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    FedCon 29 – Teil 2: Die Panels

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    Im zweiten Teil unseres Rückblicks zur FedCon 29 sehen wir uns die Panels der Stars an.

    Plauderstunden mit Stars und Experten

    Was haben die Stars so gesagt? Was gab es Interessantes zu berichten? Das lest ihr hier. Ich beschränke mich hierbei auf die wesentlichen Informationen. Wenn Stars also etwa zu ihrer Meinungen zu bestimmten Themen gefragt wurden oder zu ähnlichen allgemeinen Themen, so wird hier nicht allzu sehr darauf eingegangen.

    Und wer nun sagt “Aber das sind doch nicht alle”: Tja, es ist unmöglich, auf der FedCon alle Panels und Vorträge zu besuchen. Daher mussten eine Auswahl getroffen werden. Demzufolge gibt es auch hier nicht alles zu lesen, sondern eben nur die von mir besuchten Panels. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn man kann immer mal was vergessen. 😉

    Hubert Zitt (Sachbuchautor)

    Hubert Zitt ist mittlerweile eine Koryphäe der FedCon. Seine Beiträge sind eigentlich immer hervorragend, folglich machte auch die FedCon 29 hier keine Ausnahme. Da er dieses Mal ein recht wichtiges Thema angesprochen hat, möchte ich an dieser Stelle auch kurz darauf eingehen.

    Zum einen wurde in Gedenkvideos den verstorbenen Kollegen gedacht, von denen es auch bei der FedCon leider einige gab. So sind im Laufe der Jahre einige Staff-Member bzw. Personen in ähnlicher Funktion von uns gegangen. Die Gedenkminuten waren gut in Szene gesetzt und es war sehr emotional.

    Danach ging es um die Toleranz unter Trekkies. Hier wurde noch einmal die Freundlichkeit der FedCon betont. Tatsächlich sei auf der FedCon eine Freundlichkeit und ein Zusammenhalt vorzufinden, wie man das andernorts nur selten sehen könne. Auch das Fan-Sein habe in den letzten Jahren an Ansehen gewonnen. Wer erinnere sich nicht noch an die 90er, als man als Trekkie noch belächelt oder gar verspottet worden sei?

    Die vor allem in den letzten Jahren immer ernster gewordene Berichterstattung über “Star Trek” oder Science Fiction allgemein habe hier als Vorreiter fungiert. Selbst Comics würden gemeinhin inzwischen eher als Kunst denn als “Sache für Kinder” betrachtet werden.

    Dies waren wichtige Botschaften, die ganz im Geiste der FedCon stehen.

    Auch immer einen Blick Wert: Die Steampunk Version von “Star Trek” (Bild: Tom Götz, TZN)

    Benjamin Stöwe (Journalist / Synchronsprecher)

    Benjamin war gleich mit mehreren Vorträgen am Start. So hat er wieder ein Synchronisationspanel gehalten, bei dem unter anderem “Laien” (aka Fans) eine Szene einsprechen durften, was sogar recht gut funktioniert hat. Bereits bei der letzten Con hatte Benjamin damit ja punkten können.

    Des Weiteren war er mit dem Vortrag “55 Jahre Star Trek” am Start, in dem die Meilensteine aus 55 Jahren aufgelistet wurden. Auf diese soll an dieser Stelle nicht explizit eingegangen werden, denn jeder, der das hier liest, sollte darüber einigermaßen Bescheid wissen. Für weitere Interessierte gibt es ja immer noch das “1701-Museum” in Eberswalde.

    Besonders hervorgehoben werden soll an dieser Stelle Benjamins sympathische Art. Denn er ist einfach mitten im Publikum. Nicht nur während seiner Vorträge, sondern auch während seiner Rolle als Master of Ceremonies (“MoC”) ist er sich nicht zu schade, sich zu den Fans ins Publikum zu setzen und diese interaktiv einzubauen. Da kann es schon mal passieren, dass ein Fan auf der Bühne endet und den nächsten Gast anmoderieren muss. Einfach gut und wie bereits im ersten Teil erwähnt, kann Stöwe das gerne so die nächsten 20 Jahre weiter führen. Da können die anderen MoCs leider ein Stück weit einpacken, die lediglich das Publikum mit Sachen wie einer Laola-Welle einschwören.

