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Markus Loosen (ma), Peter Tigmann (pt), Stefan Menz (mz), Thomas Götz (tg), Martin Weinrich (wc)03.01.07

"Finstere Verbündete"

Peter David

Inhalt

Auch dieser "New Frontier"-Roman beginnt mal wieder in der Vergangenheit. Hier frisst die Schwarze Masse, eine Weltraumlebensform, den Planeten Rolisa auf. Der junge Si Cwan erlebt dies auf dem Schlachtschiff seines Onkels. Dabei sieht er auch, dass die thallonianische Flotte der Schwarzen Masse nichts entgegenzusetzen hat und die seit langem schwerste militärische Niederlage erleidet. Dies trifft seinen Onkel, welcher der Oberkommandierende der Flotte ist, so hart, dass der sich nach der Schlacht in seinem Quartier erhängt.

In der Gegenwart auf der Excalibur geht zunächst erst einmal eine Willkommensparty für Xyon und Kallinda alles andere als friedlich über die Bühne. Aber das sind schon bald nicht die einzigen Sorgen, welche die Crew hat. Denn die Schwarze Masse bewegt sich auf Tulaan IV, die Heimatwelt der Erlöser, zu. Die Erlöser zwingen daher Calhoun, mit ihnen eine Allianz einzugehen und die Schwarze Masse aufzuhalten, andernfalls würden die Erlöser nämlich die Bevölkerung eines Planeten mit einem Virus auslöschen.

Doch schon bald muss Calhoun, welcher diesem Deal natürlich nur widerwillig zustimmt, erkennen, dass es auch für ein Starfleet-Schiff alles andere als einfach ist, die Schwarze Masse aufzuhalten. Denn schon bald droht diese, das Schiff zu vernichten ...

Kritik

Die ersten drei Rezensionen beziehen sich auf die ursprüngliche Übersetzung des Romans, der unter dem Titel "Dunkle Verbündete" im Heyne Verlag erschienen ist.

1. Markus Loosen

Das grauenvolle Phänomen Schwarze Masse bedroht den Sektor. Calhoun wird von den Erlösern gezwungen, sie vor dem Wesen zu beschützen.
Wow, dachte ich, als ich dieses Buch durch hatte. Denn David schafft es hier wieder exzellent, die Charakterentwicklungen in die Erzählung einzubinden. Und nicht nur die bestehenden Konflikte innerhalb der Crew werden fortgesetzt, wie zum Beispiel Selars Schwangerschaft. Nein, dem Autor gelingt es auch noch neue Konflikte aufzubauen. Hier stehen dann natürlich Xyon und Kallinda im Mittelpunkt. Der übliche Humor des Autors kommt dabei selbstverständlich nicht zu kurz. Dazu kommt noch, dass mit diesem Buch auch bei uns in Deutschland Davids deutsche Offizierin Katerina Mueller ihren ersten Auftritt in einem "Die Neue Grenze"-Buch hat. Und diese Frau vertritt recht interessante Ansichten. So erfährt man zum Beispiel auf Seite 94 von ihr, dass Sex gleich Sport, Entspannung und Stressabbau sei.

Genauso gelungen ist der Haupthandlungsstrang. Denn David versteht es sehr gut, die Situation darzustellen, warum Calhoun eine Allianz mit den Erlösern eingeht. Dass sich in diesem Bündnis natürlich beide Seiten immer wieder zu hintergehen versuchen, versteht sich von selbst. Allerdings spielt der Autor diese Trümpfe immer so geschickt aus, dass dadurch interessante Wendungen entstehen. Ein Nachteil an diesem Roman ist der, dass hier Handlungen aus den englischen "Die Neue Grenze"-Büchern der Subserien "The Captain's Table" und "Double Helix" aufgegriffen werden. Dies führt dazu, dass man an einigen Stellen beim Lesen dann doch das Gefühl hat, nicht alle Fakten zu kennen. Hierfür kann man allerdings nicht den Autor verantwortlich machen, da dieser keinen Einfluss auf den deutschen Verlag hat.

