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Review: “Star Wars – Galaktische Geschichten des Schreckens”

Deutscher Titel:
Star Wars - Galaktische Geschichten des Schreckens
Originaltitel:
Star Wars - Tales from the Palace, Tales from the Rancor Pit, Tales from the Nightlands 1-3
Buchautor(en):
Cavan Scott
Übersetzer:
Matthias Wieland
Verlag:
Panini
Umfang (Seiten):
240
Preis:
35
Verfügbarkeit:
Regulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr:
2026
ISBN:
‎ 978-3756932818

Ein Sammelband über Horrorgeschichten. Kennt man schon? Nun, in der Form sicher nicht. Eine Spoiler-Review von Tom.

Inhalt (Klappentext)

Drei düstere Anthologien sind in dieser gebundenen Ausgabe zusammengefasst: Als die Zwillingssonnen über Tatooine untergehen, versucht ein Gefangener Jabbas der Rancorgrube zu entkommen, indem er dem Verbrecherboss schaurige Geschichten über Phantomdroiden, Werwölfe und Eisplaneten-Schlangen erzählt. Doch wird ihn das retten? An einer stürmischen Küste auf Kef Bir warnt eine vermummte Gestalt den Freiheitskämpfer Fry vor den Schrecken, die in den Ruinen des Todessterns lauern: von Geisterpiloten bis zu imperialen Zombies! Wird Fry die Warnung beherzigen? Und auf Ryloth kämpfen nacheinander drei Heldengenerationen – Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker, Leia Organa, Luke Skywalker, Rey und Finn – gegen den Nachtländer, einen bösartigen Geist aus dem Reich der Toten, der Angst und Verzweiflung über die Galaxis bringen will.

Kritik

Ein dicker fetter Hardcover-Band wartet mit diesen Geschichtensammlungen auf euch. Nun sind derartige Anthologien nicht unbedingt neu im Star Wars-Umfeld, das gab es früher schon in Comics und auch in Romanform. Wie so oft könnte man sagen, viele Köche, allerdings verderben sie hier nicht unbedingt den Brei. Zumindest zeichnungstechnisch ist man durchgehend auf dem gleichen Niveau unterwegs. Durch einfarbige Flächen im Hintergrund wirken die Panels etwas plumper, man gewöhnt sich aber schnell an den Stil und ob (oder gerade) deswegen gibt es auch noch genug Details zu sehen. Auch die Charaktere haben einen gewissen Wiedererkennungswert, so dass man an der Stelle nicht meckern kann.

Der Aufhänger ist übrigens eine Verbeugung vor 1001 Nacht. Wie dort erzählt auch hier ein Hassarianer, der von Jabba dem Rancor geopfert werden soll, eine Geschichte (oder in dem Fall mehrere). Später sind es dann andere Personen, die derartige Geschichten erzählen, etwa auf Kef Bir usw.. Bei Geschichten ist es natürlich so eine Sache, denn man weiß nie, ob sie eben nur das sind: Geschichten. Sind sie für unsere Helden nun wirklich passiert, oder sind sie nur Fiktion (in der Fiktion des Star Wars-Universums)? Nun, das darf natürlich jeder für sich selbst entscheiden, festgehalten werden muss, dass keine der Geschichten jetzt große Abschnitte im Leben der Helden zeigt.

Es sind eher kleine Momentaufnahmen als Ergänzung zu vorhandenen Stories (oder eben den Filmen). Das ist insoweit in Ordnung, wenn Han und Leia etwa auf Hoth einer Wampa-Familie helfen (wodurch die Monster etwas vermenschlicht werden). Kennt man stellenweise vielleicht in ähnlicher Form, tut an der Stelle dem Unterhaltungswert aber keinen Abbruch (und vor allem: kein Wampa-Slide!). Dabei gehen die Geschichten quer durch alle Epochen, sogar Ty Yorrick aus der Hohen Republik bekommt eine Monsterjägerstory. Bei all den vielen Geschichten kann man natürlich hier nicht auf alle eingehen, daher sind einige hier nur exemplarisch gewählt.

