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Thorsten Düwel (td), Michael Müller (mm)01.05.03

Avery Brooks

Benjamin Lafayette Sisko

Othello, Hawk, Paul Robeson oder Benjamin Sisko - die Karriere von Avery Brooks ist mindestens so vielseitig wie das Leben des Schauspielers.

Avery Franklin Brooks wurde am 18. April 1949 in den USA, genauer in Evansville, Indiana geboren. Später zog die Familie nach Gary, ebenfalls in Indiana, um. Sein Onkel mütterlicherseits, Samuel Travis Crawford, war einer der ursprünglichen "Delta Rhythm Boys", mit denen er durch das ganze Land tourte. Sein Vater war Sänger in der bekannten Gospel-Gruppe "Wings Over Jordan". "Mein Vater hatte eine Stimme, die die Wände wie Donner erzittern ließ", so Brooks.

Avery Brooks
Seine Mutter spielte Piano, Orgel und leitete Chöre. Sie war außerdem die erste schwarze Frau, die Professor der Musik wurde. Brooks selber ist Jazz-Sänger, spielt Jazz-Piano und musste in dem außerordentlich erfolgreichen Stück "Paul Robeson" sein Multitalent mit der Darstellung der Hauptfigur Paul Robeson unter Beweis stellen, der sowohl Bariton-Sänger als auch Schauspieler, Anwalt, Aktivist und Gelehrter war. Außerdem stand er schon mit Jazz-Größen wie Jon Henricks, Butch Morris und Lester Bowie auf der Bühne.

Avery Brooks studierte an der Indiana University und von 1970 bis 1972 am Oberlin College, wo er seinen Abschluss machte. Er wechselte danach zur Rutgers University, wo ihm als erstem Schwarzen der Titel des "Master of Fine Arts" (Magister der schönen Künste) in den Bereichen Schauspielerei und Regie überreicht wurde. Die nächsten Jahre verbrachte er am New Yorker Theater und schaffte mit der Darstellung des schon eingangs erwähnten Paul Robeson in dem gleichnamigen Stück von Phillip Hayes Dean den Durchbruch. Die Aufführung wurde über die Jahre im gesamten Land gezeigt, angefangen beim Westwook Playhouse in Los Angeles bis hin zum Kennedy Center in Washington, D.C.

Der Höhepunkt war aber sicherlich die Aufführung am Broadway 1979 unter dem Titel "Are You Now or Have You Ever Been?". 1988 und 1995 konnte er Paul Robeson dort in Neuaufführungen des Stücks, diesmal wieder schlicht "Paul Robeson" betitelt, noch einmal spielen. Seine Begabung für die Schauspielerei auf der Bühne stellte er noch viele weitere Male unter Beweis - unter anderem mit der Darstellung von William Shakespeares Othello in dem weltbekannten Drama gleichen Namens (1985), Theseus und Oberon in "Ein Sommernachtstraum", ebenfalls von William Shakespeare, oder in Anthony Davis' Oper "The Life and Times of Malcolm X" (1985-86), in der er die Hauptrolle spielte.

Zu Beginn stand Brooks seiner Rolle als Sisko noch verhalten gegenüber.
Avery Brooks ist nun schon seit mehr als 30 Jahren als Lehrer an der Rutgers University tätig, wo er eine feste Anstellung auf Lebenszeit als Theaterprofessor an der Mason Gross School of the Arts hat. Brooks lehrte zudem auch am Oberlin College und an der Case Western Reserve University. Das National Black Arts Festival in Atlanta, Georgia konnte 1994 und 1998 auf ihn als ihren Intendanten blicken, und das College of Fellows of the American Theater hat ihn 1994 in seine Reihen aufgenommen. 1996 und 1998 wurden ihm vom Oberlin College und von der Buffalo State University außerdem die Ehrendoktorwürden der schönen Künste überreicht. Brooks arbeitete zudem am Programm des Smithsonian Institution über schwarze Kultur in Amerika mit.

Seine Schauspielerkarriere im Fernsehen begann 1984 mit der Titelrolle in der Verfilmung von "Solomon Northup's Odyssey" und einer kleinen Rolle in "Finnegan Begin Again". International bekannt wurde Brooks dann 1985-88 mit der TV-Serie "Spenser", in der er Hawk spielte, einen rauen, bissigen Charakter, der auch durch die Art der Serie nichts von Brooks' vielen Talenten ahnen ließ. In der Spin-off-Serie "Hawk", dieses Mal mit Avery Brooks in der Hauptrolle, sollte sich dies nicht ändern. Die Serie "Hawk" wurde aber leider 1989 nach nur einer Staffel abgesetzt, da schwarze Darsteller in Hauptrollen in den USA im Allgemeinen nicht die erwünschten Zuschauerzahlen brachten. Aufgrund der Langlebigkeit der Figur des Hawk scheint es aber so, als wäre dies nichts, was Brooks stören würde. Hawk tauchte in den folgenden Jahren immer wieder im Fernsehen auf, in den Filmen "Combat Zone" (1993), "Spenser - Das Drogenkartell", "Spenser: The Judas Goat" (beide 1994) und "Spenser: A Savage Place" (1995).