Vielmehr ist hier die Veröffentlichungspolitik von Heyne zu kritisieren, da man dort eigentlich wohl ein bisschen auf die Kontinuität achten sollte. Leider hat dieser Roman auch wieder ein sehr offenes Ende, dabei ist dieses noch so spannend, dass man gleich den nächsten Band lesen möchte. Doch auch hier enttäuscht der Heyne Verlag seine Leser wieder auf der ganzen Linie. Denn wie ich vor einigen Tagen aus einer E-Mail dieses Verlages erfahren musste, sind für das nächste halbe Jahr keine neuen Bücher der "Neuen Grenze" geplant. Die ersten "Enterprise"-Romane und die Subserie "Sektion 31" sind dem Verlag erst einmal wichtiger. Aber wenn sich vielleicht genügend Leser bei Heyne melden, überdenken sie dies vielleicht ja noch einmal.

Fazit: Wieder mal ein sehr guter Roman von Peter David. Zwar wird das Lesevergnügen durch die Veröffentlichungspolitik des Verlages etwas getrübt, aber da für mich beim Lesen daraus keine erkennbaren negativen Auswirkungen auf die Geschichte vorhanden waren, kann ich immer noch mit gutem Gewissen die Bestnote vergeben.

2. Peter Tigmann

Da ist er also, der nächste "Die Neue Grenze"-Roman. "Dunkle Verbündete" schafft es dann auch wieder, mit einer spannenden Geschichte zu überzeugen. Was gleich positiv zu vermerken ist, ist, dass der Roman sich diesmal wieder größtenteils um die Crew der U.S.S. Excalibur dreht und keine neuen Charaktere einführt, die dann entwickelt werden. Dies war bei den letzten beiden Abenteuern sehr stark im Vordergrund. Teilweise etwas zu viel. Andererseits sind damit jetzt auch neue Charaktere an Bord: Robin Leflers Mutter Morgan, Si Cwans Schwester Kalinda und Calhouns Sohn Xyon. Die letzten beiden bekommen in diesem Roman viel Platz eingeräumt, was aber nicht schlecht ist. Das Verhältnis von Calhoun zu seinem Sohn ist interessant, und die Dialoge sind hervorragend geschrieben. Generell kann man die Dialoge als sehr gelungen betrachten. Peter David hat es wieder einmal geschafft, den Charakteren auf wunderbare Weise Leben einzuhauchen und den typischen "Die Neue Grenze"-Charme aufblühen zu lassen.

Das Feindbild in diesem Roman ist mal wieder nicht eindeutig. Zunächst wäre da die Schwarze Masse, die wir schon kennengelernt haben. Sie droht, den Planeten der Erlöser zu zerstören. Den Erlösern sind wir ebenfalls schon einige Male im "Die Neue Grenze"-Universum begegnet. Auch sie gehören zu den Feinden der Excalibur-Crew. Diesmal wollen sie allerdings die Hilfe unserer Gefährten, um ihren Planeten vor der Zerstörung zu bewahren. Was mir hier nicht so sehr gefallen hat, war, dass Calhoun doch relativ schnell mit dem Boss der Erlöser zusammengearbeitet hat. Zugegeben, beide hatten jeweils noch das eine oder andere Ass im Ärmel, aber wenn man Calhoun kennt, hätte man doch etwas mehr Arglistigkeit erwartet.

Dennoch macht es dann im Folgenden Spaß, den Kampf gegen die Schwarze Masse zu lesen. Wie dieser ausgeht, wird natürlich nicht verraten. Neben dem Kampf gegen die Schwarze Masse haben auch noch einige Charaktere der Excalibur-Crew "Kämpfe" untereinander auszustehen. Neben Calhouns Sohn muss Mackenzie sich auch noch seiner Gefühle für Shelby klar werden. Gleiches gilt für sie. Auch Burgoyne und Selar müssen miteinander auskommen, was gegen Ende des Buches auch recht dramatisch bewiesen wird. Einen neuen Charakter lernen wir dann aber doch kennen: Executive-Offizier Mueller, die so wie Shelby wohl die zweite rechte Hand für Calhoun ist. Das bemerkenswerte an ihr ist, dass sie wohl der erste deutsche Offizier der Sternenflotte ist, den wir bisher kennen gelernt haben.

Abschließend kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen. Waren die letzten beiden Romane etwas abschweifend, so bekommen wir hier wieder ein typisches "Die Neue Grenze"-Abenteur geboten. Der Cliffhanger am Ende des Buches ist aber wohl der gemeinste, den Peter David uns bisher aufgezwungen hat. Umso ärgerlicher, dass Heyne plant, die Reihe erst einmal nicht fortzusetzen. Da bleibt wohl nur der Griff zu der US-Ausgabe ...

