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Julian Wangler (jw), Martin Weinrich (wc), Thomas Götz (tg)05.09.09

"Projekt Full Circle"

Kirsten Beyer

Vorbemerkung

"Voyager"-Relaunch-Relaunch. So etwas gab es wohl noch nie: den Neustart eines Neustarts einer "Star Trek"-Serie. Doch Pocket Books macht's möglich, genauer gesagt eine Produktpolitik, der es mit der fortschreitenden Expansion des literarischen "Star Trek"-Sektors immer weniger gelang, die einzelnen Relaunchreihen und eigenständigen Geschichten aufeinander abzustimmen. Das lag zum einen daran, dass die TV-Serien zu unterschiedlichen Zeiten ihr Ende fanden. "Deep Space Nine" hatte es da - zumal als erste Serienfortführung überhaupt - unmittelbar nach dem Dominion-Krieg am günstigsten, wurde doch der DS9-Relaunch zur Referenz für künftige Fortsetzungsreihen im Trek-Kosmos des 24. Jahrhunderts. Ein anderer Grund für die fehlgeschlagene Synchronisation der einzelnen Relaunches war eine unterschiedliche Begeisterung von Autoren und Editoren für einzelne Serien. So ergab es sich zuletzt, dass das prominenteste Opfer dieser Entwicklung der "Voyager"-Relaunch wurde.

Schnell hatte sich herausgestellt, dass "Voyager" bei Pocket Books ein wenig wie das schwarze Entlein geführt wurde, da über fünf Jahre hinweg gerade einmal eine Autorin zwei vergleichsweise unspektakuläre Cliffhangergeschichten zustande brachte. Dann kam der schwachbrüstige "Voyager"-Relaunch zu allem Übel unter die Räder der Seconde Decade. Das TNG-Sequel war erst verhältnismäßig spät vom Stapel gelassen worden und mündete nach einigen eher schnöden Borgscharmützeln in die "Destiny"-Reihe ein, die das "Star Trek"-Universum der Picard-Ära auf seine Weise so sehr revolutionierte wie J.J. Abrams' Neuinterpretation des TOS-Epos.

Vorher hatte die Second Decade sich, gleichsam im Vorbeigehen, angemaßt, mal eben die "Voyager"-Protagonistin schlechthin den bionischen Zombies zum Fraß vorzuwerfen: Kathryn Janeway. Um in der Borgsprache zu bleiben: "Voyager" war königinnenlos zurückgeblieben. Müßig, noch zu erwähnen, dass sich die "Titan"-Serie um William Rikers erstes Kommando ihrerseits frühzeitig Tuvok stibitzt hatte, womit auch der die Bühne für den "Voyager"-Relaunch so gut wie verlassen hatte. Was übrig blieb, waren ein paar zerstreute Grüppchen von Resthelden, deren Schicksale durch gewisse Andeutungen im Gefolge von "Destiny" zumindest fraglich geworden waren. Die denkbar schlechteste Ausgangslage, es noch mal mit der Voyager zu versuchen, die ja ihr Serienziel ohnehin mit der Rückkehr zur Erde erreicht hatte.

Doch jetzt kommt die unerschrockene Kirsten Beyer und fasst das heikle Eisen des pechgeprüften Sequels zur vierten "Star Trek"-Serie noch mal an. Die Autorin, die in enger Koordination mit Ex-Editor Palmieri und anderen Autoren vorging, war sich darüber im Klaren, dass es mehr als eines Trickkistenkaninchens bedurfte, um "Voyager" zurückzubringen und auch ein wenig des speziellen Geistes, der die Serie umweht und für Fans attraktiv gemacht hatte. Nicht von ungefähr entschied sie sich, einen wahren Wälzer von einem Buch abzuliefern, der auf den sinnigen Titel "Full Circle" hört. Und tatsächlich soll ein Kreis geschlossen werden - und nebenbei ein Bogen geschlagen: "Full Circle" beginnt da, wo die zaghaften Ansätze des ersten, von Christie Golden verfassten "Voyager"-Relaunchs aufhörten, um dann einen wilden Galopp bis in die Ära hinter "Destiny" zu unternehmen. Damit deckt das Buch beinahe drei Jahre ab. Ein hehres Vorhaben. Aber ob der Voyager'sche Zirkelschluss auch gelingt?

Inhalt

Der Roman mit deutlicher Überlänge ist unterteilt in mehrere kleinere Geschichten, die sich in zwei großen Storybögen abspielen. Der erste Storybogen betrifft die Fortsetzung der unterbrochenen Erzählung aus "Spirit Walk", der zweite Storybogen den Beginn einer grundsätzlichen Zäsur der "Voyager"-Saga mit Kathryn Janeways Tod.

