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Rezension: “Buffy the Vampire Slayer 2: Der erste Biss”

Wir sehen uns die Neuinterpretation von “Buffy” im zweiten Band an und schauen, welche neuen Wege hier eingeschlagen werden.

Inhalt (Klappentext):

Als Xander von einem Vampir gebissen und sterbend zurückgelassen wird, beginnt für die Freunde ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie müssen eine Heilung finde, bevor er selbst zum Vampir wird. Gleichzeitig versuchen Mistress Drusilla und ihr Schoßhund Spike jedoch, den Höllenschlund zu öffnen. Buffy muss sich entscheiden: Soll sie die Welt retten oder ihren besten Freund?

Und welchen Platz nimmt der große, dunkle und melancholische Angel in diesem ganzen Chaos? Verbirgt er ein Geheimnis, das den Kampf zwischen Mistress und der Jägerin entscheidend verändern könnte?

Buffy Bd. 2 (Panini)
Buffy Bd. 2

Kritik

Im zweiten Band der neuen “Buffy”-Reihe geht die Geschichte in der Neuinterpretation weiter. Hier ist alles anders, aber doch vertraut.

Auch zeichnungstechnisch ist man nicht ganz auf dem Niveau anderer “Buffy”-Bände. Aber das will man wohl auch gar nicht, immerhin soll das ja auch eine Art von Reboot werden. Deswegen sollte man auch nicht mehr die Ähnlichkeiten zu Schauspieler-Pendants suchen, denn diese sind nicht mehr so recht gegeben. Überhaupt wirken die Szenen durch viele einfarbige Hintergrundflächen etwas plumper. Dadurch, dass die Geschichte zumeist dunkle Töne hat, fügt sich aber alles wieder zusammen und stärkt die Atmosphäre der Geschichte. Und die Mimik der Gesichter ist immerhin derart gut gelungen, dass man daran nicht rummeckern kann.

Storytechnisch geht man natürlich neue Wege, aber im Grunde ist es doch vertraut. So geht es nun darum, Xander zu retten, denn am Ende des ersten Bandes war dieser ja gebissen worden. Und die Gang – vor allem Willow – gibt nicht auf, um ihn zu retten, wozu sie sogar einen Teil ihrer Selbst opfern muss. Dies weckt die Dunkelheit in ihr, wodurch natürlich einige Entwicklungen der späteren Staffeln vorweg genommen werden. Überhaupt sollten die Macher aufpassen, nicht zu viel zu schnell zu wollen. Aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau.

Denn bei einem Reboot nimmt man selbstverständlich nur die besten Teile der Story und mixt diese zu etwas Neuem zusammen, während man die schlechteren Stücke eher beiseite lässt. So lebt die Geschichte im weiteren Verlauf auch von der Interaktion der Charaktere. Und genau hier kommt auch der übliche “Buffy”-Charme zum Vorschein. Denn wenn Willow und Buffy über tote Käfer streiten oder Buffy ein Halloween-Kostüm versaut, dann ist man eben im Sunnydale, wie man es kennt und liebt, angekommen. Oder anders ausgedrückt: Die Interaktion der Gang ist so charmant und witzig wie eh und je und man fühlt sich sofort heimisch.

Das gilt eben auch für die erwähnte Geschichte, die einiges anders macht, aber bei der eben trotzdem noch vieles vertraut erscheint. Xanders Rettung hatten wir schon erwähnt und auch am Ende gibt es erneut einen großen Cliffhanger. Und da Xanders Leben schon auf der Kippe stand, sollte man an der Stelle vermutlich nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass im dritten Band alle (bekannten) Charaktere noch am Leben sein werden. Das bringt nicht nur Abwechslung hinein, sondern auch Schockmomente. Und das hat bekanntlich schon bei “Game of Thrones“ recht gut funktioniert.

Aber das ist natürlich alles Zukunftsmusik und sollte dem Genuss dieses Bandes keinen Abbruch tun. Erwähnt werden sollte vielleicht noch, dass sich Buffy auch im Zwischenmenschlichen probiert, aber Robin auch “Dreck am Stecken” hat. Auch hier werden künftige Entwicklungen schön aufgebaut.

Fazit

Obwohl man zeichnungstechnisch vielleicht das ein oder andere aussetzen kann, lebt der Band von schönen Charaktermomenten – oder besser gesagt: typischen Buffy-Momenten. Und auch die Story geht stellenweise erfrischend neue Wege. So kann es gerne weitergehen!

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Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Jordie Bellaire
Zeichner: David Lopez
Originaltitel: Buffy the Vampire Slayer 2
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
Übersetzer: Claudia Kern
Seitenanzahl: 128
Preis: 17.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1993-9
Verlag: Panini

 

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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