3. Stefan Menz

Nun, der Roman "Dunkle Verbündete" lässt sich wohl am besten beschreiben mit "'Star Trek' meets 'Gute Zeiten Schlechte Zeiten'":

Der Captain liebt seinen Ersten Offizier, mit der er früher mal verlobt war. Außerdem hatte er auch mal was mit seinem Ausführenden Offizier, in deren Bett er am Ende wieder landet. Zudem hat er einen Sohn mit einer Frau, die er aus Tradition schwängern musste. Dieser hat sich nun aber in die thallonianische Prinzessin verliebt, deren Bruder als Botschafter zur Crew der Excalibur gehört und der den Sohn des Captains als nicht standesgemäß ansieht. In ihn (den Botschafter) ist aber gleichzeitig die Einsatzoffizierin verliebt, deren todgeglaubte Mutter sich mittlerweile auch an Bord befindet. Außerdem ist die vulkanische Ärztin, die im Dauer-Pon-Farr steckte, nachdem ihr Mann den Sex mit ihr nicht überlebt hat, vom zweigeschlechtlichen Chefingenieur schwanger, der/die gleichzeitig was mit dem (männlichen) Navigator hatte.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, denn dieser Schwachsinn füllt mindestens die Hälfte des Buches aus. Einige dieser Handlungsstränge mögen ja mal ganz unterhaltsam sein, man kann es aber auch übertreiben. Und dieser Punkt ist spätestens dann erreicht, wenn die Geschichte weniger mit "Star Trek" als mit einer schlechten Soap gemeinsam hat.

Eines muss man Peter David natürlich wie in allen seinen Büchern zugutehalten: Er schreibt extrem unterhaltsam, sodass es schwer fällt, das Buch wegzulegen, da es ja immer mal wieder ziemlich interessant wird und man wissen will, wie es weitergeht. Dabei sind vor allem auch die Erlöser ziemlich interessant, die - wenn auch auf ziemlich alberne Art - mal wieder deutlich machen, wie idiotisch manche Religionen und vor allem ihre treuesten Anhänger sind, die ihren religiösen Führern jedes noch so schwachsinnige Wort glauben. Allerdings ist Peter David mittlerweile wohl ein Autor, an dem sich die Meinungen scheiden. Entweder mal liebt seine Romane oder man hasst sie. Langsam tendiere ich zu letzterem, denn das, was er so von sich gibt, wird einfach immer schwachsinniger.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat er an der Story von "Spiderman" mitgewirkt. Vielleicht sind solche Fantasy-, Superhelden-, und Comic-Storys ja geeigneter für ihn, da seine Erzählweise teilweise solch phantastische Züge annimmt, dass dies nicht mehr der eher ernsthaft gedachten Science-Fiction des "Star Trek"-Universums entspricht. So erinnern seine - größtenteils selbst erfundenen - Charaktere der "Die Neue Grenze"-Reihe eher an Comic-Superhelden als an ernsthafte "Star Trek"-Figuren; man denke nur an den unverwüstlichen Sicherheitschef Zak Kebron, dem nicht mal der Absturz eines Kampffliegers und dessen Explosion in einem riesigen Feuerball etwas anhaben kann. Allerdings behält er seine Linie dabei nicht immer bei. War im letzten Teil noch Xyon, der Sohn des Captains, ein unbesiegbarer Einzelkämpfer, der die genetischen Superkrieger, die Hunde des Krieges, im Alleingang platt machen konnte, wird er hier nun nacheinander von Captain Calhoun wie auch Si Cwan aufs Kreuz gelegt. Natürlich, denn Captain Calhoun muss ja der größte Held von allen sein. Das Zerfetzen eines ach so gefährlichen Monsters durch Burgoyne mit bloßen Händen möchte ich hier besser erst gar nicht erwähnen.

Auch die gelegentlich auftauchenden Kreaturen sprengen jeden Rahmen der Absurditäten, die man uns manchmal zu Kirks Zeiten vorgesetzt hat. Nach dem großen Vogel der Galaxis, der aus dem Innern eines Planeten schlüpfte, folgt nun die Schwarze Masse, die ganze Sonnen auffressen kann, deren Bestandteile sich aber problemlos sezieren lassen.