Alles beginnt mit der Entführung von Toms und B'Elannas Tochter Miral auf Boreth. Wir erinnern uns: Im "Spirit Walk"-Zweiteiler begab sich die frühere Chefingenieurin der Voyager auf die klingonische Klosterwelt, um Nachforschungen über die Kuvah'magh-Prophezeiung anzustellen, mit der sie erstmals im Delta-Quadranten durch ein klingonisches Generationenschiff in Berührung kam. Damals hielten diese Klingonen Miral für das auserwählte Kind, dessen Niederkunft massive Auswirkungen auf das Dasein der klingonischen Spezies haben würde. B'Elanna, obgleich skeptisch, aber immerhin neugierig, begann zu recherchieren. Zu Beginn von "Full Circle" wird das Boreth-Kloster dann von unbekannten Klingonen angegriffen und ihr Miral von Unbekannten entrissen. Ausgerechnet der Kahless-Klon erklärt sich bereit, B'Elanna zu helfen - und weiht sie in eine Wahrheit ein, die im klingonischen Reich seit Jahrtausenden im Verborgenen existiert. Zwei religiöse Sekten führen offenbar eine Art Dschihad um die Ankunft der Kuvah'magh - die einen wollen sie in Sicherheit bringen, die anderen umbringen. Und die einzige Chance, Miral zurückzubekommen, liegt darin, beide Gruppen gegeneinander auszuspielen. Zusammen mit Kahless begibt sie sich auf eine geheime Mission.

Auf der Voyager, eigentlich für eine andere Mission eingespannt, gerät Tom Paris außer sich, als er erfährt, dass Frau und Tochter verschwunden sind - und B'Elanna ihm obendrein verschwiegen hat, dass sie weiter tiefer in die rätselhaften Kuvah'magh-Angelegenheit involviert war. Chakotay, welcher derweil voll und ganz zu seiner Rolle als Kommandant gefunden hat, blockt die Ersuche seines Ersten Offiziers, B'Elanna zur Hilfe zu eilen, entschieden ab, da nicht zuletzt die Klingonen den Angriff auf Boreth als interne Angelegenheit behandeln. Glücklicherweise hat Paris aber eine Fürsprecherin: Admiral Janeway weilt zufällig an Bord, und sie beide bearbeiten Chakotay so lange, den Kurs zu ändern und nach Qo'noS zu fliegen, bis er das Gefühl hat, ein ehemaliger Maquisade halte sich eher ans Protokoll als urechte Sternenflotten-Offiziere. Kanzler Martok hat glücklicherweise auch seinen guten Tag und gestattet der Voyager, an den Ermittlungsarbeiten zu partizipieren.

Im Verlauf dieser ungewöhnlichen, aber doch eben Familienmission unterstützen auch Seven und der Doktor von ihren Thinktank aus die Bemühungen der Voyager, sodass man zuletzt dem Mysterium um die Kuvah'magh auf die Schliche kommt. Tabula Rasa: Offenbar machen die Klingonen so etwas wie eine bedenkliche Deevolution mit und könnten in den kommenden hundert Jahren nicht mehr so existieren wie heute. Kinder wurden bereits mit degenerierten Genomen geboren, was jedoch geheimgehalten wurde. Hier kommt Miral ins Spiel: Da die deevolutionäre Katastrophe schon vor Jahrtausenden vorhergesehen wurde, gaben bestimmte klingonische Gruppen noble Blutlinien weiter. Aber nur Mirals ein Viertel klingonisch, dreiviertel menschliche DNA hat das Potential, die klingonische Spezies zu retten.

Der folgende Zeitraum - Oktober 2378 bis Juni 2380 - wird im Schnelldurchlauf abgehandelt, denn er umspannt gerade einmal 50 Seiten. Hier trifft B'Elanna Vorbereitungen, ihre Tochter in der Öffentlichkeit für tot zu erklären, um endlich Ruhe vor klingonischen Entführern zu haben. Ebenfalls im Vordergrund stehen eine gewisse Captain Eden und ihr Vorgesetzter, Admiral Batiste, im Oberkommando. Eden hat von Beginn der Geschichte an die Aufgabe, die Voyager-Logbücher zu studieren, und man weiß zunächst nicht, was sie vorhat, wenn sie in ausführlichen Interviews mit den aktuellen und ehemaligen Führungsoffizieren Details herausfinden möchte. Das ist umso verwunderlicher, weil die Sternenflotte nach der unmittelbaren Rückkehr des Schiffes in den Alpha-Quadranten beileibe nicht so ein Interesse für die Voyager aufbrachte, jetzt jedoch aus schleierhaften Gründen schon. Dann dringen Gerüchte an Janeway, und sie erfährt im Laufe der Zeit, dass die Sternenflotte offenbar an die Möglichkeit denkt, die Voyager in den Delta-Quadranten zurückzuschicken - ein ebenso irrwitziger wie faszinierender Gedanke.