    Kleine Info am Rande: Durch die Interaktion mit dem Publikum und den Fans ist auch durchgeklungen, dass die meisten Fans das Scheitern von “Discovery” wohl daran festmachen, dass es so wenige Einzelepisoden gibt und man stattdessen auf einen Season-Arc setzt. Hier liegt die Hoffnung auf “Strange New Worlds”, denn die nächste Spin-off-Serie soll wieder “klassischer” (also episodisch) erzählt werden. Man darf gespannt sein, ob sich diese Hoffnungen erfüllen!

    Claudia Christian (“Babylon 5”)

    Als einzige aus der “Babylon 5”-Riege war Claudia Christian vertreten. Christian hat in den letzten Jahren –  nachdem sie ihre Alkoholprobleme in den Griff bekommen hat, worüber sie auch offen sprach – vor allem mit Büchern und einer Stiftung, die Alkoholsüchtigen hilft, auf sich aufmerksam gemacht. Zu diesem Zwecke versteigerte sie später auch noch ein paar “B5”-Props.

    Was ihre Bücher angeht, so hat sie vor allem ein paar Kochbücher herausgebracht. Der auf der FedCon ebenso anwesende Tim Beutler (aka. “Star Smutje”) hat deren Rezepte sogar nachgekocht, was bei Christian sehr gut ankam.

    Was “Babylon 5” angeht, so war natürlich vor allem die neue Serie ein Thema. Deren Drehstart wird Anfang nächsten Jahres sein (ca. Februar 2022), wobei zunächst der Pilotfilm gedreht wird, bevor das Projekt dann in Serie geht. Von der Frage, welche Serie nun die bessere sein wird – Original oder Reboot – hielt sie nichts. Denn das alte “B5” sei ein Produkt seiner Zeit gewesen und für die damaligen Verhältnisse einfach etwas Großartiges. Auch beim neuen “B5” werde das so sein. Als Kind seiner Zeit werde auch diese Serie sicherlich neue Zuschauer anlocken können, so Christians Prognose.

    Übrigens: Dass überhaupt eine neue “Babylon 5”-Serie kommt, ist der Konversion der alten Serie in HD-Qualität zu verdanken. “Babylon 5 – Remastered” ist nämlich seit einiger Zeit auf HBO Max zu sehen. Warner Bros. hatte das Zuschauerinteresse aber scheinbar unterschätzt und war von den tatsächlichen Abrufzahlen der alten Serie dann mehr als überrascht. Was die Story angeht, so ist diesbezüglich wieder Joseph Michael Straczynski verantwortlich, der bekanntlich schon die Original-Serie erfunden hat.

    Details dürfe sie leider keine verraten, gab Christian freimütig zu. Aber der ursprüngliche Cast soll laut ihrer Aussage in irgendeiner Weise an der neuen Serie beteiligt werden.

    Unsere Vermutung: Vermutlich haben die noch lebenden Akteure der Originalbesetzung in der Reboot-Version diverse Cameo-Auftritte in anderen Rollen.

    Claudia berichtete auch noch, dass sie sich im Moment auf ihre Rolle in “9-1-1” sowie auf ihre Bücher und ihre Stiftung konzentriert.

    Jewel Staite (“Firefly” / “Stargate: Atlantis”)

    Jewel Staite war überrascht, wie viele “Firefly”-Fans es auf der diesjährigen FedCon gab. Sie ging eigentlich davon aus, dass dies eine “Stargate”-Con wäre. Von Nathan Fillion sprach sie in den höchsten Tönen, da dieser ein wirklich sehr unterstützender Schauspieler sei und immer ein offenes Ohr für andere habe. Sie habe es immerhin schon in seine Serie “Castle” geschafft, ein Gastauftritt in der Serie “The Rookie” sei aber noch nicht zustande gekommen.