Ein weiterer Streitpunkt ist sicherlich Peter Davids Humor. Teilweise versucht er so zwanghaft witzig zu sein, dass es von der Soap doch eher zur Sitcom überwechselt. Zwar hat sich schon die Classic-Serie durch einen wirklich guten Humor ausgezeichnet, doch das, was Peter David hier bringt, erinnert eher an den Stumpfsinn der deutschen Synchronisation.

Ebenfalls ziemlich nervend sind die ständigen Ausblicke, was gleich passieren wird. Insbesondere am Ende wird ständig die Vernichtung der Excalibur angekündigt. Zwar wird diese wirklich erfolgen, allerdings erst im nächsten Band, auf den deutsche Leser aber wahrscheinlich ewig warten können, da der Heyne Verlag auch diese Reihe auf unbestimmte Zeit verschoben (sprich: eingestellt) hat.

Fazit: Für Fans von Peter David (oder schlechten Sitcoms und noch schlechteren Soaps) ein sehr interessanter Roman, der aber deutlich macht, dass der "Die Neue Grenze"-Reihe wirkliche Ideen fehlen und die Qualität von Band zu Band abnimmt.

4. Thomas Götz

Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage aus dem Cross Cult Verlag.

Band sechs der "Neuen Grenze" oder "New Frontier", wie es bei Cross Cult richtigerweise heißen muss. Damit liegt der letzte der damals bei Heyne erschienenen "New Frontier"-Bücher vor, denn nach diesem Buch wurde die Reihe damals ja eingestellt. Dabei hatte Heyne die beiden Brückenromane "Captain's Table" und "Double Helix 5" ja nicht gebracht - ein Luxus, den uns Cross Cult aber mittlerweile beschert hat. Man muss sagen, man merkt, dass Fans am Werk waren, denn wenn der Verlag was macht, macht er es gründlich.

Das Cover stammt wieder von Martin Frei und stellt die böse Schwarze Masse dar, den Hauptgegner des Bandes. Wieder einmal schön gelungen ist auch der deutsche Titel nicht mehr so, wie er einst noch bei Heyne war sondern trägt nun statt "Dunkle" ein "Finstere" Verbündete. Dies wurde ja bereits einen Band vorher bei "Ort der Stille" ebenso gehandhabt. Dennoch ist der Roman mit knapp 250 Seiten ganz schnell gelesen (und Davids guter Schreibstil tut ein Übriges).

Storytechnisch geht es nach der Einführung der Schwarzen Masse zunächst einmal natürlich um die Zusammenführung von Xyon und Calhoun, die aber etwas kühler ausfällt, als man es vielleicht erwartet. Neben diesen immer wieder eingeflochtenen Charakterszenen zieht die Story aber schon kurz darauf an und es geht zur Heimatwelt der Erlöser. Die zwingen Calhoun zu einer Allianz (und sind sowieso immer für ein gutes Storyelement gut, da sie eine faszinierende Rasse sind).

Was folgt, ist natürlich der Kampf gegen die Schwarze Masse, den Calhoun auf gewohnt witzig spritzige Weise bestreitet (und obwohl vieles davon sicher schon bekannt ist für jene, welche die alte Ausgabe kennen, soll hier nicht allzu viel verraten werden). Allerdings schwächelt der Roman auch an manchen Stellen: Schon wieder eine Superwaffe (beziehungsweise ein Superlebewesen) wirkt nach einiger Zeit einfach ausgelutscht. Leider ist das eine Unart, die sich durch viele Romane von David zieht.

Zum Glück retten die witzigen Szenen zwischendrin das Szenario und lockern die Story an benötigten Stellen auf. Auch die Kabbeleien der Erlöser machen einfach Spaß, bleibt also zu hoffen, dass dies keinen Niedergang in der Qualität der Buchreihe bedeutet. Am Ende steht natürlich ein Cliffhanger erster Güte, ausgelöst durch nur einen berühmten Satz, der ... aber auch das soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Fazit: Ein immer noch gut geschriebenes Buch, das aber durch das Szenario einer weiteren Superlebensform etwas an Qualität einbüßt. David hat jedoch seine Charaktere im Griff und schafft eine gute Rundherum-Atmosphäre, die über diese Schwäche hinwegzutäuschen vermag.

5. Martin Weinrich

Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage aus dem Cross Cult Verlag.

