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StartDaily TrekRezension: "Lower Decks (Sachbuch)"

Rezension: “Lower Decks (Sachbuch)”

Ein Sachbuch zu Lower Decks, da wirft Tom einen Blick rein.

Inhalt (Klappentext)

Die animierte Serie Lower Decks hat das Star Trek-Universum auf kühne Weise erweitert. Mit Charme, Witz und Rasanz begleiten wir das Leben einer Gruppe angehender Offiziere auf den unteren Decks der U.S.S. Cerritos, eines Sternenflotten-Raumschiffes, das für die weniger glamourösen Jobs herhalten muss. Während die einzigartige Show von Mike McMahan Star Trek in all seinen Facetten tief huldigt, erleben wir, wie diese unterschiedlichen Frauen und Männer im Zuge ihrer gemeinsamen Abenteuer und durch die enge Bindung zueinander Stück für Stück wachsen. Dieses Sachbuch behandelt die Entstehung und das innovative Konzept von Lower Decks, bespricht sämtliche Episoden der Serie, geht auf herausragende Leistungen ein, analysiert Schiff und Figuren sowie weitere Auftritte der liebenswürdigen Unterdeckler.

Kritik

Auch mit dem Sachbuch zu Lower Decks betritt Autor Wangler quasi Neuland (das von der “Konkurrenz” wird ja noch etwas auf sich warten lassen). Es gab zwar zumindest den ersten Comicband auf Deutsch, darüber hinaus ist es, was den Zeichentrickableger und den Buchsektor angeht, relativ ruhig in Deutschland. Und ja, auf die bislang erschienen Comics wird hier auch kurz (wirklich kurz) eingegangen, doch der Reihe nach.

Lower Decks
Lower Decks

Zunächst einmal wird der Band wieder von zwei kleinen FanFiction-Einlagen zum Beginn und Schluss umrahmt. Kennt man ja, ist auch nicht zu lang, und wen das stört der überblätterts halt. Soweit so gut. Dann wird sich der Herstellungsgeschichte der Serie gewidmet, welche in einigen Kapiteln zwar auch relativ zügig abgehandelt wird, dabei aber immerhin durchaus recht interessant ist. Selbst dem Schiffsdesign wird ein Abschnitt gewidmet. Wie gesagt, es ist eben in gewisser Weise Neuland und daher dürfte für den ein oder anderen hier durchaus auch was Neues dabei sein. Schön ist an der Stelle auch, dass bei der Besetzung nicht nur die englischen Sprecher erwähnt werden, sondern auch die deutschen etwas ausführlicher vorgestellt werden. Hier wurde also mit Sorgfalt gearbeitet.

Was folgt, sind kurze Episodenbesprechungen aller fünf Staffeln bzw. deren Folgen. Die sind wirklich nur kurz, nehmen aber einen Großteil des Buches ein, nämlich fast 180 Seiten. Sind wir hier im falschen Film (respektive Buch)? Wangler stand doch immer für seine Analysen, auch wenn er auch Episodenrezensionen schreibt, so war das doch nie das Steckenpferd, oder etwa doch?

Keine Sorge, die Analysen sind da. Teilweise sind sie (kurz) zwischen den einzelnen Staffeln eingeordnet, größere Abschnitte folgen dann aber nach den Episodenbesprechungen. Also in etwa dann, wenn man sich bei den Episodenbesprechungen zu fragen beginnt, ob die einzelnen Charaktere näher betrachtet werden, sind diese zu Ende und es geht sozusagen in medias res. Die Vorstellung bzw. Analyse der Charaktere und ihrer Motivationen folgt dann gleich als erstes, gefolgt von einigen weiteren durchaus guten Betrachtungen einzelner Gegebenheiten, wie etwa Rikers Titan oder, das sei hier ganz exemplarisch angemerkt, das Worldbuilding der Orioner.

Da liegt dann aber leider auch der Crux an der Sache. Zum einen lesen sich die Charakteranalysen wie eine strikte Zusammenfassung der Ereignisse aus den fünf Staffeln. Ausnahmen gibt es (siehe Tendi/Orioner) sind aber eher selten. Gut, dann müssen eben die anderen Analysen das wieder rausholen, solche Abschnitte kommen ja überall mal vor. Und da sind wir wieder bei den Orionern: Die Analyse funktioniert wie gewohnt ganz gut und trifft treffend den Punkt, da die Rezensionen aber soviel Raum einnehmen, sind sie halt leider auch etwas kurz geraten. Man hat also das Gefühl, das irgendwas fehlt oder da noch mehr möglich gewesen wäre.

Und jetzt nicht falsch verstehen: auch die Rezensionen sind grundsätzlich gut und man liest sie gerne, aber auch hier sind sie eben zu kurz und es stellt sich irgendwie das Gefühl ein, dass auch da “noch mehr” möglich gewesen wäre. Das führt kurioserweise dazu, dass man sich wünscht, die Rezensionen wären ausführlicher. Und da man sich das gleiche von den Analysen wünscht, hat man nun die “nichts Halbes und nichts Ganzes”-Situation. Das verpasst dem Buch einen leichten Dämpfer, denn entweder hätte man sich auf die Rezensionen oder die Analysen konzentrieren sollen – oder beides ausführlicher und das Buch dadurch etwas dicker machen.

Trotzdem: als Sachbuch zu Lower Decks dürfen alle, die sich für die Materie interessieren, einen Blick riskieren.

Bewertung

Das Buch ist schon eine kleine Krux: Es hat Rezensionen und die Wangler-typischen Analysen, beides aber eher in abgespeckter Version, weswegen es nicht so konzentriert wirkt, wie man das vielleicht gerne hätte. Dadurch ist es leicht schwächer als die anderen Werke Wanlers, die eigentlich immer tiefer in die Materie(n) der anderen Serien eingetaucht waren. Schlecht ist das alles unterm Strich zwar nicht, man muss aber wissen, was einen erwartet. Und da es von Lower Decks sowieso (bislang - Juli 2026) keine anderen Werke auf Deutsch gibt, machen Fans hier aber nichts falsch.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Deutscher TitelLower Decks
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Das Buch ist schon eine kleine Krux: Es hat Rezensionen und die Wangler-typischen Analysen, beides aber eher in abgespeckter Version, weswegen es nicht so konzentriert wirkt, wie man das vielleicht gerne hätte. Dadurch ist es leicht schwächer als die anderen Werke Wanlers, die eigentlich immer tiefer in die Materie(n) der anderen Serien eingetaucht waren. Schlecht ist das alles unterm Strich zwar nicht, man muss aber wissen, was einen erwartet. Und da es von Lower Decks sowieso (bislang - Juli 2026) keine anderen Werke auf Deutsch gibt, machen Fans hier aber nichts falsch.Rezension: "Lower Decks (Sachbuch)"
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