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    Rezension: “Star Wars 66 – Darth Vader: Das dunkle Herz der Sith 2”

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    Wir werfen einen Blick auf die Fortsetzung der neuen Vader-Story. Allerdings nicht ganz spoilerfrei.

    Inhalt (Klappentext):

    Darth Vader hat die Wahrheit enthüllt: Er ist Luke Skywalkers Vater. Doch Luke weigert sich, sich ihm anzuschließen, und entkommt. Wutentbrannt begibt sich Vader auf eine blutige Reise – und bald schon sieht er sich von Angesicht zu Angesicht einem Gespenst aus der Vergangenheit gegenüber … Die Fortsetzung der eindrucksvollen, neuen Darth Vader-Story „Das dunkle Herz der Sith“.

    Star Wars 66 (Panini)
    Star Wars 66

    Kritik

    Die neue Darth Vader-Reihe geht mit dem vorliegenden Band in die zweite Runde. Zeichnungstechnisch ist man dabei auf dem Niveau des Vorgängers geblieben und muss sich eigentlich nicht verstecken. Zwar ist das Szenario meist etwas dunkler, aber man erkennt immer genug Details, selbst in den Hintergründen. Und auch die Charaktere wirken nicht zu statisch und können Emotionen transportieren – wobei man anfügen muss, dass dies bei Vader und einem Droiden als Hauptcharakter auf der einen Seite etwas schwerer sein mag, auf der anderen aber auch in den erwartbaren Bahnen verläuft. Lediglich gegen Ende, als Sabé auftaucht, wird der Unterschied deutlicher, wobei man es geschafft hat, sie nicht wie Padmé wirken zu lassen. Sie sieht wirklich grimmiger aus und als Leser erkennt man sofort, dass es sich hier eben nicht um das Original handelt.

    Was die Story angeht, so verfolgt man Vaders weitere Hatz nach Luke bzw. den Orten seiner Jugend. Dabei werden immer Verbindungen zur Prequel-Trilogie eingeflochten, die Vaders Emotionen illustrieren. Das ist zwar gut gemacht, aber eben auch nicht unbedingt neu. So wirkt vor allem der Einstieg auf Tatooine, als Vader einfach ein paar Söldner beseitigt, eher nach Standardkost und als ob man unbedingt noch eine Actionszene gebraucht hätte.

    Besser wird das Ganze dann, als es zurück nach Coruscant und in Padmés Gemächer geht. Hier sieht man auch, was mit den Quartieren verstorbener Senatoren passiert – wobei man sich natürlich fragen kann, ob dies auf Vaders Initiative zurückgeht oder ein Standardverfahren ist. Bereits hier wird aber erneut deutlich, wie sehr die Story darunter leidet, dass man als Leser eben schon weiß, wie das Ganze ausgehen wird. Wir wissen bereits, wie Padmé starb und wie Kenobi die Zwillinge in Sicherheit bringt und so schön es sein mag, Vaders Emotionen beim Herausfinden dieser Punkte zu beobachten, verliert es eben auch etwas an Reiz.

    Das haben aber anscheinend auch die Autoren gemerkt, denn am Ende wird noch ein kleiner Twist eingebaut. Vader trifft auf Sabé (in einer ziemlich offensichtlichen Anspielung als Querverweis auf den Roman „Schatten der Königin“). Die Verbindung ist für Fans natürlich ein nettes kleines Easter Egg, auch wenn gerade jenen sofort klar ist, dass es sich eben nicht um Padmé handelt. Nach anfänglichem Zögern müssen die beiden zusammenarbeiten und wollen herausfinden, was wirklich passiert ist.

    Zumindest an dieser Stelle ist das eine interessante Kombination, die Lust auf die Fortsetzung macht. Ob Vader Sabé dann am Leben lässt, immerhin tötet er alle, die von seiner Vergangenheit wissen, wird wohl eines der großen Mysterien sein, die der nächste Teil offenbaren wird.

    Fazit

    Der Anfang des Bandes ist etwas schwach, leidet er doch vor allem darunter, dass man als Leser bereits weiß, wo das Ganze hinführen wird. Immerhin bekommt man einen (seltenen) Einblick in Vaders Gefühlswelt und am Ende wird mit Sabé eine neue Dynamik aufgemacht, die Lust auf die Fortsetzung macht.

    3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Greg Pak
    Zeichner: Raffaele Ienco
    Originaltitel: Star Wars – Darth Vader: Dark Heart of the Sith 2
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
    Übersetzer: Michael Nagula
    Seitenanzahl: 58
    Preis: 4.99.- Euro
    Verlag: Panini
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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