    Was “Stargate” angeht, so wären die Fußstapfen, in die sie nach Paul McGillions Weggang treten musste, natürlich sehr groß gewesen. (Paul McGillion spielte Dr. Carson Beckett in der Fernsehserie Stargate Atlantis.) Ihre Figur, Dr. Jennifer Keller, sei noch sehr jung und unerfahren gewesen, habe aber gerade deshalb eigentlich ganz gut zu Rodney gepasst. Beide seien dann im Laufe der Zeit gemeinsam gewachsen.

    Privat habe sie gerade mit der Einschulung ihres 6-jährigen Sohnes alle Hände voll zu tun.

    Des Weiteren gab es mit dem Auftauchen von Paul McGillion einen kleinen Überraschungsbesuch. Wie Jewel angab, sei dieser nicht fähig, WhatsApp-Nachrichten zu schreiben, weshalb er immer gleich durchrufe. McGillions Antwort kam prompt: Er wäre einfach zu alt für die kleine Handy-Tastatur. 🙂

    Jewel Staite und Paul McGillion beim Panel-Besuch (Bild: Tom Götz, TZN)

    Das “Stargate: Atlantis”-Panel

    Im Rahmen des “Stargate: Atlantis”-Panels gab es einige Drehbücher bzw. Produktionsseiten aus der Serie zu versteigern, die auch von den Schauspielern signiert wurden.

    Paul McGillion (Dr. Carson Beckett) und Torri Higginson (Dr. Elizabeth Weir) waren überrascht, dass sie aus der Serie geschrieben wurden. Aber sowas passiere manchmal, wenn die Autoren der Ansicht seien, dass dies der Dramatik der Serie dienlich sei. David Nykl (Dr. Radek Zelenka) fand es als Schachspieler auch interessant, dass wirklich ein Schachmeister in der Folge, in der er spielen musste, anwesend war. Des Weiteren habe er auch Spaß daran gehabt, mal eine andere Rolle in “Arrow” spielen zu können.

    Das “Atlantis”-Panel (Bild: Tom Götz, TZN)

    Anthony Rapp (“Star Trek: Discovery”)

    Anthony outete sich als großer Computerspielfan, der vor allem Fan von “Mass Effect” ist und auch schon Figuren in Spielen gesprochen hat. Er sei sich zudem der großen Bedeutung bewusst, die mit der Darstellung eines homosexuellen Paares in “Discovery” verbunden ist. Er und Wilson Cruz, die übrigens schon seit 20 Jahren befreundet sind, hätten auch keine Probleme beim Drehen der Szenen. Er freue sich sogar darauf, in der neuen Staffel die Familienbeziehungen von Stamets weiter zu erforschen.

    Als Stamets sei er natürlich zumeist im Maschinenraum-Set tätig und weniger auf der Brücke präsent. Die Sets von “Discovery” seien noch klassisch gebaut, wusste er darüber hinaus zu berichten. Hier habe man keine großen LED-Bildschirme im Hintergrund, auf die die Umgebung projiziert wird (wie beispielsweise bei “The Mandalorian”), sondern eben noch richtige Kulissen. Wobei das Set eher dreieckig aufgebaut sei. Rapp zufolge gibt es aber auch hier Bildschirme an diversen Positionen, z.B. auf der Brücke, auf denen zur aktuellen Szene passende Schnipsel gezeigt werden, wie etwa Planeten. Das ganze “Discovery”-Set sei beweglich bzw. drehbar, sodass man mit der Kamera aus allen möglichen Winkeln filmen könne.

    Anthony ist jetzt seit 40 Jahren im Geschäft und war bereits in den 90ern in “Akte X” zu sehen, hier an der Seite von Gillian Anderson und David Duchovny.

    Anthony Rapp (Bild: Tom Götz, TZN)

    Sara Mitich (“Star Trek: Discovery”)

    Sara ist sehr belesen und immer für einen guten Roman-Tipp zu haben. Darüber hinaus hat sie früher nicht nur Kickboxen gemacht, sondern sie macht aktuell auch Krav Maga.

