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Martin Weinrich (wc)07.04.12

"That Which Divides"

Dayton Ward

Inhalt

Durch einen Zufall nimmt die Föderation Kontakt mit den Kondaii auf. Dieses Volk hat noch keinen Warp-Antrieb entwickelt, der Kontakt ist somit ein Verstoß gegen die Oberste Direktive. Doch die Umstände lassen der Föderation keine Wahl, um ein in Not geratenes Raumschiff zu retten, müssen sie Kontakt aufnehmen.

Schnell stellt sich heraus, dass die Kondaii in einem faszinierendem System wohnen. Dort gibt es einen Planeten mit vielen wertvollen Mineralen, die für die Energiegewinnung genutzt werden können. Dieser wird jedoch von einem merkwürdigen Schirm umgeben, der keinen Durchgang gewährt. Doch alle drei Jahre öffnet sich der Schirm und ermöglicht für wenige Wochen Schiffsverkehr. Über die Jahre haben die Kondaii auf diesem Weg eine Kolonie hinter dem Schirm errichtet. Alle drei Jahre wird von dort Energie für die nächsten drei Jahre auf den Hauptplaneten transferiert, während die Kolonie mit Lebensmitteln versorgt wird.

Die U.S.S. Huang Zhong muss bei der Durchreise durch den Schirm jedoch feststellen, dass dieser Warpantriebe beschädigt. Das Schiff wird kurz danach noch von einer unbekannten Waffe auf dem Planeten angegriffen und stürzt ab.

Die Enterprise untersucht den Vorfall und stößt auf die Hinterlassenschaften eines alten und mächtigen Volkes. Und auf der Suche danach sind die Romulaner nicht weit, die kurz darauf ebenfalls durch den Schirm treten ...

Kritik

Nach dem Erstkontakt mit den Kondaii stößt die Enterprise auf eine faszinierende Kolonie, die Romulaner und ein altes, mächtiges Volk.
Die Kondaii sind ein beachtliches Volk. Sie haben es geschafft, ein sehr sonderbares kosmisches Phänomen von ihrer Heimatwelt aus zu verstehen und hinter dem Schirm eine Kolonie aufzubauen. Dabei ist leicht vorstellbar, wie viel Mühe es bereiten muss, mit Unterlichtgeschwindigkeit eine Kolonie zu errichten, wenn man lediglich alle drei Jahre für wenige Wochen Zugriff zu ihr hat. Dass dabei viele Opfer gebracht werden mussten, ist klar. Beachtlich ist aber auch, wie ruhig die Kondaii auf den Kontakt mit der Föderation reagieren. Selbst in Notsituationen wie dem Angriff auf ihre Kolonien oder ihre Frachter stehen die Kondaii bedingungslos zu ihrer Freundschaft mit der Föderation. Dabei zweifeln sie in keinem Moment an den Warnungen der Föderation vor den Romulanern. Das ist etwas schade, schließlich hätte hier ein zweiter Konfliktstrang aufgebaut werden können.

Die Enterprise-Besatzung um Captain Kirk ist von Anfang an unter starkem Zeitdruck. Denn nicht nur die Hinterlassenschaften des alten Volkes müssen erforscht werden, die Überreste der Huang Zhong müssen zudem von der Kolonie entfernt werden. Dafür bleiben nur wenige Tage (beziehungsweise Stunden), da sich der Schild danach wieder schließt. Die Aufgabe ist ohne Komplikationen bereits kompliziert.

Erschwert wird sie natürlich dadurch, dass ein romulanisches Schiff ebenfalls auf dem Planeten abstürzt. Dadurch entbrennt ein Wettlauf um die Kontrolle der alten Anlage. Es kommt zu einigen kurzweiligen Scharmützeln, in denen sich letztendlich Kirk und seine Crew durch etwas Glück und die nötige Portion Grips durchsetzen.

Ein kluger Schachzug des Autor ist es, dass der Leser regelmäßig Einblicke in die Gedankenwelt der romulanischen Anführerin erhält. Der Roman wäre sehr langweilig, wenn dies nicht geschehen würde. So erlebt man eine ehrenhafte Anführerin, die ein durchaus differenziertes Bild über die Föderation und die Menschheit hat, aber dennoch knallhart die Interessen des romulanischen Imperiums vertritt. Dabei ist in der Anlage des untergegangenen Volkes schnell klar, dass man eigentlich zusammenarbeiten müsste.

Denn das unbefugte Eindringen hat eine Selbstzerstörungssequenz ausgelöst, die die ganze Kolonie zerstören kann. Dennoch bekämpfen sich Romulaner und Menschen weiterhin. Es wäre gut gewesen, wenn sich dies im Verlauf des Romans geändert hätte. Das ist schwierig zu erzählen. Schließlich wirkt es sehr platt, wenn Sternenflotte und Romulaner bei der Erwähnung der Selbstzerstörungssequenz erkennen, dass sie zusammenarbeiten müssen. Aber mit etwas Fantasie hätte man daraus sicherlich einen interessanten Handlungsbogen machen können. Das wurde hier gar nicht erst versucht. Stattdessen wird das Selbstzerstörungsproblem erst angegangen, als die Romulaner besiegt sind. Schade.

Dayton Ward bemüht sich an vielen Stellen, der Geschichte einige Charakterbemühungen abzuringen. Es ist sehr schön, dass er die drei großen Persönlichkeiten der Classic-Serie dabei außen vor lässt. Stattdessen erlebt man Unterhaltungen und Flirts einiger Nebencharaktere . Das ist ganz nett, versuchen Classic-Romane sonst doch häufig McCoy, Kirk oder Spock eine neue Facette abzugewinnen (wenn nicht ein gänzlich unbekannter Charakter im Mittelpunkt steht). Das ist hier nicht der Fall und eine nette Abwechslung. Wirklich überzeugend sind diese Charakterszenen jedoch nicht.

Fazit:"That Which Divides" ähnelt einer typischen Fernsehfolge, die ordentliche Unterhaltung, aber keine besonderen Überraschungen bietet. Die Ausgangslage ist faszinierend und bietet den Stoff für eine gelungene Geschichte. Die Umsetzung ist ordentlich, bleibt aber hinter den Möglichkeiten zurück. Das ist gut, aber nicht mehr.

"That Which Divides" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "That Which Divides"

Buchreihe Classic

Autor Dayton Ward

Preis 5,90 Euro

Umfang 400 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1451650686

(wc - 09.04.12)


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