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Top & Flop Raumschiffe der Redaktion (Teil 3): Christopher Kurtz

FLOP Platz 5: Intrepid-Klasse (U.S.S. Voyager NCC-74565)

U.S.S. Voyager in der Utopia-Planitia-Werft in "Relativity" (Bild: Nutzung mit freundlicher Erlaubnis von Adam "Mojo" Lebowitz)
U.S.S. Voyager in der Utopia-Planitia-Werft in “Relativity” (Bild: Nutzung mit freundlicher Erlaubnis von Adam “Mojo” Lebowitz)

Auf dem letzten Platz der Flop-Liste starten wir mit einem kontroversen Beitrag: die U.S.S. Voyager aus der vierten Live-Action-“Star Trek”-Serie. Für das namensgebende Raumschiff von “Star Trek: Voyager” lagen Dutzende innovative Ideen auf dem Tisch, um die Serie, die nach dem Ende von “The Next Generation” den Delta-Quadranten erforschen würde, visuell deutlich vom Vorgänger abzusetzen. Getreu dem Motto “bloß keine Experimente” verständigte man sich stattdessen schließlich auf ein “plattgedrücktes” Derivat des klassischen Jeffries-Designs. Dass es auch anders ginge, demonstrierte dagegen “Deep Space Nine” mit der U.S.S. Defiant. Aber auch wenn man Raumschiffen der Föderation zugestehen möchte, dass sie immer wieder die Grundkonfiguration der NCC-1701 aufgreifen, hat die Intrepid-Klasse eher unvorteilhaft gewählte Proportionen.

FLOP Platz 4: Oberth-Klasse (U.S.S. Grissom NCC-638)

U.S.S. Grissom ther Oberth-Klasse aus "Star Trek: III" von Tobias Richter (The Light Works)
U.S.S. Grissom ther Oberth-Klasse aus “Star Trek: III” von Tobias Richter (The Light Works)

Dieses Schiffsdesign ergibt schlicht keinen Sinn. Der Weg aus der Untertassensektion in die Maschinenhülle durch die Pylone ist praktisch die schlechtest-denkbare Konfiguration: Maximal aufwändig während der Konstruktion, maximal komplex bzgl. Fragen wie struktureller Integrität & Strahlenschutz und unfassbar lang im Vergleich zur “Luftlinie”, was im Fall des Falles kostbare Sekunden vergeudet. Selbst wenn “unten” nur Deuterium und Antimaterie gelagert werden, muss man im Notfall runterkommen können.

FLOP Platz 3: Flotten in “The Vulcan Hello/Battle at The Binary Stars”

Föderations- und Klingonenflotte in "Battle at The Binary Stars"
Föderations- und Klingonenflotte in “Battle at The Binary Stars”

Ob es einem gefällt oder nicht: Das 23. Jahrhundert ist ein vom Produktionsdesign her relativ wohl definiertes Setting. Ähnlich wie bei einem historischen Drama gibt es auch hier Requisiten, Kostüme und Bühnenbilder, die in die Epoche passen. Und eben den Rest, der als Anachronismus wahrgenommen wird. Nachdem das Fandom mit Renderings und Produktionen wir “Axanar” Jahrzehnte lang die Epoche zwischen “Enterprise” und “The Original Series” mit glaubwürdigen neuen Raumschiffdesigns bevölkert hatte, purzeln im Piloten von “Discovery” zwei Flotten auf den Bildschirm, die so gar nicht dahin gehören. Eine Flotte von Föderationsschiffen, die vielleicht besser ins frühe 24. Jahrhundert gehört hätten trifft eine Alien-Flotte, die angeblich etwas mit dem Klingonischen Imperium gemein haben soll, aber eher einer barocken Steam-Punk-Fantasy entsprungen zu sein scheinen.

FLOP Platz 2: Crossfield-Klasse (U.S.S. Discovery NCC-1031)

U.S.S. Discovery in "If Memory Serves" (Szenenbild: "Discovery" 2x08, CBS)
U.S.S. Discovery in “If Memory Serves” (Szenenbild: “Discovery” 2×08, CBS)

Die Crossfield-Klasse aus “Discovery” taucht im Piloten nicht auf und verdient daher ihren eigenen Eintrag. Das Design wurde entwickelt aus dem Konzept einer der zahlreichen Wiederbelebungsversuche von “Star Trek” in den 1970’er Jahren, um die Evolution der ersten Enterprise zu zeigen. Abgesehen davon, dass das Produktionsdesign von “Discovery” nicht eine eigene Idee für ihr titelgebendes Raumschiff entwickeln konnte, integriert es einen Ring in die Untertassen-Sektion, der während Sporen-Sprüngen mechanisch rotiert. Super schick und super sinnlos.

FLOP Platz 1: Inquiry-Klasse (U.S.S. Zheng He NCC-86505)

Flotte der Inquiry-Klasse aus "Et in Arcadia Ego, Part 2"
Flotte der Inquiry-Klasse aus “Et in Arcadia Ego, Part 2”

Bei weitem nicht das objektiv schlechteste Raumschiffdesign aller “Star Trek”-Serien, aber ein Symbol für die Enttäuschung vieler Fans über die Visualisierung des Finales der ersten “Picard”-Staffel. Statt einer bunten Flotte aus bekannten Raumschiffen der Föderation, warpt Captain Riker mit einer Copy-&-Paste-Armada der La Sirena zu Hilfe. Gerade einmal für zwei unterschiedliche Varianten von Warp-Gondeln ließ der Covid-19-bedingte Produktionsplan Zeit. Dass sowohl Fans als auch Lizenzproduktionen mit hunderten hochdetailierte Modelle von Sternenflottenschiffen hätten aushelfen können, viel den Produzenten erst nach heftiger Zuschauerkritik für den Anlauf der zweiten Staffel “Picard” auf.