    Bei ihrem Casting für die Rolle habe sie – ähnlich wie ihr Kollege Patrick – zu Beginn gar nicht gewusst, welche Rolle man ihr angedacht hat. Es sei Airiam geworden und sie habe auch so ihre lieben Probleme mit dem Make-Up gehabt. Die Maske sei nämlich – vom Helm mal abgesehen – prosthetisch und kein Stück CGI gewesen. Die Gesichtsplatten etc. wurden also aufgeklebt und auch die Kontaktlinsen seien mehr als gewöhnungsbedürftig gewesen. Anfangs dauerte es fünfeinhalb Stunden, das Make-Up aufzubringen. Mit dem Verlauf der Staffel und der hinzukommenden Erfahrung habe man es aber geschafft, diese Zeit auf etwa zwei Stunden zu drücken.

    Vor allem aber hätte sie als Airiam nicht lachen können. Hierfür habe sie immer ihr Gesicht festhalten müssen, weil sonst die Einzelteile der Maske abgefallen wären. Natürlich sei es unter der Crew ein Running Gag gewesen, Sara zum Lachen zu bringen, da es einfach witzig aussah, wie sie mit den Händen ihr Gesicht festhalten musste. Dementsprechend froh sei sie gewesen, als man ihr zur zweiten Staffel angeboten habe, eine andere Brückenstation füllen zu können. Dieses Angebot habe sie gerne angenommen, was sich hinterher natürlich als Glücksfall herausgestellt habe, da Airiam den Serientod starb. Das Schicksal ihrer alten Figur habe sie zu Beginn der zweiten Staffel aber noch nicht gekannt. Aufgrund der großen Geheimhaltung am “Star Trek”-Set erführen die Schauspieler immer erst dann, wenn sie das Skript der Folge in der Hand hielten, ob ihr Charakter sterben wird oder nicht.

    Anmerkung des Autors: Ausnahme dieser Regel war lediglich Jason Isaacs, wie dieser vor drei Jahren auf der FedCon erzählte. Er hatte nämlich verlangt, dass man ihm die komplette Story seines Charakters vorab mitteilt, weswegen er – im Gegensatz zu seinen Kollegen – vorab von der geheimen Sache mit dem Paralleluniversum wusste.

    Patrick Kwok-Choon (“Star Trek: Discovery”)

    Wie seine Kollegen wusste auch Patrick vorher nicht, welche Rolle in der Brückencrew er in “Discovery” übernehmen wird. Selbst der Casting-Prozess sei damals streng geheim gewesen und wurde teils unter anderen Rollennamen oder Positionen geführt, so der aus dem Produktionsnähkästchen plaudernde Rhys-Darsteller.

    Anmerkung des Autors: Dies berichtete auf der FedCon 28 auch schon Ethan Peck (Spock) und auch Isa Briones (Soji, Dahj) erzählte später Ähnliches.

    Er sei dann froh gewesen, dass es schlussendlich die Taktische Station geworden ist. Und dass er deshalb die ganzen Torpedos abfeuern darf. Allerdings ging er zu Beginn davon aus, dass er die ersten zwei Folgen nicht überleben würde. Auch hier war er natürlich froh, länger dabei sein zu können.

    In der neuen Staffel wird es mehr von der Brückencrew zu sehen geben, verriet Patrick den neugierigen Panel-Zuhörern. Michelle Paradise (und auch die anderen Producer) hätten das Feedback der Fans vernommen und seien gewillt, diesen Fan-Wunsch künftig umzusetzen. Allerdings sei es bei einem derartig großen Cast eben schwer, allen Figuren genug Raum zu geben.

    Viel Spaß hatte Patrick damit, in einer Folge die Tasten auf seiner Konsole zu drücken. Es war die Folge, in der er alle Torpedos abfeuerte (vermutlich Staffel 2). Eine richtige Kanon-Sequenz zum Abfeuern der Tasten gäbe es nicht, daher habe er hier einfach in allen drei Reihen seine Tasten gedrückt.

    Anmerkung des Autors: Selbst Rekha Sharma bestätigte vor zwei Cons, dass die Schauspieler die Konsolen nach eigenem Gusto drücken können.