Was den meisten Geschichten gemein ist, ist, dass hier Zombies vorkommen. Das gibt es inzwischen auch offiziell im Star Wars-Kanon, man denke hier nur an die Wiederbelebungen der Nachtschwestern, ist an der Stelle aber schon fast zuviel. Dass ein Separatistengeneral untote Droiden sieht, mag ja noch ganz witzig sein, dass Heerscharen von Zombies, auch mit Billigung von Vader, am Bau des zweiten Todessterns mitarbeiten, ist dann schon schwerer zu schlucken – Sith-Artefakte hin oder her. Und auch Tarkin darf hier kurz vor seinem Tod noch die Geister all jener sehen, die er auf dem Gewissen hat (inklusive Krennic). Auch bei der Dianoga-Jagd im ersten Todesstern muss man zweimal hinschauen. Auch wenn Qui-Gon schon gesagt hat, das es immer einen noch größeren Fisch gibt, ist das an der Stelle fast zuviel (Übertreibung).

Ja, das ist alles gut umgesetzt und man hat mit den Stories auch jede Menge Spaß – und mehr sollen sie auch unterm Strich nicht sein, wie es für Tales-Geschichten ja auch üblich ist. Und es ist eben, wie eingangs erwähnt, nur eine Geschichte, die jemandem erzählt wird, der Wahrheitsgehalt, oder wie sehr man es für bare Münze nimmt, liegt im Auge des Betrachters.

Zumindest bis auf die letzten Geschichten, nämlich die Stories aus den Nachtlanden. Die werden hier nicht als etwas präsentiert, das erzählt wird, sondern als aktuelle Comicgeschichten, also etwas, das auch im Kanon verankert respektive geschehen ist. Während die Zombie-Stories dafür vielleicht unwahrscheinlich sind, aber spaßig, so zählen die Nachtlande als krönender Abschluss aber eher zu den schwächeren Stories in diesem Band.

Mag man noch zustimmen, dass es eine andere Welt voller Dämonen gibt, die in unsere Welt wollen (eher in der Fantasy denn in Star Wars verankert) so darf Anakin hier wie der übliche Jugendliche agieren und unbedacht beinahe diese Dämonen befreien. Ja, das ist in anderen Serien auch so und in gewisser Weise ist das ja auch Anakins Charakter. Arrogant war er ja schon immer. So richtig neu fühlt sich das an der Stelle aber nicht an und so spaßig wie die anderen Geschichten kommen die Nachtlande nunmal nicht daher.

Schön ist aber immerhin, dass sie dann 30 Jahre in die Zukunft springen, in die Zeit um (kurz vor/nach) Episode VI. Auch Luke und Leia kämpfen hier gegen die Nachtländerin. Auch das eigentlich spektakulär (und fast schon überbunt) in Szene gesetzt, ein richtiges Highlightfeeling kommt aber auch hier nicht auf. Logischerweise springt die Geschichte dann in die Zeit der neuen Trilogie und bringt einen Abschluss mit Rey und Leia.

Bewertung

Der Band hat zwar ein paar Mankos, etwa, dass das Zombiethema etwas überbordend genutzt wird und die Abschlussgeschichte eher schwach wirkt, macht aber unter Strich betrachtet über weite Strecken durchaus Spaß - und mehr soll es hier auch nicht sein. Von daher kann man mit den (fiktiven?) Geschichten in dieser Sammlung durchaus gut leben und darf sie jedem Fan der offen für derartige Abstecher in andere Genres ist durchaus ans Herz legen.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Der Band hat zwar ein paar Mankos, etwa, dass das Zombiethema etwas überbordend genutzt wird und die Abschlussgeschichte eher schwach wirkt, macht aber unter Strich betrachtet über weite Strecken durchaus Spaß - und mehr soll es hier auch nicht sein. Von daher kann man mit den (fiktiven?) Geschichten in dieser Sammlung durchaus gut leben und darf sie jedem Fan der offen für derartige Abstecher in andere Genres ist durchaus ans Herz legen.Review: "Star Wars - Galaktische Geschichten des Schreckens"
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