Der wichtigste Part in diesem Zwischenabschnitt wird vom Zwieverhältnis Janeways und Chakotays bestimmt. Die sicherlich bedeutsamste Szene des ganzen Buches ist eine besondere Gelegenheit, die sich im Rahmen eines Essens in seinem Quartier auf der Voyager ergibt: Sie kommen von Ästchen auf Stöckchen und sind plötzlich bei ihrem eigenen Verhältnis zueinander angelangt. Chakotay traut sich endlich, sich vor ihr seine Gefühle einzugestehen, die in der Episode "Entscheidungen" ("Resolutions") Thema gewesen und dann verschüttet worden waren. Da er den ersten Schritt gemacht hat, deutet auch Janeway ihre Gefühle für ihn an, doch noch hat sie Probleme mit der Vorstellung, der Mann, der so lange ihre rechte Hand war, könnte ihr Liebhaber sein. Deshalb bittet sie um eine Pause zur Neuorientierung - und stellte ihm etwas in Aussicht: Nach Ende der nächsten Langzeitmission der Voyager sollen sie sich in einem Jahr in Venedig treffen, wo sie bereit sein will, mit ihm einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen - als Liebespaar. Der Leser ahnt Schmerz. Denn sehr bald macht das Buch seinem Namen alle Ehre, der Kreis schließt sich, und man erinnert sich an den Prolog, wo Chakotay in einem Restaurant in Venedig sitzt und auf Kathryn wartet, aber stattdessen kommt nur Marc, ihr Exmann, und teilt ihm die Nachricht von ihrem Tod an Bord eines Borg-Kubus (siehe "Before Dishonor") mit.

Chakotay, der schwer angeschlagen ist, wird im Zuge fragwürdiger Entscheidungen auf einer Mission von der Sternenflotte in Bezug auf seine Kommandofähigkeit überprüft. Die Interviewsitzungen mit dem neuen Bordcounselor bilden weithin den Rahmen für den zweiten Teil der Geschichte: Über seine Erinnerungen springt die Geschichte zwischen den Jahren 2380 und 2381 vor und zurück, bis in den weiteren Verlauf der Gegenwart nach den Ereignissen aus "Destiny". Dabei wird unter anderem auf den Anteil der Voyager an der Rettung des Alpha-Quadranten vor der verheerenden Borginvasion eingegangen.

Letzten Endes erhält die Voyager im Sommer 2381 den Auftrag, als eines von neun mit dem experimentellen Slipstreamantrieb ausgestatteten Schiffen wieder in den Delta-Quadranten zu fliegen. Die Mission ist auf längere Zeit angelegt, soll aber aufgrund der neuen Antriebstechnologie dennoch unkomplizierter werden, eher Monate als Jahre dauern. Es gilt herauszufinden, ob im Gefolge der "Destiny"-Ereignisse die Caeliar und mit ihnen die Borg wirklich verschwunden sind und, wenn ja, wie ein Machtvakuum im Delta-Quadranten verhindert werden könnte. Immerhin maß das Borgterritorium ein Vielfaches des Föderationsraums. Janeway ahnte schon damals nichts Gutes und entwickelte sich zu einer scharfen Gegnerin des Vorhabens von Admiral Batistes Gruppe, die Voyager-Mannschaft wieder zurückzukatapultieren und überhaupt erneut einen Fuß in den Delta-Quadranten zu setzen, gerade in Anbetracht der verheerenden Lage vor der eigenen Haustür. Doch nun ist sie tot, und die Argumentation von Batiste erscheint stichhaltig.

Chakotays gravierender emotionaler Zustand hat ihm eine vorübergehende Suspendierung vom Dienst eingebracht, sodass Eden selbst den Befehl über das Schiff von Admiral Batiste zugeschlagen bekommt. B'Elanna und Miral gelten indes offiziell als Opfer des zurückliegenden Borgüberfalls; (beinahe) niemand ahnt, dass sie geschickt untergetaucht ist, um ihr Kind zu schützen. Seven entscheidet sich als Einzige dagegen, die Voyager auf ihrem Flug zu begleiten. Sie ist, seit die Caeliar die Borg befreiten, zwar ohne Implantate, hört aber auch ständig eine rätselhafte Stimme, die sie in den Wahnsinn treibt. Sie muss herausfinden, was es damit auf sich hat, und das ist für Chakotay der Anlass, ihr zu helfen. Er weiß, wie sehr Seven Janeway am Herzen lag, und sich ihrer anzunehmen, gibt ihm das Gefühl, seinem früheren Captain wieder etwas näher zu sein. So bleiben nur sie beide schließlich im Alpha-Quadranten zurück.

Kritik

1. Julian Wangler

Diese Rezension ist auf Basis der amerikanischen Originalausgabe entstanden.

