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Der Brettspiel-Blog Teil 1: Robi Robi Robin Hood

Im ersten Teil des Brettspielblogs gehen wir auf einige Brettspiele ein, die in der letzten Zeit so bei uns gespielt wurden. Und im weiteren Verlauf können wir dann “live” die weiteren Schritte verfolgen. An dieser Stelle sei allerdings vor Spoilern gewarnt, denn zwangsweise werden die Geschichten der jeweiligen Spiele hier verraten werden.

Es begann… mit Robin Hood

Nun ja, nicht exakt, aber ich denke, Robin Hood von Michael Menzel aus dem Kosmos-Verlag ist ein guter Einstiegspunkt. Menzel hatte ja zuvor mit den Legenden von Andor bereits ein recht gutes Spiel gezaubert, das eine klassische Tower Defense-Mechanik aufs Brettspiel zauberte. Andor (nicht zu verwechseln mit dem Planeten aus Star Trek), hatten wir auch begonnen, aber nach der zweiten Mission zugunsten anderer Spiele erstmal eingestellt. Während wir übrigens die erste Mission noch gemeistert hatten, gingen wir bei Andor in der zweiten krachend unter. Nunja, wie ihr noch merken werdet, darf ich immer für die bösen würfeln… und ich habe ein erstaunliches Geschick darin, immer SEHR GUT für die Bösen zu würfeln. So stürmten also die Höllenhunde unserer 5er Runde die Burg… wobei ich mich schon länger fragte, ob wir es nicht noch abwenden hätten können, wenn wir einen Bauern reingezogen/geopfert hätten. Irgendwo geistert sicher auch noch ein Bild dieses letzten Moments herum…

Der Brettspiel-Blog Teil 1: Robi Robi Robin Hood 1

Aber wie gesagt, wir wollen hier ja nicht um Andor reden, sondern eben um Robin Hood. Und hier folgt man auch einer Story, welche den klassischen Momenten von König Richards Rückkehr nach England entspricht. Dazu werden Plättchen auf dem Spielfeld umgedreht, je nachdem, in welcher Runde man ist. Da können dann eben Wachen auftauchen und einen festnehmen oder wieder verschwinden. Dazu muss man auch mit entsprechenden Hilfsmitteln bestimmte Sachen auslösen. So kann man beispielsweise die Burgmauer nur mit dem Seil erklimmen.

Und natürlich gibt es noch ein paar Überraschungen unterwegs, die an dieser Stelle zumindest nicht alle gespoilert werden sollen. Auch soll hier nicht jede einzelne Regel erklärt werden, denn dazu gibt es ja die Regelanleitung des Spiels selbst ;). Im Grunde dreht man Plättchen um und verändert so die Spielwelt – und die kann man auch wieder zurücksetzen.

Mit den Figuren bewegt man sich, wobei man, wenn man die schnelle (lange Figur) nicht benutzt, man 1 weißen Würfel zusätzlich bekommt – was wichtig ist, da man immer Würfel aus dem Beutel zieht. Die beeinflussen die Kämpfe und einiges mehr. So wurde etwa einer von uns von Guy of Gisbourne richtiggehend verkrüppelt, so dass er außer seiner eigenen Figur nichts mehr hatte.

Insgesamt kamen wir aber recht fix durch die Kampagne. Ein oder zweimal war es knapp und wir gewannen auf den letzten Drücker, zumindest im Grundspiel aber war es ein schnörkelloser Durchlauf. In der Erweiterung sollte sich das aber ändern.

Gespielt haben wir dann auch noch die Bonusabenteuer, lediglich die Fan-Abenteuer, auch wenn auf der offiziellen Homepage, haben wir ausgelassen.

Bruder Tuck in Gefahr

Die Erweiterung macht nicht nur einen neuen Bereich ans Spielbrett (das eh schon sehr groß ist), sondern führt die Nordmänner und Bruder Tuck ein. Der Schwierigkeitsgrad zieht deutlich an und das, obwohl wir immer nur auf Stufe 1 gespielt haben. Dafür gibts aber natürlich auch ein paar mehr Gegenstände, die einem das Leben erleichtern.

Trotzdem hatten wir hier zum ersten Mal in einer der ersten Missionen verloren, bei denen die Nordmänner in großer Zahl einfielen. Denen wurden wir nicht schnell genug Herr. Im zweiten Anlauf hat dann alles geklappt und Bruder Tuck war bei uns eigentlich nie in Gefahr. Auch bei der vorletzten Mission sind wir dann einmal gescheitert, einmal sogar nach 5 Minuten, und das, wo wir fast 20 zum Aufbauen gebraucht hatten. Normalerweise spielen wir pro Brettspiel immer nur eine Mission, damit wir zum nächsten weitergehen können, da wir mehrere pro Abend “durchbringen” wollen. Das war daher besonders bitter.

In der letzten Mission fielen wir sogar zweimal auf die Nase – auch, weil wir erst gar nicht gecheckt haben, wie man wohl die Gefangenen befreit. Nachdem man aber weiß, wie der Hase läuft, lief es in der finalen Partie dann recht zügig. Auch die Storyline war eigentlich durchgehend interessant. Während viele meiner Arbeitskollegen das Spiel als zu kindlich abgestempelt hatten, kam es in unserer Runde recht gut an und erhält eine klare Empfehlung.

Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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