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Martin Weinrich (wc)05.04.13

"Allegiance in Exile"

David R. George III

Inhalt

Die fünfjährige Mission der Enterprise steht kurz vor dem Abschluss. Captain Kirk macht sich bereits Gedanken über seine zukünftige Position in der Sternenflotte. Er befürchtet, als Admiral von der Enterprise weggelobt zu werden. Diese Vorstellung behagt ihm gar nicht.

Daher konzentriert er sich mehr als sonst auf die Forschungsmission der Enterprise. In zwei Systemen stößt die Enterprise auf kürzlich zerstörte Städte, die von militärischen Verteidigungsanlagen gesichert sind. Die Crew rätselt, wer wohl die getöteten Bewohner waren und wer die Angreifer.

Bei den Erkundungen der beiden Planeten kommt es jeweils zu einem Angriff auf das Außenteam. Während der ersten Mission wird Sulu von der Wissenschaftlerin Trinh vor einer Rakete gerettet. In den sechs Monaten zwischen den beiden Missionen verlieben sich die beiden und planen bereits eine gemeinsame Zukunft. Die zweite Mission soll Trinh jedoch schwer verletzen und einen Keil zwischen Sulu und Captain Kirk treiben.

Kritik

Zwei Planeten, zwei zerstörte Städte, unbekannte Opfer und Angreifer, deren Motiv unklar ist. Die Besatzung der Enterprise steht vor einem Rätsel.
"Allegiance in Exile" bietet keine innovative Story. Das scheint dem Autor bewusst zu sein, denn er versucht gar nicht erst, großes Mitgefühl mit den Bewohnern der zerstörten Städte aufzubauen. Stattdessen konzentriert er sich auf die beiden Charakterhandlungen um Kirk und Sulu, die ihm beide nicht gelingen.

Die Grundhandlung zieht sich über drei Etappen. Zunächst wird die erste zerstörte Stadt entdeckt. Das Außenteam wird dort von Raketen angegriffen, einige Teammitglieder sterben. Bereits in dieser ersten Episode wird deutlich, wie wenig sich David R. George III für die Atmosphäre auf dem Planeten interessiert. Denn er nimmt sich kaum Zeit, die Stadt zu beschreiben. So wirkt das ganze merkwürdig abstrakt, mit dem schrecklichen Schicksal der Bewohner kann man sich kaum identifizieren.

Sehr misslungen ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sulus Flucht vor den Raketen bereits im Intro beschrieben ist. Der Leser weiß daher während der ganzen ersten Mission, dass etwas schief gehen wird. Es überrascht ihn dann auch nicht, dass ausgerechnet Sulu mit am stärksten von den Raketen in Bredouille gebracht wird. Spannung kommt daher während des ersten Besuches kaum auf.

Die Ereignisse vor der Entdeckung einer zweiten zerstörten Stadt lesen sich ganz nett, können den Roman aber nicht tragen. Kirk reagiert auf die Gerüchte, er könnte zum Admiral befördert werden und Sulu verliebt sich in Trinh.

In dem Moment als Kirk Trinh auf eine Erkundungsmission zu der zweiten zerstörten Stadt schickt, kann der Leser erkennen, welches Schicksals Sulus Freundin droht. Und natürlich wird sie während ihrer Arbeit lebensgefährlich verletzt. Dabei hat die Crew diesmal durchaus Vorkehrungen gegen die Verteidigungsanlagen getroffen. Diesmal traten externe Angreifer auf.

Hier folgt die einzige wirklich gelungene Szene des Romans. Trinh möchte die Beziehung mit Sulu nicht fortsetzen. Sie hat schwere körperliche Schäden davongetragen und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie will nicht, dass Sulu seine Lebenszeit darauf verwendet, sie zu pflegen. Diesen Wunsch kann sie nur formulieren, da sie ihren ersten Ehemann auf dieselbe Art verloren hat, wie Sulu sie verlieren wird. Und da sie ihren verstorbenen Gatten seitdem nur noch als kranken Menschen in Erinnerung halten kann, möchte sie Sulu davor bewahren. Die Szene, in der sie Sulu dies klar macht, ist sehr beeindruckend.

Weniger beeindruckend ist, dass Sulu bereits davor Captain Kirk für das Schicksal Trinhs verantwortlich macht. Dabei weiß er ganz genau, dass Trinh die fähigste Offizierin für die Außenmission war und dass Kirk richtig gehandelt hat. Sein Verhalten ist höchst unprofessionell. Genauso gut könnte er die Sternenflotte für Trinhs Unfall verantwortlich machen, schließlich hat sie die Enterprise in unbekanntes Terrain entsandt.

Sulu geht sogar so weit, sich versetzen zu lassen. Ab da ist die Handlung endgültig vorhersehbar. Ein dritter Planet wird entdeckt, den die Unbekannten demnächst angreifen werden. Sulu gerät dabei in eine Situation, in der er als Kommandant ebenfalls Menschenleben aufs Spiel setzen muss. Dadurch versteht er, wie Kirk sich in solchen Momenten fühlt und kann ihm verzeihen. Letztlich kehrt Sulu wieder auf die Enterprise zurück.

Daneben gibt es noch die spektakuläre Enthüllung, dass es sich bei den Angegriffenen um Bajoraner handelt. Der Leser erlebt hier also den ersten Kontakt zwischen Bajoranern und der Föderation mit. Das ist aber etwas merkwürdig, schließlich hätte die Föderation den Bajoranern ja gegen die Cardassianer helfen können, wenn sie bereits so früh von ihnen gewusst hätte.

Außerdem wird dieses Thema nicht genutzt. Nicht einmal die Motivation der Angreifer wird richtig geklärt. Es stellt sich lediglich heraus, dass sie religiöse Motive haben, dann werden sie abgeschossen. Hier hätte ein guter Autor wie David R. George III. viel mehr herausarbeiten können.

Fazit: "Allegiance in Exile" ist kein überzeugender Roman. Die Story ist schwach, die beiden Charakterhandlungen können den Leser ebenfalls nicht mitreißen. Einzig und allein der flüssige Schreibstil des erfahrenen Autor macht das Buch etwas lesbar.

"Allegiance in Exile" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "Allegiance in Exile"

Buchreihe Classic

Autor David R. George III

Preis 5,80 Euro

Umfang 384 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476700229

(wc - 14.04.13)


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