Ein neuer Beginn für "Voyager" und eine Fortsetzung der "Destiny"-Reihe. Die Handlung um die Voyager-Crew wird zeitlich auf eine Höhe mit den übrigen Trek-Romanen gebracht.
Nach den Ereignissen aus dem letzten "Voyager"-Relaunch mit Golden-Handschrift, TNG- und "Destiny"-Einflussnahmen war die Gemengelage für "Voyager" desaströs. Umso skeptischer konnte man sein, ob ein Fortsetzungsversuch nicht alles noch schlimmer machen würde. Meine Erwartungen zumindest waren nicht sehr hoch gehängt. Dann rumorte es über "Full Circle", und der verheißungsvolle Klappentext ließ Hoffnung aufkeimen. Würde die Crew, die die bisherigen Relaunch-Bücher zu zersetzt hatte, wieder zusammengeführt werden, damit das alte Familiengefühl wieder erwachte? Wie würde die weitere "Voyager"-Story den Tod Janeways verkraften können? Und würde es sinnvolle Neuzugänge geben, nachdem Charaktere wie Neelix und Tuvok erst einmal für ein Sequel nicht mehr zur Verfügung standen?

Man kann all diese Fragen mit einem satten Ja beantworten. Und weit darüber hinaus macht "Full Circle" alles dermaßen richtig, dass ich erstaunt war, wie viel noch aus "Voyager" herauszuholen ist. Todgesagte leben eben länger - das gilt nicht nur für B'Elanna, Miral ... und bald vielleicht auch Janeway?

Meiner Meinung nach ist das große Geheimrezept des Buches, dass es ihm gelingt, den alten "Voyager"-Spirit wieder einzufangen - als erstes überhaupt in der Reihe. Anders als in TNG, DS9 und auch "Enterprise" ging es hier im Kern niemals um das eigene Opfer für das höhere Ideal oder das große Ganze, sondern um die genaue Antithese dessen: Die Charaktere und die Familie standen im Vordergrund, und für sie ging man so weit, Regeln zu brechen - wie nicht zuletzt die letzte Episode "Endspiel" ("Endgame") eindrucksvoll vor Augen führte. Deshalb standen im Mittelpunkt des Romans von Anfang an die Personen. Ausgerechnet Janeways Tod wandelt Kirsten Beyer in einen Katalysator für ihre Geschichte um. Sehr gekonnt nimmt sie das Ableben des ehemaligen Captains zum Anlass, die Crew in eine neue Situation zu stürzen und Charakterstudien der besten Sorte aus dem Hut zaubern, welche trotz ihrer Ausführlichkeit nur selten ausufernd wirken. Nein, sie hat einfach wirklich etwas zu erzählen. Die Autorin schreibt wunderbar und schön strukturiert und insbesondere mit einer Einfühlsamkeit, wie sie bei den meisten ihrer männlichen Kollegen vergebens gesucht wird.

Zweifellos im Mittelpunkt der Handlung steht Chakotay und der Erkenntnisvorgang seiner Liebe für Kathryn Janeway. Eben Janeways Tod kommt einer potentiellen Schnulzenhandlung zuvor, wie man sie vorzugsweise in Fan-Fiction-Kurzgeschichten findet, und schafft eine tragische, bittersüße Liebeshandlung mit sehr viel Tiefgang. Überall in "Full Circle" wimmelt es von Flashbacks, die die Atmosphäre weiter verdichten und die Serienhelden komplexer machen. Bei den anderen Protagonisten sind es vor allem B'Elanna und Tom, die ihre Auftritte haben und ebenfalls Anteil nehmen am Verlust Janeways. Dagegen ist Tuvok - wie erwartet - abgetreten, der Doktor und Harry (ebenso Libby Webber, die von Christie Golden noch übermäßig oft aufgegriffen worden war) spielen nur mehr eine untergeordnete Rolle. Seven indes wird vor allem im Zusammenhang mit ihrem Persönlichkeitsfindungsprozess thematisiert, der mit der Auflösung der Borg durch die Caeliar in eine neue Etappe gerät. Neue Personen wie Eden, Batiste oder Counselor Cambridge sind eine Bereicherung, erreichen aber zu keiner Zeit die Priorität der alten Hauptfiguren. Auch dies trägt dazu bei, dass "Full Circle" als authentische, urgewalte Fortsetzung daherkommt. Angesichts allenthalber Umstürze ist es umso faszinierender, wie am Ende beinahe alle Crewmitglieder aus teils ganz verschiedenen Gründen wieder auf die Voyager zurückfinden. Nur Chakotay und Seven haben offenbar ein anderes Schicksal.