Neben seiner Rolle als Hawk war Brooks zu dieser Zeit auch in anderen Filmen zu sehen, darunter 1988 in "Roots – Das Geschenk der Freiheit" (zusammen mit LeVar Burton, Tim Russ und Kate Mulgrew). Für seine Darstellung von Onkel Tom im Klassiker "Onkel Toms HütteAufruhr in Little Rock" spielte er 1993 den Rev. Lawson.

Die Freundschaft zwischen Vater und Sohn Sisko fand auch abseits des Sets zwischen den Schauspielern ihren Widerhall.
Im selben Jahr bekam er die Rolle des Benjamin Lafayette Sisko in der neusten Trek-Produktion "Star Trek: Deep Space Nine". Während Avery Brooks sich in den ersten beiden Jahren noch Sorgen um den Charakter Benjamin Sisko in Bezug auf seine Tiefe machte, wurde er mit dem weiteren Verlauf der Serie immer zufriedener und glücklicher mit der Entwicklung seiner Rolle. Brooks war als einziger der DS9-Stammdarsteller in sämtlichen 173 Folgen der Serie zu sehen. Für seine Darstellung als Benjamin Sisko wurde Avery Brooks zweimal für einen Image Award und einmal für einen Saturn Award nominiert.

Bei DS9 führte er auch bei mehreren Episoden Regie: unter anderem bei "Das Tribunal", "Der Ausgesetzte", "Das Festival", "Der geheimnisvolle Garak, Teil 1", "Wiedervereinigt" und "In den Wirren des Krieges". Seine beste und eindrücklichste Arbeit legte er aber wohl bei "Jenseits der Sterne" ab, als der ursprünglich geplante Regisseur kurzfristig ausfiel und Brooks einsprang - obwohl er fast in jeder Szene zu sehen ist.

Während seiner Verpflichtung bei "Deep Space Nine" drehte Brooks nicht nur die "Spenser"-Filme, sondern war auch einmal – wie viele "Star Trek"-Schauspieler – bei "Gargoyles - Auf den Schwingen der Gerechtigkeit" (1996) zu hören. Für das "Deep Space Nine"-Computerspiel "Harbinger" sprach er die Dialogzeilen seines Charakters ein und in "Happily Ever After: Fairy Tales for Every Child" hörte man ihn als König Maximus.

Sein Spielfilmdebüt gab Avery Brooks 1998 als Paris in "The Big Hit" (neben Mark Wahlberg). Im selben Jahr kam "American History X" ins Kino, in dem neben Brooks auch Jennifer Lien mitspielte. Mit Robert de Niro war Brooks 2001 in "15 Minuten Ruhm" in seiner bisher letzten Kinorolle zu sehen.

In den Anfangsjahren des neuen Jahrtausends war er mit seiner charakteristischen Stimme vor allem als Sprecher für Dokumentationen tätig, so zum Beispiel für "Africans in America: America's Journey through Slavery", "A Passion Faith" (die Geschichte schwarzer Katholiken in den USA), für die amerikanische Version der englischen Dino-Dokumentation "Big Al Uncovered" und "The Ballad of Big Al" und für "The Complete Jesus Story".

Brooks als Sisko mit seinem charakteristischem Baseball
Danach widmete Avery Brooks sich wieder vor allem der Bühne und war in einer Reihe klassischer Stücke in der Titelrolle zu sehen: 2003 spielte er in "The Oedipus Plays", im Jahr darauf in Shakespeares "König Lear". 2005 nahm er erneut die Rolle des Othello auf, diesmal als Teil der Shakespeare Theater Company, zu der er 2007 für Christopher Marlowes Stück "Tamburlaine" noch einmal stieß.

2006 kehrte Brooks noch einmal ins "Star Trek"-Universum zurück, als er für das Computerspiel "Star Trek: Legacy" wieder Captain Sisko seine Stimme lieh. Im Mai 2007 nahm Brooks den Kommentar zu einer Dokumentation über William Wilberforce auf, der sich für die Abschaffung der Sklaverei in Großbritannien starkmachte.

Avery Brooks und seine Frau Vicki sind seit 1976 verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder: Ayana, Asante und Cabral. Vicki ist zudem Assistentin des Dekans der Rutgers University, was wieder seine starke Bindung zu dieser Schule zeigt.

Episoden mit Avery Brooks

Deep Space Nine

Avery Brooks gehörte für alle sieben Staffeln der Serie zur Stammbesetzung und war in sämtlichen 173 Folgen der Serie zu sehen.

Regisseur Avery Brooks

Deep Space Nine

  • 2.25 "Das Tribunal" ("Tribunal")
  • 3.06 "Der Ausgesetzte" ("The Abandoned")
  • 3.10 "Das Festival" ("Fascination")
  • 3.20 "Der geheimnisvolle Garak, Teil 1" ("Improbable Cause, Part 1")
  • 4.06 "Wiedervereinigt" ("Rejoined")
  • 4.25 "Quarks Schicksal" ("Body Parts")
  • 5.19 "Die Überwindung" ("Ties of Blood and Water")
  • 6.13 "Jenseits der Sterne" ("Far Beyond the Stars")
  • 7.24 "In den Wirren des Krieges" ("The Dogs of War")

(td, mm - 11.12.10)

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