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Melanie Brosowski (mb)14.04.11

"Ich mag es bunt. Und abwechslungsreich"

Andreas Dresen über seinen Debütroman "Ava und die STADT des schwarzen Engels"

Ein Golem mitten in der Stadt, am helllichten Tag - Fahrat traut seinen Augen nicht. Normale Menschen können das Lehm-Wesen nicht sehen, aber selbst für den jungen Schwertler ist das ein besorgniserregender Anblick. "Ava und die STADT des schwarzen Engels": Melanie Brosowski im Interview mit dem Autor Andreas Dresen.

TrekZone Network: Wer ist Andreas Dresen?

Andreas Dresen: Andreas Dresen, Dipl. Kfm, Fantasy- und Science-Fiction-Fan. Mag irische Folk-Punk-Musik und Sporttauchen. Lebt in Aachen und in seiner Fantasie. Sehr glücklich liiert, dazu eine Katze.

TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Dresen: Von frühester Kindheit an habe ich gerne und viel gelesen. Bald begann zum Leidwesen meiner Eltern und Lehrer dann meine Fantasie oft mit mir durchzugehen. Das wurde erfolgreich gezügelt, bis ich dann im Studium ein paar Gleichgesinnte gefunden habe, mit denen ich herrlich Geschichten erfinden konnte. Daraus ist dann die Kriminalkomödie "Bart Ortland - Der Held des Tages" hervorgegangen. Danach hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen und ich habe es auf eigene Faust probiert.

TZN: Nach zahlreichen Kurzgeschichten hast du nun deinen ersten Roman veröffentlicht. Worum geht es in "Ava und die STADT des schwarzen Engels"?

Dresen: "Ava und die STADT des schwarzen Engels" ist ein Urban-Fantasy-Roman. Wie es das "Urban" schon andeutet, findet sich die Handlung in einer Stadt - der STADT. In dieser STADT leben neben den Menschen auch andere Wesen, die jedoch von den normalen Menschen nicht wahrgenommen werden. In diese Zwischenwelt wird Ava gestürzt, eine junge Frau, die sich dort auf die Suche nach ihren geraubten Kindern macht. Unterstützt wird sie dabei von Fahrat, einem etwas schwerfälligen Schwertler, dem die Lust auf Abenteuer eigentlich gründlich vergangen ist. Zusammen erleben sie eine Reise durch diese unbekannte Welt, bis sich jeder von ihnen seiner letzten Herausforderung stellen muss.

TZN: Hexen und Magier, Maschinen-Chimären, Golems, Kobolde, Engel, Wassergötter... Eine sehr wilde Mischung. Wie bist du darauf gekommen?

Dresen: Die Kreaturen der STADT haben alle mit der Zeit alleine zu mir gefunden. So eine Geschichte wächst mit der Zeit. Nach einer Initialidee kommen täglich neue Themen und Eindrücke auf einen zu, die mal mehr, mal weniger in diese neue Welt passen. Ich mag es bunt. Und abwechslungsreich. Unsere Welt ist zum Glück so und da sollte es auch in einer fiktiven Welt nicht anders sein, oder?

TZN: Warum gerade ein schwarzer Engel?

Dresen: Ein schwarzer Engel vereint meiner Meinung nach zwei Komponenten: das Gute, Gütige, Engelhafte, das uns alle immer wieder an diesen reinen Wesen fasziniert, und der dunkle, schwere Egoismus, der dem Menschen oft zu eigen ist, das, was wir oft "das Böse" nennen. Dieser Kontrast wird in einer Figur "Schwarzer Engel" vereint und ist deshalb eine interessante Figur.

TZN: Die Menschen kommen in deinem Roman nicht wirklich gut weg. Du beschreibst sie als blind gegenüber gewissen Dingen. Beruht diese Beschreibung auf Erfahrung?

Dresen: Das ist nicht schwer, oder? Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann sieht man, wie sehr sich die Menschen vor vielen Dingen verschließen und wie wenig sie wahrhaben wollen. Das ist nicht unbedingt ihre eigene Schuld, oft ist man ja mit all den Informationen auch überfordert, die auf einen einprasseln. Aber manchmal, denke ich, könnte man schon ehrlicher zu sich sein.

TZN: War es schwer, einen Verlag zu finden?

Dresen: Nein. Es war eine Herausforderung, den richtigen Verlag zu finden. Ich habe nur ein paar Verlage mit dieser Geschichte angeschrieben und hatte ziemlich schnell das Glück, beim Acabus-Verlag gelandet zu sein. Dort fühle ich mich sehr aufgehoben, da man dort meine Art, wilde Phantastik zu schreiben, offenbar gut aufnimmt.

TZN: "Under A Liquid Sky - Phantastische Kurzgeschichten und Gedichte", was verbirgt sich dahinter?

Dresen: "Under A Liquid Sky" ist mein erstes Buch, das im epospresse-Verlag erschienen ist. Es beinhaltet viele phantastische Kurzgeschichten, die auch in Anthologien und Wettbewerben veröffentlicht wurden, aber auch Gedichte, die manchmal einen anderen Eindruck dieser Welt hinterlassen. Ein Sammelsurium meiner letzten Jahre als Schriftsteller. Ich habe viel positives Feedback zu diesem Band erhalten. Mir gefällt, dass ich die Leser mit meinen Geschichten oft zum Nachdenken angeregt habe.

TZN: Wie kommt es, dass du von Gedichten und Kurzgeschichten nunmehr einen Roman geschrieben hast?

Dresen: Ich habe oft von Lesern gehört, dass sie sich wünschten, dass meine Geschichten weiter gingen, dass sie mehr davon lesen wollten. Da lag es doch nah, einmal eine längere Geschichte zu schreiben - was unheimlich viel Spaß macht, aber auch Überwindung gekostet hat. Schließlich war ich es gewohnt, Geschichten auf maximal zehn Seiten zu begrenzen. Als es darüber hinausging, hat sich das schon wie ein Aufbruch in eine neue Welt angefühlt. "Ava" ist dann einfach entstanden, ist mit der Zeit gewachsen und wurde immer länger. Ich konnte fasziniert beobachten, wie dieses Buch unter meinen Fingern wuchs.

TZN: An was arbeitest du derzeit?

Dresen: Neben meinem Beruf arbeite ich im Moment an einer Fortsetzung des STADT-Romans. Fahrat hat im ersten Band ein Abenteuer begonnen, das beendet werden will, auch andere Figuren warten auf ihre Rückkehr. Es wird spannend und wieder eine phantastische Reise durch die STADT.

TZN: Einige abschließende Worte?

Dresen: Am 1. April werde ich in Mönchengladbach im "Goldfischzahn" aus "Ava und die STADT des schwarzen Engels" lesen. Über weitere Termine werde ich allerdings auch auf meiner Website oder über meinen Twitter-Account berichten.

Dieses Interview ist auch zusammen mit weiteren Texten rund um das phantastische Genre in der April-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(mb - 14.04.11)

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