Der andere Meilenstein von "Full Circle" ist der Plot um die Rückkehr der Voyager in den Delta-Quadranten, der immer mehr Fahrt aufnimmt. Wow, das schlägt wirklich ein wie eine Bombe, und was sollte dieses Schiff auch anderes tun, als fernab der Heimat unterwegs zu sein? Alles andere hätte einfach nicht mehr gepasst; die Voyager war im wahrsten Wortsinn zuhause gestrandet. Aber diesmal steht der erneute Aufbruch in den Delta-Quadranten unter anderem Vorzeichen: Intrigen lauern überall.

Es sind die Gestalten um Admiral Batiste, die einem nicht ganz geheuer sind. Sie scheinen mehr zu wollen als sie vorgeben. Sie sind selber Protagonisten im ausgebrochenen Wettstreit mit dem neu gegründeten Typhon-Pakt, einem gefügten neuen Machtblock im Quadrantengefüge, der sich aus den "Destiny"-Nachwehen im Roman "A Singular Destiny" gegen die Föderation gebildet hat und Romulaner, Tholianer, Gorn, Breen und andere Spezies einschließt. Es beschleicht einen das Gefühl, als würde die Voyager instrumentalisiert für die Pläne einer machtversessenen Gruppe im Oberkommando. Dafür spricht auch symbolisch, dass Chakotay am Ende nicht mehr das Kommando hat. Die Odyssee geht in großen Zügen mit der Kraft eines Space-Melodramas weiter.

Fazit: Es gibt nicht viele "Star Trek"-Romane, die mich so vom Hocker gerissen haben. Ich habe "Full Circle" gleich zweimal hintereinander gelesen, war immer wieder begeistert und gerührt. Und das ausgerechnet bei einem "Voyager"-Buch - wo doch die Serie nie mein Liebling war und auch die bisherigen Relaunch-Romane zu diesem Thema herb enttäuschten. Zu großen Teilen ist es die Glanzleistung Kirsten Beyers, die dieses Buch zu einem solchen Durchlebnis macht, denn hier geht es um eine Gruppe von Personen und ihre Schicksale in äußerst rauen Zeiten. Gerade das Ende zeigt: Nie war "Voyager" mehr es selbst als in "Full Circle". Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, dass der kommende Roman "Unworthy" ebenso mitreißend wird wie "Full Circle" - das nichts anderes verdient hat als die Höchstwertung und sich definitiv in die Hall of Fame der besten "Star Trek"-Relaunch-Werke überhaupt einreiht.

2. Martin Weinrich

Diese Rezension ist auf Basis der amerikanischen Originalausgabe entstanden.

"Full Circle" deckt den Zeitraum einiger Jahre ab. Zwischen den Jahren 2378 und 2381 passiert nicht nur für die Voyager-Crew einiges. Auch die Föderation muss eine der größten Krisen ihrer Geschichte durchleben. Denn in diesen Zeitraum fällt die massive Invasion durch die Borg, die in der "Destiny"-Trilogie beschrieben wird.

Während dieser Zeit wird jedoch auch jede Vorstellung, die die Voyager-Offiziere nach ihrer Rückkehr hatten, zerstört. B'Elanna Torres und Tom Paris geraten in ernste Schwierigkeiten, weil ihr Kind in einen mythologischen, klingonischen Streit gezogen wird. Ihre Beziehung ist unter solchen Bedingungen nur schwer fortzuführen. Harry Kim merkt, dass das Leben mit seiner Freundin nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat. Chakotay kann seine Liebe zu Kathryn Janeway lange nicht ausleben, und just in dem Moment wo das möglich wäre, wird sie von den Borg getötet. Seven kommt nicht wirklich damit zurecht, ein Mensch zu sein. Lediglich dem Doktor und Tuvok gelingt es, persönliche Tragödien zu vermeiden.

Über allem hängt zudem noch die "Full Circle"-Kommission. Was zunächst nur ein Bericht über die Jahre der Voyager im Delta-Quadranten ist, artetet schnell zu der Frage aus, ob man noch einmal Schiffe in den Delta-Quadranten schicken sollte. Die logische Wahl wäre dabei die Voyager und ihre Crew. Janeway ist stark dagegen, doch nach ihrem Tod kann sie nur schwer dagegen protestieren. Am Ende wird Chakotay das Kommando über die Voyager aberkannt und tatsächlich eine Flotte mithilfe der Slipstreamtechnologie in den Delta-Quadranten geschickt.

"Full Circle" ist verwirrend, weil es so häufig zwischen den Zeiten springt. Ständig muss man sich daran gewöhnen, wieder an einem ganz anderen Zeitpunkt zu sein, als man es noch in dem letzten Kapitel war.