    Privat hat Patrick gerade geheiratet und den schwarzen Gürtel in Krav Maga gemacht. Wenn er seine Frau mitnehmen könnte, würde er tatsächlich in die Zukunft reisen und alles zurücklassen.

    Patrick Kwok-Choon (Bild: Tom Götz, TZN)

    Isa Briones (“Star Trek: Picard”)

    Isa erzählte, dass sie sich bereits bei “Discovery” für ein Engagement in “Star Trek” beworben habe, allerdings sei sie damals nicht genommen worden. Erst bei “Picard” habe es dann mit einem Engagement geklappt, wobei der Casting-Prozess recht geheim abgelaufen sei. Ihr sei nur gesagt worden, sie solle sich so benehmen, als würde sie einem Captain gegenüberstehen. Nur das, sowie die Tatsache, dass Patrick Stewart bei ihrem Vorsprechen als Producer geführt wurde, gaben ihr einen Hinweis auf das Serienprojekt, für das sie vorsprechen sollte.

    Als sie das erste Mal mit Patrick Stewart zusammentraf, sei das schon eine sehr ehrfürchtige Erfahrung gewesen. Trotz seines hohen Bekanntheitsgrades sei er im Cast ein hochgeschätzter Kollege, der seinen Mitakteuren auch stets sehr unterstützend unter die Arme greife. Und er sei einfach ein toller Schauspieler. Auch für einen kleinen Spaß sei der Picard-Darsteller immer zu haben. Aber dies träfe ohnehin auf die ganze Crew zu. Als Isa in der ersten Staffel den Tisch zerbrechen sollte, sei der Take eigentlich schon beim ersten Mal perfekt gewesen, denn die Teile seien auch alle wie gewünscht heruntergefallen. Der Regisseur wollte aber dennoch noch einen zweiten Take und dieser habe natürlich so gar nicht geklappt. Santiago Cabrera (Darsteller von Rios) habe die Anweisung gehabt, einfach den Rest von der Tischplatte zu fegen, was witzig ausgesehen habe.

    Den Plan, dass Soji gleich mehrere Doppelgänger hat, habe sie zunächst nicht gekannt. Sie sei stattdessen davon ausgegangen, dass ihre Figur schon früh in den ersten Folgen sterben werde. Erst später habe sie dann in den Drehbüchern von Dahj und Sutra gelesen, was ihr die Gewissheit gebracht habe, auch für die übrigen Episoden zurückkehren zu dürfen. “Star Trek” habe sie vor ihrer Rolle in “Picard” eigentlich nicht gekannt, sie habe sich dann aber mal eine Folge von “TNG” angeschaut. Zufälligerweise erwischte sie ausgerechnet “Datas Nachkomme” (TNG 3×16), in der auch Lal zu sehen ist. Die Folge habe ihr zwar gefallen, aber sie sei auch überrascht gewesen, dass man schon damals eine Geschichte über Datas Tochter erzählt hat. Mittlerweile sind die von ihr verkörperten Charaktere – Soji, Dahj und Sutra – ja auch quasi Datas Töchter.

    Auch hinsichtlich der Serienpremiere hatte Isa noch eine nette Anekdote auf Lager: Bei der Premierenfeier sei sie mit den Darstellern von Los Angeles nach London und später auch noch nach Berlin gereist, weshalb sie dort eigentlich extrem müde gewesen sei. Es war der 17. Januar 2020 und sie wurde dann in Berlin mit einem Geburtstagsständchen “geweckt”, was ihr sehr gefallen habe. Ja, Isa hat am 17. Januar (1999) Geburtstag – dem “Star Trek”-Tag 17-01.