TOP Platz 5: Akira-Klasse (U.S.S. Thunderchild NCC-63549)

U.S.S: Thunderchild der Akira-Klasse aus "Star Trek Online" von Thomas Marrone
U.S.S: Thunderchild der Akira-Klasse aus “Star Trek Online” von Thomas Marrone

Ursprünglich nur für die Staffage der Schlachtszene in “First Contact” gedacht, hat die Akira-Klasse von Alex Jaeger von Industrial Light & Magic schnell das Herz vieler Fans erobert. Ob im Dominion-Krieg, der “Voyager”-Folge “Message in a Bottle” oder als U.S.S. Avalon im “Picard”-Staffel-2-Auftakt “The Star Gazer”, das Schiff gehört inzwischen so fest zum Inventar des “Star Trek”-Universums wie die ikonischen Schiffe der Excelsior- oder Miranda-Klasse. Für Doug Drexler war das Schiff auch eine wichtige Inspiration für das Design der Enterprise NX-01, einem 200-Jahre älteren Vorgänger der Akira.

TOP Platz 4: Nova-Klasse (U.S.S. Equinox NCC-72381)

USS Equinox (Nova-Klasse) aus "Equinox, Part 1" von Doug Drexler
USS Equinox (Nova-Klasse) aus “Equinox, Part 1” von Doug Drexler

Die Nova-Klasse wurde erstmals im Technischen Handbuch der Enterprise-D als möglicher kleinerer Nachfolger der Galaxy-Klasse erwähnt, obgleich mit einem radikal anderen Design. Die Nova-Klasse, wie wir sie in “Equinox” sehen, ist das Recycling eines frühen Design-Entwurfs für die U.S.S. Defiant. Das Design glänzt nicht durch überragende Originalität, aber es ist gleichzeitig wohl-proportioniert und kondensiert die Design-Philosophie des 24. Jahrhunderts von Probert, über Sternbach zu Eaves und Drexler. Das Ergebnis ist ein sehr kleines, aber plausibles Forschungsschiff, das erkennbar alle Merkmale eines modernen Sterneflottendesigns trägt.

TOP Platz 3: Borg-Kubus

U.S.S. Defiant und der Borgwürfel in "First Contact"
U.S.S. Defiant und der Borgwürfel in “First Contact”

Im Weltraum spielt Aerodynamik keine Rolle. Absolut folgerichtig legen die Borg bei ihren Raumschiffen auch keinen Wert auf Stromlinienformen oder andere Ästhetik. Die scheinbar chaotische Oberflächenstruktur und der freie Blick in die Innereien des Schiffs unterstützen zudem Plot und Worldbuilding, demnach die Borg als eine Art Insektenstaat als dezentrales Kollektiv organisiert sind und auch ihren Schiffen lokal konzentrierte Systeme fehlen (ein Umstand, der in “First Contact” und Folgeproduktionen mehr und mehr ignoriert wurde). Insbesondere die physischen Modelle aus “The Next Generation” und “First Contact” vermittelten eine besondere Bedrohlichkeit und einen optisch beeindruckenden Parallaxeffekt.

TOP Platz 2: Odyssey-Klasse (U.S.S. Enterprise NCC-1701-F)

Odyssey-Klasse in "Star Trek Online"
Odyssey-Klasse in “Star Trek Online”

Die Odyssey-Klasse ist das Ergebnis eines Design-Wettbewerbs von Cryptic Studios zur Gestaltung einer Enterpriser-F für ihre Version eines 25. Jahrhunderts. Der inzwischen verstorbene Adam Ihle gewann den Wettbewerb mit einem Design, das den üblichen “Hals” zwischen Untertasse und Maschinensektion verdoppelte. Anders als bei der Oberth- oder California-Klasse sind die beiden “Hälse” jedoch solide wie bei der Galaxy-Klasse, so dass keine Fragen offen bleiben, wie man von der Untertassensektion in andere Bereiche des Schiffs kommt.

TOP Platz 1: Galaxy-Klasse (U.S.S. Enterprise NCC-1701-D)

Dreams of Starlight (Bild: Nutzung mit freundlicher Erlaubnis von The Light Works, Tobias Richter)
Dreams of Starlight (Bild: Nutzung mit freundlicher Erlaubnis von The Light Works, Tobias Richter)

Als die physischen Studioexemplare der Enterprise-D hergestellt werden mussten, war das eine ziemliche Herausforderung. Mehr als ein Modellbauer hat darüber geflucht, dass Andy Proberts Galaxy-Klasse keine einzige gerade Linie habe. Nicht Matt Jeffries bereits geniale Constitution-Klasse, sondern dieses Schiff ist es, das für mich die Idee von “Star Treks” utopischer Zukunft verkörpert. Die freundliche aber majästätische Silhouette taugt auch als Skulptur der Werte der Föderation. Das Schiff ist dank verschiedener Details zudem glaubwürdiger als seine TV- und Filmvorgängerinnen: Sichtbare Luken für Rettungsboote, Sensorstreifen und Transporteremitter lassen die “D” plausibler und lebendiger erscheinen. Da ist es auch kein Zufall, dass seit 35 Jahren jedes neue Sternenflottenschiff diese Hüllendetails der Galaxy-Klasse reproduziert – zuletzt die Stargazer aus “Star Trek – Picard”.

christopher.kurtz
Christopher Kurtz
Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

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