"Full Circle" ist aber auch überraschend mitreißend und weitestgehend auch traurig. Das verwundert wohl kaum, schließlich muss fast jede Voyager-Hauptperson eine schwierige Phase durchleben. Es ist aber sehr schön, diese Crew mal wieder miteinander zu erleben. Zwar ist es meistens nicht in netten Situationen, aber sie spielen in diesem Buch weitaus besser zusammen als in mancher TV-Folge. Garniert wird das Team noch durch einen neuen Counselor. Dieser wirkt zwar relativ eigensinnig und unsympathisch, erweist sich zum Ende hin jedoch als äußerst hilfreich und freundlich.

Die Geschichte um Tom und B'Elannas Kind ist mitreißend. Mitreißend, weil der Ausgang nicht wirklich klar ist. Ansonsten ist sie ebenfalls sehr verwirrend, weil die ganze Klingonen-Mystik-Geschichte sehr undurchsichtig ist. Bis zum Schluss bleibt offen, ob das genetische Problem der Klingonen jetzt gelöst werden kann und ob die Verfolger der Tochter von Paris nun wirklich getäuscht worden sind.

Chakotays Geschichte ist hingegen weitaus dramatischer. Er hat die Person verloren, die er liebte und seine Karriere ist daran sozusagen kaputt gegangen. Zum Schluss entscheidet er sich gar dafür, die Sternenflotte ganz zu verlassen. Es ist auch nur schwer vorstellbar, was er ohne das Kommando über ein eigenes Schiff tun könnte. Ein Schreibtischjob wäre für ihn sicher nicht das Richtige.

Fast schon absurd ist allerdings die Mission, die in den Delta-Quadrant aufbricht. Gerade hat die Föderation einen Großteil ihrer Flotte verloren. Sicherlich möchte man nun nichts sehnlicher, als endlich wieder zu den Grundwerten der Föderation zurückzukehren und die Galaxis erforschen. Aber in "A Singular Destiny" und "Losing the Peace" wurde mehr als deutlich, dass die Föderation große eigene Probleme hat. Mit dem Aufkommen des Typhon Pact kommt auch noch eine außenpolitische Gefahr hinzu. Wie kann man da so viele Schiffe ins Ungewisse schicken? Nur um zu überprüfen, ob die Borg tatsächlich nicht mehr existieren? Aber was nützt einem das, wenn dabei die Föderation zusammenbricht?

Sehr gut getroffen sind aber die Charaktere. Nebenbei bekommt man in diesem Buch auch mal ein paar Einblicke in die Arbeitsweise einiger Sternenflotten-Admiräle. Einerseits bekommt man den Eindruck, dass sie vielleicht doch ein wenig kompetenter sind als sie in letzter Zeit in den Trek-Romanen wirken, andererseits sind viele ihrer Entscheidungen immer noch höchst unsinnig und zeigen, dass hinter den Schreibtischen scheinbar jede Praxis-Erfahrung vergessen wurde.

Chakotays Entwicklung wird zudem sehr gut dargestellt. Man fühlt beinahe, wie in ihm etwas zerbricht, als er von dem Tod Janeways erfährt. Gerade dadurch, dass im ersten Teil eine Mission vor ihrem Tod und im zweiten zwei Missionen nach ihrem Tod erzählt werden, merkt man, wie sehr er sich verändert hat.

Außerdem weist das Buch auch ein überzeugendes Tempo auf. Durch die vielen kleinen Geschichten, die erzählt werden und die vielen Zeitsprünge wird man immer gezwungen weiterzuleben. Das sorgt dafür, dass nie über lange Zeit Langeweile aufkommt.

Fazit: "Full Circle" baut die Brücke vom Ende der Fernsehserie "Voyager" bis zu der aktuellen Handlungszeit der "Star Trek"-Romane. Da muss viel Zeit überbrückt werden. So wirkt vieles in dem Roman dann auch hektisch. Die Idee der Klingonenhandlung ist ungewöhnlich, wirkt auch noch nicht ganz logisch, ist aber spannend. Ansonsten ist "Full Circle" allerdings ein Roman, der sich auf die Charaktere konzentriert und dies auch sehr gut macht. Letztendlich wirkt er aber als nicht viel mehr als eine Pilotfolge für weitere "Voyager"-Abenteuer im Delta-Quadranten. Wenn diese aber auf diesem Niveau oder besser sind, wäre das durchaus zu wünschen.

Nach diesem Roman wäre es durchaus wünschenswert, wenn der "Voyager"-Relaunch nun wirklich in Fahrt käme und es nicht noch einmal notwendig wird, so eine Aufholjagd zu machen. Hoffentlich kann dann demnächst auch wieder eine Geschichte "aus einem Guss" erzählt werden.

"Full Circle" ist unter anderem bei Amazon.de erhältlich.

3. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult Verlages.