Peter David mag übersinnliche Phänomene. Nachdem bereits ein galaktischer Vogel einen ganzen Planeten vernichtet hat, dreht sich dieser Roman um die Schwarze Masse, die vorzugsweise Planeten verspeist. Als neuestes Ziel hat sie sich ausgerechnet die Heimatwelt der Erlöser ausgesucht. Die starke Erlöserflotte ist gegen die Schwarze Masse hilflos. In ihrer Verzweiflung müssen sie sich an ihren Feind, Captain Calhoun von der Excalibur wenden.

Dies ist der erste starke Moment des Romans. Denn nun beginnt ein gnadenloses Machtspiel. Die Erlöser sind sich bewusst, dass die Sternenflotte und vor allem Calhoun nur wenige Gründe sehen, ihnen zu helfen. Calhoun wuchs einst auf einer Welt auf, die von einem fremden Volk, den Thallonianern, besetzt und unterdrückt wurde. Seine ganze Jugend kämpfte er gegen diese Unterdrücker. Die Erlöser unterdrücken genauso andere Völker und zwingen ihnen zudem noch eine fremde Religion auf. Klar, dass Calhoun nur wenig Mitleid mit den religiösen Fanatikern empfindet.

Der Anführer der Erlöser nimmt daher ein ganzes Volk als Geisel. Er weiß, dass er mit der Drohung, Milliarden in den Tod zu reißen, Calhoun überreden kann, ihm zu helfen. Doch auch Calhoun sah so etwas voraus. Im weiteren Verlauf des Romans steht dieser Konflikt immer wieder im Mittelpunkt. Trotz seiner stark ausgeprägten Intuition behält Calhoun dabei nicht immer die Oberhand.

Anders als der große Vogel wird die Schwarze Masse zudem etwas erklärt. Die Wissenschaftler der Excalibur finden heraus, dass es sich um viele kleine Wesen handelt. Sie haben einen starken Gemeinschaftsdrang; werden sie von den anderen getrennt, sterben sie. Außerdem folgen sie bestimmten Schwingungen, da sie lediglich auf ihnen Überlichtgeschwindigkeit erreichen können. Die Crew der Excalibur nutzt letztlich diese Informationen, um die Schwarze Masse von dem System der Erlöser fortzulocken. Die Lösung des Problems wirkt daher durchaus logisch, lediglich die Frage, ob es in Ordnung ist, diese Lebewesen zu töten, wird zu kurz behandelt.

Die wahren Stärken des Romans sind jedoch einmal mehr seine Kurzweiligkeit und die Charaktere. Peter David gelingt es auch diesmal wieder, in dem kurzen Roman überzeugende Dialoge für fast jedes Brückenmitglied zu schreiben. Die Beziehungen zwischen den Protagonisten werden ausgebaut und mit Calhouns Sohn und Si Cwans Tochter kommt ein interessantes neues Paar hinzu, das am Ende jedoch auf traurige Art und Weise voneinander gehen muss.

Der Roman liest sich zudem äußerst angenehm und unterhält sehr gut. Gerade wenn man Davids 250-Seiten-Werke mit den aktuellen Romanen aus den USA vergleicht, wird deutlich, dass ein längerer Roman nicht automatisch besser sein muss. Denn die Handlung in den derzeitigen Romanen mag vielleicht etwas komplizierter sein als Davids Schwarze Masse. Doch auch dort gibt es zum Beispiel in dem relativ aktuellen Werk "The Body Electric" ein mächtiges Wesen, das aber weder für eine kurzweilige Geschichte noch für überzeugende Charakterszenen ausreicht.

Fazit:Peter David setzt mit "Finstere Verbündete" den Stil der "New Frontier"-Reihe nahtlos fort. Er erzählt sehr dicht und mit hohem Tempo eine vielleicht nicht besonders komplizierte Geschichte, die dafür äußerst spannend ist, mit überzeugenden Charakteren auftrumpft und vor allem richtig gut unterhält.

"Finstere Verbündete" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Markus Loosen
2. Peter Tigmann
3. Stefan Menz
4. Thomas Götz
5. Martin Weinrich

Weitere Infos


Titel "Finstere Verbündete"

Originaltitel "Dark Allies"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Bernhard Kempen

Preis 12,80 Euro

Umfang 246 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-942649-06-3

(ma, pt, mz, tg, wc - 15.03.13)


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