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“Star Trek: Year 4”: Geniestreich oder AI-Slop? “The Animated Series” kehrt als Live Action zurück

Lange mussten wir nicht warten, bis Paramount das erste signifikante “Star Trek”-Projekt nach der Übernahme durch Skydance angekündigt hat: “The Animated Series” hierzulande als “Die Enterprise” bekannt, wird als “Star Trek: Year 4” neu veröffentlicht. Und dank KI wird es nicht wie Zeichentrick aussehen.

Remaster oder Remake?

Paramount will “The Animated Series” einem breiteren Publikum schmackhaft machen, und legt sie als Realfilm neu auf. Wobei “Real” hier in dicken Anführungszeichen stehen muss, schließlich wird KI zum Einsatz kommen, um die Enterprise und ihre Crew in “Star Trek: Year 4” neu zu animieren.

Von “The Animated Series” wird dabei im Wesentlichen die Sprach-Tonspur wiederverwendet. Der Rest stammt von generativer KI. Die Originaldarstellenden, die “TAS” ihre Stimmen liehen, bekommen digital verjüngte Avatare, die so aussehen wie die Mimen ca. 1970. Skydance lässt dafür die Serverfarmen von Oracle rauchen, welches nur für dieses Projekt zwei neue Rechenzentren in Iowa errichten lässt. Das Aussehen von Shatner und Co. wird aufwendig anhand aller Einzelbilder der 79 Originalepisoden gelernt, über fünf Millionen an der Zahl.

Year 4 kommt 2027

Der ausführende Produzent Claude Altman lässt sich in der Projektankündigung auch über den kreativen Aspekt der Nauauflage aus:

Wir nutzen die Gelegenheit, das Produktionsdesign und die allgemeine Ästhetik auf das Niveau moderner Produktionen zu heben. Die Enterprise hat noch nie so gut ausgesehen, wie in “Year 4”.

Claude Altman

Demnach werden die Antlitze der alten Darstellenden in Kostüme und Bühnenbilder gesteckt, die stark an das Produktionsdesign von “Strange New Worlds” angelehnt sind. Auch die visuellen Effekte dürften wohl das veränderte Modell der Enterprise aus “Discovery” und “Strange New Worlds” verwenden.

"Strange New Worlds": Die Enterprise im Orbit
So oder ähnlich werden wohl visuelle Effekte in “Year 4″ aussehen. Verwendet wird wohl die Enterprise aus”Strange New Worlds” (Photo: Paramount)

Das dürfte wohl eine hitzige Diskussion im Fandom über die Frage von Remaster vs. Remake und die Grenzen der kreativen Treue bei einem solchen Unterfangen auslösen. In einer ersten Reaktion auf X (vormals Twitter) gab sich jedoch sofort ein unerwarteter Fan das Vorhabens zu erkennen:

Eine geniale Idee! Die Möglichkeiten für Verbesserungen sind grenzenlos! Da bereue ich es ja glatt ein bisschen, dass ich Disney die Rechte an “Star Wars” verkauft habe.

George Lucas via Twittter

Schon am 1. April 2027 sollen die ersten Episoden von “Year 4” über Paramount+ streamen. Bis dahin will David Ellison, der neue Chef bei Skydance & Paramount auch entscheiden, ob die Originalserie auch in den Genuss einer KI-Überarbeitung kommt, um einen konsistenten Look zum restlichen Kanon zu gewährleisten.

Seriethe-original-series, the-animated-series
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Christopher Kurtz
Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

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