Ein neuer Backstein – solche oder ähnliche Kommentare gab es zu diesem Buch, ist es doch neben dem ersten TOS-Band und der Destiny-Gesamtausgabe eines der Dicksten, die bei Cross Cult unter dem Star Trek-Label veröffentlicht wurden. Denn auf satte 600 Seiten bringt es der Roman – erfreulich, dass er nicht wie der letzte Enterprise-Roman in zwei Bände aufgeteilt wurde.

Und die 600 Seiten sind auch bitter nötig, denn nichts geringeres hat Kirsten Beyer, welche die Romanreihe von Christie Golden aufnahm, zu leisten, als den Voyager-Relaunch auf die aktuelle Zeitschiene des Typhon Paktes zu heben. Und das heißt, dass es über drei Jahre Zeit zu überspringen gilt. Erfreulich also, das man sich, im Gegensatz zum Deep Space Nine-Relaunch, der plötzlich einfach einige Jahre später zu Pakt-Zeiten spielt, hier die Zeit genommen hat, diese Lücke zumindest etwas zu füllen.

Ob dies gelungen ist, klären wir gleich im Detail, zunächst ist jedoch eine Warnung vonnöten. Denn in dieser Rezension gibt es massive Spoiler zum Handlungsverlauf. Wer sich also den Spaß am Buch noch erhalten möchte, sollte am besten gleich zum Fazit springen.

Wenn man sich den vierten Band der Reihe ansieht, so bemerkt man, das viele Sachen offen geblieben sind. Etwa der Formwandler auf Kerovi, oder natürlich die Sache mit B’Elanna auf Boreth. All diese Dinge werden im vorliegenden Band aufgelöst – und das ziemlich rigoros. Beyer beendet nämlich die Golden(e)-Ära in dem sie einfach mal alle neu eingeführten Charaktere über die Klippe springen lässt. Der neue Arzt Kaz, die neue Pilotin Tare, die noch im Vorgänger wegen der Holorevolution einiges hat mitmachen dürfen – sie alle werden während der Borg-Invasion im Zuge von „Destiny“ getötet.

Selbst der neue Gegenspieler, der Formwandler, überlebt seinen Einstand unter der neuen Autorin nicht und wird eher in einem Nebensatz ausgeschaltet. Gut, das Ganze ist logisch erklärbar und gut umgesetzt, auch das Paris nun wie erwartet Erster Offizier der Voyager ist, man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, das hier etwas radikal mit der Vergangenheit (oder Christie Golden) abgerechnet werden sollte.

Lediglich einen neuen Hauptcharakter führt Beyer dafür ins Feld – den neuen Counselor Cambridge, der ein recht harter Hund ist und beim Leser aufgrund seiner unorthodoxen Herangehensweise sicher für einiges Stirnrunzeln sorgt. Dennoch ist er von der Pike auf sympathisch, wenn auch nicht gleich jedem an Bord. Aber auch wenn in diesem Charakter Potential steckt, verkommt er im Laufe der Geschichte etwas zu einem Nebendarsteller. Denn Chakotay will ihn eigentlich von der Voyager werfen, dann macht die Handlung einen Drei-Jahres-Sprung, der Kerl ist immer noch da und hat sich inzwischen mit allen arrangiert. Etwas merkwürdig, vor allem, da Chakotay erst dann mit ihm Freundschaft schließt. Hier wäre mehr drin gewesen – aber immerhin entschädigen die herrlichen Szenen mit Cambridge dafür wieder.

Okay, der Fairness halber muss man zugestehen, das Beyer mit dem neuen Captain und dem Admiral, welche die Voyager künftig begleiten, noch zwei weitere Charaktere einführt, deren Potential sich erst in Zukunft wird zeigen müssen, bleiben diese doch auch etwas blass und treten so richtig erst am Ende in Erscheinung.

Dafür erfüllt Beyer einen lang gehegten Fan-Wunsch und lässt Chakotay und Janeway zusammenkommen – kurz bevor Janeway in Peter Davids „Heldentod“ das Zeitliche segnet (okay, als Leser weiß man, dass sie nicht tot ist und man möchte das wirklich die ganze Zeit in das Buch hineinschreien, denn die Zerrissenheit der Charaktere wird dabei mehr als deutlich und ihr Schmerz ist sehr nachvollziehbar).

Doch Moment, das ist ja nur die zweite Hälfte des Buches – und man sieht schon anhand der Beschreibung bisher, das in dieser Geschichte einiges los ist. Wie gesagt, beginnt es damit, das mit den offenen Handlungssträngen aufgeräumt wird und vor allem die Story um Miral und B’Elanna in den Mittelpunkt rückt (ja, das diesjährige Weihnachten ist auch durch diesen deutschen Band dadurch weiter Klingonenlastig geworden, siehe auch hier).

