, um die Bösen zu schlagen. Hier stellt man (vielleicht) Weichen für die Zukunft, die interessante Entwicklungen aufzeigen könnten.

Das Ende steht dann aber wieder ganz im Zeichen von Superman und seiner Botschaft für Frieden. Denn um eben jenen zu wahren, werden die Vereinten Planeten gegründet. An und für sich ist die Idee ja ganz gut, aber das Ganze ohne eine Vorarbeit einfach so hinzuklatschen und davon auszugehen, dass die Völker der Galaxis es akzeptieren ist dann doch etwas harter Tobak. Klar, es herrscht stellenweise Krieg und das alles, aber nur auf Supermans Wort hin? Zugegeben, es taucht auch noch die Legion auf, die Hilfestellung bietet und sagt, dass alles so sein muss. Aber auch das hätte man nicht unbedingt gebraucht.

Aber gut, vielleicht ändert sich an dieser Konstellation in den nächsten Bänden noch etwas. Am positiven Grundgedanken ändert dies nichts. Jon wird am Ende angeboten, die Legion zu begleiten, und wer meine Reviews verfolgt, der weiß, dass ich kein Fan von Jon bin, der als nächster Superman hochgezogen wird. Daher hege ich so meine Zweifel, ob er wirklich mitgehen wird. Als Cliffhanger hat dieses Finale deswegen für mich aber nicht so recht funktioniert.

In einer kleinen Nebenhandlung dürfen auch Lois und Lex auftreten. Da man aber hier nicht erfährt, wie es weitergeht, kann man auch das eher unter „ferner liefen“ verbuchen.

Fazit

Nach einem starken Anfang lässt die Story im weiteren Verlauf etwas nach. Das liegt zum einen an den obligatorischen Kämpfen (und deren Ausgang) und am leicht konstruiert wirkenden Ende. Insgesamt verbleibt der Band aber dennoch solide.

[usr 3]
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Joe Prado
Originaltitel: Superman 13-14
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Christian Heiß
Seitenanzahl: 52
Preis: 4,99.- Euro
Verlag: Panini

 

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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