Folge 41 der neuen Jan Tenner-Serie ist da und Tom wirft wie immer einen Spoiler-Blick darauf.
Cover
Auf dem Cover sehen wir diesmal Jan und Tanja, die sich in ihren Blasen in die Unterwelt begeben, sprich: ins Erdinnere, um die Pyrophagen aufzuhalten. Dabei reisen die beiden auf Lavaströmen in die Tiefe – und ja, die Szene gibt es im Hörspiel, das klären wir hiermit gleich vorab.
Ansonsten ist das Cover durchaus schön gemacht und bietet wieder nette Details, ein kleiner Käfer (Pyrophage) hätte dann aber durchaus noch als kleines Easter Egg drin sein dürfen, oder nicht? Insgesamt geht das Cover also in Ordnung, auch wenn es ein gewisses Highlight vermissen lässt.
Die Story
Lustigerweise könnte man für die Geschichte das Gleiche sagen. Dass man hier eine Käferplage hat, der es Herr zu werden gilt, ist jetzt für Science Fiction-Fans nichts Neues, das hat man so ähnlich schon gesehen. Auch die Reise in das Erdinnere kennt man aus diversen Filmen wie “The Core”. Zugutehalten muss man allerdings, dass all diese Dinger schon eine Weile her sind und nicht jeder diese Geschichten kennt, vor allem die Jüngeren nicht. Insofern ist das also in Ordnung, vor allem für all jene, die solche Geschichten hier zum ersten Mal erleben.
Was man zudem auch beobachten kann, ist ein “Zurückfahren” der alten Garde. So ist Futura hier krank und Forbett-Nachfolger Grimes ist hier zu einem größeren Teil an der Geschichte beteiligt. Ob das nur für diese eine (oder ein paar) Folgen gilt, bleibt freilich abzuwarten. Dass die Staffelübergabe an den “neuen” jungen Cast (bzw. die neuen jungen Freunde) geglückt ist, wurde ja bereits in früheren Reviews mehrfach erwähnt. Und ganz verzichten muss man auf die alte Garde nicht, denn nach längerer Abwesenheit sind Jan (Senior) und Laura mal wieder mit von der Partie. Dass zwar eher als eine Art Cameo-Auftritt, aber immerhin.
Dafür dürfen die neu gewonnenen Freunde wie Vemnou und Zagor kurz auftauchen. Letzterer darf (oder muss) beisteuern, woher die Insektenplage kommt. Das mag einen Hauch Konstruiertheit haben, ist aber in Ordnung, auch weil es derartige Expositionen auch in anderen Geschichten ähnlicher Art gibt. Ebenso in Stellung gebracht wird hier Melissa, die ebenso wie ihr großer Verwandter, Futura selbst, mit Wissenschaft punktet. Das passt natürlich zur vorhin gebrachten Bemerkung, dass man auch hier die nächste Generation in Stellung bringen würde. Auf jeden Fall punktet sie durch Wissenschaft und hilft dabei, die Blasen-Reise für Jan und Tanja möglich zu machen. Weg von den Seren, hin zu mehr “geerdeter” Wissenschaft, wobei es natürlich doch noch Science Fiction ist (die Blubberblasen und so). Trotzdem gefällt der etwas alternative Ansatz (und auch hier sehen wir mal, wohin die Zukunft führt).
Doch jetzt genug vom Drumherum. Unsere beiden Helden müssen wie gesagt die Bedrohung durch die Pyrophagen aufhalten und begeben sich dazu in den Erdkern. Das läuft ganz linear und ohne große Schnörkel ab, auch wenn es unterwegs ein paar Hindernisse gibt. Die Beseitigung der Bedrohung selbst ist dann schon fast unspektakulär, was aber durchaus mal eine positive Abwechslung ist. Positiv bewerten muss man auch, das quasi gleich zu Beginn klargestellt wird, das man einfach nur die Königin abschießen muss, und der Schwarm dann ausgelöscht wird, statt es später “überraschend” zu präsentieren – auch wenn das natürlich wieder die altbekannte Lösung ist.
Insgesamt geht die Folge, dafür, dass sie recht einfach gehalten ist, auch recht schnell vorbei und irgendwie wundert man sich, das man dann doch einigermaßen viel Handlung untergebracht hat. Aber das ist ja quasi auch ein Kompliment. Zum Schluss gibt es noch eine kleine Überraschung, zumindest für den Hörer, denn als Drahtzieher der Bedrohung erweisen sich Zweistein und Tamara, die ja in ihren Androidenkörpern auch irgendwo noch rumgeistern (und Sprecher Detlef Bierstedt klingt inzwischen deutlich älter). Eine durchaus nette Verbindung, bei der man auf die Fortsetzung gespannt sein darf.