Überraschenderweise gelingt es Beyer auch hier, den Klingonen noch einige neue Facetten abzugewinnen, so das die Rasse und das Szenario weiter interessant bleibt. Die Jagd nach Mirals Häschern bringt dabei nicht nur einige alte Bekannte zurück auf den Schirm (etwa den Kahless-Klon und Martok), sondern endet in einem weiteren kleinen Cliffhanger.

Zu diesem Zeitpunkt sind allerdings schon 300 Seiten des Romans vorbei und eigentlich hätte an dieser Stelle ein Break gemacht werden können und der fünfte Band hätte als weitere Fortführung für sich alleine stehen können, da ja immerhin die meisten offenen Fragen aus Band 4 schon geklärt wurden.

Nach dem Abschluss der Story um B’Elanna springt man allerdings direkt in die Zeit des Typhon Paktes. Im Zuge des Full Circle-Projektes wird Chakotay über die Ereignisse der letzten Jahre ausgefragt und dabei treten einige unschöne Sachen zutage, immerhin nahm ihn Janeways Tod sehr mit. Diese Szenen sind zwar erneut sehr gut geschrieben, der Sprung und die vielen kleineren Sprünge in die Vergangenheit, wann immer Chakotay (oder einer der anderen) eine Geschichte aus der dreijährigen „Überbrückungszeit“ erzählt, wirken an manchen Stellen aber leider etwas verwirrend. Hier wäre es vielleicht besser gewesen wie zuvor linear weiter zu schreiben.

Dann allerdings hätte in der Tat die Story wohl nicht mehr ganz so sehr gezogen, wie sie es in dieser Form tut. Denn eigentlich ist das Überspringen dieser drei Jahre keine richtige Geschichte sondern nur kurze Auszüge aus Ereignissen an Bord der Voyager. Natürlich ist es immer schwer, eine zeitliche Lücke dieser Größenordnung zu überwinden, vielleicht hätte man hier aber doch etwas anders herangehen sollen.

Nichtsdestotrotz bleiben die Charakterszenen in diesem Buch mit das Beste, das es zu lesen gibt. Sei es wenn Harry und Libby sich verabschieden, Tom und Chakotay ihren Frieden machen (auch wegen Janeways Tod), wenn eine vermeintliche Verräterin (Logt) dann doch wieder eine Verbündete wird und einer Menge schöner anderer Szenen mehr. Ja, man kann mit Fug und Recht sagen, das wirklich JEDER der bekannten Voyager-Charaktere auf seine Kosten kommt und genug Raum in diesem Buch erhält, um schön zu glänzen und sich weiterzuentwickeln.

Sicher gibt es auch ein paar Actionszenen, aber die sind eher dünn gestreut. Dies liegt wohl daran, das Beyer im Beschreiben von Kampfszenen nicht so gut ist, denn dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, da besagte Schlachten meist in wenigen Sätzen beschrieben und beendet werden. Auch die Rolle der Voyager während der Destiny-Ereignisse bleibt etwas blass. Wer sich also mehr Einblicke in die Voyager während des Angriffs erhofft hat wird hier bitter enttäuscht – eine neue verpatzte Chance, denn auch in Destiny selbst war die Voyager ja eher eine Randfigur.

Auch das Ende wirkt etwas konstruiert. Die Voyager wird zurück in den Delta-Quadranten geschickt, diesmal mit Rückkehrfahrkarte. Auf der einen Seite ist das verständlich, immerhin sollte nachgesehen werden, was im ehemaligen Borg-Territorium vor sich geht, auf der anderen Seite wirkt das zu bemüht, die alte Struktur der Voyager wiederherzustellen und alte Charaktere wie Neelix oder Kes aus der Versenkung auftauchen zu lassen. Zurück aus dem Delta-Quadranten, ein paar Integrationsschwierigkeiten – nun, dann schicken wir die Voyager eben wieder zurück, da kann sie keine Probleme machen. Dieser Gedankengang schlägt bei diesen Szenen dann doch etwas durch.

Dennoch, die Verknüpfung und das Anheben der Story auf die neue Zeitleiste ist gelungen und es waren ja schon immer die Charakterszenen, die Star Trek ausgemacht haben. Und damit kommt man hier voll auf seine Kosten.

Fazit: Trotz einiger Mängel in der B-Note ein sehr gutes Buch, dem es nicht nur gelingt, Voyager auf die Typhon Pakt-Ebene zu hieven, sondern das auch noch mit schönen Charakterszenen für nahezu jedes bekannte Crewmitglied glänzt. Eine Augenweide für die Fans.

Bewertung

1. Julian Wangler
2. Martin Weinrich
3. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Projekt Full Circle"

Originaltitel "Full Circle"

Buchreihe VOY-Relaunch

Autor Kirsten Beyer

Übersetzer Andrea Bottlinger

Preis 16,80 Euro

Umfang 626 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-422-2

(jw, wc, tg - 14.12.14)

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