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    StartLiteraturFantasy-BücherRezension: "Der Lotuskrieg 1: Stormdancer"

    Rezension: “Der Lotuskrieg 1: Stormdancer”

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    Der Lotuskrieg ist die neue Reihe bei Cross Cult. Wir sehen sie uns in der Review an.

    Inhalt (Klappentext):

    Der erste Teil einer epischen neuen Fantasy-Serie, die eine unvergessliche neue Heldin und eine verblüffend originelle dystopische Steampunk-Welt mit einem Hauch von feudalem Japan vorstellt. Auf der Jagd des Kaisers nach den legendären Donnertigern findet sich Yukiko, die Tochter eines Jägers, Auge in Auge mit einem dieser beinahe ausgestorbenen Bestien wieder. Die Gedanken des wütenden und verkrüppelten Tiers drehen sich nur um ihren Tod – Yukiko weiß das, sie kann seine Gedanken hören. Und um zu leben müssen sich die beiden wohl oder übel zusammentun.

    Stormdancer (Cross Cult)
    Stormdancer

    Kritik

    Mit dem “Lotuskrieg” startet auch bei Cross Cult eine neue Reihe in einem japanisch angehauchten Setting. Warum man den Titel allerdings nicht Sturmtänzer genannt hat (wie es im Roman immer heißt), sondern es beim englischen Original belassen hat, ist an dieser Stelle sicher eine gute Frage, doch dies sei mal dahingestellt.

    Die Geschichte in diesem Roman braucht dabei eine ganze Weile, um in Fahrt zu kommen. Knapp 200 Seiten muss man hier durchhalten, bevor die Handlung kräftig anzieht. Bis dahin gibt es ein paar Standardformeln, die abgehakt werden. Da haben wir eine naive Jugendliche (die bis zum Ende des Romans eine Entwicklung durchgemacht haben wird), ihren ständig betrunkenen Vater und den liebenswerten Holzklotz fürs Grobe. Das dabei die Heldin namens Yukiko meist recht hat mit ihren Ansichten, auch wenn man sie nicht immer durchsetzen kann, ist dabei schon fast Makulatur. Hinzu kommen die üblichen Teenie-Schwärmereien.

    Erschwerend kommt hinzu, dass das Setting wie gesagt in einer japanischen Kultur verhaftet ist und die ganzen japanischen Begriffe nicht gerade dazu beitragen, dass man schnell in die Welt eintauchen kann. Hier ist der Glossar am Ende hilfreich (den man vielleicht zuerst lesen sollte), wer aber mit der Kultur nicht so vertraut ist, kann hier trotzdem noch Probleme haben. Hat man diese Durststrecke aber überstanden, steigt auch die Spannung in der Handlung steil an.

    Denn unter der Haube entpuppt sich der Roman durchaus als kleines Zeichen gegen die Umweltverschmutzung, denn diese wird hier recht eindringlich beschrieben. Und auch die Beziehung zwischen unserer Heldin und ihrem Donnertiger wird nach und nach schön aufgebaut. Zugegeben, einige der eingangs eingeführten Charaktere geraten im weiteren Verlauf wieder in den Hintergrund und spielen fast keine Rolle mehr, aber allein die Interaktionen der beiden vermögen es, die Geschichte weiterhin interessant zu halten.

    Ein paar überraschende Wendungen gibt es am Ende dann auch noch, auch wenn man genau genommen nur den Kampf von Rebellen gegen Tyrannen beschreibt, wie man ihn schon oft genug gesehen hat. Aber es kommt ja auf die Verpackung an und die ist hier, trotz einiger Klischees auch am letztlichen Angriffsplan, durchaus gelungen. Die Heldin wächst über sich hinaus und zumindest am Ende bekommen dann einige der Nebencharaktere durchaus noch die ein oder andere Szene spendiert, so das man durchaus Lust auf den zweiten Band bekommt.

    Fazit

    Wer die erste Durststrecke überwindet, wird mit einem durchaus guten Roman belohnt, bei dem vor allem schöne Charakterszenen dominieren, auch wenn sich diese zumeist nur um die Heldin drehen. Auch der Kampf gegen einen Tyrannen mag nicht neu sein, ist hier aber durchaus gut genug verpackt, um bis zum Ende spannend zu sein.

    4 out of 5 stars (4 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Jay Kristoff
    Originaltitel: Stormdancer
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2012
    Übersetzer: Aimee de Bruyn Obouter
    Seitenanzahl: 527
    Preis: 14.- Euro
    ISBN: 978-3-96658-386-2
    Verlag: Cross Cult
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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