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Martin Weinrich (wc)16.06.11

"Watching the Clock"

Christopher L. Bennett

Inhalt

Der Roman dreht sich um die DTI-Agenten des 24. Jahrhunderts. In der Haupterzählzeit des Romans hat die Borg-Invasion vor kurzem stattgefunden, und der Typhon-Pakt formiert sich gerade. Aber wie es sich für einen Roman um ein Zeitreisebüro gehört, bleibt die Handlung nicht an dieser einen Handlung stehen, sondern springt durch die Zeit.

Beleuchtet werden dabei vor allem die Agenten Dulmur und Lucsly, die man bereits aus der "Deep Space Nine"-Folge "Immer die Last mit den Tribbles" kennt. Sie müssen auf eine ungewöhnlich hohe Anzahl von temporalen Verstößen reagieren ...

Kritik

Die Agenten Lucsly und Dulmur müssen gemeinsam mit ihren Kollegen des Department of Temporal Investigations der Sternenflotte zahlreichen Zeitreise-Vorfällen auf den Grund gehen, als sich eine neue Front des Temporalen Kalten Krieges im 24. Jahrhundert öffnet.
Warum bedarf es eines Romans über die Zeitreisebehörde der Föderation? Hat "Star Trek: Enterprise" nicht gezeigt, dass das Prinzip der Zeitreise nicht als Hauptthema trägt? Und gibt es mit dem Typhon-Pakt und den vielen nicht vorhersehbaren Konsequenzen nicht wirklich wichtige Themen?

Die erste Hälfte des Romans rechtfertigt sich nicht gegenüber diesen Fragen. Stattdessen erlebt man die Arbeit von Dulmur und Lucsly. In Rückblenden kann man zudem erleben, wie Dulmur zum DTI stieß. Außerdem wird die Arbeit einer Reihe weiterer Agenten beschrieben und natürlich die Schicksale einiger Zeitreisender, die unter den strengen Richtlinien der Föderation leiden und diese oft nicht akzeptieren wollen. Dies ist durchaus gut geschrieben, wirkt (wie bei Bennett eigentlich alles) technisch fundiert und baut einige sympathische Charaktere auf. Relevant ist es jedoch nicht.

Das ändert sich in der zweiten Hälfte des Romans. Denn nach einer Weile wird klar, worum es in dem Roman eigentlich geht. Das ausgehende 24. Jahrhundert wird eine sehr heiße Front im Temporalen Kalten Krieg. Das sorgt natürlich nicht dafür, dass man sich beim Lesen wohler fühlt. Zu spürbar sind noch die Erinnerungen an den nie wirklich plausiblen Temporalen Kalten Krieg in "Star Trek: Enterprise". Der Fokus auf dieses Thema ist dann jedoch der Punkt, an dem der Roman gewinnt.

Denn Christopher L. Bennett gelingt es nicht nur, den Temporalen Kalten Krieg in eine verständliche und sinnige Erklärung einzubetten, sondern auch die Handlung um den mysteriösen Befehlsgeber aus der Zukunft zu klären. Das artet zwischenzeitlich zwar in hitzige Diskussionen um Zeitschirme und ähnliche technische Wunderdinge aus, ist vor allem aber sehr spannend und faszinierend.

Nach einer ausführlichen Einführung in die Arbeitsweise und des Aufgabenbereiches des DTI, der Verbündeten und der Agenten des DTI sowie der Beschreibung einiger Einsätze, beantwortet "Watching the Clock" eine eindrucksvolle Anzahl von Fragen. Fast jede Zeitreise-Folge aus dem "Star Trek"-Universum wird verarbeitet, und vor allem wird eine faszinierende Zukunft der Zeitbehörde gemalt, bei der man sich aber - wie immer bei Zeitreisen - gar nicht ganz sicher sein kann, ob sie auch wirklich geschehen wird.

In einer Nebenhandlung entdecken zwei Agenten die so genannte "Achse der Zeit" (eigene Übersetzung, Red.). Dabei handelt es sich um eine lange Sphäre im Raum, die beim Vorwärtsfliegen in die Zukunft führt und beim Rückwärtsfliegen in die Vergangenheit. Es ist kein Wunder, dass dieses technische Wunderwerk dem DTI große Sorgen macht. Die Handlung um diese Achse stört etwas. Zum einen handelt es sich bei ihr um ein technisches Meisterwerk, das doch etwas unrealistisch wirkt. Zum anderen verknüpft der Autor diese Handlung nicht mit der Haupthandlung. Die Achse wäre ein Gewinn für jede Fraktion des Temporalen Kalten Krieg. Dass sie nicht mit ihm verknüpft wird, ist schade.

Zum Schluss wird es relativ komplex, die verschiedenen Akteure auseinanderzuhalten. Denn im Temporalen Kalten Krieg stehen sich ja nicht nur die DTI und der mysteriöse Fremde aus "Star Trek: Enterprise" gegenüber. Stattdessen kommt es zu einem Finale zwischen den verschiedensten Zeitagenturen. Aber wenn man zwischen den teilweise abweichenden Zielen erst einmal differenzieren kann, ergibt vieles Sinn. Besonders spannend ist dabei, dass sogar die verschiedenen Zeitagenturen der Föderation aus verschiedenen Jahrhunderten verschiedene Maßnahmen zum Erreichen ihrer Ziele verwenden.

Nachdem es Bennett gelungen es ist, den Temporalen Kalten Krieg überraschend gut aufzuklären, wartet der Roman mit einer Überraschung auf. Denn ganz zum Schluss verhält sich einer der Charaktere so, wie man es nie erwartet hat. So sorgt nicht nur der Verlauf des Romans für Überraschungen, sondern auch sein Epilog.

Fazit: "Watching the Clock" startet relativ behutsam und führt den Leser erst einmal in die Welt der Zeitbewahrung ein. Dabei lernt man zwar die Agenten und ihre Methoden kennen, wirklich spannend ist das aber noch nicht. Im Laufe des Romans wird einem jedoch eine relativ logiklochfreie Erklärung für die bereits bekannte Front aus dem Temporalen Kalten Krieg geliefert. Dabei wartet der Autor mit einigen recht überraschenden Erkenntnissen auf. Danach ergibt vieles, was in "Star Trek: Enterprise" wirklich schlecht und unsinnig war, auf einmal Sinn. Und allein für dieses Kunststück hat der Roman eine sehr gute Wertung verdient.

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Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "Watching the Clock"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Christopher L. Bennett

Preis 5,80 Euro

Umfang 512 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 1451606257

(wc - 26.06.11)


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