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StartLiteraturRezension: "Die geteilten Lande 1 - Die grauen Bastarde"

Rezension: “Die geteilten Lande 1 – Die grauen Bastarde”

Ein neues Fantasy-Universum in Buchform, das wir uns hier anschauen.

Regulär erhältlich

Ein neues Fantasy-Universum in Buchform, das wir uns hier anschauen.

Inhalt (Klappentext)

Schakal und seine Halbork-Rotte patrouillieren durch die karge Wüste der Geteilten Lande und vergießen ihr Blut, um die Sicherheit ihres Volkes zu gewährleisten. Sie mögen ein Haufen hartgesottener, schweinezüchtender Hurensöhne sein, aber die Grauen Bastarde sind Schakals eingeschworene Brüder, die an seiner Seite in einem Land kämpfen, in dem es keinen Platz für Weichlinge gibt. Doch sobald es Schakal gelingt, den tyrannischen Anführer der Bastarde aus dem Weg zu räumen, werden sich die Dinge ändern. Und zwar zum Besseren. Zumindest war das der Plan, bis die Konsequenzen eines tödlichen Streits Schakal dazu bringen, selbst ein paar Nachforschungen in den Geteilten Landen anzustellen. Auf seiner Suche nach Antworten, muss er sich gegen eindringende Orks, wütende Zentauren und menschliche Verschwörer behaupten – und gegen eine dunkle Magie, die so furchterregend ist, dass sie selbst den hartgesottensten Bastard verzagen lässt.

Kritik

Es gibt im Fantasy-Genre ja durchaus die ein oder andere Nische,die noch nicht erforscht wurde, und es ist umso erfreulicher, wenn diese gefunden werden. So ist es auch im vorliegenden Roman, denn hier handelt es sich um die Halb-Orks, also die Mischlinge aus Orks und Menschen, die hier ein eigenes Land beanspruchen. Tatsächlich wird derartigen Persönlichkeiten bis jetzt eher wenig Aufmerksamkeit zuteil, so das es schön ist, sie nun in diesem Band vor sich zu haben.

Rezension: "Die geteilten Lande 1 - Die grauen Bastarde" 1

Dabei hat die vorliegende Geschichte durchaus etwas von einem Politthriller. Es gibt Verschwörungen und Pläne, Ereignisse um Ereignisse, die man jetzt hier nicht alle spoilern sollte. Dabei entfesselt der Roman eine eigene Sogwirkung. Die ist zwar nicht so stark wie in der Powder Mage– oder Red Rising-Reihe, aber verflucht nahe dran. Was vor allem an den gut geschriebenen Charakteren liegt, die diese Welt bevölkern.

Bei den Halblings-Rotten nehmen alle Namen an, die in etwa ihren Fähigkeiten entsprechen und so begleiten wir Schakal und seine Freunde auf ihren Reisen. Dabei machen gleich die ersten Seiten die Tonart der Geschichte deutlich. Zum einen wird geflucht und das ziemlich vulgär, zum anderen haben die Halblinge auch kein Problem damit, öfter mal nackt herumzulaufen. Die Welt ist also “dreckig” und nicht so sauber wie andere, auch wenn es, um den Vergleich mit dem großen Bruder zu bemühen, nicht ganz an Game of Thrones heranreicht.

Trotzdem fiebert man quasi von Beginn an mit und wenn Schakal den Häuptling herausfordert, dann ist die Sache halt nicht einfach schwarz und weiß, denn auch der Häuptling hat gute Argumente auf seiner Seite. Und in gewisser Weise ist Schakal ja auch selbst Schuld, denn er hat den Ärger ja mitgebracht. Und wenn dann noch ein treuer Freund zum Verrat ausholt… dann fragt man sich als Leser durchaus, ob denn Schakal wirklich Recht hat, oder es eben nicht doch mehr Sachen im Hintergrund gibt, die man nicht weiß.

Solche Szenen gibt es häufiger und das unterstreicht die gut ausgearbeitete Welt, in die French seine Charaktere setzt. Denn das man auch Mitgefühl mit den Bösewichtern aufbringen kann, ist durchaus eine Leistung. Und auch Elfen gibt es in diesem Setting, auch wenn ihr Reich untergegangen ist. Trotzdem dürfen auch sie hier eine Rolle spielen – ohne an dieser Stelle zuviel zu verraten, denn ich halte mich hier bewusst etwas vager als sonst, um nicht zu viel zu spoilern. Diese Geschichte sollte jeder für sich selbst erleben.

Selbst das Ende ist in gewisser Weise bittersüß, denn viele der größten Handlungsstränge werden beendet und nur ein paar kleinere bleiben offen. Im Grunde hätte die Geschichte auch schon enden können, trotzdem verspürt man den Wunsch, sich am liebsten sofort in den zweiten Band zu stürzen – auch wenn der noch ein paar Monate auf sich warten lässt. Aber welch größeres Lob kann es für einen Roman schon geben?

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Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Eine stimmige (dreckige) Welt, gut geschriebene Charaktere, bei denen man sogar Sympathien für die Gegenseite entwickelt und ein nur milder Cliffhanger, bei man es aber trotzdem nicht erwarten kann, den zweiten Band zu lesen. Was will man mehr? Diesen Roman kann man Fantasy-Fans uneingeschränkt empfehlen.Rezension: "Die geteilten Lande 1 - Die grauen Bastarde"
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