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Adieu mon Kapitän!

Sir Patrick Stewart, alias Captain Picard, von uns gegangen. Persönlicher Nachruf eines Fans.

by Friedrich

Patrick Stewart ist allen wahrscheinlich sehr bekannt als Captain Jean-Luc Picard der Enterprise-D als auch der Enterprise-E. Er wurde zum großen Star durch Star Trek: The Next Generation, die dazugehörigen Kinofilme sowie Star Trek: Picard, seiner namensgebenden Nachfolgeserie.

In Staffel 3 bekam diese Next-Generation-Crew sogar ihre verdiente, würdevolle letzte Mission. Noch einmal durfte die legendäre Mannschaft gemeinsam auf der Brücke stehen und ein letztes großes Abenteuer erleben. Und sie schloss sogar den tragisch-komischen Tod von Commander Data aus Star Trek 10: Nemesis noch wirklich liebevoll ab.

Gerade das war für uns Fans ein ganz besonderer Moment. Nach all den Jahren durften wir unsere geliebte Crew noch einmal gemeinsam erleben. Es war, als würde man alte Freunde wiedersehen, die man viel zu lange nicht mehr getroffen hatte. Und es war ein Abschied, der sich wirklich verdient angefühlt hat. Auch Data, der uns mit seinem Tod in Nemesis so traurig zurückgelassen hatte, bekam noch einmal einen emotionalen und liebevollen Abschluss seiner Geschichte.

Patrick Stewart hat Captain Picard zu einer der bedeutendsten Figuren der gesamten Star-Trek-Geschichte gemacht. Er war nicht einfach nur ein Raumschiffkapitän. Er war ein Vorbild, ein Diplomat, ein Denker und ein Mensch, der uns immer wieder gezeigt hat, dass Menschlichkeit, Vernunft und Mitgefühl selbst in den dunkelsten Zeiten einen Platz haben.

Doch Sir Patrick Stewart war vielen natürlich nicht nur als Captain Jean-Luc Picard bekannt. Auch als Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen hinterließ er einen bleibenden Eindruck. Ebenso verkörperte er Captain Ahab in der Fernsehverfilmung von Moby Dick und war in der berühmten Weihnachtsgeschichte zu sehen.

Patrick Stewart hat über die Jahrzehnte hinweg viele Spuren in der Fernseh- und Filmwelt hinterlassen. Er war ein Schauspieler mit einer außergewöhnlichen Bandbreite, dessen Darstellungen weit über das Star-Trek-Universum hinausgingen. Ob als Captain Picard, Professor Xavier oder in seinen zahlreichen anderen Rollen: Er verstand es, Figuren mit Würde, Tiefe und einer ganz besonderen Persönlichkeit auszustatten.

Erst vor ein paar Tagen ist bereits ein weiteres Urgestein von Star Trek: The Original Series von uns gegangen: Walter Koenig, alias Pavel Chekov. Und nun trifft uns mit Patrick Stewart der nächste herbe Schlag. Wieder müssen wir uns von einem großen Namen aus dem Star-Trek-Universum verabschieden. Es ist traurig, wenn man bedenkt, wie viele dieser wunderbaren Schauspieler uns bereits vorausgegangen sind.

Es ist, als würde wieder ein Stück unserer Star-Trek-Geschichte verloren gehen. Menschen, die uns über Jahrzehnte begleitet haben, sind plötzlich nicht mehr da. Auch wenn wir sie vielleicht nie persönlich kennengelernt haben, sind sie doch ein Teil unseres Lebens geworden. Wir sind mit ihren Abenteuern aufgewachsen, haben mit ihnen gelacht, mit ihnen gelitten und sie auf ihren Reisen durch die unendlichen Weiten des Weltraums begleitet.

Besonders bewegend sind auch die Worte über seine letzten Stunden, die seine Familie auf Instagram mitgeteilt haben soll. Demnach war Patrick Stewart in seinen letzten Momenten von seiner Familie in liebevoller Umarmung umgeben, ebenso von Freunden, die ihn auf seinem letzten Weg begleiteten.

Es gab Livemusik, Gebete, Tränen und Lachen – all jene Emotionen, die ein Leben voller Hingabe und die besondere Persönlichkeit dieses Mannes hervorrufen konnten.

Seine Angehörigen beschrieben, dass sie vor allem seinen friedlichen, entspannten und nachdenklichen Gesichtsausdruck für immer in Erinnerung behalten würden. Ein Ausdruck, der sie stets an seine unerschütterliche Würde erinnern werde.

Auch gesundheitlich soll Patrick Stewart schwere Zeiten durchlebt haben. Berichten zufolge litt er an Alzheimer sowie an Lewy-Körper-Demenz, einer weiteren Form der Demenz. Wie lange der Schauspieler bereits erkrankt war und wie sehr ihn diese Erkrankungen in seinem Alltag beeinträchtigt haben, ist nicht bekannt. Es sind schwere Erkrankungen, die einem Menschen vieles nehmen können. Umso trauriger ist der Gedanke, dass auch ein so außergewöhnlicher Schauspieler möglicherweise einen solchen Weg durchleben musste.

