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Manrico Tenner (te)01.06.07

"Die Raumschiff-Falle"

Mel Gilden

Inhalt

Conrad Franklin Kent ist nicht nur ein sehr geschätztes Mitglied des Föderationsrates und heißer Anwärter auf das Amt des Föderationspräsidenten, er ist auch entschiedener Gegner von Starfleet und anderen "Kriegstreibern". In einem gigantischen Werbe- und Verleumdungsfeldzug will er als Friedensstifter die wahren Absichten der Sternenflotte enthüllen. Ausgerechnet die Enterprise eskortiert Kent zusammen mit seiner Assistentin zur Starbase 12.

Als genügten nicht die Reibungspunkte zwischen den Politikern und der Crew aufgrund der gegensätzlichen Ansichten, taucht auch noch ein klingonischer Kreuzer auf. Der Kommandant beschuldigt die Föderation der Entführung klingonischer Schiffe und wird durch Kents Leugnen in seinem Verdacht bestätigt. Beharrliche Hinweise Kirks auf das Territorium der Förderation veranlassen die Klingonen schließlich zum Rückzug. Auf Starbase 12 erfahren die Führungsoffiziere vom Verschwinden romulanischer Raumschiffe und auch einiger Sternenflottenschiffe.

Obwohl die Umstände dringend der Klärung bedürfen, wird die Enterprise einem geheimen Testprojekt unterstellt. So nimmt das Schiff Professor Omen an Bord und bricht am nächsten Tag zum Versuchsbereich auf. Bei der Begegnung mit einem Asteroiden stellt sich Omen als psychisch gestörter Weltverbesserer heraus, der mithilfe der Technologie auf dem Asteroiden Raumschiffe verschwinden lassen kann. Leider weiß er selbst nicht, wohin die klingonischen, romulanischen und die Sternenflottenschiffe verschwinden, aber die Crew erhält kurz darauf die Gelegenheit, genau das zu erfahren: Omen lässt auch die Enterprise verschwinden.

Natürlich verschwindet ein Schiff wie die Enterprise nicht einfach und so finden sich unsere Helden in einem Paralleluniversum wieder, in welchem es jedoch keine Föderation gibt und das vollständig von den Klingonen beherrscht wird...

Kritik

Die Enterprise sucht in einem Grenzsektor nach verschwundenen Schiffen - und verschwindet auch!
Selbstverständlich gibt es in der Föderation Bürger, die auf die Sternenflotte nicht gut zu sprechen sind, allerdings fehlen Kent mehr als einmal die Argumente, um seine Abneigung zu untermauern. Er kann keine konkreten Vorwürfe vorbringen und benutzt seine Assistentin, ihm Argumente zu liefern. Das kann bei einem Schiff wie der Enterprise mit einem Kommandanten wie Kirk natürlich nicht funktionieren. Ebenso vage wie Kents Antipathie gegenüber Starfleet vollzieht sich der vollständige Wandel seines Standpunktes nach dem bestandenen Abenteuer. Das kann jedoch nicht als Schwachpunkt der Geschichte gewertet werden, sondern ist vielmehr eine Reflexion der allgemeinen Politik und derer, die sie machen. Also letztlich ein Pluspunkt.

Professor Omen hingegen ist wieder nur das übliche Klischee vom Wissenschaftler, der seine eigenen Erfindungen verflucht und in bester Absicht schreckliche Verbrechen begeht. Aber auch ihm fehlen die Argumente, die seine Handlungen für den Leser nachvollziehbar machen. Es bleiben viele Fragen offen, nachdem er sich mit seiner eigenen Waffe in ein anderes Universum transportiert. Und wie viele Gegner im "Star Trek"-Universum können eigentlich am Ende eines Buchs, einer Fernsehepisode oder eines Kinofilms noch zur Rechenschaft gezogen werden?

Sehr übertrieben ist der Fanatismus von Commodore Favere bezüglich des "Wilden Westens", zumal er nicht eindeutig und differenziert Stellung zur damaligen Indianerpolitik bezieht. Falls hier der Patriotismus der Armee mit der Sternenflotte verglichen werden sollte, hat es nicht funktioniert. In diesem Punkt wäre ich sogar (fast) einer Meinung mit Kent.

Die Begegnung mit den Klingee im Paralleluniversum soll Spannung erzeugen, was dem Autor jedoch nicht gelingt. Wozu haben diese Klingonen "light" überhaupt eine Kriegsflotte? Laut Aussage von Kapitän Iola sind sie die einzige intelligente Spezies in diesem Universum. Gegen wen sollten sie da kämpfen?

Ungeklärt bleibt, ob die Sternenflotte nach den verschwundenen Schiffen sucht. Nachdem Spock die Enterprise aus dem Paralleluniversum befreien konnte und Omens Theorien scheinbar verstanden hat, sollten doch Rettungsaktionen möglich sein.

Die Charakter der Stammbesatzung sind allesamt gut getroffen und ausgearbeitet. Durch Paytons Augen erkennt auch der Leser den starken Zusammenhalt der Crew, besonders bei den Führungsoffizieren: Wenn die Maschinen modifiziert werden, leidet der Leser mit Scotty, McCoy sorgt für einige Spitzfindigkeiten, und die letztlich geglückte Rettung verdankt die Enterprise der Mischung aus Spocks Wissen und Kirks Improvisationstalent.

Fazit: Die gelungenen Hauptcharaktere kommen leider nicht gegen die verworrene Geschichte, diverse haarsträubende Unlogiken und die meist misslungenen Nebencharaktere an. Wenigstens ist die Story halbwegs spannend erzählt.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die Raumschiff-Falle"

Originaltitel "The Starship Trap"

Buchreihe Classic

Autor Mel Gilden

Übersetzer Harald Pusch

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 Euro

Antiquarisch:
2 bis 3 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 250 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5471

ISBN 3-453-11915-0

(te - 01.06.07)


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