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    StartLiteraturSuperhelden-BücherRezension: "Wonder Woman 15 - Gedankenkontrolle"

    Rezension: “Wonder Woman 15 – Gedankenkontrolle”

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    Der neue Wonder Woman-Band wird von uns an dieser Stelle genauer betrachtet.

    Inhalt (Klappentext):

    Als plötzlich Menschen in Washington D.C. unter dem Einfluss eines fremden Willens Schreckliches tun, versucht Wonder Woman den Ursprung dieser Bedrohung ausfindig zu machen – und gerät selbst unter den fremdartigen manipulativen Bann! Da bietet ausgerechnet der mächtige Telepath Maxwell Lord, einer von Wonder Womans Erzfeinden, der wegen seiner Verbrechen im Gefängnis sitzt, seine Hilfe an…

    Wonder Woman 15 (Panini)
    Wonder Woman 15

    Kritik

    Der 15. Wonder Woman-Band ist wieder etwas dünner, enthalten sind hier fünf US-Ausgaben. Zeichnungstechnisch ist man jetzt zwar nicht ganz auf dem Niveau der Superman-Ausgaben, da die Charaktere teilweise etwas klobiger wirken, aber im Großen und Ganzen gibt es hier nichts zu meckern. Der Detailgrad ist hoch, die Panels sind alle recht farbenfroh gehalten – es gibt also keine dunklen Szenen – und auch bei den Kampfszenen, die in übergroßen Panels ein paarmal vorkommen, gibt es immer genug zu entdecken. Wie bei solchen Szenen obligatorisch, gibt es bei den Kämpfen keine Sprechblasen und die großformatigen Seiten sind daher schneller überblättert.

    Die Story dreht sich um Personen, welche telepathisch beeinflusst werden und allerlei Unfug anstellen. So wie etwa eine Atomrakete starten. Unter Verdacht gerät Max Lord, den Fans vermutlich noch aus der Vergangenheit kennen. Der beteuert ständig, sich geändert zu haben, was zu einigen Konflikten mit Wonder Woman führt, aber in gewisser Weise auch für die Charakterentwicklung beider Protagonisten steht. Es zieht allerdings nicht ganz so, wie von den Autoren beabsichtigt, denn ähnlich wie Wonder Woman lässt den Leser das Herumrätseln über Lords wahre Absichten eher kalt. Er ist einfach zu wenig präsent, als das man hier als Leser eine Verbindung aufbauen könnte.

    Hinzu kommt Dianas Umzug in die neue Wohnung, was zu neuen Nachbarn und Freunden führt. Das ist dann auch die Krux an der Sache, denn als Leser weiß man so recht schnell, wer der wahre Bösewicht ist, nachdem feststeht, dass es Max nicht ist. Denn wenn neue Charaktere eingeführt werden und es eben keiner der etablierten anderen sein kann, bleiben nicht viele Drahtzieher übrig. (Nunja, als Überraschung hätte man hier noch das Kaninchen aus dem Hut zaubern können – DAS wäre eine Wendung gewesen… aber lassen wir das). So wird eben das übliche Klischee bedient und die Storywendung kommt leider wenig überraschend.

    Das wertet den Band leider deutlich ab, da man Innovationen, trotz der guten Grundidee, leider vergeblich sucht. Insgesamt ist die Geschichte zwar immer noch gut anzusehen, man hätte aber durchaus noch mehr herausholen können.

    Fazit

    Ein paar Charakterszenen und eine wenig überraschende Wendung nehmen leider etwas Tempo aus der Geschichte. Das ist etwas schade, der Rest funktioniert aber in gewohnten Superheldenbahnen recht gut.

    Bewertung 3 out of 5 stars (3 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Mariko Tamaki
    Zeichner: Mikel Janin, Carlo Barberi
    Originaltitel: Wonder Woman 759-763
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2020
    Übersetzer: Ralph Kruhm
    Seitenanzahl: 132
    Preis: 16.- Euro
    ISBN: 978-3-7416-2446-9
    Verlag: Panini
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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