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Martin Weinrich (wc)14.05.16

"Elusive Slavation"

Dayton Ward

Inhalt

Im Jahr 1845 stürzt ein Raumschiff der Iramahl über der Erde ab. Die Insassen sind auf der Flucht vor den Ptael, die ihr Volk grausam unterdrücken. Unter anderem wurden an den Iramahl genetische Veränderungen durchgeführt, um ihre Lebenserwartung zu reduzieren. Auf der Flucht gelang es den sechs Flüchtlingen ein Gegenmittel zu entwickeln. Nur drei von ihnen überleben den Absturz und versuchen verzweifelt, sich auf der Erde vor ihren Verfolgern zu verstecken.

Im Jahr 2283 erreicht ein weiteres Schiff der Iramahl das Sonnensystem. Die Föderation ist zunächst in hellem Aufruhr, gelingt es dem Schiff doch, getarnt bis an den Jupiter heran zu kommen. Admiral Kirk vermag es, die Tarnung aufzudecken und einen ersten Kontakt mit den Iramahl aufzunehmen. Sie haben sich mittlerweile von der Herrschaft der Ptael befreit, besitzen aber noch immer kein Gegenmittel. Das Überleben ihrer Zivilisation hängt damit auch davon ab, ob die Flüchtlinge es irgendwie geschafft haben, das Geheimnis des Gegenmittels über die Jahrhunderte zu konservieren.

Ein Scan der Erde sorgt rasch für Ernüchterung: Es gibt keine Spuren der Iramahl im Sonnensystem – zumindest im Jahr 2283. Admiral Kirk ist dennoch davon überzeugt, dass den Iramahl geholfen werden kann (und geholfen werden muss). Er nimmt Kontakt zu Roberta Lincoln, der Mitstreiterin Gary Sevens auf. Die Kontaktaufnahme findet im Jahr 1970 in New York, zunächst nur über eine Sonde statt. Bald muss Admiral Kirk aber auch direkter intervenieren, um die Iramahl zu retten. Und natürlich werden auch die Agenten des bereits bekannten amerikanischen Regierungsprogramms zur Erforschung außerirdischer Aktivitäten bald auf das Projekt aufmerksam.

Kritik

Auf der Flucht stürzt ein Raumschiff 1845 über der Erde ab. 2383 erreicht eine Rettungsmission die Erde – Admiral Kirk lässt sich einmal mehr auf ein Zeitreisechaos ein.
"Elusive Salvation" ist auf den ersten Blick ein sehr guter Roman. Die Geschichte ist sehr gut eingegrenzt und weicht nur sehr selten vom Hauptschwerpunkt, der Rettung der Iramahl ab. Gleichzeitig spielt die Handlung immer auf mindestens zwei Zeitebenen und bezieht viele Charaktere mit ein. Das sorgt für ein hohes Tempo und zudem für gute Unterhaltung.

Mit den Iramahl schafft Ward zudem echte Sympathieträger. Die Ptael haben ihne übel mitgespielt, der Leser kann gar nicht anders als auf den Sieg dieser sonst so unterlegenen Spezies zu hoffen. Aus diesem Grund ist jeder einzelne Angriff der Ptael-Jäger ein spannender Moment. Außerdem funktionieren vor allem die Charaktere Lincoln und Mistrael sehr gut und fügen sich wunderbar in die Handlung ein. Kirk und Spock machen sich einmal mehr wenig Gedanken über die Auswirkungen ihrer Zeitreisen, lächeln den Spott über ihre langen Akten beim Department for Temporal Investigation müde weg und stürzen sich ins Abenteuer. Auch das erhöht die Lesefreude.

Leider lässt Ward in "Elusive Salvation" noch mehr Charaktere aus seinem vorherigen Romanauftreten. Vor allem den darin auftauchenden menschlichen Agenten soll eigentlich noch einmal ein Denkmal gesetzt werden – doch das misslingt. Stattdessen erscheint der Auftritt eher lieblos und führt zu einem katastrophalen Ende. Überraschenderweise erzählt "Elusive Salvation" auch den Ursprung der Sektion 31. Diese mysteriöse wie faszinierende Organisation hat für einige sehr gelungene "Star Trek" Episoden und Romane gesorgt. Jüngst ist sie aber eher ein Quell des Ärgernis: In "Rise of the Federation" steht sie einer überzeugenden Handlung im Weg, im "Deep Space Nine"-Relaunch um Bashir kommt der Kampf gegen die Organisation trotz einiger Versuche der Autoren nicht richtig in Fahrt und Dayton Ward rundet dies mit einer nebensächlichen, belanglosen und damit unwürdigen Gründungsgeschichte der Sektion ab. Hier hätte man sich viel mehr Mühe geben müssen, auch um diesen Handlungsstrang für die kommenden Bashir-Romane (die David Mack angekündigt hat) zu nutzen. In "Elusive Salvation" drängt sich einmal mehr der Eindruck auf, dass die Sektion 31 mittlerweile von Autoren nach freiem Belieben und inflationär genutzt werden kann und dass es keinerlei zentrale Koordination dieses Handlungselements gibt. Das ist schade, wird hier doch viel Potential verschenkt.

Abgesehen davon hätte "Elusive Salvation" durchaus auch auf eigenen Füßen stehen können, die Geschichte ist solide und spannend erzählt und überzeugt durch einige emotionale Aspekte und gut gezeichnete Charaktere. Eine stärkere und vor allem ernstere Einbettung in das Verschwörungstheorienthemas des Vorgängers hätte dem Roman besser getan als der (sehr!) kurze Exkurs in Richtung Sektion 31.

Fazit: "Elusive Salvation" ist ein Zeitreiseroman, der eine gut abgegrenzte, spannende und bewegende Geschichte mit hohem Erzähltempo präsentiert. Die größte Stärke ist die Stringenz der Handlung, die die teilweise oberflächlichen Charakterisierungen auffängt. Gerade deswegen wirkt das abschweifende Ende so ernüchternd.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Elusive Slavation"

Buchreihe Classic

Autor Dayton Ward

Preis 7,51

Umfang 390 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1-5011-1129-7

(wc - 14.05.16)


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