Nun ist aber auch der Schauspieler Patrick Stewart von uns gegangen. Er weilt nicht mehr unter uns, sondern ist irgendwo zwischen den Sternen mit Scotty, Pavel Chekov und vielen anderen Star-Trek-Urgesteinen, die uns bereits vorausgegangen sind und denen wir irgendwann hoffentlich auch wieder begegnen werden.

Wie auch immer, wo du auch immer bist, Captain Jean-Luc Picard, Admiral Picard: Wir werden stets hoffen, dass wir dir irgendwann nachfolgen können in deinen heiligen Hallen.

Vielleicht haben sich die alten Weggefährten dort längst versammelt und warten auf die nächste große Reise. Vielleicht ist es ein Ort, an dem Zeit und Raum keine Bedeutung mehr haben und an dem all jene wieder zusammenkommen, die uns auf dieser langen Reise durch das Star-Trek-Universum begleitet haben.

Man kann nur hoffen, dass Patrick Stewart nun seinen Frieden gefunden hat und dass wir ihm vielleicht irgendwann auf irgendeiner Ebene wieder begegnen können.

Vielleicht treffen wir irgendwann Captain Jean-Luc Picard, Admiral Picard, oder einfach Patrick Stewart, auf einer Reise in eine andere Ebene des Universums wieder.

Vielleicht beamen wir eines Tages hinterher. Vielleicht führt uns unsere Reise irgendwann in den Nexus, jenen geheimnisvollen Ort zwischen den Sternen, an dem Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren.

Wer weiß das schon?

Wenigstens hat Sir Patrick Stewart etwas erreicht, das vielen anderen Schauspielern und Künstlern nicht vergönnt war: Er konnte in seinen letzten Jahren noch einmal eine riesengroße, bedeutende Rolle spielen und gemeinsam mit seinen alten Weggefährten aus Star Trek: The Next Generation ein letztes großes Kapitel dieser Geschichte schreiben.

Mit der dritten Staffel von Star Trek: Picard hinterließ er gemeinsam mit seinen ehemaligen Crewmitgliedern ein riesiges Vermächtnis für das gesamte Star-Trek-Universum. Noch einmal durfte er Captain Jean-Luc Picard sein, noch einmal durfte er mit seinen alten Freunden auf der Brücke stehen und noch einmal durfte er uns Fans ein Abenteuer schenken, das uns vermutlich für immer in Erinnerung bleiben wird.

Wenn das nicht ein schönes Ende einer so außergewöhnlichen Reise ist?

Gestern, heute Morgen, morgen – es kann gestern sein, es kann heute sein, es kann morgen sein. Niemand von uns weiß, wann seine eigene letzte Reise beginnt. Vielleicht werden wir ihm früher folgen, als wir denken, vielleicht auch nicht. Das Leben ist unberechenbar, und irgendwann müssen wir alle unsere letzte Reise antreten.

Aber eines ist sicher: Wir werden ihm gedenken. Wir werden seine Filme sehen, seine Serien wiederentdecken und seine Stimme hören. Und jedes Mal, wenn Captain Picard auf der Brücke der Enterprise steht, wird ein Stück von Patrick Stewart wieder bei uns sein.

Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn Menschen, die uns über so viele Jahrzehnte begleitet haben, plötzlich nicht mehr da sind. Doch ihre Geschichten bleiben. Ihre Abenteuer bleiben. Und ihre Stimmen werden niemals ganz verstummen.

Patrick, Captain Picard, Admiral Picard: Wir werden dir immer nah sein.

Und vielleicht passt der letzte Satz aus dem Star-Trek-Universum besser als jeder andere:

„Und der Himmel ist das Limit.“

Vielleicht hört man irgendwo zwischen den Sternen auch noch die Stimme von Q, jenem allmächtigen und bisweilen ziemlich überheblichen Wesen aus dem Star-Trek-Universum, das Captain Picard so oft auf die Probe gestellt hat.

Q, der Captain Jean-Luc Picard immer wieder herausforderte, ihn auf die Probe stellte und ihm auf seine ganz eigene, manchmal unerträgliche Art begegnete, würde ihm vielleicht noch einen letzten Gruß hinterherrufen:

„Adieu, mon capitaine!“

Und irgendwie wäre es ein wunderschöner Gedanke, wenn selbst Q seinem alten Widersacher und Weggefährten einen solchen Abschied widmen würde.

Aber auch wir sagen heute:

Adieu, mon capitaine!

Adieu, Sir Captain Jean-Luc Picard.

Adieu, Sir Patrick Stewart.

Die Enterprise wird ohne dich weiterfliegen. Aber ein Teil ihrer Seele wird immer deine Stimme tragen.

Wir werden stets hoffen, dass wir dir irgendwann nachfolgen können in deinen heiligen Hallen. Vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder, irgendwo zwischen den Sternen. Vielleicht beamen wir hinterher. Vielleicht treffen wir uns im Nexus.

Adieu, mon Kapitän.

Lebe lang und in Frieden. 🖖

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