    Isa Briones und Benjamin Stöwe (Bild: Tom Götz, TZN)

    Sonequa Martin-Green (“Star Trek: Discovery”)

    Auch Sonequa redete ein wenig über “Star Trek”, wobei vor allem die Unterschiede beim Dreh im Vergleich zu “Walking Dead” im Vordergrund standen. Sie fand Sashas Tod als Heldentod mehr als passend und eine gute Weiterentwicklung für den Charakter. Auch Burnham habe in ihren Augen eine ähnliche Entwicklung durchgemacht. Und “Discovery” sei eben ihre Geschichte. Und deshalb wäre es auch nicht passend gewesen, Burnham von Beginn an auf dem Captain’s-Stuhl zu sehen. Hier habe erst noch eine Charakterentwicklung hergemusst. Dass sie aber letztlich Captain werden wird, habe von vorneherein festgestanden.

    Zwar könne sie zur vierten (und fünften) Staffel der Serie noch nichts sagen, aber die Chancen stünden gut, dass der Posten des Captains erst einmal nicht neu besetzt wird. Auch sei es wichtig gewesen, dass ihre Beziehung mit Book als funktionierend dargestellt wird. Schwarze Schauspieler (und Frauen) in Führungspositionen sind ja in den letzten Jahren – nicht nur seit “Black Lives Matter” – wichtig geworden.

    Auch Sonequas Mann Kenric war mit ihr auf der FedCon und stellte im Publikum eine Frage, nämlich mit wem sie die Rolle gern tauschen würde. Und da gab es nur eine Antwort: Nämlich  mit Mary Wiseman (aka. Tilly), auf die Sonequa übrigens hohe Stücke hält. Des Weiteren ist Sonequa Brettspielfan und organisiert regelmäßig mit dem Cast zusammen Brettspielabende bei ihr zuhause. In letzter Zeit stand da “Mafia” hoch im Kurs.

    Sonequa Martin-Green (Bild: Tom Götz, TZN)

    Das “Discovery”-Panel

    Eine auf der FedCon immer wieder beliebte Frage lautet, ob die Schauspieler irgendwelche Props mitnehmen. Diesbezüglich seien die “Aufpasser” am “Star Trek”-Set aber sehr streng, was auch schon auf der FedCon 28 von anderen Schauspielern bestätigt wurde. Dies gehe sogar soweit, dass man bereits bei den Promo-Shoots die Props wieder abgenommen bekommt. Ansonsten seien die Prop Master da auch wirklich dahinter. Man bekommt die Props immer wieder abgenommen und nur zu den jeweiligen Szenen ausgehändigt.

    Patrick konnte aber immerhin ein paar Tribbles ergattern (und bekam auch einen aus dem Publikum geschenkt). Was die Uniformen angeht, gefallen Sonequa die aus Season 4 (die man auch im Trailer gesehen hat) am besten. Allerdings hätten ihr auch die aus dem Spiegeluniversum gefallen. Aufgrund der Tatsache, dass sie damals beim Dreh Schwangerschaftskomplikationen hatte, seien diese Szenen – mit dem teilweisen Overacting der Paralleluniversum-Charaktere – für sie aber enorm anstrengend gewesen. Spaß am Spiegeluniversum hatte aber auch Patrick.

    Auch Oded Fehr sei ein gern gesehener Kollege. Er hatte sich ja zum Fanliebling gemausert, und ist in Staffel 4 wieder mit dabei. Weitere Gespräche drehten sich teilweise um das echte Familienleben der Stars oder mit wem sie gerne die Rollen tauschen würden. Als Zeitpunkt, den man unbedingt besuchen müsse, wäre Patrick gerne beim Ersten Kontakt dabei.

    Das Detmer aus Düsseldorf stammt von Autor David Mack. Nicht nur, weil seine Frau aus Düsseldorf ist, er hat bereits 2010 oder 2011 einen “Düsseldorfer Charakter” in einem Star Trek-Buch geschrieben.

    Die Darsteller sind durch die Bank weg von Jonathan Frakes als Regisseur begeistert und einige würden, wenn es sich in Zukunft ergäbe, auch gerne selber mal bei Star Trek Regie führen. Zunächst plädiere man aber für das Zeigen eines Holo-Riker in “Discovery”, da Jonathan Frakes auch immer noch gerne spielt.

    Fazit

    Insgesamt gab es also durchaus wieder einige interessante Einblicke in die Produktionsprozesse von Star Trek.

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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